Deutschland im politischen Wandel? Oder doch nicht?

    • (1) 20.02.17 - 10:33

      Hallo,

      die Schlagzeilen überschlagen sich regelrecht. Ist Merkels CDU gestern noch ganz vorn wird sie heute von der SPD überholt. Die kleineren Parteien wie Grüne, Linke, FDP etc. dümpeln eher vor sich hin und die AfD, naja mal sehen wo es da noch hin geht #augen
      Wo seht ihr uns nach den Wahlen am Ende des Jahres und wieso?

      Ich finde es ja sehr spannend die unterschiedlichsten Meinungen und Beweggründe zu erfahren gehöre doch eher zur Kategorie CDU konservativ Wähler. Aber im Moment bin ich mir auch nicht mehr so sicher...
      Ein paar konstruktive Denkanstöße wären in der Entscheidungsfindung sehr von Nutzen ;-) und auch wofür ihr alle steht und warum!

      LG christino

      • Hallo!

        Welcher Wandel wird denn gewünscht? Wir leben in einem der sichersten und reichsten Länder der Erde. Ja, es fallen immer welche aus dem Netz, aber grundsätzlich kann man in diesem Land gut leben, oder nicht?

        Ich mag Frau Merkel, denke aber auch, dass sich die Kanzler mal abwechseln müssen. Einfach, damit mal wieder andere mit anderen Ideen und Blickwinkeln ins Boot kommen. Ob es dann immer die besseren Ideen sein werden, muss sich dann zeigen. Das Rad neu erfinden kann keiner und muss ja auch keiner. Mir gefällt nicht, dass so ein Kanzler unendlich wieder gewählt werden darf. Zwei Legislaturperioden reichen doch.

        Demokratie ist ein langweiliges, schwieriges Geschäft. Da gibt es keine schnellen Lösungen, weil man vieles und viele berücksichtigen muss und vor allen Dingen will. Ich traue niemandem, der mit EINER Ursache ankommt und vorgibt, DIE EINZIG Wahre Lösung parat zu haben.

        Ein Land, in dem man zwischen Merkel und Schulz wählen kann, kann kein so ganz schlechtes sein.

        Mein Mann, der überzeugter CDUler ist, kann z.B. sehr gut damit leben, dass Herr Schulz "der Gegner" ist. Er wird seiner Partei natürlich nicht untreu, kann sich aber auch mit einem Kanzler Schulz abfinden, weil so Demokratie geht. Er arbeitet mit vielen "Linken" zusammen und im Büro geht es jetzt ab wie beim Fußball. Ich denke, es ist einfach gut, dass Politik auf einmal wieder alltagstauglich ist und viele darüber nachdenken.

        Ich selbst wechsel schon mal beim Wählen und weiß noch nicht so genau, wer es diesmal werden wird. Und wenn, dann würde ich das hier eh nicht sagen.

        LG

        • Ich traue niemandem, der mit EINER Ursache ankommt und vorgibt, DIE EINZIG Wahre Lösung parat zu haben.

          Besonders, wenn er dann nach den Wahlen - nach Worten ringend - kleinlaut zugeben muss, dass alles nur hohles Wahlkampfgeschwätz war.
          Wenn wenigstens DAS die Leute endlich begreifen würden, dass viele der vollmundigen Versprechungen - und zwar egal, von welcher Partei - einfach nicht realisierbar sind.
          Das habe ich unseren CDU- wie auch SPD-Vertretern schon direkt gesagt.
          Beide antworteten "aber das wissen die Leute doch, dass da vieles einfach nur Werbung ist".
          Tja - und DAS fand ich schlicht frech - sagte ihnen aber auch das.
          LG Moni

          • Hallo!

            Aber wählst du denn nur, was man dir während des Wahlkampfes verspricht? Zum einen ist ja wirklich klar, dass übertrieben wird, zum anderen hat jeder Politiker seine Ziele, die er verwirklichen will. Nur muss auch der auf vieles Rücksicht nehmen und wird in jedem Fall Gegenwind bekommen, so dass am ende immer Kompromiss heraus kommen wird. Keiner kann seins allein durchdrücken. Darf er auch gar nicht können.

            Jede Partei hat doch irgendwie einen roten Faden, irgendwas, wofür sie steht. Ich wähle da eher unabhängig von dem, was im Wahlkampf in die Luft geblasen wird. Wenn ich merke, dass die Partei, die ich gewählt habe, zu sehr von ihrer Linie abweicht, wähle ich eine andere, die mir mehr entspricht. Ich wähle eher das, was schon passiert ist als das, was mir versprochen wird.

            LG

            • Nein. ICH ganz sicher nicht. Aber leider viele Menschen, die offenbar alles glauben. Und leider geht das durch alle Altersschichten. Warum sonst kann der AfD auch nur ein Mensch glauben und sie wählen? Vieles, was diese propagieren, ist überhaupt nicht realisierbar, schon aus dem Grund, dass es ja auch noch andere Instanzen/Gremien für Entscheidungen gibt. Aber nein, da rennt man stumpfen Parolen nach....ich hoffe, die erledigen sich bald selber mit ihren Streitereien.
              LG

              • Hallo!

                Die AfD verspricht ja gar nicht so viel. Die hetzt nur und schürt Ängste. Wenn sich deren potentielle Wähler mal anguckten, was sie im sozialen Bereich "bewegen" wollen, würden die sicher auch die Finger davon lassen.

                Grundsätzlich habe ich jetzt aber verstanden, dass wir mit unseren Ansichten nicht so weit auseinander liegen, oder? Wir wissen nicht unbedingt voneinander, wen wir wählen werden, aber klar ist schon, dass man nicht jede abgesonderte Sprechblase allzu wörtlich nehmen darf und dass wir gar nicht unbedingt die ganz, ganz große Wende brauchen. Bei der Wahl sollte man sich die Partei aussuchen, die grundsätzlich die eigene Ansicht darstellt und die zum eigenen Leben passt. Dass mein selbstständiger Friseur die FDP wählt, leuchtet mir ein, für mich käme sie nicht in Frage.

                Wenn Frau Merkel weitermachen kann, bleibt erst mal alles so wie es ist, mit all den Dingen, die gut laufen und denen, die man doof findet. Wird Herr Schulz Bundeskanzler kommen endlich auch mal Themen wie Arbeit und Rente nach oben. Auch nicht blöd. Und Seehofer hätte mal Sendepause.

                LG

      Ich hoffe ja immer noch, dass die AfD bei der Bundestagswahl abschmiert. Wenn nicht, dann reihen wir uns halt - leider - in den Rest Europas ein, da haben ja so gut wie alle anderen Staaten eine Rechtsaußen-Partei im Parlament. Kann man scheiße finden, ist aber die Norm. Wir hatten bisher wohl einfach Glück. Wenn das weiter anhält, zerlegen sich die Kasperköppe rechtzeitig selber.
      Ansonsten.. hab ich noch keine Ahnung, wen ich wähle. So richtig überzeugt mich derzeit keiner. Wahrscheinlich warte ich die Wahlprogramme ab und guck dann weiter. Oder ich tenter in der Wahlkabine aus. #cool

      Sollte das, gerade im Wahljahr, etwas neues sein? Ich glaube nicht, es ist der ganz normale Wahnsinn im jeweiligen Wahljahr, wie eh und je ;-)

      LG

      Vor der Wahl werden die Bonbons verteilt, essen darf man sie aber erst hinterher.

      Insofern schillert alles in den spannendsten und tollsten Farben....letztendlich schmeckt dann alles aber gleich besch....eiden.

      Insofern: Was für ein Wandel?

      Die paar wenigen guten Ideen gehen im Partei-Einheitsbrei unter, oder sind quer über alle Parteien verteilt, und haben trotzdem keine Befürworter.

      Somit ist es für viele eine reine Sympathiefrage der Aushängeschilder.

      Merkel agiert wie ein quengelndes Kind an der Supermarktkasse- und die berühmte drei Affen gleichzeitig, und nervt eigentlich nur noch. Zudem ist das Vertrauen in diese....Dame....weg.

      Somit ist es klar das die SPD mit ihrem neuen Kandidaten erst mal Fahrt aufnimmt, besonders weil viele AFD Wähler gemerkt haben, dass sie ihre Stimme ein paar Vollidioten gegeben haben die nichts...aber auch GAR NICHTS bewegen können und werden.....diese Wähler jetzt aber auch nicht gerade CDU wählen möchten, und sich mit FDP oder Grün schon rein gar nicht identifizieren können......also geht es ab zur SPD.

      Nach dem Motto: Schliesslich stand der Name "SPD" die ja auch mal für den Inbegriff einer "volksnahen Partei" bevor sie dann komplett abgehoben sind.....vielleicht bringt ja der neue Mann was.

      <<<Wo seht ihr uns nach den Wahlen am Ende des Jahres und wieso?>>>

      An gleicher Stelle an der wir die letzten 12 Jahre waren: Mit einem Bein in der Scheisse, mit dem anderen auf der Wiese, einem lachenden und einem weinenden Auge, in einem Land in dem es uns besser geht als vielen anderen, aber schon lange nicht mehr so gut wie es uns eigentlich gehen könnte, in dem normale Leute wie Du und ich verarscht werden, und sich einige wenige die Taschen immer voller stopfen, während der kleine Mann auf immer mehr verzichten muss.

      Und daran wird auch ein Herr Schulz nichts ändern.

      • "Vor der Wahl werden die Bonbons verteilt, essen darf man sie aber erst hinterher."

        Dann beißt man rein - sofern man sie überhaupt bekommt - und es zieht sich alles zusammen, wie eklig sauer sie sind. Garnichts von der versprochenen Süße zu schmecken.

        War ein gutes Gleichnis. Ja, es geht uns wirklich nicht schlecht, aber es sind viele Verhältnisse sehr verschoben. Leider kenne ich ein paar Leute ungefähr im Jahrgang meines Mannes, also Nachkriegsgeneration, die gerade mal mit der Grundsicherung auskommen müssen, obwohl sie lebenslang hart gearbeitet haben. Das kann es nicht sein.
        Auch wenn ein paar kreischen - wenn ich sehe, wieviele es sich in H4 gemütlich einrichten, und das schon in der 2. und 3. Generation, dann könnte ich das Mittagessen von vorgestern noch von mir geben. Da steht der Postbote fast täglich mit Paketen vor der Tür und ich frage mich, wovon die das alles bezahlen. Arbeiten gehen? Ja wozu das denn? Wenn's eng wird, hilft der gelbe Schein und ruckzuck ist man wieder zuhause.
        Und ich befürchte, das wird keine Partei ändern (können).
        Genauso wenig, wie sie endlich die Abschieberaten der Herren erhöhen werden, die bei uns Asyl suchten, aber rucksackweise das Diebesgut aus unseren Drogerien und sonstigen Läden schleppen. In unserer LEA ist jede Woche mehrfach die Polizei und räumt Spinde mit Diebesgut aus.....
        LEIDER spielt das denjenigen "Politikern" in die Hände, die keiner will.
        Mal sehen, was ich wähle, ich lass mir noch Zeit mit der Entscheidung.
        LG Moni

        • CDU fällt für mich seit gestern komplett raus, als bei einer Wahlveranstaltung mal wieder nur Merkels Grundgebet von 2011 wiederholt wurde: "Deutschland geht es gut wie nie zuvor".

          Dies wird bedeuten, dass das Hauptaugenmerk der CDU weiterhin nur rein auf der Wirtschaft liegen wird, und dieser Partei der kleine Mann genauso wie die letzten Jahre komplett am Arsch vorbei geht.

          Zahlen werden zurecht geschönt (siehe Arbeitslosenquote), die Selbsbeweihräucherung gerade in der Schwesterpartei groß geschrieben, und wenn ich mir noch mal ansehen muss, wie Seehofer und Merkel 4 Jahre lang entweder um einander herum schleimen ohne dass sich wirklich was bewegt oder sich gegenseitig den schwarzen Peter zu schieben, muss ich kotzen.

          SPD ist mir hochgradig unsympathisch....FDP ist tot, AFD/rechts kommt natürlich nicht in Frage, grün ist mittlerweile eher grau.....vielleicht schau ich dieses Jahr mal nach links !

    Ich werde dieses jahr zum ersten Mal vermutlich ganz links wählen. Ich kenn auch viele, die genauso denken. Ich war bisher nie so der Typ, der gerne Extreme wählt, aber so aus Ausgleich zu AfD ist es gar nicht so schlecht, wenn auch ein paar Linke im Bundestag sitzen.

    • Du meinst Linkspopulisten könnten Rechtspopulisten "ausgleichen"? Das wird nicht hinhauen, ist beides die gleiche Suppe. (Nicht umsonst zieht die AfD haufenweise ehemalige Linken-Wähler an, wie die Wahlforscher der Landtagswahlen belegt haben - meiner Meinung nach beides entweder Protestwähler oder "Freunde der der einfachen Wahrheit")

      Ich wünsche mir mehr Sachorientierung in der Politik. Den Mut zu langfristigen, auch unbeliebten Lösungen. Eine Denke über die nächste Wahlperiode hinaus.
      Leider finde ich da im Moment auch niemanden, dem ich mit gutem Gewissens meine Stimme geben möchte.

      • Ich bin absolut nicht der Meinung dass es links von der SPD nur Linkspopulisten gibt und alle linken Wähler nur aus Protest oder für einfache Lösungen Wählen.

        Im Gegenteil was ich in letzter Zeit von einigen Politkern aus dem linken Spektrum höhre finde ich sehr interessant und durchdacht. Ich bin auch kein Freund von Extremen, sehe aber auch bei der Linken eine begrüßenswerte Entwicklung zu realistischen Lösungswegen für unsere heutigen Probleme und davon haben wir genug.

        Klar unserem Land insgesamt geht es besser als vielen anderen auf der Welt aber gerade deshalb finde ich es untragbar, dass ein immer größer werdender Teil der Gesellschaft von einem Vollzeitjob nicht mehr seinen Lebensunterhalt bestreiten, geschweige denn den in diesem Land üblichen Mindestlebensstandard halten oder etwas fürs Alter zurück legen kann. Was mit den Menschen passiert, die (oft unverschuldet) in Arbeitslosigkeit geraten davon will ich gar nicht erst anfangen.

        Währenddessen machen hier große international agierende Konzerne satte Profite und beschäfitigen einen Großteil Ihrer Arbeitnehmer in befristeten Verträgen und zu möglichst geringen Löhnen. Dass diese Entwicklungen immer mehr Menschen in die Hände von Populisten treiben, die einfache Sündenböcke bieten wundert mich nicht und aus meiner Sicht ist hier von keiner der beiden großen aktuell regierenden Parteien hier eine ernsthafte Änderung zu erwarten.

        • Man kann das natürlich als politischen Wandel bezeichnen, aber das heißt ja an sich auch nix besonders bzw. politischer Wandel findet ja permanent statt. Es klingt dann immer sehr dramatisch vor allem wenn ein möglicher Regierungswechsel passieren könnte. Aber auch in den Amtszeiten von Merkel gab es immer wieder einen Wandel der Politik.

Top Diskussionen anzeigen