Ostdeutschland hat ein großes Problem mit Rechtsextremismus

    • (1) 18.05.17 - 20:18

      Das, was man schon länger vermuten konnte, durch die besonders in Ostdeutschland auffällig hohe Akzeptanz rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen, NPD, AfD, Pegida usw., gibt es nun auch Schwarz auf Weiss. Ostdeutschland hat ein Problem mit Rechtsextremismus.( ja, auch im Westen gibt es Rechtsextreme aber die Studie belegt eindeutig die Besonderheit des Problems in den neuen Lãndern, besonders in Sachsen)

      http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.studie-ostdeutschland-ist-anfaellig-fuer-rechtsextremismus.b45631c6-ac65-4301-9dba-5f432244b622.html .....umd gerade auch Thema in der Tagesschau.

      Die Ursachen sind multikausal und nicht in einem Satz zu erklären.

      Ich frage mich, was soll man mit diesen Menschen machen, die unverhohlen durch Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und eine antidemokratische Haltung auffallen? Sollte man auffällige Personen nicht auch behandeln wie islamistische Gefährder und sie vorsorglich wegsperren?

      Was muss man man bildungspolitisch unternehmen um dieses Potential für die Zukunft auszutrocknen?

      • <<<Sollte man auffällige Personen nicht auch behandeln wie islamistische Gefährder und sie vorsorglich wegsperren?>>>

        Wenn Du so etwas möchtest kannst Du gerne z.B. in die Türkei auswandern, die sind da gerade voll auf Deiner Welle..... aber im Moment haben wir hier noch einen Rechtsstaat incl. Demokratie, in dem die Meinungsfreiheit auch dann gilt, wenn die betreffende Person sich im Ton vergreift, Lügen verbreitet oder unbequem ist.

        <<<Was muss man bildungspolitisch unternehmen um dieses Potential für die Zukunft auszutrocknen?>>>

        Eine Reform des Bildungswesen ist nur einer von vielen Schritten .... hier ist landesweit Nachholbedarf, und zB. gerade sehr gut an der Klatsche der SPD zu erkennen, die das in NRW besonders übel hat schleifen lassen, und die Leute sich dessen auch bewusst sind.

        Besonders wichtig wären hier ebenso, dass neue Jobs geschaffen werden. Keine dämliche ABM Maßnahmen wie 1,-- Euro Maloche die nur die Statistiken schönt, sondern Arbeitsstellen wo man vom Gehalt auch LEBEN kann....und nicht jeden Cent 4x umdrehen muss.

        Sind die Leute zufrieden und haben eine sinnvolle Aufgabe, haben sie weder Zeit noch Lust für rechte Parolen, und sind auch viel weniger dafür empfänglich.

        Mehr Unterstützung für arbeitende Mütter wäre ebenfalls sinnvoll und SEHR dringend notwendig. Dass dies funktioniert sieht man in vielen anderen Ländern. Hierzulande wäre ja schon die Bereitstellung von ausreichend Kinderbetreuungsplätzen eine Sensation.

        Deutschland verschenkt und verschleudert hier Arbeitspotential in einer Größenordnung, die unfassbar ist, und dass Politiker und Arbeitgeber hier kaum Handlungsbedarf sehen ist mehr als nur traurig, sondern schon engstirnig und ignorant.

        <<<Die Ursachen sind multikausal und nicht in einem Satz zu erklären>>>

        Das muss dann auch für die "Bekämpfung" gelten. Mit wegsperren und wegschliessen wurde noch nie auch nur ein einziges Problem wirklich gelöst !

        • "Wenn Du so etwas möchtest kannst Du gerne z.B. in die Türkei auswandern, die sind da gerade voll auf Deiner Welle..... aber im Moment haben wir hier noch einen Rechtsstaat incl. Demokratie, "

          Haben wir keinen Rechtsstaat oder keine Demokratie mehr seit dem der deutsche Gesetzgeber kürzlich beschlossen hat, islamistische Gefährder schneller und länger einzusperren? Ggfs. auch schneller abzuschieben wenn möglich (was bei Menschen mit deutschem Pass entfällt).

          Warum soll das nicht auch für potentielle Täter aus dem rechtsextremistischen Spektrum gelten?

          "Eine Reform des Bildungswesen ist nur einer von vielen Schritten .... hier ist landesweit Nachholbedarf, und zB. gerade sehr gut an der Klatsche der SPD zu erkennen, die das in NRW besonders übel hat schleifen lassen, und die Leute sich dessen auch bewusst sind.

          Besonders wichtig wären hier ebenso, dass neue Jobs geschaffen werden. Keine dämliche ABM Maßnahmen wie 1,-- Euro Maloche die nur die Statistiken schönt, sondern Arbeitsstellen wo man vom Gehalt auch LEBEN kann....und nicht jeden Cent 4x umdrehen muss."

          Das Problem des Rechtsextremismus ist aber im Osten weitaus größer. Daher zielte die Frage hinsichtlich Bildung bezüglich des im Artikel befassten extremistischen Problems besonders auf die Bildungsfrage in den neuen Bundesländern. Der Hinweis auf die SPD-Niederlage in NRW ist für mich bezüglich dieses Problems nicht ganz nachvollziehbar. Zwar waren die schulpolitischen Ursachen ein Grund für die Niederlage, hatten aber vor allem mit der schulpolitischen Transformation, Stichwort Sekundarschule, Stichwort Inklusion zu tun, die der Wähler als mangelhaft empfunden hat. Dass Bildungsinhalte fehlen, die rechtsextremistische Tendenzen verhindern sollen, ist mir nicht bekannt und war im Wahlkampf auch kein Thema.

          Ich denke zwar auch, dass sozialer Abstieg ein Grund sein kann, sich zu radikalisieren. Aber Arbeitslosigkeit und prekäre Arbeitsverhältnisse gibt es in Westdeutschland genauso. Dennoch wenden sich dort weit weniger Menschen rechtsextremistischen Kreisen zu.

          "Das muss dann auch für die "Bekämpfung" gelten. Mit wegsperren und wegschliessen wurde noch nie auch nur ein einziges Problem wirklich gelöst ! "

          Darum habe ich gefragt, wie man den blühenden Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern am Besten bekämpft.

          Ich bin mir auch nicht sicher, ob deine Antwort tatsächlich richtig ist, was das vorzeitige Wegschließen betrifft. Hätte man die Täter der NSU oder der Gruppe Freital nicht schon vor ihren Taten als Gefährder eingestuft und sie entsprechend in Gewahrsam genommen, dann wären heute deren Opfer möglicherweise noch am Leben.

          Natürlich müssen die Verdachtsmomente ausreichend sein. Aber wozu haben wir in Deutschland Geheimdienstbehörden, die Profile dieser Leute erstellen und sie beobachten (wie im Fall Anis Amri auch), wenn trotz potentieller Gefahrenlage nichts unternommen wird? Der NSU-Untersuchungsausschuss hat im Übrigen bis zum heutigen Tag ausreichend Material zusammengestellt, dass diese Gefahr beschreibt, die von den späteren Tätern ausgegangen ist.

          • Darum habe ich gefragt, wie man den blühenden Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern am Besten bekämpft.

            Ich war seit 1990 regelmäßig in der Oberlausitz und im Großraum Sachsen zu Besuch - und leider wurde dort eines verpasst, nämlich "wehret den Anfängen." Polizei, Justiz - alle sahen es als nicht so schlimm an und waren unterschwellig sogar Sympathisanten. Warum? Ich habe es bei meinen Cousins miterlebt, die nahe der polnischen und tschechischen Grenze wohnten. Als die offen war, wurde gestohlen, dass es nicht mehr feierlich war. Garagen ausgeräumt, die Kleingärten samt Hütten geplündert. Man konnte keine Einkaufstasche neben dem Auto stehenlassen und was reintragen - so schnell konnte man nicht schauen, wie alles gestohlen war. Ich übertreibe nicht, mir wurde selber mein Einkauf vom Auto weggeklaut beim OBI in Ebersbach - während ich noch schnell drin was holte, keine 5 min.
            Und diese Aktionen spielten den Rechten sowas von in die Hände - leider. Genauso die hohe Arbeitslosigkeit. Alles Geld wurde in die Ballungsgebiete Dresden, Chemnitz, Leipzig, Berlin gesteckt und das flache Land ging mit Bausch und Bogen unter - 20% war damals (heute ist es besser) der Durchschnitt. Verfahrene Situation - es lief nichts, garnichts.
            Wie die Politik das wieder ausmerzen kann und will - keine Ahnung.
            Solange sogar Polizisten und andere Personen des öffentlichen Lebens beide Augen verschließen, kann es nur noch schlimmer werden.
            LG Moni

      *** [vom urbia-Team editiert. Bitte bleibt sachlich.]

    Hallo,

    ich glaube, mit dieser Aussage wird es sich hier auch ein wenig einfach gemacht. Mag sein, daß sich der Rechtsextremismus in Ostdeutschland ballt, das heißt aber nicht, daß alle Rechtsextremisten in Ostdeutschland aus Ostdeutschland sind.
    Ich habe es in der eigenen Familie, wobei man sagen muss, das, was die vom Stapel lassen ist dumm, nicht rechtsextremistisch. Der eine sein Leben lang nicht geabeitet mit seinen fast 40 Jahren, Schuld sind der Staat und die Ausländer #schwitz Komisch, Arbeit gibt es, nur nicht für ihn. Die andere arbeitet schwarz, damit sie erg. ALG2 vom Staat abkassieren kann, man müsse ja schließlich alles mitnehmen, was einem zusteht #augen und die Auskländer sind ein willkommenes Ausredenpaket. Die sind überhaupt an allem schuld.

    Ach, ich kann es nicht mehr hören. Die, die den braunen Mob anfeuern sprechen im Übrigen ordentlich hochdeutsch ;-)

    LG

    hi,

    meine Schwiegereltern wohnen in Sachsen-Anhalt. Von denen weiß ich wie sich die lieben Flüchtlinge bei denen in der Umgebung aufführen. So Sachen wie mit vollen Einkaufswagen aus dem LIDL raus wohlgemerkt ohne zu bezahlen mit den Worten "Mama Merkel Hat uns eingeladen". Natürlich kriegen die Menschen da eine Wut. Und im Gegensatz zu anderen Bundesländern wird es bei so Situationen auch mal handgreiflich was ich nicht wirklich verkehrt finde. Wenn ich mein Gastrecht so missbrauche....

    lg

    • Ach, erzähl doch nichts ...

      ... solche Urbanen Legenden hat man schon erzählt, als die Mauer gefallen ist und die Ossis angeblich wie die Heuschrecken in die Supermärkte eingefallen sind und das letzte Gurkenglas lieber haben fallen lassen, als es einem Wessi zu überlassen ...

      ... aber klar ... Bekannte von Bekannten von Bekannten Deiner Schwiegereltern haben das ganz sicher so erlebt ... und das "Mama Merkel Hat uns eingeladen" war sicher auch noch im gut zu verstehenden akzentfreien Hochdeutsch #augen

      Wer´s glaubt....immer diese Ammenmärchen #schwitz

      (15) 24.05.17 - 09:01

      Ach du Schande!

      Solche Kommentare zeugen von von einem derart stupiden und primitiven Weltbild, dass ich in Versuchung gerate zum Gegner der selbstbestimmten Fortpflanzung zu werden.

      Wieviele persönliche Kontakte hattest du mit Gefüchteten, wieviele Gespräche hast du mit ihnen geführt?

      Sie sind weder besser noch schlechter als wir, aber jeder der sein Leben riskiert, um hierher zu kommen, ist jedenfalls

      sehr viel verzweifelter!!!!

      Sei froh, dass du deinen Discountet -Lidl-Einkauf (wahrscheinlich voll mit unfair gehandelten Lebensmitteln zu Dumpingpreisen) problemlos bezahlen kannst und versuche deine eingeschränkte Sichtweise ein wenig zu weiten!

      Das geht!

      Da du Kinder hast, schuldest du es ihnen.

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