Ehe für alle

    • (1) 30.06.17 - 08:40

      Sie wird wohl heute kommen, die Ehe für alle. Das bedeutet eine bezüglich des rechtlichen Rahmens eine völlige Gleichstellung hetero- und homosexueller Paare.

      Ich empfinde die (mögliche) Anpassung des Gesetzes als sehr positiv und sage mir, endlich hat man sich durchgerungen, diesen finalen Schritt zu gehen.

      Allerdings, konservative Kreise empfinden diesen Schritt auch als weitere Aushöhlung und Entkernung traditioneller Werte und als eine Entwertung der Ehe als Keimzelle der Gesellschaft, weil nur in der Beziehung zwischen Mann und Frau Kinder entstehen können.

      Wie seht ihr das?

      • Nun ist es beschlossen.
        Die Mehrheit im Bundestag hat dafür gestimmt!

        Auch ich finde es sehr positiv, dass nun nicht mehr auf die Unterschiede geschaut wird sondern auf die Gemeinsamkeiten.

        Und irgendwie bin ich auch ein bisschen stolz, dass ich in einem Land lebe, welches so etwas positives beschließt!
        Wir grenzen uns damit ab von den gewalttätigen und tumben Leuten, die anderswo regieren und die im Kopf noch Denkmuster aus dem Mittelalter haben.

        • "Und irgendwie bin ich auch ein bisschen stolz, dass ich in einem Land lebe, welches so etwas positives beschließt!"

          Ich finde es für Deutschland höchst peinlich, dass es erst 2017 ein JA gab, wo andere westliche Länder schon seit vielen Jahren die Ehe für alle in ihren Gesetzen verankert haben. Außerdem muss man auch mal schauen, wie viele Politiker mit einem NEIN gestimmt haben. Ich finde das äußerst bedenklich. Nee, stolz bin ich heute nicht. Vor 10/15 Jahren hätte das anders ausgesehen.

          Diesen jahrelangen Diskussionen um dieses Thema konnte ich nie was abgewinnen. Ich habe sie nie verstanden. Und wenn ich jetzt in anderen Foren die vielen negativen Kommentare lese, dann frage ich mich wirklich, in was für einem stock-konservativen Land wir leben. Wie viele Leute sehen schon den Untergang Deutschlands voraus. Aber mal ehrlich: Es ändert sich rein gar nichts für niemanden, wenn ein kleiner homosexuelle Teil Deutschlands auf einmal offiziell in den Ehehafen einfahren darf.

          Ein toller Tag für die LGBT-Gemeinde in Deutschland, aber leider auch viel zu spät.

          • Dieses : "Ja, schön, aber warum nicht früher!?"
            hört man ja immer wieder nach jeder Verbesserung.

            Warum eigentlich?

            Möchtest du deine Wut und Hilflosigkeit angesichst deiner gescheiterten Bemühungen ausdrücken oder einfach nur alles schlecht aussehen lassen?

      Ich habe diese ganze Diskussion eh nie verstanden und das in der heutigen Zeit...
      Da sollte es doch wirklich selbstverständlich sein, dass jeder heiraten darf, wen er will.
      Was die Kinder betrifft...1. soll es auch heterosexuelle Paare geben, die keine Kinder wollen oder bekommen können. Was macht man mit denen? Zwangsweise scheiden?
      2. Gibt es ja die Adoption und der Schritt ist ja jetzt endlich auch möglich!

      Mir ist das vollkommen egal wer wen heiratet. 2 Männer, 2 Frauen, 3 Männer und 3 Frauen etc.

      Nachdem jetzt jeder jeden heiraten darf, sollte als nächstes das Ehegatten - Splitting abgeschafft werden. Das wäre mal vernünftig.

      • #pro

        Bin ich voll dafür!!!

        Begünstigungen für die, die Erzhiehungsarbeit leisten (und zwar bis die Kinder aus dem Haus sind und nicht nur in der Elternzeit oder durch KiGa-Zuschuss!).

        Wer nen Hungerlohn für ordentliche Arbeit bekommt gehört natürlich auch unterstützt. Aber die Zahnarztgattin muß nicht durch die Steuern der arbeitenden Bevölkerung ihre Maniküre bezahlt bekommen.

    Ich verstehe garnicht warum es eine Ehe für alle geben muß. Ich meine, dass die staatliche Ehe abgeschafft gehört. Sie hat ja garkeinen Sinn mehr. Die Familie ist ja nicht mehr der Kern unserer Gesellschaft .

    Also abschaffen aller Vorteile für die Paare . Menschen denen es aus religösen Gründen wichtig ist , können in ihrem Glaubensgemeinschaften heiraten.

    Was spricht denn für die Ehe? Warum heiraten denn Menschen noch?

    • Die Ehe mag auf den ersten Blick keinen Sinn machen. Ich habe auch mal so gedacht.

      Aber: in vielen Lebensbereichen wird man als lediger Mensch, obwohl man in einer Beziehung ist und vielleicht auch gemeinsam Kinder hat, stark benachteiligt. Sei es im Steuerrecht, bei Erbfällen, bei der Mitbestimmung (z.B. bei Pflegefällen)., etc. pp.

      Man kann sich in allen Lebensbereichen und für alle Fälle absichern, kann notarielle Verfügungen schreiben, einen Anwalt haben. Wenn es aber hart auf hart kommt, ist man immer noch viel schlechter gestellt als verheiratete Paare.

      Deshalb macht die Ehe Sinn. Würde es andere gesetzliche Regelungen geben, wo unverheiratete Paare nicht schlechter gestellt werden, dann würde ich die Ehe auch wieder in Frage stellen. Aber das wird in Deutschland nicht passieren.

      Vielleicht kommst du mal mit einem in Verbindung, wo ein Unverheirateter stark benachteiligt wird und dann verstehst du mich ein bisschen besser.

    (12) 30.06.17 - 13:08

    Diese Fragen könntest du prima in einem eigenen Thread stellen.
    Da bekommst du mehr Antworten.#pro

    "Was spricht für die Ehe?"

    Als Ehepartner hat man den Status eines Familienangehörigen mit allen Rechten und Pflichten. Ich finde das sinnvoll in allen rechtlichen Belangen. Ehegattensplitting halte ich aber für veraltet und bin für ein Familiensplitting ungeachtet dessen ob verheiratet oder unverheiratet.

    Aus steuer-, versorgungs, familienpolitischen/rechtlichen Gründen macht es z.B. Sinn zu heiraten.

    Verheiratete und Nichtverheiratete sind nicht gleichgestellt.

Das wurde aber auch Zeit.

Top Diskussionen anzeigen