Merkels Hilfsbereitschaft hat ihr das Genick gebrochen

    • (1) 24.09.17 - 18:44

      Es sagt schon viel über unsere Gesellschaft aus, dass Merkel hauptsächlich deshalb abgewählt wurde, weil sie den Flüchtlingen helfen wollte.

      Da leben wir im krassesten Wohlstand und ich bin mir sicher, die meisten AfD-Wähler sind gut situierte, bürgerliche Leute mit Haus und Kinder und trotzdem sind sie nicht zufrieden und gönnen niemanden was und wollen niemandem etwas davon abgeben.

      Das widert mich an.

      Da kann man ja nur hoffen, dass niemand von denen jemals in eine Notsituation gerät und auf die Großzügigkeit anderer Nationen angewiesen ist.

      • Ich bin ernsthaft schockiert.
        Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass es so viele Menschen gibt, die eine rechtsorientierte Partei ernsthaft in der Regierung haben wollen.

        Ich verstehe, dass man mit der aktuellen Politik nicht zufrieden ist. Aber ich kann nicht verstehen, wie man offen gelebten Rassismus als Alternative wählt.

          • (5) 24.09.17 - 19:09

            So wurde es auch in den Umfragen analysiert: 60Prozent der AfD-Wähler haben aus Enttäuschung über die anderen Parteien gewählt. Damit haben sie in der Hinsicht ein Alleinstellungsmerkmal. Bei allen anderen Parteien haben die Wähler aus Überzeugung gewählt.

            Nun ist es, wie es ist. Ich versuche es gerade krampfhaft positiv zu sehen. Jamaica wird zumindest zu lebhafteren Auseinandersetzung in der Regierung führen und der SPD wird es gut tun, in die Opposition zu gehen.

            Trotzdem, 13.5 Prozent AfD sind sehr erschreckend, wenn ich mitbedenke, dass an der Urne so manch ein Symathisant im letzten Moment aus Restanstand doch noch konservativ gewählt haben wird.

            Mögen die Etablierten aus dieser bitteren Lektion lernen.

            • Ich bin da irgendwie ziemlich gelassen. Rechte Parteien sind in anderen europäischen Ländern längst in dem Parlamenten und stärker dazu. Deutschland hat über eine Million Flüchtlinge aufgenommen, wovon die meisten Länder weit entfernt sind, auch in Relation zur Bevölkerungsgrösse - und trotzdem bekommt die AfD gerade mal 13,5 % - es gibt wirklich viele Staaten, in denen deutlich verrückter gewählt wird.

            • "Bei allen anderen Parteien haben die Wähler aus Überzeugung gewählt."

              Ja, klar. 10,6 % sind überzeugte Liberale...IMMER GEWESEN!
              Und 32,9% sind nach allem, was die CDU konservativen Wählern in den letzten Jahren zugemutet hat, immer noch überzeugte CDU-Wähler. Klar, ganz sicher.

              Jamaica gebe ich (wenn es überhaupt zustande kommt) maximal 2 Jahre CSU und Grüne??? Ich bitte dich...

              • (8) 25.09.17 - 10:33

                Das ist ja schön, dass du das anders siehst. Aber kannst du denn deinen Eindruck, dass ich ganz falsch liege, irgendwie belegen?
                Ich stütz mich ja zumindest auf die Umfragen der Wahlforscher.

                Was hältst du denn an meinen Äußerungen für so falsch, dass du sie hier im Subtext spöttisch-schnaubend so abwerten musst?

                Und du glaubst nicht, dass es 10Prozent überzeugte Liberale in Deutschland gibt? Was findest du daran so abwegig?

                Da muss schon etwas mehr an Argumentation kommen als dein an sich inhaltsleerer Post.

                • Dein Ausgangspost hatte mit der Realität einfach nichts zu tun. Die Wahlforscher sagen doch grade, daß bei dieser Wahl so viel protestiert und taktiert wurde wie noch nie vorher. Von daher ist deine Behauptung, daß alle Wähler (außer die der AfD) voll hinter ihren Parteien stehen würden einfach unsinnig. Das kann man an den Zahlen der FDP am besten sehen. Die kommen zu einem Großteil von enttäuschten CDU-Wählern und anderen, die es in der Wahlkabine doch nicht übers Herz gebracht haben AfD zu wählen.

                  • (10) 25.09.17 - 12:02

                    Tja, dann haben die AfD-Wähler halt nur mehr bei der Befragung zu ihrer Enttäuschung gestanden. Vielleicht brauchten sie das Motiv Enttäuschung auch als Rechtfertigung dafür, eine Partei gewählt zu haben, bei der ist noch nicht einmal der Parteivorsitz im Öffentlich-Rechtlichen geschafft hat, sich von den Rechtsextremen in den eigenen Reihen zu distanzieren.

                    Ich beziehe mich auf diese Quelle:

                    https://www.google.de/search?q=wahl+überzeugung+oder+enttäuschung&client=ms-android-huawei&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwizlJjJicDWAhWFfFAKHa7CC0AQ_AUIJigC&biw=360&bih=524#imgrc=t7766MkljvoLiM:

                    Und gerade die Liberalen hat es meiner Meinung nach in der Wählerschaft immer gegeben. Die waren nur lange Jahre verprellt von Möllemanns Flirt mit rechtspopulistischen Gedankengut. Gerade bei denen glaube ich sogar, dass sie aus Überzeugung für eine neoliberal ausgerichtete Partei gestimmt haben, die eben nicht rechts ist wie die AfD.

                    • (11) 25.09.17 - 12:16

                      Und es ist eben auch eine Überzeugungswahl, nicht die AfD zu wählen. Ich hätte noch so enttäuscht sein können, ich bin aus Überzeugung bei Parteien geblieben, die nicht permanent damit beschäftigt ist, die Grenzen, was innerhalb einer Demokratie möglich ist, auszuloten und zu strapazieren.

              Länger gebe ich Jamaica auch nicht, aber ich hab die Hoffnung nicht aufgegeben, dass bis dahin die AFD-Wähler vernünftig geworden sind (oder die AFD sich innerlich zersetzt hat - immerhin sind sie auf einem guten Weg dahin).
              Die GroCo ist für mich auch nicht mehr die Idealbesetzung, dann wäre als Alternative nur noch eine schwarz-gelbe Minderheitenregierung möglich. Darüber denkt aber momentan noch niemand nach. Immerhin hat schwarz-gelb zusammen mehr Stimmen als rot-rot-grün, die AFD wird sich ohnehin mit niemandem zusammentun - denkbar wäre das also.
              Wie dem auch sei, 2 Jahre Jamaica sind in meinen Augen besser als sofortige Neuwahlen - dabei würde vermutlich ohnehin nichts Gescheites rauskommen.

              LG

              • Wirst sehen, die Grünen werden sich komplett verbiegen und anpassen. Die sind dann hinterher mehr schwarz als grün.

                • Wenn nur die CSU nicht wäre...
                  Ich glaube, die sind das Hauptproblem an dieser Koalition, und die FDP machts auch nicht besser. Schwarz-Grün halte ich persönlich mittlerweile für eine gute Option, bei uns in Hessen machen die eine ganz gute Arbeit. Und in BW scheint die umgekehrte Variante auch gut zu funktionieren. Ich denke, die CDU hat durchaus Gemeinsamkeiten mit den Grünen, die kämen schon auf einen gemeinsamen Nenner - aber die CSU passt mittlerweile kaum noch zur CDU, geschweige denn zu allen anderen Parteien. Daran hat doch letztlich auch die GroCo gekrankt. Ich fürchte allerdings auch, dass die Grünen deutlich kompromissbereiter sind als ein Herr Seehofer...
                  (Jetzt fehlt mir doch glatt der passende Urbini ;-))

                  LG

    die Merkel ist doch nicht abgewählt worden. Sie bleibt Bundeskanzlerin aller Voraussicht nach Bundeskanzlerin.

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