Nicht nur Schimpen sondern Probleme ernst nehmen

    • (1) 25.09.17 - 09:23

      Jeder hat es gestern mitbekommen - die AfD hat vermutlich mehr Stimmen bekommen als wir es uns hätten erträumen lassen. Das sie wohl in den Bundestag hinein kommen, war mir irgendwie schon klar... aber das das Ergebnis zweistellig wird, das hat selbst mich geschockt. Aber ich muss hier mal einen Denkanstoß geben... warum sind es denn überhaupt so viele? Weil die Probleme die Regionen in denen Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit enorm hoch sind ignoriert und bagatellisiert werden. Indem sich, statt auf eigene Politik zu fokussieren und neutral zu bleiben (aus sicht der Medien) gegen die AfD aufgerufen wurde und damit das Feuer für Hass und Entrüstung noch mehr angefachert wurde.

      Herr Hermann aus der CSU (und ich habe CSU gewählt) sagte fälschlicherweise "Wir hätten die offene rechte Flanke mehr stärken müssen"... NEIN hätten wir nicht, denn dann springt man auf den selben Zug auf, von dem sich zu distanzieren gehörte. Es geht nicht darum rechte zu stärken sondern ihnen den Nährboden zu nehmen. Indem man rechte Flanken gar nicht erst entstehen lässt. Und wie? Indem man vielleicht anfängt die Sorgen von kleinen Leuten ernst nimmt und sie nicht bevormundet. Indem man vielleicht Werbung dafür betrieben hätte, als CDU als ARBEITGEBERPARTEI... die Wirtschaft flächendeckend zu stärken. Denn wer Arbeit hat und ein Lebenswerten Lohn dadurch erzielt... hat keinen Grund sich vor angebliche Überfremdung zu fürchten, das einen Arbeitsplätze womöglich streitig gemacht würden etc. Das man Konzerne stärkt indem man ihre Steuerlasten senkt... ihre Produktionen statt ins Ausland zu verlegen in Regionen setzt und das fördert die stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind... und wo die Löhne dennoch niedriger sind als im Westen, weil der benötigte Haushalt auch einfach niedriger ist (da zahlt man z.b. nur Appel und n Ei für Mieten etc.). Insofern alle davon Leben können und mehr Sicherheiten dadurch spüren... nimmt man die Perspektivlosigkeit und wo das Gewährleistet ist, bilden sich auch keine rechten Blasen wie vornehmlich im Osten. (Und das ist meine Heimat... nur so nebenbei).

      Man sollte sich damit abfinden, dass die AfD nunmal im Parlament einziehen wird und einiges blocken wird damit möglichst wenig Veränderungen stattfinden können. Aber bekämpt nicht die AfD der AfD wegen... sondern entzieht ihnen den Nährboden indem ihr - die Parteien die die Regierung bilden werdet - die Probleme des "kleines Mannes" welcher sein Kreuz der AfD geschenkt hat, das Vertrauen an euch zurückgewinnt. Gebt ihnen das was sie haben wollen... Arbeitssicherheit, Arbeitsplätze, bezahlbaren Wohnraum für alle... dann brauchen sie nix mehr von den Flüchtlingen fürchten, dass ihnen irgendwas weggenommen würde. Jedes andere Vorgehen würde eine AfD nur stärken und ... ich will nicht bis 72 arbeiten müssen, ich will keine gleiche Steuerlast für Arm und Reich (sondern als Kleine Frau nicht noch mehr Abzüge von meinem Lohn haben als eh schon)... ich will nicht hinterm Herd sitzen MÜSSEN, weil mir laut deren Parteiinhalten kein anderer Platz zustünde nur weil ich ein Kind habe und noch mehr plane... und ich will ne nachhaltige Rentenreform und nicht nochmehr sanktioniert werden als eh schon wenn ich irgendwann mal im Rentenalter bin. #schwitz

      Musste mal gesagt werden!

      LG Küken

      • Kücken, du hast mit vielem absolut Recht. Auch damit, daß man die "rechte Flanke" gar nicht hätte entblößen dürfen. Die Abstrafung der Union allgemein (und der CSU im Besonderen) rührt doch offensichtlich daher, daß die Partei(en) für viele konservative Wähler früherer Zeiten nicht mehr wählbar sind. Und hätte Seehofer den bayerischen Löwen nicht nur laut rumbrüllen lassen - sondern ihm auch mal erlaubt zuzubeißen - dann hätte dieses Desaster meiner Meinung nach verhindert werden können. Eine Koalition mit den Grünen - und die CDU/CSU verliert weiter an Rückhalt. Meine Meinung.

        • Das stimmt voll und ganz... Das Problem was du jetzt zwischen CSU und CDU ansprichst... generell geb ich dir durchaus recht. Das Problem was die beiden Schwesterparteien aber haben (und leider kann ich in Bayern die CDU nicht direkt wählen sondern nur über die Fähnchen im Winde der CSU - aber wars mir wert) ist interne Kommunikation. Es kann nicht angehen dass das Volk merkt das die intern uneinig sind. Ich weis ja nicht in wieweit vorher schon intern darüber Diskutiert und beschlossen wurde was die Partei nach außen vertreten will. Aber ich gehe davon aus. Die CDU ist ja dafür bekannt, dass sie hinter einmal gewählten Entscheidungswegen eher selten abrückt. Was ja einer Frau Merkel gerne zur Last gelegt wird. Aber ich finde eine Konsequente Führung durchaus wichtig. Einzig was ihr Fehler war... das vorschnelle Handeln. Aber sie würde sich gänzlich unglaubwürdig machen, würde sie von ihren eigenen Weg abrücken, nur weil ein paar wenige sie dafür kritisieren. Dann wäre die CDU das selbe Fähnchen im Winde wie die CSU. Glaub mir der Seehofer würde nicht solche Parolen schwingen, wenn es darüber keine Unzufriedenheit in der Bevölkerung gegeben hätte. Das war damals schon mit dem Rauchverbot so. Erst führen sie es radikal ein... dann drohen die Raucher mit dem Entzug ihrer Wählerstimmen... was machen die Trottel .... sagen "ja ok wenns nen separaten Raucheraum gibt, dann ist es ok"... Aufschrei der Nichtraucher... mit dem Ergebnis das es zum Volksentscheid kam und der Volksentscheid in der klaren Mehrheit sich für das strengste Rauchverbot Deutschlands entschieden hat. Mit sowas machen sie sich unglaubwürdig... und genau so ein intern zerrüttetes Verhältnis was sie nach außen getragen haben... das hat ihnen die konservativen Wähler verschreckt. Denn das strahlt Unsicherheit aus. Dann wird lieber aus Protest der AfD die Stimme gegeben... warum? Weil die dank Selbstverliebtheit und Aroganz auf den Problemzug der Bürger aufspringen und den Fokus ihrer Partei darauf ausrichten - möglichst viele Verwirrte und Unentschlossene einzufangen... Mei wenn Schäfchen nicht geleitet werden und der Schäfer selbst nicht weis wos hingeht... dann gehen halt einzelne Schäfchen verloren und sind dann das gefundene Fressen des bösen Wolfs. Weil rechtsgerichtet sind bestimmt nicht alle AfDler... man spielt mit ihrer Angst... wo die CDU leider nicht ernst genug genommen hat. Das muss sich radikal ändern. Aber der politische Weg... außerhalb der Flüchtlingsdebatte... ganz ehrlich... der ist super.. und aus dem Grund konnte ich meine Stimme nur der CDU geben... weil ich den Weg den sie eigentlich gehen wollen... trotz Nebelwand noch erkennen konnte.

      Ich muss dir in vielem was du hier schreibst zustimmen.
      Die Bundestagswahl 2017 war wohl die größte Protestwahl die Deutschland je erlebt hat. Nicht nur, dass die anderen Parteien mit ihren medialen Hetzereien gegen die AFD erst recht das Interesse an ihnen geschürt hat, nein die AFD hat sich einen ganz wesentlichen Punkt zu eigen gemacht: Sie vermitteln das Bild, dass sie dem Wähler zuhören und seine Belange ernst nehmen. Das habe ich bei allen anderen Parteien in den letzten 12 Jahren eher vermisst.

      Ich habe in diesem Jahr als Prostet die Nicht-Wahl gewählt. Sicherlich nicht der Königsweg, aber sämtliche Wahloptionen in diesem Jahr waren für mich ausgeschlossen. Und irgendeine kleine Partei zu wählen, nur um das Kreuz einfach gesetzt zu haben empfand ich persönlich auch nicht als korrekt.
      Ich bin mir auch bewusst, dass ich somit kein recht habe mich über irgendwelche Entscheidungen aufzuregen. Das habe ich bereits seit Jahren aufgegeben. Die Demokratie hier in Deutschland ist für mich keine mehr. Entweder wird nur zugunsten der Lobbyisten entschieden, weil jeder sein Stimmrecht meistbietend weiter verkauft oder man bekriegt untereinander wie im Kindergarten und ignoriert dabei völlig ob dieses Verhalten tatsächlich im Sinne des Volkes ist.

      Das ist mein persönlicher Eindruck, den ich den letzten Jahren von unserer Regierung gewonnen habe. Absolut traurig jedoch ist wirklich, dass die großen Parteien nicht anfangen zu evaluieren WARUM so viele Stimmen verloren wurden oder warum so viele gar nicht erst zur Wahl gegangen sind. Nein, da wird sich lieber darüber aufgeregt, dass eine AFD in den Bundestag eingezogen ist und wie man dieses so schnell wie möglich wieder hinausbefördern kann. Wirklich traurig ........

      • Genau so ist es. Man sollte sich auf seine eigenen Programme zurück berufen und versuchen den Karren ausm Dreck zu ziehen. Als geschlossene Einheit und gleichzeitig anfangen auch die Leute ernst zu nehmen die am unteren Ende der "Nahrungskette" sind und sich kläglich versuchen über Wasser zu halten. Diese Menschen sind mit Sicherheit nicht die Mehrheit, keineswegs... aber sie sollten genauso wichtig und ernst genommen werden wie die wo sich keine finanziellen Sorgen machen brauchen oder die beruflich abgesichert sind. Das Problem ist und bleibt nicht die AfD sondern das Problem ist - das Leute nicht ernst genommen werden mit ihren Anliegen. Anstatt ihnen Sicherheit zu vermitteln und das Gefühl zu vermitteln "hey ich nehm dich wirklich ernst" wird ihnen teilweise noch die Rassismuswatschen gegeben weil sie durchaus gerechtfertigte Sorgen haben im Zuge der Flüchtlingskrise. Nicht jedes Bedenken und nicht jede Angst hat was mit Rassismus zu tun. Aber wenn man diese Sorgen nicht hört... dann greifen sie Leute mit rassistischen Hintergedanken auf um sie umzulenken für eigene niedrige Beweggründe.

        Das ist wie in ner Firma.... wenn ich die Reinigungskraft am unteren Ende nicht mit demselben Respekt begegne wie dem Manager oder Head of Department... dann brauch ich mich auch nicht wundern, wenn die Reinigungskraft nicht mehr als nötig tut und hinterm Rücken über einen herzieht und in den Kaffee spukt (ums mal überspitzt auszudrücken). Jedes Verbindungsmitglied in einer Kette ist wichtig, denn ohne sie würde das "Schmuckstück" welches den größten Geldwert der Kette ausmacht, nicht an Ort und Stelle halten.

        • Deinen Vergleich mit dem Schmuckstück finde ich sehr gut. Und ja ich denke auch das Deutschland, als eins der wirtschaftsstärksten Länder der EU, in der Pflicht ist Flüchtlingen hilfe zu leisten. Aber das WIE ist unserer Politik mehr als missglückt. Und wenn sogar Politiker den einfachen Bürger den Stempel "Rechtsradikal" aufdrücken, nur weil sie große Angst vor dem haben was dieses enorme Anzahl an Flüchtigen bedeuten könnte, muss man sich nicht wundern wenn diese aus Protest eben Rechts wählen.

          Ich bin ganz ehrlich, begeistert war nicht von dem unkontrollierten Masseneinlass. Aber nicht weil ich Angst vor Flüchtlingen in meiner Nachbarschaft oder um meinen Arbeitsplatz habe. Nein, der Gedanke das unkontrolliert und ungesehen Attentäter hier ein und durchreisen, das macht mir Angst. In den letzten 3 Jahren gab es genug Anschläge, durch die man als Bürger zurecht besorgt war. London, Paris, Brüssel ja sogar der Weihnachtsmarkt in Berlin vergangenes Jahr. Aber bin ich deswegen gleich rechts eingestellt?

          • Nein absolut nicht. Und ich kenne genug Ausländer und JEDER der voll integriert ist sagt ganz klar und offen! Wer sich nicht integrieren will, straffällig wird etc. der gehört dahin zurück geschickt wo er her kommt. Und nein so eine Aussage ist nicht rassistisch. Das ist ein korrektes vorgehen. Denn wer hier her kommt hat unser Rechtssystem zu achten und sich sprachlich wie auch in anderen Belangen zu integrieren. Das hat aber nix damit zu tun woran sie glauben. Solange dadurch kein Konflikt mit unserem Rechtssystem entsteht (was z.b. bei Zwangsehen der Fall wäre oder der Komplettvermummung)... soll jeder glauben was er möchte, essen was er möchte und sich angemessen bedecken wenn er das möchte. Wer dafür steht und das auch sagt, ist in meinen Augen nicht rechtsgerichet. Aber wer die Taten der Soldaten im 2. Weltkrieg hochlobt, wer den Islam als solches radikale Züge unterstellt und ganze Völkerschichten per se über einen Kamm kehrt... das ist für mich Rassismus, wenn jemand nen Arschlochstempel bekommt nur weil er ist was er ist, wegen der Hautfarbe, Religion oder Herkunft ausgegrenzt wird. Der Grad ist manchmal dünn... aber genauso ist es bedenklich das immer mehr hier in Deutschland glauben, Meinungsfreiheit hat etwas damit zu tun, andere Leute zu beleidigen oder gar zu bedrohen - weil sie anders sind oder anders denken. Das ist schwach.

            Das wir als eines der wirtschaftsstabilsten Länder der EU die Pflicht haben den Löwenanteil mitzustämmen - ja logisch... dagegen sag ich auch nix. Aber das Wie ist in vielerlei Hinsicht schlecht durchdacht und nicht wirklich weitsichtig oder nachhaltig. Es gibt zich Wohnungslehrstand... der dafür genutzt werden kann... nein da werden urplötzlich Wohnräume neu geschaffen? Das was zurecht gerade in Ballungszentren wahnwitzig ist... hier ist schon seit Jahrzehnten Wohnraumnot - aber wegen Flüchtlingen kann man plötzlich neuen Wohnraum schaffen, davor nicht? Das sie hätten von Anfang an, Papiere nur mit Fingerabdrücken und biometirsichen Fotos hätten erstellen dürfen, damit einzelne wenige nicht dazu greifen können sich unter verschiedenen Namen mehrfach registrieren zu lassen. Das gar nicht der Raum für die Radikalen egal auf welcher Seite geschaffen werden durch mangelhafte Form der Durchführung. Wenn das nicht so kopflos passiert wäre... wären gewisse Dinge nie in den Fokus gerückt worden. Ob man tatsächlich so Vorfälle wie in London, Paris oder Berlin hätte verhindern können wage ich dennoch zu bezweifeln, denn viele davon haben vorher schon legitim in den Ländern gelebt und sich im Untergrund radikalisiert... jede Zelle kann man gar nicht ausfindig machen. Leider. Aber dennoch gehören jene zur Minderheit an und die Staatsicherheit hat auch wahnsinnig viele Anschläge vorher vereitelt. Gerade Salafisten die die Hauptgruppe der radikalen Islamisten hier in unserem Land darstellen sind sehr oft konvertierte Deutsche oder "Mischlingsdeutsche" die von der Gesellschaft fallen gelassen wurden... gar nicht die Moslems die aus Krisengebieten hier her kommen.

            • Du hast natürlich recht, man hätte die Anschläge nicht verhindern können und ja es waren Schläfer die schon lange hier in den Ländern lebten. Dennoch bleibt die Angst, das 'neue' Schläfer aus den "Camps" im Zuge der sehr laschen Kontrollen unter verschiedenen Identitäten sich Zutritt in die EU verschafft haben könnten, um in den nächsten Jahren in Aktion zu treten. Aber das ist jetzt halt meine persönliche Befürchtung.

              Die Aufzeichnung der Fingerabdrücke all jener die keine Ausweisdokumente mit sich führen, hätte dies schon sehr eindämmen können. Sicherlich haben viele ihre Ausweise etc. auf der Flucht verloren oder einfach im Eifer des Gefechtes zurück gelassen. Dennoch erachte ich es nicht als diskriminierend, wenn diese eben dann durch ihre Fingerabdrücke identifiziert werden.

              Bei uns in der Stadt wurde sogar eine Mitarbeiterin fristlos entlassen, weil sie Publik gemacht hat dass ihr Dienstvorgesetzter wissentlich Mehrfachregistrierungen durchgehen lassen hat. Als Argument für sein Verhalten hat der Dienstvorgesetzte dann gesagt, er wolle nicht als rechtsradikal gelten, nur weil er geltendes Gesetzt befolgt. Da fasse ich mich echt an den Kopf, wenn man direkt vor Ort sieht wie mit den Steuergeldern umgegangen wird.

              Was die Unterbringung angeht, so haben wir hier auch regen Wohnungsmangel. Wir sind hier einer Region die wirtschaftlich stark von VW profitiert und die viele Studenten hat (mehrere Fachhochschulen und eine Technische Universität) Und kaum ist die Flüchtlingswelle da werden Turnhallen beschlagnahmt, Containerbauten auf jede kleine Lücke gesetzt, eigentliche Bürogebäude für sehr teures Geld angemietet etc.
              Wir wollten ein paar sehr gut erhaltene Möbel für die Ausstattung der Flüchtungswohnungen spenden. Wurde abgelehnt mit den Worten: "Die Bundesmittel dürfen nicht für die Ausstattung mit gebrauchten Gegenständen verwendet werden!" Bei dieser Aussage dachte ich echt mich trifft der Schlag. Es war ja eine kostenlose Spende von uns.

              Daher muss sich m.M. die Politik nicht wundern, wenn der kleine Mann sich zu Recht unfair behandelt fühlt.

              Als ich, inhaltlich, im Januar 16 ( frisch schockiert von den Ereignissen der Silvesternacht) einen ähnlichen Text in dieses Forum eingestellt habe wurde ich als Rassist und geistiger Brandstifter diffamiert.

              Vielen, die hier schreiben fehlt auch schon schlicht um die Bedeutung der verschiedensten Begrifflichkeiten: Flüchtling / Migrant / Einwanderer
              Oder konservativ / rechts / national/ rechtsradikal

              Oder Rassismus, was heutzutage auf einmal alles rassistisch ist und vor allem was nicht ( Stichwort kulturelle Unterschiede)

              Ich war schon Multikuli als es dafür noch kein Wort gab. Mein Vater war Radiosprecher bei der Deutschen Welle. Da bin ich ohne Nachzudenken mit anderen Kulturen aufgewachsen. Ich bin Halb - Armernierin. Meine beste Freundin ist Rumänin. Mein Schwiegersohn ist Peruaner, meine Enkelin eine wunderschöne Deutsch-Peruanische Coproduktion. Die beste Freundin meiner Tochter ist Vietnamesin der beste Freund meines Sohnes kommt ursprünglich aus dem Iran und ist Moslem.

              Ich bin sicherlich vieles, aber kein Nazi. Dennoch habe ich die AfD gewählt. Warum habe ich ausführlich an anderer Stelle erklärt.

              Dennoch mus man sich mal vorstellen: ich brauche einen Personalausweis um in der Post mein Einschreiben ausgehändigt zu bekommen, einreisen kann in dieses Land jeder ohne. Dafür bauen wir Zäune um jedes Volksfest und Straßenfeste sind bis hin zum kleinsten Kaff nur mit massiven Polizeieinsatz realisierbar.

              Aber Frau Merkel stellt sich nach dem Wahldebakel vor die Presse und ist der Meinung das sie alles richtig gemacht hat. So gesehen waren die knapp 13% AfD ( Protest- ) Wähler offensichtlich noch zu wenig

              • Hi,

                nein wer sagt, dass straffällige Ausländer egal ob Aylanten oder Ausländer egal welcher Nation ausgewiesen gehören. Das hat nix mit Rassismus zu tun! Das verlangen ja selbst diejenigen die selbst Ausländer hier sind. Immerhin kann man diese Menschen wo auch immer hin zurück schicken... straffällige Deutsche kann man leider nur in den Knast schicken oder die Psychiatrie. Es ist legitim zu sagen das gewisse kulturelle Dinge.. welche die Menschenrechte einschränken wie Zwangsehen, Gewalt gegen Frauen, Beschneidungen oder Komplettvermummung (ein Kopftuch ist mir persönlich egal da kann ich das Gesicht erkennen und gut ist - aber das Gesicht will auch ich erkennen können).. hier nichts verloren haben und Integration nicht so aussehen kann das Deutschland sich jenen anpasst sondern umgedreht. Sofern keine Menschenrechte verletzt werden darf aber dennoch jeder glauben was er will und in seinen eigenen Wänden tuen was er möchte... ob es an Allah glauben ist oder an den heiligen Leberkäs wie der Bayer... und was man isst - sei auch jedem freigestellt. Alles legitim und hat für mich und auch für jeden liberalen demokratisch veranlagten Deutschen nichts Fremdenfeindliches! Aber zum Rassismus wird es wenn ich pauschalisiere... Minderheiten zur allgemeinen Mehrheit mache. Ich bin selbst Atheist... mein Mann ist Christ und mein Sohn auch (mein Mann ist Pole, ich Deutsche)... aber ich weis auch als allgemeinwissen gebildete (so würde ich mich selbst wahrnehmen) dass JEDE Glaubensschrift von anerkannten Religionen friedlicher Natur sind... aber leider auch so geschrieben sind, das sie radikal denkende so auslegen können das sie auch für Gewaltaufrufe verwendet werden können... ist heute mit dem Islamisten nichts anderes wie im Mittelalter mit der gewaltsamen Zwangskonvertierung von Völkern Weltweit im Namen des Christentums... Deutschland als Volk der Germanen ist eigentlich ein Volk von Heiden und keines von Christen.

                Und klar geht das eigene Volk vor... aber bei uns bekommt ja jeder mind. Sozialhilfe/Hartz4, also was will man? Das die Finanzielle Unterstützung auf politischer Seite nur so aussehen kann, dass das Land nicht mehr als die Grundsicherung stellen darf, ist logisch - wer würde sonst noch den Ansporn sehen für irgendwas zu arbeiten? Und gerade bei Arbeitslosen wird an manchen Stellen sogar fast zu viel gezahlt. So kann ich keinen Bedarf erkennen von erstattungsfähigen Kitabetreuungen - wenn man daheim sitzt... das sollte jenen vorbehalten sein die arbeiten und erst dann Arbeitslosen zustehen, wenn alle vorhandenen Plätze vorher mit den Kindern befüllt wurde, deren Eltern wirtschaftlich auf den Platz angewiesen sind.

                Auf Volksfesten und Großveranstaltungen finde ich es ungeachtet der Gezeiten in denen wir Leben wichtig das Polizeipräsenz vorhanden ist. Ich wohn in München... aktuell ist Wiesnzeit.. die größte Gefahr hier besteht nicht in der Form von potenziellen Anschlägen (durchaus auch aber nicht hauptsächlich)... wart Sie mal auf nem Volksfest jenen Ausmaßens? Da kommen erstmal die ganzen Touris zusammen aus England, Australien und weis der Geier nicht wo - die alle samt gerne trinken, aber in deren Ländern Bier bei weitem nicht so reinhaut wie bei uns.... ergo vertragen sie es nicht so gut Betrunkene (egal wo sie herkommen) neigen gerne zu unkontrollierten teils gewaltsamen Ausbrüchen. Dann kommen die ganzen innerdeutschen Saufköpfe dazu... die generell am stärksten rumstänkern und pöbeln (sind wirklich meistens eher die Deutschen... die Australier sind eher lustig... und die Engländer... naja die trinken bis sie eingeschlafen sind und neigen stärker zur Selbstverletzung als zur Fremdverletzung). Die Polizei ist ständig damit beschäftigt Schlägereien zu vermeiden, Handtaschendiebstahl vorzubeugen etc. Und ich komm aus der Sicherheit. Glaub mir die haben die Aufgabe den Bürgern das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln... effektive Prophylaxe betreiben können die nämlich gar nicht. Es findet nämlich nur eine grobe Sichtkontrolle von Taschen statt oder Kinderwägen... es werden aber keine Leibesvisitationen wie am Flughafen betrieben. Wir hatten seit der Terrorzeit nicht einen terroristischen Anschlag hier in München auf der Wiesn... die Zwischenfälle dies gibt sind nur auf Alkohol rückführbar und dafür braucht es leider auch Polizei.

                Frau Merkel und ihre CDU muss nur eines und das haben sie auch jetzt aufs Portfolio geschrieben und die ersten Reaktionen von ihr sagen das auch. Man muss anfangen den Problemen stärker gehör zugeben und weniger ignorieren - egal wie sehr man die Probleme der kleinen Leute selbst als Probleme sieht oder nicht. Und insofern sie das tuen und dem auch nachhaltig Taten folgen lassen... ja dann macht die Frau Kanzlerin weiterhin fast alles richtig. Klar kann man es nie jedem 100% gerecht machen. Aber die meisten sehen nicht über ihren eigenen Tellerrand hinaus. Wir haben nicht nur innerpolitische Probleme die behandelt werden müssen sondern auch außenpolitische. gut 1/4 der deutschen Wirtschaft ist vom Export maßgeblich abhängig. Wenn in der aktuell angespannten Situation mit Russland und den USA zwei wichtige Handelspartner wegfallen... bedeutet das schnell hohe Arbeitslosenquoten... den egal ob Automobilindustrie... Airbus... Siemens... und wie sie nicht alle heißen was glaubst du was passiert... Arbeitslosenquote geht so schnell nach oben da kann der Industriemitarbeiter gar nicht so schnell schauen wie sein Arbeitsplatz unterm Arsch flöten geht. Für Sozialschwache wird vielleicht nicht immer das idealste zu tun... aber Sorgen über ihr Dach überm Kopf, Essen aufm Teller muss sich hier keiner machen und selbst der Hartzer kann jederzeit zum Arzt gehen und behandelt werden... ein LUXUS den weis gott nicht jeder Arbeitslose, Geringverdiener, Rentner oder Alleinerziehende auf der Welt genießen kann. Daher sollte man wertschätzen was man hat und bekommt und nicht gierig nach mehr und mehr schnappen weil einem das noch nicht genug ist. Mit der AfD an der Macht würde ein Arbeiter und Bauernstaat ins Leben gerufen werden.. wo die Reichen reicher und die Armen ärmer würden - Sozialleistungen wo sich viel hier meckernd ausruhen wären dann das Klopapier wert mit dem sie sich den Po abwischen können. Was interessieren einen die Handvoll Asylanten... ernsthaft... wens nicht tangiert sollte es ignorieren. Aber ich wähl doch keine Partei die MICH schlechter stellt nur damit ich ein vermeindliches Problem beseitigt bekomme womit ich im Alltag gar nicht in Berührung komme. Was interessiert mich wie viel mein Nachbar bekommt - auf MEINEM Tisch muss das Essen stehen können ist mir doch schnurz ob der Nachbar sich die Ente mit Speck und geister Soße leisten kann während ich an der Kartoffelsuppe schlürfen muss weil nicht mehr drin ist (im worst case)... immerhin hab ich was zu essen.

                • Weißt Du, wie das Einwanderungsgesetz (!) in Kanada in Punkto Straffälligkeit der Einwanderer aussieht? Jeder Einwanderer ( und die Hürden zur Einwanderung sind hoch : Sprachkenntnissen, Staatsbürfertest, Job, Verzicht auf Sozialleistungen für 5 Jahre ) bekommt einen Paten zugeteilt, vorzugsweise aus dem Heimatland. Dieser erklärt dem neuen Einwohner wie der Alltag funktioniert: Versicherung, Haus-Wohnung mieten oder Kaufen, Bank, Autokauf, Steuern, öffentlicher Nahverkehr etc. Und jeder weiß, bei der allerkleinsten Straftat, dazu zählt auch Ladendiebstahl oder schwarzfahren, innerhalb der ersten 5 Jahre hat unweigerlich die Ausweisung zur Folge. Also keine Klagemöglichkeit durch alle Instanzen, keine Revision, nix. Wer straffällig wird fliegt raus!

                  Überraschenderweise hat Kanada bei allen Einwanderern eine Kriminalitätsquote unter 0,5 % , das gilt auch für Muslime. Terroranschläge sind bislang auch noch nicht vorgekommen.

                  Hier wird fast keiner ausgewiesen. Selbst Serienstraftäter nicht. Und wenn, die 8 die medienwirksam kurz vor der Wahl in den Flieger gesetzt wurden, sind doch eh in 3 Wochen wieder hier. Dafür überlegt unser Justizminister Bagatellstraftaten nicht mehr zu verfolgen #klatsch

                  Man lässt hier ohne Pass alles rein ( was bei Touristen doch etwas anders läuft ) und wird die, die sich nicht benehmen können ja auch nicht wieder los, weil ja keine Ausweispapiere vorliegen. Ja, der Wahnsinn geht ja noch viel weiter: Als jetzt die Vollverschleierung Hintern Steuer verboten werden soll ( wir haben schon lange ein Vermummungsverbot im öffentlichen Raum, nur zur Erinnerung) hat der Islamverband sofort laut die Rassismuskeule geschwungen.

                  Nein, in diesem Land läuft verdammt viel schief und die Politik unternimmt nicht wirklich viel und die Umstände zu verbessern. Realistisch gesehen passiert einfach nix.
                  Da reden wir nicht von den viel zitierten Abgehängten, dieses offensichtliche Versagen betrifft alle Bevölkerungsschichten. Alleine die immensen Kosten, die die Flüchtlingskrise verschlingt, wird unsere Sozialen Systeme kollabieren lassen. Die Ärmeren Bevölkerungsteile spüren es früher als andere, aber wenn die Politik jetzt nicht endlich ihr AfD Bashing läßt und versucht mit allen (!) Parteien des Bundestagen konstruktive Lösungen zu erarbeiten, wird es das Deutschland was wir kennen in 10 Jahren nicht mehr geben. Und das meine ich nicht nur als Panikmache und rechtspopulistische Aggitation, sondern als vollkommen neutrale Betrachtung der Faktenlage.

    Ich habe lange gedacht, dass rechte Parteien vor allem von perspektivlosen gewählt werden. Mit diesen habe ich Mitleid und ich werde mich auch immer dafür einsetzen, dass hier eine Politik gemacht wird, die sich für Perspektivlose, Schwache und Benachteiligte jeder Art einsetzt. Diese Menschen, die AfD gewählt haben, kann man bestimmt zurückgewinnen, in dem man ihre Belange ernst nimmt.
    Die AfD ist aber definitiv nicht eine Partei, die lediglich von solchen gewählt wird. Ich kenne AfD-Wähler*innen, diese sind gut situiert mit gesichertem EInkommen, Eigenheim und absolut frei von jeglichen finanziellen Sorgen. Kein syrischer Flüchtling wird einem Neurochirurgen die Arbeit wegnehmen. Die Zahlen zeigen auch, dass zumindest eine nicht zu vernachlässigende Menge an AfD-Wähler*innennicht abgehängt und chancenlos ist. Wenn du mir erklären kannst, warum diese Menschen AfD wählen, dann macht meine Welt vielleicht wieder ein bisschen Sinn. Nun ziehen Menschen in den Bundestag ein, die behaupten wir sollten die deutsche Soldatenleistung der Weltkriege honorieren und die implizieren, dass man politisch unangenehme Menschen mit Migrationshintergrund ausbürgern sollte. Ich habe Angst um dieses Land, aber ich wüsste gerne, was zu diesem Ergebnis geführt hat.

    • Ich würde behaupten das sich die AfD Wähler aus folgenden Gruppen zusammen setzen.

      1. Der das Hirn der Partei... das sind die die mitreisend Reden können und selbst den begeistern können der eigentlich gar nicht rechtsgerichtet ist... sie sind carismatisch, sie sind kämpferisch. Diese Leute sind entweder offen-rechts gerichtet oder unterschwällig... aber sie sind größtenteils sehr suptil und das macht sie gefährlich.

      2. Dann gibts die wo aus Hochburgen der Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit kommen. Jene Wähler sind häufig mit niedrigen Bildungsniveau (was Schulabschluss oder ggf. überhaupt vorhandene Ausbildung betrifft), teils wirklich rechts gerichtet und zumeist aus purem Frust... und lassen sich von bländerischer Hetze die so nach Veränderung schreit so mitreisen, dass sie das Kleingedruckte entweder gar nicht lesen oder es ignorieren, weil sie nur das Thema "wie geht man mit Ausländern um" interessiert. Das sind die die sich eigentlich auch ins eigene Fleisch schneiden aber es erst merken, wenn die Wunde spürbar klafft.

      3. Wählergruppe sind die unentschlossenen, die verwirrten, die verunsicherten, die sind nicht rechts gerichtet... oh nein... ich kenn einige... das sind Leute die haben Arbeit... das sind Leute die sind eigentlich auch absolut nicht aus der Unterschicht... sie sind enttäuscht über die aktuelle Politik, fühlen sich nicht ernst genommen und wollen ein Statement setzen... sie wollen eigentlich gar nicht die AfD.... und vertreten auch gar nicht ihre Ziele... aber sind davon überzeugt... das wenn sie ihr Kreuz dort setzen, wachen die großen Parteien endlich auf und nehmen die Sorgen die sie haben endlich ernst. Das sind die wo selbsverständlich wieder zurück zu ihren einstigen Parteien gehe werden/würden.... aber halt nur dann wenn die Parteien das Problem an der Wurzel packen und nicht auf den Pilzkopf der AfD draufhauen... dadurch löscht man die Sporen im Boden die neue Pilze aus dem Boden schießen lassen nicht aus.

      Wenn die Politiker von CDU und co die Probleme anfangen ernsthaft zu hinterfragen und sie nicht zu ignorieren... dann werden sie ihre einstigen Schäfchen auch wieder zurück gewinnen. Die ersten beiden Wählergruppen werden aber immer den Kern der AfD ausmachen. Aber 2.er könnte man ebenfalls einsammeln, wenn ihnen der Nährboden für den blinden Hass genommen würde.

      Genau das habe ich auch beobachtet! Es sind auch wohlhabende AfD-Wähler dabei. Ich denke, die haben Angst, dass ihnen jemand etwas von ihrem Wohlstand wegnehmen könnte.

      Hallo rockabella,

      ich habe in meinem Bekanntenkreis so ziemlich alle politischen Richtungen vertreten und wir diskutieren gerne, viel und ausdauernd. Ich habe mal einen bekennenden AfD-Wähler gefragt, warum er die AfD wählt. Er zählt zu dem, was man früher den "gut situierten Mittelstand" nannte. Seine Antwort war entwaffnend einfach (sinngemäß wiedergegeben):

      "Weil ich nicht will, daß nochmal Millionen von Flüchtlingen nach Deutschland kommen. Die Tochter meiner Vermieterin lernt in 1,5 Jahren aus. Dann steht die Eigenbedarfskündigung an. Ich finde aber jetzt schon keine bezahlbare Wohnung in der Nähe meiner Arbeitsstelle. Wie stellen die sich das denn vor? Eine Mietobergrenze ändert gar nichts daran, weil es einfach zuviele Bewerber für zuwenige Wohnungen gibt. Und bauen dauert und kostet. Wer soll denn auch bauen, wenn das immer teurer wird und im Gegenzug eine Mietpreisbremse eine auskömmliche Rendite verhindert?

      Das gleiche gilt für das Gesundheitssystem in Deutschland. Um einen Termin bei einem Facharzt zu bekommen, braucht man Monate! Glaubst du, das wird besser mit weiteren Millionen Neubürgern unter denen ja nun doch nicht so viele Ärzte und Facharbeiter sind wie uns vorgelogen wurde?"

      Ich zumindest konnte da keine Argumentation gegen finden. Ob es Sinn macht, deswegen eine Partei zu wählen mit der keiner zusammenarbeiten will sei mal dahingestellt. Aber eins weiß ich genau. Mein Kumpel ist weder rechtsradikal noch ein Ausländerhasser o.ä. Also sollte man ihn auch nicht so behandeln.

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