Rot-rot-grün nur noch eine Frage der Zeit ?

    • (1) 28.09.17 - 13:07

      Hallo,

      Die Frage steht ja schon oben.

      Meine Meinung dazu ist:

      - Will die SPD auf absehbare Zeit wieder den Kanzler stellen, wird es nur mit den LINKEN gehen, denn die SPD wird 2021 wohl kaum so erstarken dass was anderes geht.

      Gruß Andy

      • Die SPD muß aufpassen das sie nicht überflüssig wird.
        Die SPD muß sich neu definieren.
        Die SPD muß an Glaubwürdigkeit gewinnen und das geht nicht mit einfach stänkern. Man darf nicht vergessen seit 1998 war die SPD gerade mal 4 Jahre nicht an der Regierung beteiligt. In den nächsten Jahren wird sie sich noch oft die Frage gefallen lassen müssen "Warum nicht vorher"

        Für 2021 muss sich die SPD anstregen weiterhin 2 stärkste Partei zu sein. Zumindest 2021 ist rot-rot-grün sehr weit weg.

        Ich sehe die SPD derzeit in einem desolaten Zustand. Und er Niedergang hält nun schon an seit 1998. Und auch damals hat man die Wahl nur gewinnen könne weil die Bevölkerung nach 16 Jahren Kohl, diesen einfach über und satt hatte. Seit Jahren verspricht man eine inhaltliche und vor allem nach außen wirksame Erneuerung. Nichts wird umgesetzt, stattdessen klammert man sich an die 130-jährige Parteihistorie. Gerade für junge Wähler nicht gerade das schlagende Argument.

        Man muss sich nur anschauen, wie ungelenk sich die SPD und deren Protagonisten in den sozialen Netzwerken bewegen. Die AfD gibt es erst vier Jahre und die haben auf FB 310.000 Follower/Freunde, die SPD 180.000. Wie kann das sein?

        Man kann die Liste der Defizite und Versäumnisse noch ellenlang weiterführen aber ich befürchte, die SPD wird sehr lange brauchen, um wieder in eine Regierung mit SPD-Kanzler/in zurückzukommen. Zumindest gibt es derzeit nichts, was diese Hoffnung nährt. Weder personell, noch vom äußeren Erscheinungsbild her.

        Und die Wahl der Nahles zur Fraktionschefin macht es eher schlimmer als besser.

        Für Rot Rot Grün müssten die anderen beiden potentiellen Koalitionspartner schon schwer zulegen aber deren Probleme, zumindest bei den Grünen, sind ja nicht unähnlich denen der SPD: Markenkern verwässert und austauschbar geworden.

        • " Und die Wahl der Nahles zur Fraktionschefin macht es eher schlimmer als besser."

          Als die SPD verkündete, dass sie in die Opposition gehen will da dachte ich endlich mal ein Schritt in die richtige Richtung und dann sowas! Da zweifelt man doch, ob die sie noch alle beisammen haben.#klatsch

          • Exakt dies waren auch meine Gedanken! :-)

            Daher vermutlich meine auch eher pessimistische Prognose vorher.

            Und dann haut die dusselige Kuh auch noch den Satz raus, von wegen "Ab morgen gibt's was auf die Fresse".

            Was die Rechten direkt in den netzwerken wieder nutzen um zu sagen: "Ja aber gegen unseren Onkel Gauland macht ihr Stimmung weil er Menschen jagen will!"

            Manchmal denke ich - und ich bin überzeugt, dass es in der Gesellschaft eine tiefe Sehnsucht nach mehr sozialer Gerechtigkeit gibt und damit ein Riesenfeld, wo die SPD Flagge zeigen kann -, dass die SPD gar nicht mehr will. Oder nicht kann. Oder nicht soll. Was weiß ich.

            Vielleicht sollten Du und ich das Ruder übernehmen. :-)

            • " Vielleicht sollten Du und ich das Ruder übernehmen. :-) "

              Nee, lass ma. Mir fehlt es an Eloquenz, Charisma, Ehrgeiz, Geduld und nicht zu letzt an politischem Wissen. Aber... wenn ich so recht darüber nachdenke, ist das für die meisten Politiker kein Hindernis.#rofl

              Egal. Ich mag jedenfalls nicht. Ich mecker lieber über die da oben!;-)

    Hallo,

    die SPD trägt nach der Agenda 2010, nach Hartz IV, nach zig Jahren Regierungsbeteiligung und Durchwinken diverser Gesetze ein schweres Erbe mit sich!

    Die damals beteiligten Personen sind auch heute noch in der Partei tätig. Es ging nie um das Gemeinwohl, es ging immer nur um Macht der Parteien und diese sind ja auch in sich selbst in diverse Flügel gespalten, jeder versucht sein Süppchen zu kochen und den selbsternannten Eliten und Finanzgebern zu Gefallen zu sein.
    Das Volk darf wählen und die gewählten Politiker dürfen um den besten Platz am Gabentopf streiten, mehr findet doch da nicht statt. Das Gemeinwohl fällt ihnen nur ein wenn irgendwo, irgendwas nicht mehr zu verdecken und zu händeln ist.

    Die Linken sind in sich selbst sehr aufgespalten und selbst die Grünen fahren auf mehreren Gleisen und sind sich uneins ob des Weges.

    Karl-Jürgen Müller beschreibt all die Ursachen tiefgründig in seinem Artikel:
    Bundestagswahlen: Symptome einer tief gespaltenen Gesellschaft

    So lange es den Parteien nur um sich selbst und ihre Macht geht wird sich nichts ändern, es ändert sich nur die Farbe.
    Wenn ich sehe wie man sich jetzt bekriegt und beschimpft und den guten Ton dabei verliert dann wird es nichts werden mit einer Regierung für das Wohl des Volkes.
    Das Volk ist nur nebenrangig und findet keinerlei Beachtung denn die Wahlen sind vorbei.

    Ich persönlich wünschte mir mehr sachbezogene Politiker, Menschen mit Wissen und mit einem Sinn für das Wohl des Volkes. Gerechtigkeit gibt es nicht aber Recht gibt es und dieses sollte Genauestens eingehalten werden und die Grundlage für Gemeinsamkeiten sein denn irgendeine Basis benötigt ein Volk.

    bg Ragnar

    • Für das Wohl des Volkes wird sich wohl erst wieder einer einsetzen, wenn Gesetze geändert werden.

      Man kann die Parteien und deren Mitglieder halt nicht zur Verantwortung ziehen. Das müßte geändert werden.

      • Du sprichst mir aus der Seele, ja, es müsste sehr viel geändert werden.
        Es braucht alles wohl seine Zeit und immer und immer wieder wiederholt sich Geschichte und die Menschheit lernt nichts daraus, es verschlimmbessert sich nur.

        • Ein bißchen was tut sich schon, glaube ich.
          Die Menschheit kapiert so langsam wer sie beherrscht.

          • Es wird noch ein langer Weg sein.

            • So lang wird er nicht mehr sein....
              Viele Bekannte, Freunde, Familie und ich haben schon einige Veränderungen in unserem Leben vorgenommen.
              Man muß sich verändern, damit fängt es an.

              Wichtig ist, daß man seinen Lebensmut und die Lebensfreude bei der "Umstellung" nicht verliert.
              Alles in Maßen. Zuerst habe ich mit dem Rauchen aufgehört, dann mit dem Fleischkonsum, danach brauchte ich natürlich weniger arbeiten, weil weniger Konsum, weniger Konsum, weniger auf die Politiker einwirkende Großfirmen....

              Es gibt viele Wege, viele Möglichkeiten, ohne Gewalt.

Top Diskussionen anzeigen