Puigdemon

    • (1) 10.10.17 - 20:54

      Puigdemon ist doch ein Depp, oder?!

      Erst heizt er die Massen an, und dann wird klar, würde er sich abspalten, geht der Reichtum auch verloren, weil die Banken dann nach Spanien umziehen und jetzt kommt hier so eine Wischiwaschi Rede.

      Vor allem gibt es meiner Meinung nach keinerlei Rechtfertigung illegal das Gesetz Spaniens zu brechen.

      Die Rechtfertigung wäre in meinen Augen nur dann gegeben, wenn die Katalonier auf übelste Weise unterdrückt worden wären.

      Vor allem, was will ich denn mit einem - in Anführungszeichen "Staatsoberhaupt", der sich nicht an geltende Gesetze hält? Gesetze zu brechen, dafür muss es schon eine Grundlage geben. Und Nationalstolz ist in meinen Augen überhaupt keine Grundlage dafür.

      Und jetzt zieht er dann doch den Schwanz ein. Hätte er das nicht vorher wissen können, dass das nicht gut ausgehen wird? Daran sieht man doch, dass er ein unfähiger Politiker ist. Er hätte sich im Vorfeld absichern müssen, mit der EU, mit den Banken, mit großen Unternehmen und Unterstützer auf seine Seite ziehen müssen.

      Ein unfähiger Politiker und ein Idiot in meinen Augen. Peinlich.

      Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

      Aber das sieht man auch mal wieder, wie dumm viele Leute sind. Da wollen sie sich abspalten, weil sie meinen, sie haben keine Lust Spanien durchzufüttern, und keiner denkt daran, dass die ganzen Unternehmen dann nach Spanien umziehen werden, weil sie in Katalonien nicht mehr Teil der EU wären. Mal wieder keiner mitgedacht...

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        • Im Großen und Ganzen stimme ich white.trash und auch dir zu. Das Bild, das der Herr da abgibt, ist traurig und unfassbar peinlich zugleich. Allerdings sollte man es sich nicht so einfach machen und eine große Entsolidarisierung in weiten Teilen der europäischen Bevölkerung beklagen. Das hält m.e. einer genaueren Prüfung nicht stand.

          Die Menschen sind nach meiner Meinung absolut bereit Solidarität zu üben. Die Ergebnisse der Spendenaufrufe bei jeder passenden Gelegenheit sprechen da eine deutliche Sprache. Allerdings kann man es mit den Solidaritätsforderungen auch übertreiben. Und das geschieht nach meinem Dafürhalten derzeit. Es geht also nicht nur um "eine gewisse Bereitschaft, Schwächeren auch mal unter die Arme zu greifen". Es geht vielmehr darum, vom eigenen Lebensstil ein großes Stück abzugeben - für eine Menge an fremden Menschen, die heute noch niemand auch nur ansatzweise beziffern kann. Wie soll das denn bitte seitens der "Urbevölkerung" unwidersprochen bleiben? Mir kann kein noch so solidarischer Gutmensch vermitteln, warum ich aus Solidarität bereit sein soll, aus meinen Steuergeldern tausende Lehrer für Migranten und deren Kinder zu unterhalten, während bei meinen eigenen Kindern seit Jahren regelmäßig der Nachmittagsunterricht aufrund von Lehrermangel ausfällt. Um nicht falsch verstanden zu werden: natürlich MÜSSEN die Migrantenkinder unterrichtet werden. Aber Solidarität würde sicherlich vielen deutschen Eltern leichter fallen, wenn sie den Eindruck hätten, daß IHRE Interessen zumindest gleichwertig berücksichtigt werden und sie nicht immer nur als Melkkuh für Wohltaten herhalten müssen, die anderen zugute kommen. Weitere Beispiele ließen sich für nahezu alle Themenfelder finden. Insofern glaube ich eher, daß es in die Richtung geht "Solidarität ja, gerne...aber nicht bis hin zur Selbstaufgabe!"

          Selbst im wirtschaftlich starken Deutschland gibt es Millionen von Menschen, die kaum über die Runden kommen. Davon viele, die immer fleißig gearbeitet und Steuern gezahlt haben. Wenn dann diejenigen unverschuldet in eine Notlage kommen und erst all ihr Hab und Gut verkaufen müssen um die gleichen Leistungen zu bekommen wie jemand, der nie auch nur einen Cent in die Sozialkassen eingezahlt hat - will man dem ernsthaft mit "Solidarität" kommen?

          Zum Thema Spanien: die Jugendarbeitslosigkeit dort liegt je nach Region bei über 50%. Will man wirklich von den Jugendlichen dort "Solidarität" verlangen mit dem Ergebnis, daß weitere junge Armutsmigranten auf den spanischen Arbeitsmarkt drängen?

          Nein, solidarisch müßten nach meiner festen Überzeugung in erster Linie die Firmen und Großkonzerne sein - indem sie den Menschen Arbeit geben und sie angemessen bezahlen. Nur dann kann man m.e. vom "kleinen Bürger" Solidarität verlangen. Genau das durchzusetzen ist m.e. die vordringlichste Aufgabe der Politik. Allerdings habe ich erhebliche Zweifel daran, daß das gelingen wird. Die Äußerungen von Merkel, Schulz, Göhring und anderen "Top-Politikern" lassen leider nichts Gutes erahnen...

                • welch Vulkan ;-)

                  musste gleich mal schauen was denn so als "Ersatz" für das Wort "Urbevölkerung" dienen könnte:
                  http://synonyme.woxikon.de/synonyme/urbev%C3%B6lkerung.php
                  Mir gefällt da Landeskind und Einheimischer :-)

                  Beim "Gutmensch" ist es schwierig, Gottmensch ist nicht der Kern, Sittenwächter wohl auch nicht, Weltverbesserer -hm- verbessert ein "Gutmensch" wirklich die Welt oder tüncht er sie nur mit seiner Farbe an - schweres Thema.

                  Komm, laß gut sein du "klassische Liberale". Du hast offensichtlich meinen Text weder richtig gelesen - noch ihn auch nur ansatzweise versucht zu verstehen. Ansonsten wäre dir vielleicht aufgefallen, daß es nicht um die Urbevölkerung eines einzigen, bestimmten Landes (Deutschland) geht - sondern allgemein um die "Urbevölkerung" und ihre Verhaltensmuster in allen Ländern der EU (denen du unisono unterstellst sich zu entsolidarisieren). Die Probleme mit der millionenfachen Migration sind aber leider überall die gleichen. Dir paßt es nicht, daß ich im mittleren und im Schlußteil Deutschland und Spanien als Beispiele für die Gründe dieser "Entsolidarisierung" aufführe? Gut, dann nimm halt Norwegen und Schweden anstelle dieser beider Länder. Ändert das etwas an den Problemen? Zitat Handelsblatt von Heute: "Schweden ist dabei, seine bislang recht großzügige Asylpolitik auf den Prüfstand zu stellen. Das hängt mit wachsenden Widerständen in der Bevölkerung gegen die Aufnahme weiterer Flüchtlinge zusammen. Bei den Parlamentswahlen im vergangenen Herbst wurden die rechtspopulistischen und ausländerfeindlichen Schwedendemokraten zur drittgrößten politischen Kraft. Mittlerweile ist die Partei bei einer Umfrage erstmals sogar stärkste Kraft geworden." DARUM geht es. Nicht um irgendwelche Wortklaubereien. Ganz einfach die Überforderung der - ich schreibe es schon wieder - "Urbevölkerung" führt zu der von dir fälschlich als "Entsolidarisierung" bezeichneten Verhaltensweise der Menschen in ganz Europa. Oder stört dich der Begriff "Urbevölkerung" einfach? Ist der nach deinem "liberalen" Gefühl schon rechtsradikal? Dann nenne es halt anders. Welchen Namen du der "schon länger in den jeweiligen Ländern lebenden" Bevölkerung gibst soll mir egal sein. Es wäre nur sinnvoller, sich den Problemen zu stellen, diese zu benennen und für Abhilfe zu sorgen anstatt sich wie ein Kleinkind über Begrifflichkeiten zu echauffieren.

                  Und Off-Topic ist das Ganze hier sicher nicht. Grade von nationalen Regierungen erwarten sich viele Menschen in Europa eine Besserung. Das dürfte ein wichtiger Grund für die Unabhängigkeitsbestrebungen z.B. in Katalonien sein. Wenn es selbständig ware, dann könnte eben keine Zentralregierung in Madrid oder Brüssel bestimmen wen und wieviele Migranten Katalonien aufzunehmen hätte. Das war doch auch einer der Hauptgründe für den Brexit. Warum sollte es also in Katalonien anders sein?

                  Das das Ganze natürlich trotzdem horrender Schwachsinn ist - darüber müssen wir nicht reden.

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                    • Nein danke, eine Diskussion macht nur Sinn wenn beide Seiten bereit sind auf Beiträge sachlich einzugehen. Vor allem sollten beide Seiten bereit sein über die Kernproblematiken zu diskutieren. Kindereien wie "Der Begriff Urbevölkerung ist zutiefst rassistisch - deswegen diskutiere ich nicht über Probleme der Migration und die Folgen" sind einfach Zeitverschwendung. Du hast offenkundig kein Interesse an einer echten Diskussion - insofern lassen wir es.

                      Im Übrigen: In vielen Kreuzworträtseln wird z.B. nach der "Urbevölkerung" Spaniens gefragt. Und zwar nicht nur im "Stürmer"... Grauenhaft wie rassistisch sogar linke Tageszeitungen wie "Die Zeit" inzwischen sind.

                      Schönen Tag noch.

                      P.S. Die Lösung hat 6 Buchstaben...

        "Für mich zeigt sich in Katalonien etwas, das mir in Europa zur Zeit sehr große Sorgen macht: eine Entsolidarisierung."

        Es gibt eine Form der Entsolidarisierung, die hat aber mit dem Nationalismus in einigen Regionen Europas nicht zwingend etwas zu tun.

        Schottland, das Baskenland, Südtirol, die Bretagne, Korsika, ja sogar Bayern, an einigen Stellen in Europa gibt es z.T. sehr laute Separatisten, die aber oft - nämlich dann wenn es um wirtschaftliche Zahlen geht - keine Mehrheiten in ihren Regionen haben.

        Diese nationalistischen Abgrenzungsbewegungen sind z.T. viel älter als die EU.

        Ich denke aber auch, wenn die EU und Europa die Vorteile der Gemeinschaft und die Gemeinsamkeiten wieder herausstellen - und dazu gehört auch die finanzielle Hilfe untereinander - dann werden Separatisten weit weniger Zulauf haben.

        Die Eskalation in Katalonien ist ja auch dem völlig überzogenen Polizeieinsatz geschuldet und einem spanischen Ministerpräsidenten, der nicht willens oder nicht fähig ist, in einen vernünftigen Dialog zu treten. Allerdings nicht nur mit den katalanischen Separatisten sondern mit der Gesamtbevölkerung der Region und allen ihren Vertretern.

        • So sehe ich das auch. Wobei ich hier dem spanischen König eher noch größere Schuld an der Eskalation gebe als dem MP. Grade von ihm, der über alle (Partei-)grenzen hinweg hohes Ansehen genießt (wenn man den einschägigen Medien glauben darf) hätte ich erwartet, daß er beide Seiten zur Mäßigung aufruft und sich nicht vollkommen hinter eine Seite stellt. Damit vertieft er die Gräben m.e. nur noch mehr.

          Das größte Problem ist wohl, daß man gegen reine nationalistische Bewegungen schlecht mit Argumenten ankommt. Da geht es Herz gegen Kopf. Die Leute interessiert es im Zweifel einfach nicht, daß sie dann aus der EU und aus dem Euro raus müßten. Sie begreifen nicht, daß ihnen ihre relative wirtschaftliche Stärke dann nichts mehr bringt, weil Firmen wie z.B. SEAT oder Freixenet wohl kaum ihren Sitz in einer Nicht-EU-Enklave behalten würden und gerne Zölle zahlen würden nur damit sich die Nationalisten in Katalonien wohl fühlen.

          • Ja aber genau deshalb ist Puigdemon so unverantwortlich... Er bringt seine Leute in eine schlechte Lage.

            Er hätte seine Interessen auch ganz anders durchsetzen können. Nämlich mit politischem Geschick!

            Man muss halt erstmal Leute finden, die einen unterstützen. Und dann politisch soweit kommen, dass man auch was zu sagen hat. Mit seiner ganzen Art und Weise hat alles nur noch verschlechtert.

            Entweder ist er total dumm und ist nicht selbst drauf gekommen, dass er dann als Nicht-EU-Land die großen Firmen verliert oder aber er ist ein eiskalter A***, der seine eigenen Leute in die Sch*** reitet, nur um der Chef eines unabhängigen Landes zu sein.

            Es ist bei dem ganzen Theater nichts dabei herausgekommen.

            Wenn er eine Verbesserung für Katalonien hätte erreichen wollen, hätte er ganz anders agieren müssen.

            Und schön und gut, dass man seine Nationalstolz ausleben will, aber so haben halt die Katalonier selbst nichts davon. Dann muss man eben ein anderes Ventil dafür finden.

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