Immer diese Österreicher - absurde Gesetze führen zu Absurditäten

    • (1) 17.10.17 - 22:47

      Zu welchen Absurditäten eben absurde Gesetze führen, zeigt das auch hier vor einiger Zeit diskutierte Burka-Verbot nun in Österreich.

      https://www.welt.de/vermischtes/article169447504/Dieser-Hai-muss-wegen-Burka-Verbots-Strafe-zahlen.html

      Man sollte meinen, Österreich sei ein aufgeklärtes, liberales, mitteleuropäisches Land im 21. Jahrhundert. Doch 60% der Österreicher haben bei den Wahlen am Sonntag Rechtspopulisten ihre Stimme gegeben und "Baby-Hitler" (O-Ton Titanic) Sebastian Kurz wird wohl neuer Bundeskanzler. Einer, der im Wahlkampf, den Kandidaten der FPÖ noch viel weiter rechts überholt hat.

      Da darf man gespannt sein, was sich die Nachbarn in den nâchsten Jahren alles einfallen lassen werden, was sich aus dieser grotesken Angst vor Nichts speist (siehe eben jenes Burkaverbot). Andererseits zeigt es auch, wie irrational Menschen handeln bzw. wählen können.

      • -Siehe Diskussion unter Dir- 😂 Wobei es um was anderes geht.
        Wir haben ja auch ein Vermmumungsverbot und das zu Recht. Der Hai is nun ech lächerlich und wahracheinlich eher der PR -Maschenerie geschultet.

        Trotzdem verstehe ich, dass Österreich wie auch Deutschland nach rechts gerückt ist. Das heißt nicht, dass ich es für gut heiße. Aber nach der Flüchtlingswelle und der eher chaotischen Umsetzung ist es mehr als verständlich, dass die Leute Angst haben. Und ich glaube die Flüchtlingssituation war nur die Korsche auf der Torte. Ich möchte kein Politiker sein und nicht ankreiden, dass ich es besser gemacht hätte als es gemacht wurde. Jedoch dreht dich der Strom doch schon viel länger. Persönlich würde ich da die Euroeinführung nennen. Die Menschen haben immer weniger Geld in der Tasche, bei immer höheren Kosten. Die Schichten trennen sich. Als kleiner Hein liest Du vom stetigen Wirtschaftswachstum und auf deinem Konto tut sich trotzdem nichts. Und dann kommen noch tausende von Flüchtlingen, mit denen alle Länder überfordert sind. Zumindest mit dem ersten Ansturm. Da hab ich kein anderes Ergebniss erwartet Das hat auch nix mit klein Hitler zu tun. Sondern in den Wahlergebissen spiegeln sich Ängst wieder. Ich hoffe das kommt durch ....bei allen Partein, bevor Spinner wie die AfD bei der nächsten Wahl doch noch das Zepter in die Hand bekommen.

        Vollkommen richtig! Die Lebenshaltungskosten sind explodiert und die Löhne und Gehälter haben nicht mal ansatzweise mitgehalten. Und das nicht nur bei den Mieten! Habe letztens beim grundreinigen in den Kellerschränken ganz unten als Unterlage alte Prospekte von Edeka gefunden. Die waren aus 2001 (bitte keine Sprüche von wegen "wie oft räumst du denn deine Schränke auf" ;-) - die Prospekte lagen unter alten Zeitungen für den Fall, daß mal etwas ausläuft). Jeder fühlt, daß die Preise seit der Euro-Einführung expodiert sind. Aber wenn man das Schwarz auf weiß sieht, dann wird einem ganz anders. Gurken haben damals 39 Pfennig (!!!) gekostet. 1 kg Schetterlingssteak 3,33 DM! Das ließe sich beliebig weiterführen - den ganzen Prospekt lang. Wenn man das mit seiner Gehaltsentwicklung vergleicht, dann wird man echt stinking. Das waren teilweise jährliche Teuerungsraten die über 10% gelegen haben müssen - vergleicht das doch nur mal den Preis einer Salatgurke heute (die im Übrigen immer noch aus den selben holländischen Gewächshäusern kommt wie damals)! Die kostet jetzt locker das Dreifache. Die Teuerungsrate für die 15 Jahre ist doch wohl atemberaubend! Und dann wird uns erzählt, daß die Inflation kaum meßbar sei. Da kann man mal sehen wie schön die Leute hier vera.... werden. Man muß einfach nur die Zusammensetzung des Warenkorbes ändern und schon hat man die gewünschte Zahl.

        Btw.: Brauchte ein Durschschnittsverdiener damals auch schon 2-3 Jobs um seine Familie und sich über Wasser zu halten? Wer sich ernsthaft über die Wahlergebnisse in A oder D wundert, der muß ein Träumer sein...

        Insbesondere deinem letzten Absatz stimme ich vollumfänglich zu. Auch die FPÖ hat mal bei 13% gelegen. Und heute? Ich hoffe sehr, daß die Politik den Warnschuß verstanden hat. Allerdings habe ich erhebliche Zweifel daran wenn ich mir die Äußerungen unserer Polit-Granden seit der Wahl so anschaue...

    • " Ich möchte kein Politiker sein und nicht ankreiden, dass ich es besser gemacht hätte als es gemacht wurde."

      Na ja, wenn man sich vor Augen führt, wann die UNO bereits vor der bestehenden Flüchtlingskrise gewarnt hat, muss man es zumindest als extrem fahrlässig bezeichnen, dass sich Europa so gut wie gar nicht vorbereitet hat,

      Wenn man sich dann noch vor Augen führt, wie lange CDU und CSU eine vernünftige Einwanderungspolitik mit den entsprechenden Gesetzen blockieren, hat man noch weniger Nachsicht mit den politisch Handelnden.

      " Persönlich würde ich da die Euroeinführung nennen. "

      Den Sprung vom Burkaverbot zum Euro finde ich an sich schon gewagt. Und ich kann Dir versichern, mit einer DM wäre die Burka-Diskussion nicht gleiche.

      Es ist unerheblich, welche Währung wir haben, ob DM, Euro, Dublonen oder Taler, es ändert nichts daran, dass rund 40% der Erwerbstätigen von der konjunkturellen Stärke der deutschen Volkswirtschaft nichts haben. Deren Lohnniveau liegt auf dem von 1995. Dennoch müssen auch diese Menschen die bedingte Teuerungsrate mitbezahlen. Bei einigen Gütern wie Energie, sogar stärker. Auch dieser Umstand trägt dazu bei, den Euro zu verteufeln und nostalgisch auf die Mark zurückzuschauen.

      " Ich hoffe das kommt durch ....bei allen Partein,"

      Du meinst also, alle anderen Parteien müssten so reden oder gar handeln wie die AfD, dann würde sich die AfD selbst schon überflüssig machen und die Ängste verschwinden?

      Wie wäre es stattdessen mit einer an der sozialen Marktwirtschaft orientieren Arbeitsmarkt-, Steuer- und Wirtschaftspolitik?

      Nicht nur den Mindestlohn feiern als hätte man das soziale Rad neu erfunden sondern dafür sorgen, dass alle Menschen in diesem Land an der Prosperität teilhaben können, die im Moment eben nur ein Teil der Bevölkerung spürt und verdient genießt.

      Wir führen Scheingefechte, wenn wir glauben, dass die Flüchtlinge die Ursache der Angst wären. Die Existenzängste der Menschen schwelen schon länger vor sich. Die Entkopplung der politischen Führung und großer Teile der Wirtschaft von der breiten Bevölkerung, auch im Zuge der Globalisierung geht viel weiter zurück.

      Allerdings kommen mit den Armen unter den Flüchtlingen für mache Bevölkerungsteile scheinbare Fressfeinde. Die Eliten der Pleitebanken, für die der Staat allein 60 Mrd. an Barmitteln plus Bürgschaften bereitgehalten hat und alle jene, die nur deswegen unverschämt reich sind, weil andere arm bleiben, diese Bedrohung wird weit weniger ernst genommen. Dabei sind das die wahren Feinde unserer Demokratie und unserer Freiheit und nicht ein paar Hunderttausend Flüchtlinge, die Obdach suchen.

      • Hallo Ubuntu!
        Ich gebe dir in fast allen von dir angesprochenen Punkten Recht. Insbesondere dein Hinweis auf die soziale Marktwirtschaft verdient viele Ausrufezeichen. Dahin müßten wir dringend zurückkehren. Das, was wir hier derzeit haben ist nämlich der blanke Kapitalismus. Und den will bis auf die "oberen Zehntausend" wohl keiner.

        Der einzige Punkt, bei dem ich dir widersprechen muß ist der letzte Satz. Es sind eben nicht nur "ein paar hunderttausend Flüchtlinge". Damit würde Deutschland spielend fertig. Es sind Millionen! Und weitere Millionen stehen bereit! Wenn sie lediglich "Obdach" suchen würden, dann wären sie längst in einem der sicheren Länder durch die sie gekommen sind stehengeblieben. Sie wollen aber nicht nach Griechenland, Ungarn, die Türkei oder Spanien - sie wollen dahin, wo es das meiste Geld gibt. Insofern sind das (grade für die ärmeren und weniger gebildeten Schichten - und das sind nicht nur Deutsche) selbstverständlich "Freßfeinde". Man kann jeden Euro nur einmal ausgeben. Also muß er künftig auf viel mehr Menschen aufgeteilt werden.

        Das Problem wird nicht kleiner, wenn man es verniedlichend darstellt.

(10) 17.10.17 - 23:58

Schuldigung wegen der ganzen Rechtschreibfehler. Hab heute von Urbia ne Nachricht bekommen, das man an dem Punkt : sich korregieren arbeitet .😂

(11) 18.10.17 - 04:14

Endlich werden den blöden Maskottchen und den unverschämten Fahrradfahrern mit Schal mal ein paar Grenzen aufgezeigt.

Österreich ist ja Skifahrerland, wie ist das denn da eigentlich? Die Pisten sind ja nun alle öffentlich, oder? :-)

Dieser Beitrag wurde von den urbia-Mitgliedern oder den Administratoren als nicht angemessen bewertet und wird deswegen ausgeblendet.

(13) 21.10.17 - 02:39

Ich weiß nicht, warum wir hier in Deutschland solche Debatten haben oder in Österreich. Die ganze Kopftuchdebatte ist Schwachsinn. Genauso wie Menschen, die denken, wir werden durch ein Kopftuch oder eine Verschleierung islamisiert. Das sind doch Geisteskranke, die machen mir mehr Angst als Moslems.
In Schweden, Dänemark oder Italien gibt es diese Kopftuchdebatte in der Form nicht. Warum bei uns? Hat das alles noch mit dem 11. September zu tun, wo eine Handvoll fanatisierter Arschlöcher der westlichen Welt den Krieg erklärt hat?
Wir haben seit den 1970ern Jahren Kopftücher im Straßenbild. Aber erst in den 2000er Jahren wird so erbittert gestritten.
Wer mehr Verbote und strengere Gesetze will, der soll doch in den Iran ziehen oder in ein anderes Land ohne freiheitliche Verfassung.

  • Verstehe ich auch überhaupt nicht.

    Eine gewisse Hysterie spielt bestimmt eine Rolle und der Zusammenhang mit islamistischem Terror unzweifelhaft auch.

    Und mir geht es ãhnlich, dass ich mich erschrecke, was manche Menschen an Bedrohungspotential zu erkennen glauben. Allein aus einem Stück Stoff als Kopftuck, dass denen gleich bedeutend erscheint, als würde benannte Trãgerin eine Hakenkreuzflagge schwenken.

    Als Analogie an dieser Stelle vielleicht noch die jüngst veröffentlichten Zahlen über den Familiennachzug der Flüchtlinge, die 2015 und 2016 zu uns kamen. Was wurden da, auch hier in dem Forum, nicht alles für Zahlen herbeifantasiert. Bis zu 2 oder 4 Millionen würden kommen, unsere Sozialsysteme plündern und Deutschland islamisieren.

    Nach jetzigen Kenntnissen werden es vielleicht 300.000 sein, die (hoffentlich) zu ihren Familien können, wobei der Familiennachzug momentan ausgesetzt ist. Ich hoffe, die Grünen werden sich in diesem Punkt in den Koalitionsverhandlungen durchsetzen.

    Die Panikmacher und Untergangspropheten ficht das aber nicht an. Sie basteln schon an der nächsten Armageddon-Story.

Top Diskussionen anzeigen