Ethik und Fleischkonsum

    • (1) 10.11.17 - 21:12

      Hallo ihr Lieben,
      das Thema gab es hier bestimmt schonmal. Ich möchte es aber gerne anschneiden.
      Tierethik. Ich selbst bin seit 21 Jahren Vegetarier. Fühle mich aufgrund dessen aber keinen Dolt besser, denn ich kenne auch den Weg vom Legehuhn zum Suppenhuhn, den Weg von der Milchkuh zum Schlachter usw. Ich hab mal ein Jahr vegan gelebt. Jahre ist es her. Damals habe ich mich seeeeehr gut gefühlt. Geistig ein wenig befreiter und körperlich auch sehr gut. Aber ich hab mich immer mehr mit all dem Tierleid auseinander gesetzt, so dass ich am Ende schon depressiv wurde. Heute würde ich die ganze Sache anders angehen.

      Ich lebe momentan also nur vegetarisch. Ich konsumiere tierische Lebensmittel wohl mit dem Wissen, was ich damit verschulde. Und ich fühle mich damit schuldiger als fast jeder Fleischesser. Denn diese haben oft nicht das Wissen rund um die Maschenerie "Tierproduktion". Ich würde mich als erstes anklagen. Denn ich arbeite nicht mit meinem Wissen.
      Also, dies soll keine moralische Standpauke sein. 😀 Ich frage mich nur, wie seht ihr den ganzen Konsum? Ist es euch egal? Drängt ihr es bewusst weg? Habt ihr ein schlechtes Gewissen? Was geht so in euren Köpfen vor? Natürlich kann man das Thema ausweiten ohne Ende. Ich beschränke es mal auf den Verzehr tierischer Produkte. Hat der Mensch das Recht, sich ein Tier "zu Nutze" zu machen? Über Leben und Tod zu entscheiden?

      Was denkt ihr?

      Liebe Grüße

      Ob wir ein recht dazu haben? Nicht mehr und nicht weniger als jedes andere Lebewesen. Wir essen Fleisch, weil wir es können. Weil wir es früher mussten um zu überleben. Nun sind wir Menschen im Moment die (ich hasse dieses Wort) Rasse, die am höchst3n entwickelt ist. Wenn irgendwann die Nächte höher entwickelte Rasse kommt und ins essen will, weil sie es können, ist das genauso deren recht oder nicht. Der stärkere überlebt nur aufgrund dessen, WEIL er der stärkere ist. Freuen oder gefressen werden..Der Lauf des Lebens. Ich weiß, was ich tue, wenn ich Fleisch essen. Ist mir alles absolut bewusst und nein, ich habe KEIN schlechtes gewissen, wenn ich Fleisch esse. Ich esse Fleisch, weil ich es kann und es möglich ist und es mir sehr sehr gut schmeckt. Ich LIEBE Fleisch. Wenn eine weiter entwickelte Spezies meint, mich essen zu müssen, weil es das kann und Menschen Fleisch gut schmeckt, dann ist das eben so. Evolution. Der nächste Schritt, dann ist unsere Zeit einfach vorbei auf der Erde. So läuft es nun mal. Haben wir Menschen dann eben Pech gehabt.

      • In der freien Natur würde ich dir zustimmen. Nun sind wir ja aber an der Spitze der Ernährungskette und haben die Wahl zu entscheiden. Da gilt nicht mehr Fressen und gefressen werden. Wir leben ja nicht mehr in der Höhle. Aufgrunddessen haben wir nicht nur den Luxus, Entscheidungen zu treffen, sondern auch darüber zu debattieren. 😉

        • Stimmt. Ich für mich kann dir nur das sagen, wie eben. Ich habe keinerlei schlechtes Gewissen wenn ich Fleisch esse, ich esse es nämlich unheimlich gern und würde freiwillig nie drauf verzichten wollen. Meine Wahl ist die, Fleisch zu essen obwohl ich weiß, was das bedeutet.

          • Und ich danke dir für die aufrichtigen Worte. Das interessiert mich nämlich wirklich. 😊 Am schlimmsten bei diesem Thema finde ich Heuchelei. Die hat man oft genug. Also danke.

            Lg

        >> Da gilt nicht mehr Fressen und gefressen werden.<<
        relativ. Es gibt durch aus Bakterien, die den Menschen fressen könnten, würde man sie denn lassen

    Hm, du hasst das Wort Rasse. Hättest du gar nicht benutzen müssen. In dem Kontext meintest du nämlich Spezies oder Art. Rassen gibt es innerhalb einer Art. Menschen sind eine Art. Wenn du jetzt nicht argumentieren wollest, dass irgendeine Ethnie Menschen überlegener sei und deswegen Fleisch essen sollte und andere Menschen nicht (wovon ich jetzt schlichtweg mal ausgehe), dann hättest du den Begriff Rasse gar nicht gebraucht.

Hallo,

ich bin seit 20 Jahren Vegetarier. Das heisst ich esse nichts was mal gelebt hat und nichts wo z.B. Gelatine drin ist oder Sosse wo vorher der Braten drin lag😉

Mir geht es auch um die Tiere ich habe kein Ekel vor Fleisch.

Meinem Mann und meiner Tochter koche ich auch ganz normal Fleisch und es gibt Wurst für sie.
Aber ich hole das Fleisch /die Wurst nur bei uns im Ort beim Metzger.
Und es gibt nicht jeden Tag Wurst oder Fleisch.
Eier gibt es direkt vom Bauern aus dem Nachbarort.
GrußLieschen

  • Das interessiert mich jetzt:

    Dir tun die Tiere leid und du konsumiert nichts von diesen, gleichzeitig aber gekocht du deine Familie mit Fleisch? Was ist daran anders?
    Du kaufst es, du bereitest es zu.....Im Grunde isst du es nur nicht....für mich Sehr zwiespältig

    • Nein weil ich ja nur für mich solche Entscheidungen treffen kann... Mein Mann und meine Tochter sind eigenständige Menschen warum sollen die da mitziehen wenn sie nicht möchten? Verstehe ich jetzt nicht?

      • Stimmt die müssen nicht machen, darum ging es mir auch nicht.

        Du bereitest Ihnen ein Tier zu, das du nicht essen möchtest, weil du es nicht töten möchtest.
        Braten tust du es Ihnen aber....das müsste dir doch genauso leid tun

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