"Zuckersteuer"

    • (1) 14.11.17 - 09:34

      Hallo zusammen,

      Aktuell gibt es einmal wieder eine Diskussion darüber, ob man mit einer gestaffelten Mehrwertsteuer ungesunde Lebensmittel unattraktiver machen kann, so dass die Menschen diese weniger konsumieren.
      Gesunde Produkte sollen billiger werden, Produkte mit viel Zucker sollen teurer werden.
      In anderen Ländern scheint es zumindest eine Auswirkung auf das Kaufverhalten zu haben (z. B. Mexiko), ob es auch gesundheitliche Effekte hat, kann man sicherlich erst nach einiger Zeit sagen…

      Denkt ihr, dass das funktioniert bzw etwas bringt?

      LG, Felisha

      • Hallo,

        ich finde eigentlich zuckerreiche Lebensmittel schon sehr teuer.

        Eine Tafel Schokolade kostet z. B. 1 Euro für nur 100 g. Ein halbes Kilo Äpfel oder Bananen bekommt man auch schon für 1 Euro.

        Auch Kellogs, Fruit Loops, Knuspermüsli ist massiv teurer, als das selbst gemixte aus Flocken, Körnern und Kleie und frischem Obst.

        Zuckerreicher Fruchtjoghurt, fertiger Pudding, Chips, Cola usw. kostet alles viel mehr als Naturjoghurt, Wasser usw.

        Ich kaufe oft zucker- und zusatzstofffrei ein und das ist viel günstiger als die verarbeiteten Lebensmittel.

        Am Preis scheint es also nicht zu liegen, dass so viel ungesundes gekauft wird. Und da Zucker süchtig macht, wird wohl ein höherer Preis nichts daran ändern. Da müsste der Preis dann schon deutlich höher sein.

        Trotzdem würde ich mich freuen, wenn gerade Gemüse und Salat im Winter günstiger wäre #schwitz.

        Aber ehrlich, wer abwägt, ob er nun eine Gurke (300 g) oder eine Tafel Schokolade (100 g) zum gleichen Preis kauft, da hakt es doch ganz woanders, als am Preis, oder?

        Ich denke, es brächte viel eher etwas, wenn man an den Krankenversicherungsbeiträgen drehen könnte für selbst verursachte Erkrankungen (Diabetes Typ II, Adipositas z. B.), aber diese Diskussion gab es ja schon vor einigen Wochen hier ...

        Viele Grüße
        mari

        • Ich glaube, es geht hier auch um Nicht-Marken-Lebensmittel. Kellogs, Müllermilch etc. ist hundeteuer (UND Schrott ;-) ), aber die ganz billigen Fruchtjoghurts und Noname Cornflakes enthalten noch mehr Schrott und sind am günstigsten.

          Aber ich denke tatsächlich auch, dass es in Ländern wie Mexiko etwas anders ist, da es dort sehr viele sehr arme Menschen gibt, die beispielsweise ihre No-Name Limo im 5l Kanister kaufen.

          Vermutlich gehört hier auch wieder Bildung dazu, dass unverarbeitete Lebensmittel eigentlich günstiger sind und eben auch gesünder. In einigen "Miilieus" sind die verarbeiteten Lebensmittel auch ein Statussymbol und etwas erstrebenswertes... Man muss wohl diese Denke auch etwas ausräumen.

          Ich habe schon von Kindern (in Deutschland, von einer mir persönlich bekannten Sozialarbeiterin) gehört, die haben täglich von blankem Tortenboden aus dem Aldi ernährt, weil sie das anstelle von Pausenbrot immer 1€ mitbekamen und dieser das beste Preisleistungsverhältnis hatte. Ein selbstgemachtes Pausenbrot wäre vermutlich günstiger, aber halt nicht bequemer.

          • Keine Deiner aufgezählten Lebensmittel sind günstiger als Mineralwasser, Naturjoghurt und Obst/Gemüse.

            Auf die Mengen gerechnet ist alles verarbeitete teurer, auch der "Billig-Fruchtjoghurt", in dem noch viel mehr Schrott als Zucker drin ist.

            Ich backe z. B. immer Dinkelvollkornbrot - so billig bekomme ich kein (vernünftiges) Brot bzw. Knäcke. Auch Müsli bekomme ich nirgends abgepackt so günstig, wie selber gemacht.

            Zudem gesunde Produkte viel stärker sättigen, den Körper und das Immunsystem stärken und auf diese Weise Erkrankungen behindern, sodass keine Medikamente bezahlt werden müssen.

            Es sollte viel mehr angesetzt werden, über Ernährung aufzuklären ... und aufzuklären ... und aufzuklären, so lange, bis eben auch der letzte Idiot verstanden hat, dass man den Billigtortenboden aus dem Aldi doppelt und dreifach mit seiner Gesundheit (und dadurch schließlich auch mit Geld) bezahlt.

            Viele Grüße
            mari

            • Du, ich weiß das natürlich, aber bei vielen sind verarbeitete Lebensmittel, wie gesagt, ein Statussymbol. Und Wasser... da machen die Fische Pipi drin, wer trinkt denn sowas? ;-)
              Auch Weißbrot wird in vielen Ländern bevorzugt, weil es das "feinere" Brot ist.

              Das ekligste Getränk ist für mich "Eistee", am besten noch mit Pfirsichgeschmack... Nicht lecker!

              Ich denke auch, dass man bei der Bildung ansetzen muss und das schon im Kindergarten.

              • Im Bereich Ernährungsbildung passiert meiner Meinung nach auch nicht viel.

                Klar, wer sich bilden will, der findet einen Weg. Aber wenn ein Kind Eltern hat, die das nicht weiter kratzt, dann hat es oft einen dicken Lebensweg vor sich.

                Ich hatte gerade am Wochenende wieder ein Kind hier, das kein Obst und Gemüse isst. So sehen die Eltern leider auch aus.

                Kinder müssten viel intensiver im Bereich Ernährungsgesundheit gebildet werden. Damit erreicht man sicher etwas.

                Wenn ich manchmal so sehe, was in den Einkaufswagen landet - das kann man eigentlich schon gar nicht mehr als Nahrungsmittel bezeichnen (Zucker z. B. hat kein Verfallsdatum - Steinsalz, welches 3 Millionen Jahre alt ist und aus dem Berg abgebaut wird, hat ein Verfallsdatum. Aber Zucker hat keines #klatsch.)

                Meine Meinung ist immer noch, was kein Verfallsdatum hat, ist ein Gegenstand und kein "Lebens"mittel.

            Das ist jetzt aber eine andere Diskussion:

            selbst gemacht vs. vorproduziert.

            Wen ich ein Brot aus Weissmehl selber backe ist das auch günstiger als ein Vollkornrdinkelbrot.

            • Ja klar, ich meinte aber Dinkelvollkornbrot (kostet beim Bäcker, wenn man denn überhaupt ein reines Vollkornbrot bekommt, ca. 4 Euro für 750 g - für den Preis backe ich 2 kg Vollkornbrot #zitter). Und das dauer auch nicht länger, als kaufen gehen.

              • Ja ich verstehe dein Argument. Trotzdem vergleichst du Äpfel mit Birnen.

                natürlich ist ein selbsgebackenens Brot güpnstiger als ein gekauftes. Aber wenn ich selber eines mit billigem Weißmehl backe ist dies wiederum günstoger.

                Selber machen oder kaufen ist eine andere Diskussion.

                • Mir ging es um das Preisargument.

                  Gesundes kann auch sehr günstig sein.

                  Da billiges Weizenmehl günstig, aber massiv ungesund ist, fällt das natürlich aus.

                  Ich bezog mich aber die ganze Zeit auf gesunde Nahrung, oder etwa nicht?

                  Wir starten jetzt am besten nicht wieder eine Endlosdiskussion, wer etwas, was vor 6 Beiträgen geschrieben wurde, wie verstanden haben könnte.

                  Wir meinen, wie so oft, beide das gleiche.

                  Dir einen schönen Tag.

                  • Natürlich geht es um günstige Ernähurng.

                    Der Punkt ist aber trotzdem, dass das vergleichbare Produkt aus minderwertigen Zutaten meistesn günstigger ist.

                    und genau das sollte ja durch eine "Zuckersteuer" geändetr werden. Und um diese geht es ja nun in erster Linie in diesem Thread.

                    Mir gefällt es nicht, wie du gerade versuchst diese Diskussion auf sehr unsachliche Weise abzubügeln, da ich auch ehrlicherweise keine Ahnung habe, was du eigentlich meinst.

                    • Von Weißmehl hast Du angefangen.

                      Und ich habe nochmal meine Beiträge durchgelesen. Ich vertrete weiterhin die Meinung, dass Billiglebensmittel teurer sind als gesunde Lebensmittel - auch wenn man die gesunden dafür selber machen "muss"/kann.

                      Ich verstehe im Gegensatz Deine Streitsucht nicht.

                      Über Ernährung muss aufgeklärt werden. Zuckerhaltige Lebensmittel teurer machen ist nicht die Lösung, denn die sind ja bereits teurer als die gesunden Lebensmittel und es hilft noch immer nichts.

                      • Streitsucht?

                        Ich finde dich echt unverschämt, ich diskutiere, du diskutierst, aber ich bin streitsüchtig?

                        Wie bist du denn drauf?

                        Ich finde halt weiterhin, dass du Äpfel mit Birnen vergleichst.


                        Du kannst doch in dieser Diskussion nicht selbstgemachte Lebensmittel mit fertigen vergleichen. Man kann gerne darüber diskutieren, dass gesunde Ernährung nicht teurer sein muss als ungesunde, wenn man bereit ist, mehr Arbeit zu investieren. Aber grundsätzlich kann ich dir nicht recht geben.
                        Ich hatte hier mal die Diskussion mit einer Mutter, die meinte Selberkocher, sogar in bIoqualität wäre immer günstiger. Das stimmt einfach nicht.

                        Dassrgesunde Produkte per se günstiger sind als ungesunde, oder zuckerhaltige per se teuerer sind als zuckerarm ist halt falsch..

                        Du vergleiChst Ernährungsstile miteinander. Darum geht es hier aber nur peripher.

                        • Ich habe gesagt, dass ich denke, dass die Zuckersteuer nichts bringt, weil die Leute den Schrott trotzdem kaufen #augen.

                          Und auch, dass Ernährungsbildung besser ist, als ungesunde Lebensmittel noch teurer zu machen, weil sie schon sehr teuer sind. Dabei bleibe ich auch. Sie sind sehr teuer im vergleich zu gesunden Alternativen.

                          Wie das nur am Rande mit der Meinungsnachfrage der TE zur Zuckersteuer zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Da gehören Ernährungs"stile" bzw. Ernährungsidiotie ganz klar mitten rein!

                          Sag ich doch, schlichtweg Streitsucht #cool.

                          • Das ist mit Abstand die dümmste Argumentation, die ich hier je gelesen habe.

                            Du verfolgst hier die Strategie:

                            "Was ich sage, ist Fakt.

                            Und wenn du das in Frage stellst bist du streitsüchtig."

                            Himmel, lass Hirn regnen.

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