Terroranschläge.. Angst.

    • (1) 23.12.17 - 20:09

      Gerade bei den News im Fernsehen gesehen, dass es dieses Jahr wieder 1200 Ermittlungen gab .
      1000 davon waren geplante und vollzogene Anschläge. (IS)
      Wie kann man das in Zukunft besser machen?.

      Menschen weiterhin Schutz bieten, aber auch sich selbst schützen.

      Was denkt ihr, wie geht es weiter und wohin führt die Reise?

      • Hallo,

        ich persönlich gehe an diese ganze Problematik ganz anders heran:

        Ich kann in der Politik direkt keinen Eingriff nehmen und kontrollieren bzw. steuern, welche Entscheidungen getroffen werden. Demnach sind alle "hätte, hätte Fahrradkette"-Diskussionen darüber, was ich persönlich besser bestimmen könnte, ziellose Zeitverschwendung.

        Ich kann mich aber um mich selbst kümmern, mit offenen Augen durch die Welt gehen und mein Leben so gut wie möglich leben, angesichts der Gefahren, die es gibt - das betrifft nicht nur Terroranschläge, auch Kneipenschlägereien, Straßenverkehr, Einbruch usw.

        Bis zu einem gewissen Punkt wachsam und aufmerksam zu sein, ist das einzige, was ich für mich tun kann.

        Alles andere liegt nicht in meiner Hand. Ich kann es nicht vorhersehen, kontrollieren oder verhindern.

        Ich kann mich nicht zuhause einsperren. Es bringt auch nichts, wenn ich mir so viele politisch korrekte Sorgen mache und den Gutmenschen mime - da sich nichts in der Welt verändern wird, wenn ich mir Sorgen mache, kann ich das auch gleich ganz bleiben lassen ;-).

        Viele Menschen sehen nicht, dass ihr DIREKTER Handlungsbereich sehr, sehr klein ist. Und diesen Bereich können wir auch kaum verlassen. Anstatt also meiner (vorhandenen) Angst (/Panikmache) nachzugeben, besinne ich mich auf meinen "echten" Handlungsbereich und gehe weiter zur Arbeit, einkaufen und auf den Spielplatz oder ins Museum.

        Liebe Grüße
        nebelschnee

        Es gib leider sehr viele Gewaltbereitet Menschen. Es gibt Rechtsextreme, Reichbürger, Linksextreme, ausländerischerextrimismus und Ismalische Gewaltäter. Wie das besser werden soll , weiß ich leider nicht.
        Ich würde das Asyrecht stark einschränken und ein Einwanderungsgesetz erlassen. Es ist bestimmt nicht die Lösung wenn alle Jungen und Gesunden aus Afrika nach Deutschland komen.

        • Hallo!

          Ich erkenne keinen Zusammenhang, zwischen deinen Ausführungen und dem Thread der TE.

          Frohe Feiertage!
          LG

          • "Menschen weiterhin Schutz bieten, aber auch sich selbst schützen" steht in den Thread. Für mich hat er sich auf Flüchtlinge bezogen. Für mich währe ein sinnvolles Einwanderungsgesetz eine Lösung. Das das Geschäftsmodell " Flucht " zerstört. Mit allen schrecklichen Auswirkungen für die Menschen. Es gib heute schon Möglichkeiten eine Ausbildung zu machen.
            Laut Gerneralnundesanwalt kamen mit den Flüchtlingen auch 600 Teroristen.
            Die Angst bezog sich auf sehr viele Menschen die sich von der Gesellschaft verabschiedet haben. Zum Beispiel Reichsbürger.
            Auch das betrifft Flüchtlinge, ich kenne christliche Flüchtlinge , die sich immer wunder , warum es hier fast keinen gelebten Glauben gibt. Sie fühlen sich ziemlich alleine gelassen.

            • Dies Überschrift lautet: Terroranschläge. Darum geht es auch im Beitrag.
              Du antwortest darauf, dass es nicht die Lösung ist, dass so viele afrikanische Flüchtlinge herkommen die, meines Wissens nach, noch keinen Anschlag im Namen des IS verübt haben.
              Einwanderungsgesetzt kann ein Lösungsvorschlag sein, was aber Afrikaner mit den Abschlägen zu tun haben, verstehe ich immer noch nicht

      Hallo,
      ich habe Angst. Letztes Jahr zum Beispiel sehr um meine Mutter die nahe der Gedächtniskirche wohnt und es hatte durchaus sein können dass sie dort ist.Ich konnte sie zwei Stunden nicht erreichen und das war sehr schlimm.
      Ich meide Großveranstaltungen und wenn ich in Berlin zu Besuch bin fahre ich lieber mit dem Auto statt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

      Ich gebe also zu, mich hat der Terror in der Hand und sein Ziel erreicht.
      Da ich aber auch vorher nie gern auf Großveranstaltungen war und aus Bequemlichkeit lieber im Auto fahre als mit der Bahn hat sich andererseits auch nicht viel für mich geändert.

      Um meine Kinder habe ich aber auch Angst. Meine große Tochter war dieses Jahr mit der Schule in England und auch in London.
      Dort war einige Woche zuvor ein Anschlag und ich hab echt gehofft die Schule lässt London aus.
      Meine Tochter hatte, wie viele Klassenkameraden, von dem Anschlag gehört und dementsprechend Panik. Wir konnten das aber gut wieder hinbiegen so dass der Ausflug in London zwar einen bitteren Beigeschmack hatte aber trotzdem total schön war.

      Ich erinnere mich an eine sehr unbeschwerte Kindheit und bin am meisten darüber traurig wie sich alles ändert für meine Kinder.
      Am meisten Angst macht mir aber Amerikas Präsident und dieser Kim sowie Putin.....

      Wir haben immer genug Vorräte im Haus im uns ein paar Wochen ernähren zu können falls Mal was passiert. Ebenso einen Vorrat an Medikamenten und Jod.

      Die Welt ist einfach krank! Ich glaube wenn ich heute entscheiden müsste ob ich Kinder bekommen möchte oder nicht würde ich es keinen Kind mehr antun in diese Welt geboren zu werden.
      Ich hoffe meine Kinder können noch in Frieden ihr Leben erleben.

      Diese Vogelstrauß Taktik funktioniert bei mir nicht mehr.....

      Mona

      • Mir tut es auch in erster Linie für meine Jungs leid. Unbeschwert irgendwo hinfahren, sei es innerhalb Deutschlands oder im Ausland ist wohl Essig...:-(
        Ich meide eh seit 7 Jahren Menschenansammlungen, Großstädte incl.

        • (14) 28.12.17 - 16:02

          Im Jahr 2017 war ich in Amsterdam und Den Haag, an der Nordsee, in Hamburg, in Bremen und in Berlin. Außerdem drei Wochen in Italien (Toscana, Florenz), eine Woche in Österreich.
          Einmal abgesehen davon, dass wir in Berlin von einem Orkan erwischt wurden und wir in Italien einmal aufgrund einer Gewerkschaftsdemo drei Stunden für eine eigentlich zehn minütige Strecke gebraucht haben, waren all diese Aufenthalte absolut unbeschwert. Und an meiner Naivität scheint es nicht zu liegen, denn überall waren stets auch viele andere Touristen.
          Man sollte sich mit seinen Ängsten einfach mal rational auseinandersetzen, wenn man sich nicht von ihnen dominieren lassen möchte. Wobei ich schon auch mitunter das Gefühl habe, dass nicht alle diese Ängste tatsächlich als störend empfinden, sondern sie auch gerne pflegen.

      (15) 28.12.17 - 15:47

      Ich weiß nicht, wann und wo du aufgewachsen bist.
      Wenn ich aber meine Kindheit betrachte, dann war sie auch nicht rosarot und unbeschwert. Ich bin 1976 in Westdeutschland geboren. Die Voraussetzungen für eine unbeschwerte Kindheit waren gut, familiär alles optimal.
      Aber ich erinnere mich noch sehr gut daran, mit wie vielen Ängsten ich seinerzeit aufgewachsen bin, die aus politischen bzw. ökologischen Themen resultierten. Der Kalte Krieg war längst nicht vorbei und die sich daraus ergebende Gefahr war mir auch als Grundschulkind klar. Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, dass ich irgendwo im Radio oder im Fernsehen einen Experten gehört habe, der sagte, die Gefahr eines Atomkrieges sei aktuell so groß wie noch nie. Das hat mich über Tage bewegt.
      Dazu kamen Bilder vom Waldsterben. Als ich gerade zehn Jahre alt war ging Tschernobyl hoch. Ich erinnere mich noch daran, wie ich eines Tages aus dem Schulbus stieg und Männer in weißen Schutzanzügen mit Geigerzähler das tiefgelegene Nachbarsgrunsstück untersuchten.
      Ich erinnere mich auch an ein abgesagtes Schulfest aufgrund „verstrahlten Regens“.
      Wir durften eine Weile nicht draußen auf dem Boden spielen und haben einige Jahre keine Beeren mehr gepflückt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits „Wir Kinder von Scheveborn“ gelesen und ich hatte eine recht genaue Vorstellung davon, was radioaktive Strahlung mit mir machen könnte.
      London war im Übrigen damals auch ein Reiseziel, zu dem man nicht „unbeschwert“ reisen konnte. Zeitweise gab es keine öffentlichen Mülleimer in der Stadt, da dort Bomben deponiert werden konnten und wir würden noch in den Neunzigern dringend davor gewarnt, irgendwo auch nur für Sekunden unser Gepäck, selbst kleine Rucksäcke, nicht direkt bei uns zu haben, da sowas leicht Terroralarm auslösen könnte.

      Ich kann mich noch erinnern, dass ich irgendwann als Kind einmal beim Friseur war. Neben mir saß ein Mann, der mir der Friseurin sprach und es viel der Satz, man könne in diese Welt keine Kinder setzen. Das war in meiner Kindheit, irgendwann in den 80ern. Mich hat dieser Satz lange beschäftigt und tatsächlich hatte ich immer wieder Zukunftsängste.
      Die Welt war damals nicht besser! Die Gefahr eines Weltkriegs sogar deutlich höher! Terrorismus ist auch keine Erfindung des Daesh!
      Aber Medien, Terroristen und populistische Parteien machen im Grunde gemeinsame Sache, indem sie die Ängste auf allen möglichen Kanälen immer wieder befeuern und gerade die ängstlichen bis hysterisches Zeitgenossen keinen Ausweg mehr aus der eigenen Filterblase mehr finden.

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