SPD - ist man mit 16% noch Volkspartei?

    • (1) 18.02.18 - 14:34

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      • Ach, „Maike“...
        Du musst mal dringend an deinen Formulierungen arbeiten, die erkennt man im Schlaf. Da nützen auch alle eingebauten Schreibfehler nichts.

        • (3) 18.02.18 - 16:27

          Es wird vor allem immer tumber, diese Verarsche: "Heute morgen, lass ich wieder meine BAMS" Ja nee, is' klar... #rofl

          Wobei ich ja glaube, das mit den Kommafehlern ist keine Absicht. Maike ist so blöd, in allen ihrer Postings.

          • "Wobei ich ja glaube, das mit den Kommafehlern ist keine Absicht. Maike ist so blöd, in allen ihrer Postings."

            Genau diese Kommafehlern sind für mich ein großes Wiedererkennungsfaktor bei Maike. Das gleiche gilt für dass/das (gerne in Kombination von fehlenden Kommas).

            Und mir ist auch bewusst, dass ich das nicht immer richtig mache. Ich gebe mir aber Mühe #schein#hicks

      (5) 18.02.18 - 15:52

      Es ist doch schon lange die Rede davon, dass es seit einigen Jahren zu tektonischen Verschiebungen im Parteiensystem kommt und das die ehemaligen Volksparteien an Bedeutung verlieren.

      Insofern ist die SPD sicherlich keine "Volkspartei" mehr, genauso wenig wie die AfD eine Volkspartei ist, die sich gerne als solche darstellt.

      Ich glaube, die Zeit der so genannten "Volksparteien" ist abgelaufen, weil sich die Gesellschaft immer weiter individualisiert und es auf der einen Seite kaum noch gemeinsame Interessenlagen mehr gibt und es auf der anderen Seite viele Probleme gibt, die sich in der Konkurrenz der Parteien nicht lösen lassen, weil sie dann doch wieder alle betreffen (Umweltproblematiken, Armut, Migration) mehr gibt. Vielleicht hat sich einfach das ganze Parteiensystem überholt.

      Schau doch mal nach Frankreich, die haben ähnliches hinter sich. Macron gründete ja eine Bewegung, keine Partei, um eben Menschen zu vereinen, die sich innerhalb einer eindeutig linken oder rechten Partei nicht hätten einen lassen und hat damit den französischen "Volksparteien" den Rang abgelaufen. Doch auch da rappelt es ja mittlerweile ganz schön im Karton...

      Vielleicht ist es aber auch schlicht und einfach das "eherne Gesetz der Oligarchie" das jede Partei/Bewegung, die jemals den Status "Volkspartei/Volksbewegung" erlangt hat, zum Straucheln bringt: Einmal an der Macht entfernen sich die Führer von der Basis und vom Volks und versuchen als Elite eine Richtung vorzugeben, die von der Masse nicht mehr gewollt ist und schafft sich damit über kurz oder lang selbst wieder ab....

      Die Frage, die sich für mich stellt, ist gerade vielmehr: Ist das eine Gefahr oder eine Chance für die Demokratie? Wird sie wie der Phoenix aus der Asche wieder aus den Trümmern hervorsteigen, in die sich sich gerade selbst zerlegt oder ist das Konzept Demokratie am Ende, weil es das Volk einfach nicht mehr gibt??

      Fragen über Fragen, aber immerhin: wir leben in spannenden Zeiten.

      • Individualisierung und Diversifikation sind ja grundsätzlich nicht antidemokratisch, im Gegenteil. Das System unserer repräsentativen Demokratie wird sich allerdings schwerer damit tun, Mehrheiten für eine Regierung zu finden, wenn es in Zukunft mindestens drei Parteien minimum bedarf, um eine handlungsfãhige Regierung zu bilden. Womöglich wird es auch häufiger zu Neuwahlen kommen, siehe Italien.

        Die Stabilität von über 70 Jahren Nachkriegsdemokratie verdanken wir andererseits der Konsensbildung, zu denen große Parteien in der Lage sind. Aktuell ist jedoch Konsens nicht die Wahl der Stunde. Sowohl SPD als auch CDU sind tief gespalten über die strategische Ausrichtung der Partei. Wir Menschen sind nun mal einerseits harmoniebedürftig, andererseits, wenn es zu langweilig zu werden scheint, erfreuen wir uns auch am Furor der Umwãlzung und der Rebellion gegen echte oder vermeintliche Eliten.

        Global betrachtet glaube ich aber nicht, dass Demokratie oder die Entwicklung von demokratischen Strukturen auf dem Rückzug ist. In den 70er Jahren gab es ungefähr 55 Länder mit demokratischen Strukturen, heute sind es über 100. Allen Autokraten und Populisten zum Trotz.

        Daran wird auch eine SPD von 10 oder 15% nichts ãndern. Ihr Niedergang mag zwar manchem Nostalgiker, der sich die vermeintliche Überschaubarkeit eines früheren Dreiparteiensystems wehmütig in Erinnerung ruft, Kopfschmerzen bereiten aber eine Partei, die nach Parteitagen immer noch die alten Kampflieder aus den 20er Jahren schmettert, ist wohl mental wirklich noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Wer nur von Erneuerung redet, sie aber nicht sichtbar umsetzt, wird von anderen Parteien zwangsläufig überholt. Was aber nicht so bleiben muss. Oder wie Possibilisten sagen würden: Das Gute ist möglich. :-)

        • (7) 19.02.18 - 09:02

          “Individualisierung und Diversifikation sind ja grundsätzlich nicht antidemokratisch, im Gegenteil.“

          Ist das so?

          Wenn man Demokratie wörtlich nimmt als “Volksherrschaft“, das Volk aber in Einzelgrüppchen zerfällt, dann kann ja niemand mehr demokratisch herrschen, oder?

          #kratz

          • So gesehen, ja.

            Aber wenn Demokratie die Herrschaft der Bevölkerung ist, ist es doch zunächst irrelevant wie groß das Politik- bzw. Parteienangebot ist. Bzw. je größer das Angebot, desto mehr Wahlmöglichkeiten.

            Das andere Extrem wäre ja, dass es nur eine Partei zu wählen gäbe. Wäre das demokratischer?

            Und wir sind uns bestimmt einig, dass es DAS Volk gar nicht gibt, die Bevölkerung sich also ohnehin in eine Vielzahl einzelner Gruppen, Schichten, Klassen, Stakeholder was weiss ich, unterteilt.

            • (9) 19.02.18 - 13:37

              Siehst du, und deswegen glaube ich, dass die repräsentative Parteiendemokratie ihrem Tod entgegenblickt. Zersplittert die Parteienlandschaft weiter als Reaktion auf die Ausdifferenzierung der Gesellschaft werden wir ja nie wieder stabile Mehrheiten hinbekommen. Das letzte Wahlergebnis ist dann vielleicht nur ein kleiner Vorgeschmack gewesen.

              Wie soll dann aber ein Land ohne stabile Mehrheiten regierbar sein? Und was macht es mit unserem Vertrauen in die Politik, wenn Neuwahlen und Endlos-Koalitionsverhandlungen künftig zur Tagesordnung gehören.

              Leider bin ich zu fantasielos, um mir funktionierende Demokratie ohne Parteien vorstellen zu können. Da geht es mir genauso wie mit dem Kapitalismus.
              Irgendwie spürt man ja, dass er zunehmend Schattenseiten hat und zu enormen Problemen führt, irgendwie soll er netter werden, aber wie?

              Und diese meine Perspektiv- und Ideenlosigkeit, die scheint mir gerade recht verbreitet.

              • (10) 20.02.18 - 12:13

                Ich würde nicht so vorschnell in den Abgesang der Parteiendemokratie einstimmen. Zumal der Absturz der SPD vor allem hausgemachten Fehlern geschuldet ist. Und die begannen schon lange vor Kanzler Schröder und seinem sog. dritten Weg mit dem Abbau des Sozialstaats.

                Ich gebe Dir aber auch recht, Menschen wählen Menschen. Wir erleben es bei Persönlichkeiten wir Macron oder auch in Teilen bei Kurz in Österreich. Charismatische, junge Politiker, die mehr als Gallionsfiguren einer Bewegung und eines Lebensgefühls in Erscheinung treten und nicht als augebuffte Politprofis, die man reflexhaft einer bestimmten Elite zuordnet.

                "Leider bin ich zu fantasielos, um mir funktionierende Demokratie ohne Parteien vorstellen zu können. "

                Man kann Parteien auch durch Personen ersetzen, die ein jeweiliges Programm aufsetzen. Die dann Leute bestimmten, die ihnen ins Parlament folgen. Aus gutem Grund halten wir uns in Deutschland mit solchen Personenwahlen zurück. Personenkult - und der wäre unvermeidbar - ist halt immer eine riskante Sache, vor allem wenn politische Gegengewichte durch eine dahinterstehende Partei und deren Gremien fehlen.

    (11) 18.02.18 - 16:53

    Natürlich halten die sich noch für eine Volkspartei... in Teilen ist sie es auch noch.
    Erschreckend finde ich die Geschwindigkeit des "Absturzes".
    Nun ja, ist vielleicht die Chance des Neuanfangs, sofern von der Parteiführung gewünscht.
    Bei uns in der Kommunalpolitik sind sie bereits seit einigen Jahren auf Abstiegskurs.

    (12) 18.02.18 - 17:21

    Die online Suche "BAMS" ergab = Bild am Sonntag.
    Auweia#klatsch

    • (13) 18.02.18 - 17:33

      Der oder die TE liest die Bild am Sonntag nicht. Dieser Beitrag und die Nennung des Blattes ist dazu gedacht, genau diese deine Reaktion hervorzurufen.
      Es kann jeder halten, wie er es möchte, aber ich diskutiere nicht in Beiträgen, die nicht ehrlich gemeint sind, auch wenn das Thema dann noch so interessant ist.

Interessantes Thema...

Also wenn man die SPD weiterhin als Volkspartei sehen will, dann kommt man nicht umhin, das bei der AfD genauso zu sehen. Beide werden quer durch alle Bevölkerungsschichten gewählt und die Differenz zwischen ihnen liegt laut aktueller Umfrage bei nur noch einem Prozent. Bleibt die Frage, ob man mit 15/16% wirklich Volkspartei ist. Vom Gefühl her würde ich sagen nein.

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