Das BAMF und die ganze Verlogenheit der Politik

    • (1) 28.05.18 - 13:07

      Ich finde es mittlerweile skandalös, was uns Bürgern jeden Tag auf's neue aufgetischt und zugemutet wird. Da hat man bei einer Bundesbehörde im Stile von organisierter Kriminalität betrogen und belogen und Menschen ins Land gelassen, die bei einer regulären Prüfung hätten zurückgeschickt werden müssen. Aber auch das Thema Abschiebung läuft nicht.

      Für mich ist diese ganze Flüchtlingskrise, angefangen von der vollmundigen Ankündigung "Wir schaffen das" bis heute zu immer neuen Skandalen und Affären eine einziger Schlag ins Gesicht des Bürgers durch die Politik. Für mich ist das ein Sinnbild für die Abgehobenheit der Politik und auch die Arroganz der handelnden Politiker.

      Das BaMF und die Mitarbeiter werden jetzt vielleicht zu Unrecht als Gnazes verurteilt aber es passiert ja auch so gut wie nichts. Man hätte die Verantwortlichen für diese Vergehen längst zur Rechenschaft ziehen müssen. De Maziere als Innenminister sowie Weise als Leiter des BAMF und natürlich auch Frau Cordt. Aber nichts passiert, stattdessen wurden Mitarbeiter des BAMF drangsaliert wenn sie über Unregelmäßigkeiten aufklären wollten.

      Wohin ist dieses Land gekommen, dass sich Politiker und deren Handlanger aus der Affäre ziehen? Wo ist Frau Merkel, die sagt, Ja, ich habe mir das zu einfach vorgestellt und es war ein Fehler? Wo übernimmt der "Superminister" Seehofer Verantwortung?

      Diese Affären und diese Leute sind Schuld, dass wir heute sowas wie die AfD haben. Sie verärgern den Bürgern mehr und mehr und irgendwann wählt man vor lauter Zorn Rechtsextreme um den dekadenten Eliten eins auszuwischen.

      Ich war nie besonders politisch und habe aus Gewohnheit immer CDU gewählt aber mittlerweile habe ich nur noch einen Hals, was man uns als Bürgern mal so eben zumutet. Ohne gefragt zu werden.

      Wir brauchen dringend eine neue Politikkultur. Keine Wahlen alle 4 Jahre und dazwischen machen die Herrschaften, was sie wollen ohne die zu fragen, die mit den Entscheidungen leben müssen.

      Diese Land nimmt keine gute Entwicklung wenn das so weiter geht.

      Danke fürs Lesen

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      • << ... und irgendwann wählt man vor lauter Zorn Rechtsextreme um den dekadenten Eliten eins auszuwischen. >>

        Das tun nur dumme Menschen. Ein Protestwähler erzählte, 1933 die NSDAP gewählt zu haben. Die Gestapo hat ihn schwer misshandelt, als er wieder protestiert hat. Mit Glück hat er überlebt.

        << Wir brauchen dringend eine neue Politikkultur. >>

        Du kannst dazu beitragen, indem du dich in einer und für eine staatstragende Partei engagierst oder selbst eine gründest.

        Ich melde mich in meiner Partei zu Wort und werde ernst genommen. Eine gut durchdachte Wortmeldung hat in der Politik so viel Gewicht wie 1000 stumme Wähler. Leider tun das zu wenige. Ich rate allen Menschen, die Politik nicht den Gaunern zu überlassen, sondern selbst aktiv zu werden.

        << Keine Wahlen alle 4 Jahre >>

        Schreibfehler, andere Dauer oder gar keine Wahlen mehr?

        << und dazwischen machen die Herrschaften, was sie wollen ohne die zu fragen, die mit den Entscheidungen leben müssen. >>

        Stimmt nicht!
        Wir werden alle gefragt, im Rahmen der Begutachtung an neuen Gesetzen mitzuwirken. Wenn dir das zu mühsam ist, orientiere dich zumindest an den Wahlprogrammen der Parteien. Mit deiner Stimme entscheidest du mit, wie wir regiert werden. Gehe sorgfältig damit um.

        << Diese Land nimmt keine gute Entwicklung wenn das so weiter geht >>

        In der Demokratie liegt das an der Qualifikation der Wähler. Politische Bildung braucht die Menschheit.

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        • "Das tun nur dumme Menschen."

          Findest du? Ich finde, daß Menschen dann dumm sind, wenn sie aus Gewohnheit immer wieder die Parteien wählen, die diese Zustände hier zu verantworten haben.

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          • (4) 28.05.18 - 19:09

            Ersetze “dumm“ durch moralisch verkommen.

            Bei aller Kritik an den etablierten Parteien, bei Anerkennung aller Missstände, die wir haben.

            Ich sag es zum hundertsten Mal, aber es ist mir halt wichtig: eine Partei wie die AfD zu wählen und das immer noch als Protestwahl zu verkaufen, ist moralisch verwerflich.

            Und ich verstehe teilweise die Beweggründe, ich kann sogar verstehen, dass man Angst hat, aber: So etwas tut man nicht.

            Dann tritt man einer Partei bei, versucht Dinge zu ändern, gründet eine eigene Partei und sucht nach Lösungen, OHNE ganze Menschengruppen zu diskriminieren, unter Generalverdacht zu stellen und zur Verrohung unseres Landes beizutragen.

            Dazu haben wir keine Epoche der Aufklärung durchlebt. Das ist zu billig und, noch einmal, moralisch verwerflich.

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            • << Ersetze “dumm“ durch moralisch verkommen. >>

              Ergänze “dumm oder" moralisch verkommen. Das trifft es besser.

              Die Parteigranden der AfD sind sicher nicht dumm. Sie wissen, wie man Dumme für sich gewinnt.

              Moralisch Verkommene versuchen auch in anderen Parteien ihren Erfolg.

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              • (6) 28.05.18 - 19:34

                Okay, mit dem “oder“ bin ich einverstanden. Und nein, ein Meuthen ist vielleicht im kognitiven Sinne nicht dumm und mit der Kritik am Euro und der EZB der AfD kann ich sogar was anfangen, wenngleich ich ihr nicht komplett zustimme und ein Söder ist mir genauso suspekt wie eine Weidel....
                Vielleicht ist Deutschland tatsächlich reif für eine überparteiliche Bewegung, weil alle Parteien auf ihre Weise “verbrannt“ sind.
                Ich bin es nur so leid, von AfD-Wählern über das Nicht-Aufgeklärte des Islams zu lesen, sich vor Terror zu fürchten und im gleichen Atemzug alle humanistischen Werte zu verraten und Angst und Hass zu säen.

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                • "Und nein, ein Meuthen ist vielleicht im kognitiven Sinne nicht dumm "

                  Wie definiert man Dummheit? Kognitive Hirnleistung? Schulische Intelligenz? Noten und Beurteilungen? Emotionaler Quotient?

                  Gerade Meuthen und Gauland sind sicher keine dummen Menschen im Sinne ihrer Leistungen im akademischen Sinne. Dumm sind sie aber weil sie sich beide u.a. bei der AFD befinden weil sie einen sehr persönlichen Feldzug gegen das verhasste System führen, dass sie nach ihrer Auffassung nicht ausreichend gewürdigt hat. Meuthen wollte immer weg von der Provinz-Hochschule Kehl aber seine Art mit Menschen umzugehen, behinderte sein Fortkommen. Da gab er dem System die Schuld und nicht seiner eigenen Unfähigkeit, sich zu arrangieren. Das wieder rum kann man schon auch als dumm bezeichnen.

                  Bei Gauland ist es ganz ähnlich wenn man sich seine Biographie anschaut. Leiter der hessischen Staatskanzlei aber zu höheren Weihen berufen gefühlt, jedoch nie gerufen worden. Jetzt führt er seinen ganz persönlichen Rachefeldzug gegen seine alte Partei und die aus seiner Sicht verhasste Kanzlerin. Die AfD ist dabei vor allem Schutzraum und Biotop mit Gleichgesinnten: Solchen, die meinen mehr zu können aber es nie bis an die Positionen geschafft haben, die ihnen vorschwebte.

                  In jedem Fall vernebeln Emotionen den Verstand bei vielen der AfD und das mindert dann schon die kognitive Leistungsfähigkeit.

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                  • (8) 30.05.18 - 07:04

                    Also, mein Verständnis von Intelligenz beinhaltet zumindest moralische und ethische Werte. Fehlen diese, betrachte ich Intelligenz als Inselbegabung ohne Aussagekraft.

                    Dr. phil Dr. med. Josef Mengele war sicher auch intelligent.

                    ICH würde im Zweifelsfall jemanden wählen, der meine moralischen und ethischen Werte teilt als einen IQ von über 130 hat.

                    Aber der Meinung scheinst du ja auch zu sein.

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            "Ich sag es zum hundertsten Mal, aber es ist mir halt wichtig: eine Partei wie die AfD zu wählen und das immer noch als Protestwahl zu verkaufen, ist moralisch verwerflich."

            Wieso "verkaufen"? Es ist doch bei ganz vielen von der Sache her genau das: eine Protestwahl. Das muss man nicht gut finden, aber es bringt m.E. auch nichts, das zu leugnen.

            Sicher gibt's darunter auch Rechte, die auch mit den ganz harten Parolen mitgehen, aber die Mehrheit ist das, glaube ich nicht. (Und genauso waren auch schon früher manche Menschen extremer, selbst wenn sie da traditionshalber immer brav CDU/CSU und SPD gewählt haben statt AfD und DIE LINKE.)

            "Dann tritt man einer Partei bei, versucht Dinge zu ändern, gründet eine eigene Partei und sucht nach Lösungen, OHNE ganze Menschengruppen zu diskriminieren, unter Generalverdacht zu stellen und zur Verrohung unseres Landes beizutragen."

            Klar, kann man machen, wäre vielleicht auch das Beste, ist aber für die meisten Menschen doch ein bisschen unrealistisch, oder?

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        Nur dumme Menschen und Nazis wählen Populisten oder Extremisten, wenn sie protestieren wollen. Es gibt ja nicht nur CDU, SPD und AfD, warum sollte man also ausgerechnet Letzteres wählen, wenn man mit Ersterem nicht zufrieden ist? Auswahl ist genug da.

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        • "Nur dumme Menschen und Nazis wählen Populisten oder Extremisten, wenn sie protestieren wollen."

          Das klingt griffig, aber was folgt daraus? Dass man mit solchen Wählern nicht mehr redet, weil sie ja dumm oder Nazis sind (womöglich sogar beides). Trägt das zu deren Reintegration ins klassische Parteienspektrum bei? Sicher nicht. Vielmehr entspricht es genau der Rhetorik z.B. der AfD, die sich ja selbst als verfolgt geriert.

          Noch schlimmer: Stell' Dir mal vor, ein Normalo trifft zufällig einen AfD-Wähler und merkt, dass der vielleicht gar kein Nazi ist, vielleicht noch nicht einmal dumm. Oder eine Normala merkt an einer Stelle, dass es ein Problem, dass die AfD auch anspricht, tatsächlich existiert, obwohl alle Welt sagt, das wären nur Schwachmaten. Dann könnten die Normalos direkt auf den Gedanken kommen, dass da vielleicht etwas dran ist und dass das doch alles gar nicht so schlimm ist mit der AfD, sondern sie vielmehr tatsächlich verfolgt ist...

          Der Vergleich ist vielleicht schräg, aber ich las mal zum Thema Drogenprävention, dass dort das reine Verteufeln überhaupt nicht sinnvoll ist. Wenn die Jugendlichen dann nämlich anfangen, etwas auszuprobieren und dann unerwartet auch positive Wirkungen wahrnehmen, die es ja auch gibt, von denen aber vorher nie die Rede war, dann halten hinterher die ganze Drogenprävention für Unfug.

          Meiner Meinung nach nützt alles nichts, man muss sich mit den extremen Parteien und den Problemen inhaltlich befassen statt auszugrenzen, sonst spielt man deren Spiel mit.

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          • Mich mit Parteien auseinandersetzen sollte ja wohl gerade dazu führen, dass ich nicht AfD wähle. So eine Diskussion gab es innerhalb der Familie nämlich auch, als jemand aus Protest AfD gewählt hat. Nachdem wir dann u.a. das Wahlprogramm mal genauer vorgestellt und besprochen hatten war diese Person entsetzt genug, um bei der nächsten Wahl FDP (naja, immerhin) zu wählen.

            Und daher rührte auch dieser Spruch, ich finde ihn durchaus irgendwie wahr. Dumm heisst nicht zwingend minder intelligent, die Person hat studiert, ist also nicht ganz blöd. Man kann aber auch mal was Dummes tun, ohne genauer drüber nachzudenken.

            Ach und Nazis sind per se dumm, wenn Du mich fragst. :-p

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        Warum man ausgerechnet AfD oder Linke wählen sollte wenn man mit der Allparteien-Koalition nicht zufrieden ist? Das ist doch offensichtlich. Was bringt denn bitte eine Stimme für die Grauen oder die Tierschutzpartei? Absolut 0 - nada - niente! Wenn man will, daß der Protest gegen CDUSCUSPDGRÜNE gehört wird, dann MUSS man sogar AfD oder LINKE wählen. Eine Stimme für eine Partei, die keine Chance hat in den BT zu kommen ist eine verschenkte Stimme.

        Das hat mit "dumm" oder "Nazi" überhaupt nichts zu tun - auch wenn die moralisch sich immer so überlegen fühlenden Gutmenschen das nicht begreifen. Im Gegenteil! Wenn ich mir ansehe, welche Biografien z.B. Grüne Vorzeigepolitiker so haben (Roth, Göhring-Eckhard), dann muß man sich fragen, ob das Attribut "dumm" nicht besser bei denen aufgehoben wäre, die solchen Hauptamtlichen Berufs-/Studienabbrechern ihre Stimme geben.

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        • Das meinte ich, man wählt halt dann mirwegen die Linke, Grüne, FDP oder macht wenigstens noch den Stimmzettel ungültig wenn man ganz radikal sein will. Aber es gibt keinen, absolut gar keinen Grund, die AfD zu wählen.

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          • Gründe die AfD zu wählen gibt es viele. Jeder einzelner Wähler hat einen Grund gehabt sich so zu entscheiden wie er es getan hatt. Ob diese Gründe dir passen oder nicht, das steht auf einem komplett anderen Blatt. Oder willst du jedem AfD-Wähler unterstellen er sei dumm, radikal, Nazi und was weiß ich noch alles? Das ist ganz sicher NICHT der Fall. Außerdem: Die AfD verteufeln - aber die LINKE für wählbar halten...das halte ich für schizofren. Das sind für mich 2 Seiten der selben Medallie.

            Es geht doch grade darum, daß man mit der gegenwärtigen Politik nicht einverstanden ist - und das auch zeigen will. In der gegenwärtigen Situation ist eine Protestwahl schon schwierig - da nahezu alle Parteien (eben bis auf die AfD und -mit Abstrichen- die LINKE) die gleiche Politik machen. Wenn nach einer aktuellen Umfrage 61% (!) der den Grünen nahestehenden Wähler mit Merkels (CDU)-Politik zufrieden sind, dann soll ich aus Protest die Grünen wählen? Bischen widersinnig, findest du nicht? Das zeigt doch vielmehr, warum die AfD so erfolgreich ist. Die haben ganz einfach viele der konservativen Positionen, die die CDU unter Merkel geräumt hat übernommen.

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