12 Jahre Staatsterror nur eine Kleinigkeit?

    • (1) 04.06.18 - 08:00
      Inaktiv

      Gauland, der böse alte weisse Mann, hat wieder seinen Senf abgesondert. Die 12 Jahre NS-Zeit sind nach seiner Auffassung nur eine Kleinigkeit.

      Ist es wirklich so, dass man die NS-Zeit kleiner reden sollte und wird sie überhöht im Vergleich zu anderen Phasen deutscher Geschichte?

      Jedenfalls läuft das Spiel wie immer: AfD bricht scheinbar Tabus, die Medien hauen drauf, dann rudert AfD zurück.

      Ich frage mich, wie lange dieses Spiel noch so läuft.

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      • Dieses Spiel wird solange anhalten, bis sich SPD und CDU endlich wieder auf ihre Wurzeln besinnen. Erst wenn die SPD wieder eine Politik für die sozial Schwachen macht - und die CDU endlich wieder konservativ wird, dann haben Extremisten von Rechts wie von Links keine Chance mehr. Das sehe ich aber derzeit nicht einmal im Ansatz. Ich sehe vielmehr die Gefahr, daß sich Stammwählerschaften für AfD und Linke bilden werden, da die alten "Volksparteien" außer einem reflexhaftem verteufeln sämtlicher Aktionen/Äußerungen der jeweils anderen Seite nichts auf die Ketten bringen.

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        • Das ist das, was viele behaupten. Aus meiner Sicht deutet aber nicht viel darauf hin, dass es tatsächlich so wäre. Würden AfD-Wähler sich eine Partei wünschen, die Politik für die sozial Schwachen macht, so würden sie entweder selbst eine solche Partei gründen oder sonst eine solche wählen, beides wäre in der BRD ja grundsätzlich möglich, es ist keineswegs vorgeschrieben, dass es zwingend die SPD sein muss, die solche Werte vertritt. Stattdessen laufen sie einer Partei hinterher, die den totalen Kahlschlag bei Sozialleistungen will.

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          • Ich denke ehrlich gesagt auch eher, daß diejenigen, die eine sozialere Politik wünschen, ihr Kreuz bei den Linken machen als bei der AfD. Die ist für viele ehemalige CDUler wohl eher die Alternative weil sie sehr viele Punkte vertritt, die die CDU unter Merkel geräumt hat.

            Und was den "totalen Kahlschlag" bei den Sozialleistungen betrifft: soweit ich weiß, tritt die AfD für ein deutlich verändertes Steuer- und Abgabensystem ein. Wenn nach deren Vorstellungen künftig erst Einkommen von rd. 2.000,- € im Monat steuerpflichtig sein sollen, dann könnte man wohl tatsächlich einige der Sozialleistungen komplett streichen. Wünschenswert wäre das in jedem Fall - denn der Sozialstaat wird (so wie er zur Zeit läuft) sehr bald nicht mehr bezahlbar sein.

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            Vielleicht solltest Du mal damit beginnen, die "Forderungen", die Du hier so gern nennst, verbunden mit Deinen "Wünschen" zu hinterfragen und einfach mal überlegen, wie das ganze nach einer Umsetzung wirklich aussehen würde. Du kannst auch nicht über den Tellerrand hinaus denken.
            >>...denn der Sozialstaat wird (so wie er zur Zeit läuft) sehr bald nicht mehr bezahlbar sein.<< ... sagt Deine Glaskugel?

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            • " ... sagt Deine Glaskugel?"

              Nein, sagt mit mein gesunder Menschenverstand! Oder wie stellst du dir die Finanzierung vor wenn die geburtenstarken Jahrgänge in 10-15 Jahren in Rente gehen?

              Das System, das wohl derzeit in der AfD diskutiert wird, basiert auf dem alten "Kirchhoff´schen Modell". Ein Modell, das mich schon damals sehr überzeugt hat. Einen steuerfreien Sockelbetrag (2.000,- € pro Monat) und dann 3 Steuerstufen. Wenn die noch dazu relativ niedrig gewählt würden, dann könnte man wohl tatsächlich sämtliche Steuerschlupflöcher streichen und im Gegenzug auch einen ganzen Haufen Sozialleistungen streichen. Das wäre doch eine Vision, oder?!

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              Über den Tellerrand hinausdenken..... hört hört...so ein schwerer Satz aus so einem kleinem Stimmchen. #schock

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    (10) 04.06.18 - 09:19

    Das "Spiel" läuft doch für ALLE Parteien gar nicht so schlecht.
    Warum sollte daran etwas geändert werden?

    Solche Streitereien haben den Vorteil, dass von wirklichen Problemen abgelenkt wird. Kommt doch letztendlich allen Parteien zu gute.
    #ole

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    Einen Tread erstellen und sich dann sofort inaktivieren? Keine Lust auf eine Debatte - oder rausgeflogen?

    Na dann wird Urbia dieses Thema wohl schnell beerdigen...Schade eigentlich...

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    Was für eine hysterische Aufregung mal wieder!

    Ich verstehe das so ,dass auf 1000 Jahre deutsche Geschichte nur 12 Jahre 3.Reich
    entfallen ...und das ist etwas mehr als 1% von 1000 Jahren.
    Also sachlich richtig, nur provokant formuliert.

    Und jetzt muss man sich darüber streiten ob man den 12 Jahren mehr Beachtung zu messen muss als dem Rest. Das muss man nicht, denke ich.

    Ich denke dass der Deutsche Bauernkrieg, oder Marthin Luther, oder Ähnliches eine
    gleich hohe Betrachtung verdienen.

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    • Stimmt. Ich weiß auch gar nicht, was der Aufriss um Leute wie Anis Amri soll.
      Die paar Sekunden, in denen er den LKW über den Weihnachtsmarkt lenkte sind verschwindend kurz im Vergleich zu seinen zig Lebensjahren davor, in denen er andere Dinge getan hat.

      Ob man diesen paar Sekunden mehr Aufmerksamkeit schenken sollte als dem Rest seines Lebens... das muss man nicht, denke ich.

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      Das denke ich nicht. Wer von 1000 Jahren deutscher Geschichte spricht der meint vor allem geschichtliche Ereignisse im geografischen Bereich des heutigen Deutschlands. Was vor 1000 Jahren hier passierte kann man nicht als Deutschland bezeichnen. Es gab damals keine Staaten im heutigen Sinne. Das kam alles erst viel später.
      Deutschland in der Form wie wir es heute kennen ist bedeutend jünger als 1000 Jahre, hat mehr mit Römern als mit Germanen zu tun und wird sehr stark durch die fürchterliche NS-Zeit geprägt.
      Im Übrigen war diese Zeit nicht nur durch Staatsterror geprägt sondern auch durch die willfährige Unterstützung der Bürger.

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