3,5 Jahre und extrem unruhiger Schlaf

    • (1) 09.11.09 - 11:50

      Hallo,

      meine Tochter ist 3,5 Jahre alt und hat von jeher wenig Schlaf gebraucht und sehr schlecht geschlafen.

      Sie schläft inzwischen manchmal durch, manchmal kommt sie zu uns und schläft da weiter, was auch völlig ok ist.

      Nur hat sie immernoch Nächte, in denen sie auch im Familienbett extrem unruhig schläft, d.h. stündlich oder auch wesentlich öfter aufwacht und schreit, sich nicht beruhigen lässt (kein Nachtschreck, sondern sie schimpft ganz wacker...), im Halbschlaf trotzt oder jammert, sich die ganze Nacht hin- und herwälzt, etc.

      Einschlafen kann sie inzwischen alleine, d.h. man muss vor ihrer Türe sitzen (war ein sehr langer Weg dahin, und klappt erst seit ein paar Wochen). Nur der Schnulli muss dabei sein.

      Nach diesen Nächten haben die Eltern wirklcih nicht geschlafen, Emma wirkt aber oft recht munter.

      Kennen Sie dieses Verhalten bzw. haben Sie da noch Ideen, woran so extrem schlechter Schlaf liegt und was man machen könnte?


      Vielen Dank!

      Lucie

      • (2) 09.11.09 - 14:03

        Vielleicht verarbeitet sie viel im Schlaf.
        Unsere Tochter ist gleich alt und sie schläft momentan auch so.
        Sie wühlt und stöhnt im Schlaf, wacht oft auf.

        Unsere Tochter nimmt momentan viele unheimliche Sachen war, Hexen, Monster, dunkle Räume....alles macht ihr Angst und das macht sich schon bemerkbar.

        Vielleicht liegt es bei euch auch daran, fragt sie doch mal.

        • (3) 09.11.09 - 19:49

          Hallo,

          ja, manchmal liegt es sicher daran, und insgesamt wohl auch am Verarbeiten - es ist ja nicht erst jetzt so, sondern war immer so - nur die Erklärungen haben sich verändert :)

      (4) 10.11.09 - 14:08

      Hallo Lucie,

      eine mögliche Erklärung (die Sie wohl schon selbst hatten) haben Sie ja schon bekommen. Es ist aus der Entfernung schwierig zu beurteilen.

      Zum einen ist es sicher so, dass es Kinder gibt, die einfach schlecht oder sehr unruhig schlafen. So wie es auch Erwachsene gibt, die nie durchschlafen, viel unruhig träumen, schlecht einschlafen können usw. das würde heißen: Emma ist einfach so da kann man nicht viel machen, außer ihr einen möglichst sicheren und stabilen Rahmen zu geben.

      Zum anderen kann es natürlich auch ein Zeichen für ein anderes Problem sein. welches kann ich von hier aus nicht sagen. Die Frage wäre dann: Schläft sie in ihrem Bett ruhiger? Oder schläft sie eigentlich im Elternbett besser / ruhiger weiter? Also, tut die Nähe ihr gut, beruhigt sie sich dadurch oder braucht sie eigentlich mehr Ruhe (ihr eigenes Bett), schafft es aber da nicht einzuschlafen oder hat da Ängste? Das würde natürlich zu unterschiedlichen Konsequenzen führen.

      Vielleicht wäre ein erster Schritt, mal zu schauen, was wirklich das Bedürfnis Ihrer Tochter ist und was Angwohnheit, Machtkampf oder sogar ein anderes Problem (wie z.B. Ängste).

      Wenn Sie sagen, sie trotzt im Halbschlaf, ist das ja ein eigenes Thema, vielleicht geht es wirklich ums Trotzen, um den Umgang mit eigenen Gefühlen, mit Frustration usw. Das müsste man dann tags angehen - was Sie vermutlich schon tun. Nachts zeigt sich bei dieser möglichen Erklärung also, was tags geschieht (oder eben nicht geschieht, d.h. nicht ausgelebt wird).

      Wenn Emma wirklich viele Ängste hat, sollten Sie natürlich schauen, wie Sie da Erleichterung schaffen können. Ängstigendes am Tag vermeiden oder dem Ängstigenden durch Kennenlernen die Gefährlichkeit nehmen, Emma zutrauen, dass sie Dinge bewältigen kann, sie begleiten damit es nicht zu viel wird. Beschützer suchen (Kuscheltiere), Fallen für Monster aufstellen usw.

      Vielleicht holt sie auch in den Nächten sich die Nähe zu Ihnen, die sie am Tag sich nciht holen kann?

      Was wäre denn, wenn sie nachts plötzlich durchschliefe? Was wäre dann anders bei Ihnen als Mutter, bei Ihnen als Paar, in der Beziehung zu Emma, bei Emma selbst?

      Das sind alles nur Gedanken und Spekulationen, wenn Sie das Problem sehr belastet, sollten Sie vielleicht in eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe gehen und da alles ausführlich besprechen? Oft hilft das, die Dinge einzuordnen, vielleicht kriegen Sie auch weitere Ideen.

      Ich hoffe, Sie kommen weiter und finden viele entspannte Momente für sich und mit Emma, alles Gute
      Frauke Ostmann

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