Einschlafstillen und teils jede halbe Stunde wach

    • (1) 04.07.13 - 10:08

      Hallo,
      meine Maus und ich haben ein großes Problem, oder besser gesagt, mehrere.
      Sie kann nur an der Brust einschlafen und nur am Körper weiterschlafen. Deshalb sitze ich täglich etwa 4 bis 5 Stunden mit ihr im Arm auf dem Sofa. Abends gehe ich mit ihr ins Bett, stille sie, bis sie einschläft. Dann ist sie allerdings oft alle halbe Stunde bis Stunde wach. Das wird auch immer schlimmer, und so langsam gehe ich wirklich auf dem Zahnfleisch.

      Morgens ist meine Maus dann dementsprechend unausgeschlafen und knatschig, was dazu führt, dass wir nichts machen können - keine Kurse, keine Freunde besuchen, nicht die Oma besuchen, nicht spazieren gehen (ich trage, und im Mysol schläft die Maus nicht).
      Schläft sie an der Brust ein, lässt sie sich nicht ablegen, und wenn ich es doch mal schaffe, schläft sie eine halbe Stunde und ist dann wieder wach - mit dem Resultat, dass sie dann unausgeschlafen ist und den ganzen restlichen Tag rumknatscht.

      Langsam komme ich an meine Grenzen, und ich glaube, die Maus auch.
      Meine Ehe existiert praktisch nicht mehr als solche, denn Zeit für uns haben mein Mann und ich absolut nicht mehr. Wir können nicht einmal mehr diskutieren oder streiten, blöd gesagt, denn die Maus ist ja IMMER dabei.

      Wenn ich sie allein ins Bett lege, scheint sie - trotz Abendritual - nicht zu wissen, was ich von ihr will, spielt rum, turnt, und wenn sie dann gelangweilt ist, fängt sie an zu nöhlen und schließlich, wenn ich sie nicht stille, zu schreien.

      Ich weiß nicht weiter, denn schreien lassen kommt für mich keinesfalls in Frage.

      • Hallo,
        Wie alt ist deine Kleine? Meine ist viereinhalb Monate.
        Da man immer nur von völlig problemlos schlafenden Babys hört, wollte ich dir kurz schreiben.
        Ich kann dir nicht helfen, denn meine Maus ist genauso. Allerdings schafft sies nachts inzwischen 2 Stunden zu schlafen am Stück. Manchmal ist die erste Schlafphase sogar 3 Stunden. Anfangs ging nix ausser auf meinem Bauch schlafen, dann ging irgendwann eng neben mir und inzwischen geht auch im Beistellbett wenn ich sie vorsichtig nach dem einschlafstillen rüber lege. Auch dass braucht oft mehrere Versuche. Tagsüber schläft sie auf meinem Bauch oder Arm, wir sitzen dann halt auf der Couch. Ich denke sie braucht einfach diese Nähe und das gibt sich schon.. Wir machen allerdings Kurse, sie ist danach meist so müde dass sie prima im MaxiCosi schläft. Hast du das mal probiert?
        Lass dich drücken, du bist nicht allein mit dem Problem!!
        Julchen mit Maus auf dem Bauch

        • Danke für deine Antwort!
          Meine Maus ist knapp sieben Monate alt, und es wird schlimmer statt besser.
          Im Auto schläft sie manchmal, wenn sie sehr müde ist, aber sobald man stehenbleibt, ist sie wieder hellwach.
          Babyschaukel bringt auch nichts.
          Schnuller nimmt sie keinen, Finger auch nicht.
          Sich wegschleichen geht in den allerwenigsten Fällen (zum Beispiel jetzt gerade O.o), und wenn, ist sie nach 30-40 Minuten wieder wach und den Rest des Tages knatschig.

          Ein paar Monate lang ist das okay, aber wie gesagt, sie wird am 10. sieben Monate, und langsam geh ich am Stock! Ich erwarte ja nicht, dass sie ohne Brust einschläft, aber dass sie nachts vielleicht mal 2-3 Stunden am Stück schläft...

          • Ja das mit dem stehen bleiben kennen ich auch, rote Ampeln reichen da manchmal schon.. Aber 90 Minuten pekip z.b. sind so anstrengend, danach geht das schlafen prima.. Ich hab manchmal das Gefühl es ist an den Tagen an denen wir zuhause sind schwieriger mit dem Schlafen. Hab schon überlegt obs nur zuhause vielleicht schon zu langweilig wird und sie nur nicht müde genug ist...
            Wo schläft deine kleine denn nachts? Ginge im liegen stillen und so liegen bleiben? Hab ich ne zeitlang so gemacht auch wenn ich vorher nie wollte dass sie in meinem Bett schläft..

            • Das machen wir seit Geburt. Sie zappelt aber ca. jede halbe Stunde rum, wacht kurz auf, trinkt kurz und schläft wieder ein. Das Spiel geht seit sieben Monaten fast jede Nacht! Wenn ich extrem viel Glück habe, schläft sie mal 1,5 Stunden, ein paar Nächte lang hat sie auch mal durchgeschlafen. Aber die Regel, also sicher 95% der Nächte, schläft sie so wie oben beschrieben.
              Kurse machen wir auch, wenn wir denn dazu kommen - oft ist die Maus vormittags noch so müde, dass wir gar nicht erst ins Babyschwimmen o.ä. gehen brauchen.

              • Ohje.. Ich denke immer es wird sicher besser wenn sie älter wird. Aber deine Maus ist ja alter. Ich bin gespannt auf die Tipps der Experten und wünsch dir ganz viel Durchhaltevermögen weiterhin!!!

      Hallo Lichtundschatten,

      das ist klar, dass Sie bei diesen Tagen und Nächten auf dem Zahnfleisch gehen. Und deshalb würde ich sogar als erstes bei Ihnen ansetzen. Sie brauchen dringend Unterstützung und Beistand. Kann Ihnen Ihr Mann oder die Oma mal die Kleine für ein, zwei Stunden abnehmen? Und das am besten regelmäßig, d.h. am besten täglich, oder zumindest zwei bis drei Mal die Woche?

      Babys können wahnsinnig anstrengend sein - vor allem wenn man sie komplett allein betreut. So ist es ja eigentlich auch von Natur aus nicht gedacht - nicht umsonst gibt es das viel bemühte Sprichwort "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind groß zu ziehen"! Ein Baby in dem Alter (7 Monate habe ich aus der Diskussion entnommen), braucht viel Nähe, wacht häufig auf und will nachts noch Trinken. Auch wenn Ihr Kleines bestimmt eher zu den Anspruchsvollen gehört, ist das durchaus noch normal und Schreien lassen ist da - wie Sie schon sagten - bestimmt nicht die Lösung.

      Wenn Ihre Kleine mal ein, zwei (oder vielleicht drei) Stunden bei Ihrem Vater ist, kann es sein, dass sie merkt, dass sie auch solange auskommt, ohne an die Brust zu müssen. Auch wenn sie anfangs protestiert. Wichtig ist, dass ein Mensch, den sie gut kennt und der einfühlsam mit ihr umgeht, bei ihr ist. Das ist nicht "Schreien lassen". Und das könnte eine gute Gelegenheit sein, dass Ihr Mann und Ihre Tochter sich näher kennen lernen!

      Vielleicht denken Sie noch einmal darüber nach, was Sie oder Menschen in Ihrem Umkreis tun könnten, damit Sie Kräfte tanken können. Denn mit Sicherheit wird sich das Schlafverhalten Ihres Babys in absehbarer Zukunft verbessern.

      Beste Grüße
      Aylin Lenbet

      • Vielen Dank für Ihre Antwort!
        Dann ist also das Verhalten meiner Maus normal? Im Moment lernt sie übrigens extrem viel, sie beginnt zu krabbeln und versucht seit gestern, sich aufzusetzen; außerdem sieht man oben den ersten Schneidezahn.
        Was mir Sorgen bereitet, ist der Gedanke, ob sie evt. eine Schlafstörung davon entwickelt, wenn das noch lange so weitergeht?

        Mein Mann entlastet mich schon sehr; ohne ihn würde ich das, glaube ich, gar nicht schaffen.

        • Hallo

          Ich will dir mut machen, unser sohn war sehr, sehr ähnlich.
          er hat von Geburt an kaum geschlafen, insgesamt waren es 6-8stunden innert 24stundne.
          er hat nur in meinen armen geschlafen, meistens waren es 10-20 min am stück und dann wurde wider geweint.
          ich habe in der nacht zeitweise fast dauergestillt, so war er wenigstens mehr oder weniger ruhig, und ich konnt etwas "schlummern"
          oder mein wir sind stundelang mit ihm im tuch rumgelaufen.
          dabei durfte man keine sek. stehen bleiben, sonst weinte er sofort wider.

          einschlafen war immer eine Katastrophe, er hat sich so sehr dagegen gewehrt.
          mein mann und ich waren stark am Limit, damit mein mann überhaupt noch arbeiten konnte, schlief in einem anderen raum, und am Wochen ende durfte ich schlafen.

          so verginge das erste jahr, danach fing er an etwas länger am stück in der nacht zu schlafen. am tag etwas schlafen ging gar nicht, und einschalfen dauerte immer 3-5 stunden. obwohl er sehr müde war.
          es wurde erst besser, als wir es als so hinnahmen und nicht mehr mit ihm "gekämpft" haben.
          wir blieben bei ihm, hatten ihn in den armen, sangen ihm lieder vor, und wen einer von uns den nerv nicht mehr hatte ging diese Person aus dem zimmer und der andere ging zu ihm rein. bis er schlief. es kam oft vor das wir dabei selber einschliefen.

          ich weis nicht was anders war oder passierte, aber er fing auf einmal einfacher und schneller einzuschlafen.
          als er 21monate alt war, kam seine schwester auf die welt. da fing er mit einem Mittagsschlaf an, von sich aus, ohne das wir da was machten.
          und auch um diese zeit rum, war das Zubettgehen am abend viel einfacher., macht
          eine geschichte vorlesen, ein Hörspiel anmachen und wir konnten aus dem zimmer gehen.

          heute ist er 5 jahre alt, macht heute freiwillig einen Mittagsschlaf. er fragt nach dem essen richtig danach. "Mama darf ich nun ins bett schlafen gehen?" er müsste von mir aus nicht ins bett gehen, aber er will es so, und scheinbar braucht er es auch noch. den er schläft bis zu 2 stunden und wen ich ihn lassen würde, würde er noch länger schlafen.

          auch in der nacht schläft er sehr gut. er geht um 20.00 Uhr ins bett, schlafen tut er in der regel um 20.30-21.00 Uhr. kommt in der nacht irgendwann regelmässig zu uns ins bett, und schläft da weiter bis 7-8 Uhr. manchmal etwas länger.

          ich verspreche dir, auch wen es noch etwas dauert, irgendwann wird deine maus auch viel besser schlafen. man übersteht so etwas. aber trotzdem hol dir hilfe von freunden und oder Familie, damit du auch mal am tag etwas schlaf nach holen kannst.

          lg nana

    Unser Sohn war ähnlich, mit 8 Monaten begann er auch alle 30 min wach zu werden. Taggschläfchen waren auch nur 30 min, außer im Kinderwagen. Deshalb habe ich ihn jeden Tag 2 Stunden spazieren gefahren. Tagsüber auch nur Gequengel.
    Mit ca. 1 Jahr hat er dann auch mal 1-2 h am Stück geschlafen. Mit ca. 1,5 Jahren schaffte er auch mal 3 -4 h. Da habe ich dann Nachts abgestillt und seitdem wacht er zwar auch noch 1-2 mal auf, aber schläft gleich wieder ein wenn ich ihn tröste.
    Wir waren auch im SPZ und haben Ergotherapie wegen dem Schlafen (und Essen, das wollte er nämlich auch nicht) gemacht, aber dort empfehlen sie auch nur schreien lassen.

    Leider habe ich keine Lösung für Dich, nur dass Du versuchen musst durchzuhalten - denn es wird wirklich irgendwann besser.

    Auch das Gewöhnen an eine andere Person kann helfen, da klappt es manchmal besser als mit der Mama und im besten Fall wird es dann auch bei Dir besser.

    Schnuller nimmt sie wahrscheinlich auch nicht, oder?

    Eine Ergotherapeutin hat mal erzzählt, dass ein Kind es folgendermaßen geschafft hat: Nach dem Stillen sofort die Flasche mit Wasser anbieten. Wenn das klappt sofort nach der Flasche auf Schnuller umstellen. Und im besten Fall nimmt sie dann den Schnuller. War bei uns aber leider nicht der Fall.

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