5 Monate und schlechter Schläfer

    • (1) 11.06.15 - 11:38

      Hallo zusammen,

      nun muss ich doch mal mein Leid klagen. Mein Sohn ist 5 Monate und seit Geburt ein schlechter Schläfer.

      Tagsüber kommt er nur im Kinderwagen oder Ergobaby zur Ruhe. Sobald ich mich hinsetze oder stehenbleibe wird er wach. Die zweite Schlafvariante ist im Arm auf dem Petziball. Sobald ich ihn dann ablege hab ich da 10 Minuten um schnell aufs Klo zu rennen und mir ein Brot zu schmieren....

      Abends schläft er nur dann auf meinem Arm oder ich gehe um 19:30 mit ihm ins Bett weil ich mittlerweile keine Lust mehr habe alle 10 Minuten von der Couch aufzustehen und zu ihm rüber zu rennen.

      Nachts schläft er mit bei mir im Bett, kommt ca alle 2 Stunden an die Brust (ich stille voll bzw hab vor einigen Tagen mittags mit Brei angefangen). Ab 4 Uhr wirft er sich aber nur noch hin und her sodass für mich an Schlaf nicht mehr zu denken ist.

      Langsam geht's mir echt an die Nerven und durch sein Gewicht auch ordentlich auf den Rücken.

      Wie lernt er sich selbst zu berühigen? Den Schnuller lehnt er partout ab (ich probiers wortwörtlich jeden Tag!!!). Schreien lassen ist für mich keine Alternative...

      Er ist sonst ein fröhliches und aufgewecktes Baby. Sehr neugierig, hat sich mit 3,5 Monaten das erste Mal gedreht, hat seit 3 Wochen 2 Zähne und er immer recht "weit".

      Wie helfe ich ihm ohne Bewegung und Köperkontakt einzuschlafen und/oder weiterzuschlafen?

      • Liebe Noidea,

        so wie Sie Ihr Baby beschreiben, hört sich das nach einem ganz normalen 5monatigen Kind an. Ich weiß - das ist nicht besonders tröstlich, aber zumindest sind Sie nicht allein mit dieser Situation. So wie Ihr Sohn schläft, schlafen bestimmt 50% aller Kinder in dem Alter.
        Man kann sagen, Ihr Sohn hat sehr gut entwickelte Instinkte - früher war es für Babys überlebensnotwendig ihre Eltern eng an sich zu binden. Babys, die einfach einschliefen und dann tief und fest schlummertn, ohne dass sich ihre Eltern in unmittelbarer Nähe aufhielten, waren einfach viel gefährdeter in der freien Wildnis. Die Eltern konnten nachlässig werden, ihr Kind auf den Boden legen und "kurz mal" etwas erledigen gehen. Natürlich ist es heut zu Tage nicht mehr notwendig, sein Kind ständig mit sich herum zu tragen (früher waren es zudem mehrere, die sich diese Aufgabe geteilt haben) - unsere Umwelt ist ziemlich sicher. Trotzdem ticken die Kinder noch so. Und es tut ihnen nicht gut, diesen "Instinkt" wegzutrainieren.

        Dazu kommt, dass fünfmonatige Babys schon recht intensiv ihre Umwelt wahrnehmen und das alles nachts verarbeiten. Außerdem machen sie große Fortschritte in ihrer motorischen Entwicklung und üben die neu erlernten Bewegungen auch gerne in der Nacht. Das alles ist normal und gehört - aus Elternsicht leider - zum Babysein. Denn den Babys geht es ja mit dem Verhalten gut - wie Sie beschreiben, entwickelt sich Ihr Kleiner prächtig. Einigermaßen entspannt kann man ein Baby eigentlich nur in der Großfamilie aufziehen - leider entspricht aber die Großfamilie nicht mehr unserem Lebensmodell und daher müssen allein die Eltern diese Aufgabe bewältigen (und oft genug allein die Mütter...).
        Das selbstständige Schlafen - also das alleine Einschlafen und das Durchschlafen - lernen Kinder von ganz alleine. Ohne dass wir ihnen dazu etwas beibringen müssen. Das einzige was wir dafür tun müssen, ist, verlässlich für sie da zu sein und auf ihre Bedürfnisse zu hören.

        Aber was ganz klar ist - Sie brauchen Entlastung. Gibt es Großeltern, die Ihren Kleinen mal für ein paar Stunden abnehmen (und ihm abgepumpte Milch geben)? Können Sie sich ab und zu nachts, in der Phase, wo Ihr Sohn so unruhig ist, in ein anders Zimmer legen und Ihr Partner bleibt bei Ihrem Kind? Es sind schwere Zeiten, wenn man alles alleine wuppen muss. Da muss man sich Unterstützung organisieren, wo es nur geht.

        Noch ein kleiner Trost - auch wenn es nicht konkret hilft: es wird besser!

        Ich wünsche Ihnen viel Kraft und alles Gute!

        Viele Grüße
        Aylin Lenbet

        Der Text hätte von mir sein können. Leider weiß ich mir auch keinen Rat mehr. Bei uns ist es fast genauso, nur dass mein Sohn nicht im kiwa oder in der Trage schläft, nur beim stillen oder aufrecht auf dem Arm. Ich fühle mit dir und hoffe du bekommst hilfreiche Tipps wie das mit dem schlafen leichter wird.

        LG

        Hallo,

        auch ich kann dir leider keinen Tip geben, aber ich fühle mit dir.

        Mein Sohn ist fast 5 Monate und die Nächte sind ein Desaster.
        Wir haben auch schon diverses versucht,aber nichts brachte "Besserung".... Außer zu akzeptieren, dass es ist wie es nunmal ist.

        Ich sage mir immer wieder "irgendwann wird es besser"... Und das wird es ganz sicher :-D Als Pubertierende möchte er hoffentlich nicht mehr in den Schlaf getragen werden und seine Mami neben sich liegen wissen :-D

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