Fast 4 Jähriger jede Nacht Alpträume

    • (1) 02.05.17 - 22:31

      Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Mrin Sohn wird bald 4 Jahre alt, er war nachts noch nie ein guter Schläfer. Durchgeschlafen hat er 1 Mal in seinem Leben mit 7 oder 8 Monaten (19:30-5:30).

      Seit er 13 Monate ist wacht er jeden Abend 1-3 Stunden nach demzu Bett gehen auf und schreit/weint. Er beruhigt sich wieder wenn man zu ihm geht. Wacht dann aber immer wieder auf bis er in unserem Bett liegt. Hier schläft er ruhiger.

      Es ist auch ok, dass er zu uns kommt. Das ist nicht unser Problem.

      Nun wird er wie bereits gesagt bald 4 Jahre alt und es ist nach wie vor JEDEN Abend so, dass er 1-2 Stunden nach dem problemlosen Einschlafen anfängt zu weinen. Mal wäre das völlig verständlich und ok aber jeden Abend?

      Mein Mann und ich können abends weder ungestört einen Film sehen, noch kann ich beispielsweise in Ruhe duschen wenn ich abends alleine bin weil nein Sohn meist genau dann weint.

      Alleine aufstehen und zu uns ins Bett kommen macht er nie. Er muss immer geholt werden, sonst schreit er irgendwann noch mehr und weckt seinen kleinen Bruder im Nebenzimmer.

      Einerseits tut mir mein Sohn total leid, er ist sehr sensibel und verarbeitet vermutlich den Tag (Alpträume sind selten Monstern oä geschuldet) andererseits wissen mein Mann und ich einfach nicht mehr weiter.

      Würde mein Sohn nachts zu uns ins Bett kommen hätten wir absolut kein Problem damit. Aber es kann doch nicht jeden Abend einer von uns um neun mit ihm in unser Bett liegen (alleine schläft er hier nämlich auch nicht besser).

      Die Kinderärztin meint alles normal. Aber so langsam (nach bald 3 Jahren) möchten mein Mann und ich das nicht mehr als normal ansehen.

      Was können wir machen damit etwas Ruhe einkehrt?

      Vielen Dank und Entschuldigung für den langen Text.

      LG
      Miriam

      • (2) 03.05.17 - 10:45

        Guten Tag Miriam,

        ich kann gut verstehen, dass Sie das Bedürfnis haben mit Ihrem Mann auch wieder alleine Zeit zu verbringen und nicht jeden Abend mit Ihrem Sohn einschlafen zu müssen. Das ist absolut legitim und nachvollziehbar.

        Nun ist es so, dass Schlaf in bestimmten Rhythmen verläuft. D.h. nach einer oberflächlichen Einschlafphase kommt man in die etwas tiefere Traumphase und dann in die Tiefschlafphase und auf dem gleichen Weg wieder zurück bis man kurz aufwacht. Als Erwachsener hat man gelernt wieder einzuschlafen. Kinder müssen das erst lernen.

        Ich habe nach Ihren Erzählungen die Vermutung, dass bei Ihrem Sohn Folgendes eingetreten ist. Er hat gelernt, dass etwas passiert, wenn er in der Nacht aufwacht, d.h. dass jemand kommt, ihn zu sich holt, ihm Körperkontakt anbietet, evtl. mit ihm spricht und ihn beruhigt, usw.
        Die Aufgabe ist es nun mit ihm zu trainieren, dass er lernt auch alleine wieder in den Schlaf zu finden. D.h. ich würde Ihnen empfehlen dies in einem ersten Schritt mit ihm zu besprechen, was es gilt zu lernen. Es sollte ihm versichert werden, dass immer jemand da ist und dass er sich keine Sorgen zu machen braucht, dass Mama oder Papa aber nachts nicht mehr kommen werden zum einschlafen, sondern sich nach einem Ritual verabschieden und er dann wieder alleine einschlafen muss. Anfangs wird er protestieren, deshalb wäre es gut sich eine Zeit auszusuchen, wo Sie Urlaub haben, ein längeres Wochenende oder zumindest den nächsten Tag nicht so gefordert sind.

        Bedenken Sie, je klarer und konsequenter Sie dies durchführen umso schneller wird ihr Sohn lernen, dass es die Mühe nicht lohnt aufzuwachen und zu protestieren.

        Mit freundlichen Grüßen
        T. Köhler:-D

Top Diskussionen anzeigen