Ein- und wieder einschlafen mit Papa

    • (1) 08.06.17 - 08:38

      Liebe Nicola

      Begeistert habe ich gestern deinem Beitrag gelauscht und so meine Mittagspause verbracht. Danke für deine offene und liebevolle Art.

      Nun zu meinem Anliegen: unser Sohn (19 Monate) schläft abends nur bei mir an der Brust oder im Auto ein. Im Oktober, wenn er dann gerade zwei Jahre alt ist, bin ich ein Wochenende weg und Papa schaut für ihn. Wir wollten jetzt anfangen, dass ich einmal die Woche abends weg bin, damit Papa ihn in den Schlaf bringt. Der erste Versuch ist gründlich schief gegangen. Ich habe am Telefon Einschlaflieder gesungen, worauf der Kleine eingeschlafen ist, nach einer Stunde aber wieder wach wurde. Ich habe nochmals gesungen und er ist dann wimmernd eingeschlafen. Das hat Papa und mir das Herz gebrochen. Nun hast du in deinem Beitrag erwähnt, dass eine "Intensivzeit" lohnenswert ist, von 10-21 Tage, damit sich der Kleine daran gewöhnen kann. Ich möchte nicht, dass Papaeinschlafen negativ geprägt ist. Was schlägst du vor? Die andere Frage ist dann die Schlafbrücke. Papa hat den Kleinen früher ab und an in den Schlaf begleitet, aber die Brücken haben noch nie wirklich funktioniert. Meine Schlafbrücken sind Stillen oder Kuscheln/Zureden. Papa und Sohn haben ein sehr gutes Verhältnis.

      Vielen Dank für deine Rückmeldung & für deine tolle Arbeit.
      Jelelu

      • Liebe Jelelu,

        danke für deine lieben Worte und deine Frage! Ich verstehe deine Sorge. Gleichzeitig ist 2 Jahre ein Alter, in dem viele Kinder eine Einschlafbrücke auch mit Papa finden. Nur: Die müssen die zwei finden. Du am Telefon - das wird nicht funktionieren. Dein Sohn muss mit Papa seinen Weg finden, der von Dir unabhängig ist. Und wenn sie ein gutes Verhältnis haben, dann geht das auch.

        Wichtig ist die Haltung bei Papa: Mama ist nicht da, ja, das ist jetzt doof, ich sehe, dass du das doof findest. Jetzt komm, mein Sohn, wir beide schaffen das auch.

        Das kann erstmal anstrengend sein, aber es schafft oft eher ein starkes Band zwischen Papa und Kind (wenn er Papa emphatisch und präsent dabei sein kann). Und dann werden die zwei auch ihren Weg finden. Vielleicht ist das Singen. Vielleicht ist das Toben. Vielleicht ist das ein Spaziergang im Buggy um den Block. Es spielt keine Rolle, es muss nicht perfekt sein. Es ist erstmal nur wichtig, dass sie einen Weg finden und den dann ggf. modifizieren.

        Insofern könnt ihr nur üben, wenn du "wirklich" weg bist. Oft klappen diese Sachen nur, wenn sie klappen müssen. Und dann klappen sie gut. Ihr könnt also überlegen, ob du vorher nochmal richtig weg gehst. Oder ob ihr es drauf ankommen lasst, wenn die ernste Situation da ist, weil ihr eine "echte" Situation braucht.

        So wie du klingst, werdet ihr einen guten Weg finden.

        Herzlich,
        Nicola

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