Pucken im Babybett -ohne stillen nachts

    • (1) 08.06.17 - 13:05

      Ich muss mal dringend was fragen

      Ich pucke meine kleine - wird Samstag 7 wochen alt. Ich stille voll

      Abends 21 bis 21.30 stille ich sie eingepuckt. So schläft sie fest ein. Dann lege ich sie in ihr Bett. Später gehe ich ins Bett. Ihr beistellbett steht neben mir.

      Nun schläft sie dann bis 4 Uhr. Meistens aber auch 5 Uhr. Es gab Tage auch 6 Uhr . Also durchschnittlich so 8 Stunden stillpause.

      Sie schläft gepuckt in ihrem Bett.

      Und genau das soll falsch sein

      Psychisch gesehen. Sagt meine therapeutin. Ich mache eine Therapie aufgrund von Ängsten die das 1. Mal in der Schwangerschaft aufgetreten sind .

      Und heute sagte sie mir das es mein Kind krank macht und mich mit. Wenn ich nachts nicht stille. Aber es ist eigentlich von Anfang an so. Es hat sich so eingespielt. Zumal ich 4 Kinder habe und da finde ich es nicht Übel das meine Maus so unkompliziert schlafen geht und ich keine schlaflosen Nächte habe.

      Es wäre aber alles künstlich ( das pucken). Meine Maus würde dann nachts aus Angst weiter schlafen. Auch desozialisierung genannt. Meine Nähe würde fehlen.... ich soll das pucken lassen . Oder gepuckt in mein Bett legen. Oder ihr Bett weg lassen .....

      Ich habe da echt heute einen Dämpfer bekommen und möchte ja sicher mein Kind psychisch krank machen....

      Stimmt das alles so ?
      Ich mein sie ist traumatherapeutin. Redet immwr von Affen und anderen Völkern wie Afrika . . . Das pucken wäre prinzipiell falsch und würde nichts gutes bringen . ...

      Letztlich würden auch diese langen Pausen meinen eisprung fördern und auch Depressionen.....

      Ich stille voll.. tagsüber nach Bedarf

      Also fast alle halbe Stunde

      Stündlich .... unterschiedlich

      Ich bin durcheinander nun

      • Ich bin da jetzt nicht so der Experte.... aber soll das Pucken nicht die "Enge" im Mutterleib symbolisieren? Und das ist doch alles andere als künstlich. Natürlich kannst Du auch versuchen, sie ungepuckt schlafen zu lassen. Aber wenns ihr gepuckt besser gefällt, würde ich nen Teufel tun und das ändern. Und ich gehe davon aus, dass sich Deine Kleine "melden" würde, wenn sie mehr Nähe benötigen würde oder/und Hunger hat. Solang sie ruhig schläft - sich gut entwickelt - ist doch für alle Beteiligten alles in bester Ordnung.
        Jedes Baby ist anders - und auch wir Erwachsenen sind individuell. Unsere Madame mag die Enge z.B. gar nicht, schläft momentan mit ihren knappen 20 Wochen abends gegen 19.30 Uhr ein, bekommt zwischen 1 Uhr und 2 Uhr ne Flasche und schläft dann weiter bis ca 12 Uhr. Wir kennen es aber auch aus den ersten 12 Wochen anders: mit Schreien bis morgens um 4 Uhr und beginnend lange vor Mitternacht. Sie macht weder mir, noch der Familie, der Hebamme oder dem KiA den Eindruck, dass sie psychisch nicht auf der Höhe ist, weil sie nachts sehr viel schläft und das auch noch alleine im eigenen Bett und Zimmer.... Wenn das Deine Therapeutin hören würde, müsste sie ja in unserem Fall das Jugendamt informieren, da wir scheinbar die übelsten Rabeneltern sind #augen

        Es ändert sich doch immerzu was am Schlaf- sowie auch am Essverhalten.

        Und diese "langen Pausen" werden Dir - so ist meine Meinung - wohl eher zur Erholung dienen und somit Depressionen entgegen wirken

        Aber das ist halt meine Laienmeinung zu dem Thema

        • So seh ich das eben auch und konnte es nicht nachvollziehen. Sie ist ja selber Mutter und der Meinung alled was früher gelehrt wurde falsch sei und Hebammen von dem Thema eh keine Ahnung haben

          Babys fest in ein Tuch einzuwickeln, damit sie sich nicht bewegen können und dann besser schlafen, wird stellenweise empfohlen. Man stelle sich das aus einem evolutionären Gesichtspunkt vor: diese Methode bewirkt beim Baby eine sogenannte Erstarrungsreaktion, damit es nicht schreit und das Raubtier auf sich aufmerksam macht. Dabei werden Stresshormone (Hilflosigkeitshormon Cortisol) ausgeschüttet sowie Endorphine (körpereigene "Drogen"). Das bewirkt, dass das Kind die Belastung des Allein- und Ausgeliefert-Seins weniger merkt und evtl. weniger an Verlassenheitsangst leidet. Es "schläft lieber weg". Für Eltern angenehm, für das Kind mit negativen Folgen für seine Gehirnentwicklung, wenn dies oft passiert. Das Gehirn trainiert so die Dissoziation. Das Menschenkind lernt auf diese Weise, dass es sich bei Belastungen einfach "wegbeamen" kann- dadurch kann auch die Grundlage z.B. für eine spätere Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsstörung gelegt werden. Oder die Grundlage für Sucht, um nicht fühlen zu müssen. Das Kind gibt auf, verlernt, auf seine Bedürfnisse nach Nähe und Zuwendung aufmerksam zu machen. Es könnte sich ein unsicher - vermeidendes Bindungsmuster ausbilden. Dem gepuckten Baby fehlt aber besonders eins: die Nähe zur geliebten Bezugsperson. Das menschliche Bindungssystem ist so angelegt, dass das Baby in den ersten Monaten und Jahren sich nur wirklich wohl fühlt, wenn es Körperkontakt zu den wichtigsten Menschen hat, die für es sorgen. Das sollte in den ersten 18 Monaten in der Regel nur eine verläßliche primäre Bindungsperson und idealerweise die stillende Mutter sein.

          DAS IST EIN AUSZUG VON IHRER INTERNETSEITE ZUM THEMA SCHLAFEN
          IN SO ÄHNLICHER FORM MUSSTE ICH MIR DAS ANHÖREN

    Liebe Knuddeline 87,

    aus Traumtherapeutischer Sicht kann nicht nichts zu dem Thema sagen. Ich kann Dir aber sagen, dass Pocken an sich nichts "unnatürliches" ist, dass es aber in der Tag nicht gut ist, ein Kind über Stunden gepuckt zu lassen. Als Stillberaterin kann ich Dir sagen, dass eine so lange Stillpause bei einem so kleinen Baby auch nicht optimal ist, weil sie nachts Nahrung braucht. Ihr Gehirn soll ja jetzt gerade schnell wachsen!

    Wenn ihr nachts so wenig stillt, kann außerdem die Milchmenge sinken, nachts ist der Milchhormonspiegel am höchsten und der wird dann mangels Saugreiz nicht erreicht.

    Auch dein Eisprung kommt dann in der Tat schneller wieder, weil gerade das nächtliche Stillen hilft, ihn hinauszuzögern. Aber das ist je nach Frau auch sehr, sehr individuell, weil wir alle so gut ernährt sind, dass manche Frauen trotz Vollstillen gleich wieder schwanger werden. Also auf jeden Fall verhüten! Dass es Depressionen fördert, ist mir nicht bekannt.

    Sie schläft wahrscheinlich so lange, weil sie durch das Pucken in sehr tiefen Schlaf fällt - auch das wollen wir nicht, weil die Kinder dann für potentiell gefährliche Situationen nicht gut beenden können.

    Insofern ist es durchaus sinnvoll, ein unruhiges Baby zum Einschlafen zu pucken. Aber ich würde es nur eine begrenzte Zeit gepuckt lassen und auf keinen Fall die ganze Nacht.

    Herzlich,
    Nicola

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