Taschengeld

Hallo,

die Freundin meiner Tochter - beide 13 J.-erhält kein Taschengeld.

Angeblich haben die Eltern wenig..? Doch, wie ich gesehen habe, haben sie teure Handys und rauchen. Was sonst noch so abgeht, weiß ich nicht.

Diese Freundin hat sehr gute Schulnoten und ist ein nettes Mädchen.

Wenn sie uns besucht und beide Mädchen sich mal z.B. ein Eis kaufen wollen oder Kuchen, ist nie Geld da. Zum Besuch des Freibades hat sie letztes Jahr grad mal das Eintrittsgeld dabei. (2€)

Jedesmal dauert es Tage, bis sie uns das Geld wiederzurückgibt. Denn ich seh es aus Prinzip nicht ein, immer dazu zu steuern.

Was meint ihr, bringt es was , die Eltern zu fragen oder hinzuweisen, dass Taschengeld gezahlt wird? Oder was würdet ihr tun?

Danke euch. Lotta

Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie so ein Gespräch mit den Eltern »positiv« verlaufen könnte. Also viele Gründe, warum Eltern einem 13-Jährigem Kind kein Taschengeld geben, gibt es ja nicht: Entweder, weil die Eltern das für richtig halten (gibt dort schon die ein oder andere gute Begründung), die Eltern ein Teenie damit bestrafen wollen oder ganz einfach auch, weil das Geld in der Familie wirklich etwas klapp ist. Und wenn es wirklich der letzte Fall ist => glauben Sie denn, dass diese Eltern dann sonderlich viel Interesse daran haben, mit einer »fremden« Person über deren finanzielle Lage zu reden? Respektive, dass das Gespräch noch sinnvolle Bahnen nimmt, wenn Sie dann plötzlich mit »Aber sie rauchen doch auch und haben doch auch ein teures Handy…« kommen?

Was ich dort machen würde … ich denke mal, Ihre Tochter hat auch schon lange durchschaut, dass ihre Freundin dort finanziell mehr als knapp ist. Wenn das Mädchen also zu besuch ist … also aus der Eis-kaufen Geschichte gibt es drei Lösung: Entweder bezahlt ihre Tochter von ihrem Taschengeld halt auch das Eis der Freundin; die Freundin bekommt kein Eis und darf zuschauen oder ihre Tochter unterdrückt den Drang, dann in so einer Situation ein Eis zu wollen. Ich sehe hier also überhaupt kein Bedarf, wo ich als Vater etwas unternehmen würde, sondern, dass müsste mein Sohn alleine lösen - ich kann ihm da nur bei Helfen, welche der Drei Lösungen ich schon mal nicht so Gutheißen würde. Und wenn Sie die beiden zu einem Eis einladen: »Habt Ihr nicht Hunger auf einen Eis?«, finde ich es selbstverständlich, dass Sie dann auch beide Portionen bezahlen, unabhängig davon, ob die Kinder Taschengeld bekommen/haben oder nicht.

Auch sonst kann ich eigentlich hustinetten nur zustimmen: 13 ist ein Alter, wo die Kids selbst Taschengeld verdienen können. Da würde ich meine Hilfe dann eher anbieten: Also das Mädchen mal fragen, ob Sie weiß, dass sie das überhaupt schon dürfte, wie viel Geld sie dabei verdienen kann (vielleicht auch einfach, sie über Ihre Tochter zu fragen; ist ja einer 13-Jährigen wohl auch unangenehm, dort von einem Erwachsenen angesprochen zu werden, dass es ja nie Taschengeld hat); sie fragen, ob sie sich das vorstellen können und beim Finden eines »jobs« vielleicht sogar Hilfe bräuchte. Vielleicht hat ja auch Ihre Tochter Lust, sich etwas mehr Taschengeld hinzuzuverdienen, dann können die Beiden das doch zusammen machen und sich das Geld teilen; so können die jedes Wochenende 2-3 Stunden zusammen verbringen, ihr selbst verdientes Geld für Teenagerunfug ausgeben und ihr Eis-Problem löst sich doch eigentlich von selbst.

Hallo,

danke dir für die Antwort.

Ich werde das Mädchen mal fragen, wie es aussieht mit dem Zuverdienst.

Was sie meiner Tochter gegenüber aber schon des öfteren äusserte, dass ihre Schwester mehr zugesteckt bekommt und sie sich eher zurückgestellt fühlt.

O.K. Wir hören uns das an, kennen auch nicht genau die Hintergründe.

Aber mit dem Zuverdienst ist auch absolut eine gute Möglichkeit.

Danke. Lotta

Ich denke nicht, dass du den eltenr vorschreiben solltest, dass "Taschengeld gezahlt wird".

Wenn die Eltern die Prioritäten zweifenhaft festlegen, dann würde ich als erstes das Mädchen fragen, ob es Sinn macht, mit den Eltern zu sprechen bzw. ob sie das möchte. Möchte sie das aus verschiedenen Gründen nicht oder ist tatsächlich wenig Geld da, dann würde ich auch den Kuchen übernehmen, ohne das Geld zurück zu verlangen oder ich würde von von Anfang an nur Essen von zu hause mitbringen, um nicht in diese Verlegenheit zu kommen.

Auch solltet ihr eure Vorhaben bzw. die Ausgestaltung dieser Vorhaben schon ein bißchen auf die Freunde ausrichten. Ich verabrede mich z.B. nicht mit einer Freundin zum shoppen, wenn ich weiß, dass diese eigentlich das Geld dafür nicht hat bzw. bestehe dabei auf das teure Restaurant, obwohl ihr Geld eigentlich nur für Pommes reicht.

vg, m.

Hallo,

danke für deine Antwort.

Natürlich stellen wir uns auf die Freunde ein. Hier bei uns zu Hause gibts alles zu essen oder Süsses..
Das Mädchen stammt aus einem Nachbardorf und wird von den Eltern oft hier her in unsere Stadt gebracht zum Treffen mit Freunden.

Doch meine Tochter möchte eben auch nicht immer, dass sie Geld auslegt für die Freundin.
Die Mädchen gehen nun auch mal zum Geschäftegucken und es muß auch mal Geld mitgegeben werden, z.B. für ein Eis o.ä.

Oft genug hab ich es bezahlt. Bloß, ich finde, einem 13jährigen Mädchen kann man doch mal 1-2 mal die Woche 1-2 € mitgeben, oder?

Wenn die Familie z.B. zu MC Donalds fährt, wird unsere Tochter auch nicht mitgenommen.

Lotta

Wenn die Eltern kein Taschengeld bezahlen wollen, dann ist da eben so.

Mit 13 habe ich aber auch kein Taschengeld mehr bekommen, da habe ich jedes Wochenende Werbezeitungen ausgetragen und mir mein Geld selber verdient. Auch Babysitting, Hundesitting oder ähnliches wären in diesem Alter durchaus möglich.

Wenn wir andere Kinder mit auf Ausflüge einladen, dann sind sie aber auch eingeladen.

lg

Hallo,

meine Neffen und Nichten haben auch kein Taschengeld bekommen bzw. bekommen keins.

Handys haben sich die größeren von ihren Ersparnissen gekauft (Geburtstagsgeld von den Großeltern, als sie 17 bzw. 18 wurden.

Allerdings wurde/wird ihnen ansonsten alles wie Klamotten, Eis etc. bezahlt.

GLG

Hallo

Ich würde das knd auf keinen Fall auf Taschengeld ansprechen,

Wenn ich ein Kind einlade, dann rechne ich auch mit den "extra" kosten. Sprich, wenn wir ins Schwimmbad, Kindo, essen oder sonstwo hingehen, und ich ein anderes Kind eingeladen habe, weiss ich das ich für das Kind mitzahlen muss.

Meine Tochter weiss dann bescheid das es nicht soo viel "extra " gibt.. Z.B, bei Kino gibt es dann zwar popcorn, und was zu trinken, aber nach den Kino gehen wir kein Eis mehr essen.
Wenn wir ins Schwimbad ( strand) gehen, nehmen wir ein paar kleinigkeiten mit, und es gibt nur noch ne kleinigkeit dort. nicht essen gehen dabei..

Wenn es was teueres ist, und ich das Geld nicht habe für eine extra person, gebe ich meinen Kindern bescheid das wir an den Tag X leider nicht mit nehmen können, es sei denn sie zahlen selber.

Hatte damit bisher keine probleme.

Freundliche grüsse
Anja

Hallo Anja,

also : wir hatten schon zeitlebens eine Menge Besuch: wir als Erwachsene unsere Freunde und Familie. Ebenso unsere Tochter seit der Kindergartenzeit eine Menge kleiner Leute, auch zum Übernachten. Da sind wir echt großzügig, fast jedes Wo.ende einen Schlafgast.

Doch es ist so, dass sich die Mädchen in unserem Ort treffen zum Spazieren usw.
Da gibt es von uns keine Einladung.

Ich finde es generell so bei Freundschaften: man gibt und nimmt, es beruht alles auf Gegenseitigkeiten. Man kann also nicht davon ausgehen, dass immer eine Familie alles mit fremden Kindern unternimmt und bezuschußt und die anderen umgehen diese Sache mit: Haben keine Zeit o.ä.

Und ich bin bestimmt die Letzte, die mal ein Eis oder Cola ausgibt.

Bloß bei manchen Leuten habe ich den Eindruck, sie fahren auf dieser Schiene.:
Bloß zusehen, dass sie von Leuten finanziert werden.
Das mußte ich leider schon öfter erfahren.

Leute meinen , dass wir mehr Geld haben, weil wir vielleicht ein größeres Auto fahren oder bessere Klamotten tragen. Aber dass wir unser Geld einfach anders einteilen, das wollen sie nicht glauben.

Auch , wenn man wenig Geld hat, kann man mit oder für die Kinder einen Kuchen backen oder eine Brause zu Hause spendieren.

LG Lotta

P:S: Ihr habt doch sicher auch mal Kollegen oder Freunde gehabt, die nur nassauern, denke nicht, dass ihr das ewig mitmacht?..

Hallo Lotta12

Ich kann dich schon verstehen, leider gibt es immer wieder solche Leute..

Aber das kind würde ich (als erwachsene) nicht drauf ansprechen.

Dann nehme ich das Kind nicht mehr mit, und schicke es auch nach Hause wenn Mittagszeit oder so ist.

Und mache nur noch einladungen, wenn ich es persönlich so will.

Ist halt traurig wenn die beiden Freundinen sind...

Liebe grüsse

Warum sie gar kein Geld bekommt ist schon fragwürdig, vielleicht haben sie ja wirklich kein Geld mehr #kratz

Ich habe zwar auch nie Taschengeld bekommen, dafür aber Geld, wenn ich es gebraucht habe. Also wenn ich mal Geld gebraucht habe und auch einen guten Grund hatte, dann habe ich das Geld bekommen.

würde WENN ÜBERHAUPT erstmal fragen,ob es überhaupt stimmt,dass es kein taschengeld gibt#gruebelviele (!) pubis spinnen der welt gern einen zurecht,zuhause bemerkt man teils davon nix,da spielen sie heile welt.
klar ist es easyer,sich in der welt durchzuschnorren und taschengeld für andere dinge auszugeben... WER raucht und hat dicke handys? die eltern?
die mädels haben doch garantiert auch ihre smarths...;-)

Hallo,

stimmt, ein teures Handy hat das Mädel und deswegen wundert es mich auch, dass sie kein Taschengeld erhält.
Meiner Tochter, als beste Freundin, erzählt sie das. Aber ich glaub es. Denn egal, ob in der Schule, wenn eine Freistunde ist oder nach dem Unterricht, immer hat sie keinen Cent in der Tasche. Es heißt immer von meiner Tochter, wenn Not am Mann ist und sie Durst hat:
Ich habs ausgelegt.#kratz

Wenn meine Tochter unterwegs ist, und sowieso wie diese von außerhalb, auch mal länger am Nachmittag 2mal pro Woche, hätte sie wenigstens 1-2 € dabei.

Das Mädel bekommt früh ihre große Brotdose mit und eine große Flasche Trinken. Das muß wahrscheinlich nach Ansicht der Eltern bis 18 Uhr reichen.

Lotta

ich gebe meiner tochter auch nur brot und flasche trinken mit zur schule...weil ich erwarte,dass sie tgl.nach der schule erstmal zuhause ankommt,anstatt "irgendwo" hinzugehen. man weiss nicht bescheid,also lieber mal doch die eltern fragen, wie das da so gehandhabt wird, oder halt nix mehr leihen. wenn meine tochter zum beispiel sich ständig wo was leihen würde , müsste ich das auch irgendwann zurückzahlen. welches jugendliche kind würde das nicht ausnutzen? wenn aber nichts mehr geliehen wird, weiss die jugendliche eher bescheid,... (vllt.drücke ich mich doof aus,ich stille noch.sorry;-))#winke

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Wie bereits von einigen gesagt, ist es am sinnvollstenm, wenn du mal das Mädchen darauf ansprichst und fragst, wie sie das eigentlich so findet. Der nächste Schritt wäre dann, dass das Mädchen mal mit ihren Eltern redet. Ich würde es wie du auch nicht einsehen, der Freundin immer alles auszulegen ;-)

Danke Patrick.:-)