Ich weiß nicht mehr weiter - Pubertät????

    • (1) 14.03.16 - 12:10

      Ich weiß einfach nciht mehr weiter. Meine Tochter ist 12 Jahre alt und lebt bei mir und meinem Freund, mit dem ich seit 2 Jahren zusammen bin. Es ist nach der Scheidung 2008 der erste Partner, der richtig auf meine Tochter eingeht und sie mochte ihn immer gut leiden. Er selbst hat auch zwei Töchter, die 6 jährige ist regelmäßig jedes zweite WE bei uns, die große sehen wir leider nur selten. Mit der kleinen hatte meine Tochter immer mal Reibungspunkte, weil sie auch nicht so einfach ist und ziemlich verwöhnt ist von ihrer Mutter und Dinge durfte, die meine Tochter nie durfte. Seit September 2015 haben mein Freund und ich ein Haus zusammen gekauft, ich habe das Gefühl, seitdem hat sich etwas in meiner Tochter getan, obwohl ihr Umfeld gleich geblieben ist - gleicher Bus, gleiche Schule. Seit Anfang des Jahres hat mein Ex-Mann, mit dem ich ein gutes Verhältnis habe, seine erste neue Freundin nach mir 2008 - die Mutter ihrer Freundin aus der Klasse. Und jetzt auf einmal hasst sie meinen Freund - obwohl nichts vorgefallen ist. Sie wirft mir vor, ich würde sie nicht mehr lieben, weil ich an den freien Wochenenden auch mit meinem Partner verreise und schöne Dinge unternehme. Sie ist total eifersüchtig auf ihn und alles was wir machen. Selbst dass ich mit ihm in einem Bett schlafe stört sie. Sie kommt jeden Abend ins Schlafzimmer und sagt mir einen anderen Grund, warum sie nicht schlafen kann, weil sie Stefan und meine Zweisamkeit nicht erträgt. In einem Chat mit ihrem Vater habe ich gelesen, dass sie nicht mehr bei mir leben möchte und ich sie nicht mehr lieb habe, was doch nicht stimmt. Ich bin einfach ratlos, habe Angst, meine Tochter zu verlieren. Wir unternehmen immer ganz viele Dinge miteinander - all das sieht sie nicht. Und ihr Vater, der nie etwas mit ihr unternommen hat, außer jetzt, wo er wieder eine Partner hat, wird in den Himmel gelobt. Alles was wir tun bedeutet nichts - ob wir zusammen ausreiten gehen, ins Kino, shoppen - egal. Wie soll ich mich ihr gegenüber verhalten??? Am liebsten wäre ihr, wenn ich alleine und nur für sie da wäre, aber ich werde mich nicht von meinem Partner trennen. Meint ihr, es gibt zusammenhänge mit der neuen "Traum-Patchwork" meines Ex-Mannes??? Ich habe ihr nur Wochenenden mit einer nervigen 6jährigen und meinem Partner zu bieten. Bei meinem Ex bekommt sie ihre Freundin als "Schwester" und eine neue "Mama". Fühle mich wie eine Rabenmutter.

      • Deine Tochter wurde gleich doppelt als Nummer eins "entthront".
        Vater UND Mutter haben neue Partner - und damit muss sie sich wohl erstmal abfinden.
        Mein Vorschlag wäre, falls das möglich wäre:
        Könnt ihr euch zu viert - also Eltern mit beiden neuen Partnern mit dem Kind an einen Tisch setzen und mir ihr reden "wie fast mit einer Erwachsenen"?
        Dass ihr als Eltern sie weiterhin liebt und für sie da seid - aber ganz sicher nicht mehr zusammen kommen oder eure neuen Partner verlassen werdet, nur weil ihr das nicht gefällt. Wenn man hier den richtigen Ton trifft, könnte es klappen. Liebevoll, aber auch bestimmt.
        Sie ist 12 und kein Kleinkind mehr - vielleicht auch daran appellieren.
        Ich habe das mit meinem Sohn ja auch durch - er war damals 7 bei der Entthronung - und es war schon sehr schwierig - er reagierte dann mit Schulverweigerung (nach heutiger Sicht - damals sahen wir das nicht so, auch nicht die Lehrer)
        LG Moni

        • Hallo fruechenomi,

          entthront ist wirklich der richtige Begriff. Ich bin gestern seit zwei Jahren mit meinem Freund zusammen, es war immer wunderschön, unsere kleine Patchwork-Familie. Und jetzt erst ist es so gekommen. Vielleicht, weil auch alles so viele Erlebnisse waren. Wir haben im September ein Haus gekauft, Umzug, Papa neue Freundin. Noch dazu bekommt sie zwei mal die Woche Nachhilfe. Anstatt es als Hilfe zu sehen, sagt sie: "Sie ist das dümmste Kind der Welt und niemand liebt sie" :-( Ich wünsche mir, dass diese Phase ganz schnell wieder vorbei geht. Gestern ist es eskaliert, dass ich sie zu ihrem Vater hab gehen lassen. Vielleicht tut eine Trennung auf Zeit beiden gut, um wieder zueinander zu finden.

      (4) 14.03.16 - 19:03

      Ich finde es auch wichtig, mit ihr ins Gespräch zu kommen und ihr vernünftig klar zu machen, dass Partnerliebe nix mit Kinderliebe zu tun hat und das eine dem anderen niemals etwas wegnehmen kann.

      Das einzige was du dir evtl. mal überlegen solltest ist:

      Zitat: Ich habe ihr nur Wochenenden mit einer nervigen 6jährigen und meinem Partner zu bieten. Bei meinem Ex bekommt sie ihre Freundin als "Schwester" und eine neue "Mama".

      Müsst ihr die WE immer so timen, dass entweder beide Kinder, dein 12-jährige und die Kleine da sind oder gar keine? Vielleicht auch einfach mal zwischendurch mal ein Einzelkindwochenende anbieten? Das tut mit Sicherheit mal gut!
      Ich habe 2 Töchter, die fast 8 Jahre auseinander sind, klar machen wir viel zusammen aber auch mal ganz bewusst was nur mit einer, die Interessen bei soviel Altersabstand sind schon weit voneinander entfernt!!!
      LG

      • (5) 15.03.16 - 08:31

        Hallo clapmama,

        das mit den verschiedenen Wochenenden habe ich ihr auch schon angeboten, dass wir zwei Wochenenden bei uns machen, zwei beim Papa, dann hätte sie uns ein Wochenende allein und eins mit Stella. Auch das will sie nicht, sie hat Angst, etwas zu verpassen, dass wir mit Stella tolle Sachen machen und sie nicht dabei ist. Ihre Antwort war: ich lasse mir meine Wochenenden nicht kaputt machen durch sie. Gestern ist die Situation richtig eskaliert und ihr Vater hat sie abgeholt :-( ich habe die ganze Nacht durchgeweint. Sie sagt, sie hasst meinen Freund. Ich hab nach Gründen gefragt, und sie schrieb: Er macht mir immer Geschenke und gibt beim spielen an. Und dann eben, dass ich mit ihm auch bei König der Löwen war, wo ich mit ihr auch war vor ein paar Jahren. Sie setzt sich mit ihm auf eine Stufe und kann Partnerliebe / Kinderliebe nicht differenzieren. Sie hat im Kopf, ich liebe sie nicht - anderes zählt nicht. Bin einfach nur noch traurig, ganze Nacht geweint, es war innerlich für mich, als wenn ich sie verloren habe.

        • Die Situation ist schlimm, ganz ohne Frage - aber bitte mach Dir nun nicht laufend Vorwürfe oder gib zuviel nach. Wie ich schon schrieb, das Mädchen ist zwölf und kein Kleinkind mehr. In zwei Jahren spätestens schielt sie schon selber nach ihrem ersten Freund. Das würde ich ihr genauso sagen, wie sie es dann finden wird, wenn Du ihr den sofort madig machen oder verbieten willst. Ich bin sicher, dass ihr schon jetzt der eine oder andere Junge ihrer Klasse o.ä. gefällt. Versuche mal ein Gespräch auf die Ebene "von Frau zu Frau" zu bringen, das auch so sagen.....Das klappt ja manchmal sogar schon bei meiner 9jährigen Enkelin. Heb sie ruhig mal von der Kindchen-Ebene da hoch - den Versuch ist es wert und ihr auch sagen - Mensch mit dir kann ich doch anders reden als mit einem Kleinkind - oder etwa nicht?
          Es KÖNNTE klappen, dass man sie da an ihrem Stolz packt. Trotzdem aber unmißverständlich klarmachen, dass man den Partner wegen ihr sicher nicht auf den Mond schießen wird.
          Ist nicht einfach und ich hoffe sehr, dass Dein Exmann und seine Partnerin mitzieht, das wäre natürlich am besten.
          LG Moni

        • (7) 15.03.16 - 11:59

          Das ist eine ganz verfahrene Situation bei euch zur Zeit. Ich glaube ihr wohl, dass sie sich unglücklich fühlt, gerade in der Pubertät sind Enttäuschungen und (gefühlte) Zurücksetzungen ein Gefühl was alles andere überstrahlt und zu tiefem Unglück für sie führt. Andererseits merkt sie aber auch nur zu gut, welche Macht sie über dich hat, dass sie dich mit ihren Gefühlsausbrüchen selber richtig, richtig traurig macht und sie probiert aus, wie stark sie wohl wirklich ist, was sie, im Härtefall wohl alles bewirken könnte.
          Denn alle die Dinge, die sie dir nennt, sind Dinge bei denen sie nicht zurückstecken musste, im Gegenteil, sie hatte die schönen Erlebnisse (König der Löwen) schon vor deinem Freund gemeinsam mit dir. Daher brauchst du vor allem kein schlechtes Gewissen haben!!!
          Ich sehe es ähnlich wie frühchenomi, versuche ihr mal klar zu machen, dass es "andere" Beziehungen gibt und dass auch sie in einiger Zeit solche eingehen wird.

          Frag sie mal, was sie davon hielte, wenn sie mit ihrem Freund ins Kino geht und du ihr dann heulend eine Szene machst, weil du nicht mit "darfst". Oder sie bekommt Geschenke und du würdest deswegen rumzetern.
          Versuche mal, wenn ihr relativ ruhig reden könnt (ohne Kreischorgien vorher) ihr das relativ plastisch vorzuspielen. Vielleicht, wenn du Glück hast und sie hat einen einsichtigen Tag (auch das kann mal in der Pubertät vorkommen) sieht sie es etwas ein.
          Und glaub mir eins, der Papa mit der neuen Freundin verliert auch den Reiz, wenn sie da öfter ist, dann machen auch diese beiden Dinge, die ihr nicht in den Kram passen und sie wird auch da das Gleiche versuchen und glaub mir eins, auch eine sehr tolerante Frau lässt sich das auf Dauer nicht von einem "fremden" Kind gefallen.
          Es ist nicht einfach mit Pubis, und in eurem Falle ganz besonders nicht. Das eine Kind ist einfacher und weniger eifersüchtig, das andere Kind wittert überall eine Zurücksetzung.
          Ich hab von beiden Fällen eine und unsere Kleine ist granatenmäßig eifersüchtig, die muss ich so oft bremsen und ihr erklären, dass sowohl die Bedürfnisse, die "Rechte" und auch die Beziehung zueinander Unterschiede erfordern, wenn die eine Tochter 8 Jahre älter ist als die andere, dass ich gut nachvollziehen kann, wie es in so einem viel komplexeren Fall, wie bei euch, eskalieren kann.
          Gute, gute Nerven wünsche ich dir!!!

    Huhu
    Ich denke auch das was meine vorschreiberinnen dir raten ist eine gute Sache, eben wie sie es finden würde wenn du ihr den Freund schlecht reden würdest, dazu würde ich dir noch raten ihr auch mal ganz bewusst zu sagen was ihr Verhalten und ihre Aussagen mit dir machen. Zeig ruhig Gesicht. Das es dich sehr verletzt und dich sehr traurig machst. Mach ihr klar das es dir so weh tut, eben weil du sie liebst. Denn wäre dies nicht so würdest du nicht leiden. Das kann sie ruhig wissen du kannst auch dazu stehen das dir die Tränen geflossen sind in der Nacht, weil du sie vermisst. Sag ihr zur not wenn sie gar keine Einsicht zeigt dass du dann eben akzeptieren wirst das sie bei ihrem Papa ist. Ich weiss das fällt schwer aber sie muss dann halt erleben, dass bei Papa auch irgendwann Alltag einkehrt und das sie auch mit ihrer "Schwester" mal aneckt. Vielleicht bringt es auch was ihr zu erklären, dass dein Partner auch traurig ist, weil sie so über ihn spricht und das Verhältnis sich so geändert hat. Als 12 jährige darf sie ruhig wissen und erkennen das ihr Verhalten Spuren hinterlässt. Und es ist auch keine Schande als Mutter zu zeigen dass man verletzbar ist. Nur du solltest weiterhin klar dabei bleiben das dein Partner an deiner Seite bleibt und du diese Beziehung nicht aufgeben wirst du hast auch ein recht auf einen Mann an deiner Seite. An der Liebe zu deinem Kind ändert sich ja nichts.

    Kannst ja mal berichten wenn du magst wie es bei euch weiter gegangen ist.

    • So, das Wochenende ist rum. Cara wollte Freitag zu uns (eigentlich nur zu mir wie sagte) kommen und das Wochenende zu Hause verbringen. Die kleine Stella war auch da. Wir hatten auch ganz gut Programm und das Wochenende verlief soweit auch ganz gut - relativ harmonisch. Bis ich gestern auf dem Ostermarkt ihr verwehrt habe, ihr ein zweites Plüschtier zu kaufen, weil Stella auch zwei bekam, und dann wollte sie wieder zu ihrem Papa. Den Zahn habe ich ihr allerdings gezogen und ich habe ihr gesagt, dass ich das nicht mit mache und ihre Weglauferei nicht unterstütze. Sie lebt bei mir und deshalb bleibt sie auch, weil es unser Wochenende ist. Ich hatte auch einen Termin bei der Erziehungsberatungsstelle Freitag früh. Ich zeigte ihr unseren Dialog von Whatsapp und sie sagte, ich muss mich ändern. Ich schwebe mit ihr auf einer Stufe - sie sieht mich als Freundin an, nicht als Mutter, die man respektiert. Ich sollte durchgreifen und ihre Spiele nicht mit machen. Aber ich finde es sehr schwierig, hart zu bleiben, wenn das Kind sich nicht geliebt fühlt. Aber am Wochenende war es schon ein kleiner Anfang, dass ich ihr nicht noch das zweite Plüschtier gekauft habe bzw, ihr nicht ihre Kontokarte gegeben habe. Die Beraterin sagte auch, wir sollen ihr ganz bewusst unsere Beziehung vorleben - sie darf nicht bestimmen, wie ich mein Leben lebe und mit wem - solange keine ernsthaften Gründe vorliegen würden, dass sie hasst (Gewalt oder schlechtes Verhältnis, was sie ja nicht haben eigentlich). Ach, ist das alles schwierig und zum verzweifeln. Ich werde das jetzt alles bei ihr nicht mehr so thematisieren, sondern einfach Leben - sie muss eben mitziehen und ich werde auf ihren Stress auch nicht mehr weiter eingehen. Ruhig und sachlich meine Meinung sagen und es dann so stehen lassen.

      • (10) 21.03.16 - 14:58

        Ruhig und sachlich seine Meinung sagen und es dann so stehen zu lassen funktioniert aus meiner Erfahrung wirklich prima, wenn dies für alle Beteiligten gilt - also auch für die Meinung der Kinder, die aufgrund ihres Alters dann noch nicht so ruhig und sachlich ausfällt.

        Stella hatte 2 Stofftiere bekommen, Cara nur 1, was sie ungerecht empfand. Anstatt das als durchaus gerechtfertigte Meinung anzuerkennen und so stehen zu lassen, habt Ihr beide irgendwie ein großes Fass aufgemacht und seit wieder beim Umzug zu Papa gelandet.

        Das sie sagt das sie sich nicht geliebt fühlt scheint ihr Argument zu sein um bei dir den schlechte Gewissen Knopf zu drücken. Ich gebe der Erziehungs Beraterin recht indem sie sagt das du nicht die Freundin deiner Tochter bist sondern ihre Mutter und du auch nicht dein Leben nach ihr komplett ausrichten solltest, sie gehört genauso zu deinem Leben wie dein Partner. Kinder gehen irgendwann ihre eigenen Wege und leben ihr eigenes Leben und dann sollte man als Mutter nicht das Gefühl haben das eigene Leben an den Nagel gehangen zu haben. Solange du dir sicher bist ihr deine liebe zu zeigen und ihr das auch immer mal wieder sagst, musst du sie halt bocken lassen. Ich weiss ich werde auch an diesen Punkt kommen und meinem Kind sagen, wenn du meinst das bei Papa alles besser ist, dann musst du deine Erfahrungen machen. Hast du denn mal mit deinem ex Partner über dieses Problem gesprochen? Denn ihr habt ja doch ein gutes Verhältnis, vielleicht kann er auch mit seiner Tochter reden und ihr klar machen das du auch recht hast auf eine Beziehung.

(12) 21.03.16 - 14:43

Du bist erst seit 2 Jahren mit Deinem Freund zusammen. Ihr seit meines Erachtens also noch ganz am Anfang Eurer Patchwork-Beziehungen und in dieser Zeit ist schon viel passiert für Deine Tochter: neuer Partner, neue Stiefgeschwister, neues Haus, neue Partnerin. Und von all diesen neuen Dingen hat Deine Tochter nicht nur profitiert, sondern Ihr wird auch sehr viel Verständnis für die Befindlichkeiten anderer Menschen abverlangt, mit denen sie eigentlich wenig zu tun hat.

Du hast geschrieben, dass Ihr Unmut zeitlich evtl. mit dem Hauskauf zusammen fällt. Mit dem Haus ist Eure Partnerschaft sozusagen in Stein gemeißelt worden. Nun spekuliere ich mal: Hatte sie vorher das Gefühl, dass Du immer für sie da bist und auch zu ihr halten wirst, falls es zwischen Deinem Partner und ihr kracht, könnte sich ihr Gefühl nun gewandelt haben. Denn jetzt ist da dieses Haus, welches Eure Partnerschaft untermauert und nicht so schnell aufgeben werden kann ... Hinzu kommt vielleicht, dass auch Dein Partner sich ihr gegenüber verändert hat, denn am Anfang von Patchwork sind neue Partner durchaus noch verständnisvoller und geduldiger als üblich.

Ich würde ebenfalls Gespräche mit ihr suchen. Dass sie Verständnis für alle anderen haben muss, ist ihr wahrscheinlich hinlänglich bekannt, denn das bestimmt ja in einem gewissen Sinne jetzt schon ihren Alltag. Daher würde Ich das Gespräch unter 4 Augen mit ihr bevorzugen und über ihre Gefühle mit ihr sprechen und möglichst Verständnis für ihre doch komplexe Situation zeigen. Und ich würde versuchen, mehr mit ihr alleine oder in ihrem Sinne zu unternehmen, soweit das möglich ist.

Zusätzlich würde ich ein Gespräch mit dem Vater suchen, um einen Umzug zumindest theoretisch vorzubereiten, damit das dann nicht aus heiterem Himmel plötzlich auf Euch zu kommt. Demnächst kann sie entscheiden, wo ihr Lebensmittelpunkt liegt, und sollte sie sich für den Vater entscheiden, wäre es doch besser, wenn es einen sanften Übergang für alle geben würde, oder?

Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr alle bald wieder ruhig schlafen könnt.

(13) 31.03.16 - 11:43

Hallo,

"Entthronung" finde ich auch sehr passend.

Und 12 Jahre ist ja dazu auch noch ein ganz schweres Alter. Anfang der Pubertät und wird erstmal nicht besser. Die Kinder/Jugendlichen fangen ja an sich erstmal selbst zu suchen und leiden oft unter ihren eigenen hormonellen Schwankereien.
Leider führt das ja auch noch oft zu Frustphasen, "Depression", wie auch immer.

Vielleicht weiß sie selber eben nicht, wohin sie gehört und jeder hat einen Partner, nur sie hat "nichts" mehr also evtl. für ihr Empfinden eben).

Meinst du, du könntest mit ihr offen sprechen? Oder macht sie dann dicht?

Lebt ihr denn weit auseinander? Was wäre, wenn sie wirklich zu deinem Ex zöge?

Hm, schwierige Situation (die sich aber auch in dem Alter schnell wieder ändern könnte).

Zumindest würde ich weiterhin natürlich versuchen, ihr klar zu machen, daß sie geliebt wird, logisch.

Ich lese gerade "Jugendjahre" von Remo Largo. Vielleicht hilft dir das auch ein wenig zu verstehen, was sich in dem Alter so im Kopf abspielt und wie die Eltern (und auch warum) nun anders von den Kindern gesehen werden.

LG
ayshe (mit ebenfalls knapp 12-jähriger Tochter)

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