17 jähriger Sohn......schwierige Situation

    • (1) 30.06.16 - 13:06

      Hallo zusammen,

      würde gerne was los werden und hoffe vielleicht auf ein paar nette Sätze und Ratschläge.

      Damals war ich schon von meinem Ex getrennt als ich erfahren haben, das ich schwanger bin. Kind bekommen und mein Leben gemeistert.

      All die Jahre war mein Sohn alle 2 Wochen eine Nacht beim Vater. Sommerferien so gut
      wie gar nicht.

      Egal was ich all die Jahre getan haben, sein Vater war immer der Beste.

      Klar, da gab es auch ein IPad und IPhone, das gab es von mir nicht. Immer Spaß die 2 Tage die er dort war. Aber ansonsten hat sich der Vater aus seinem Leben raus gehalten.
      Mein Sohn wurde immer schwieriger. Damit meine ich :

      ER NIMMT SICH EINFACH ALLES WAS ER HABEN WILL!!!!!

      Egal wem es gehört. Geld, Parfüm, Süßigkeiten, einfach alles.

      Schule war auch uninteressant. Schwänzen stand an. Daraufhin habe ich ihm das WLan
      eingeschränkt.

      Was macht er??? Hat mir in einem guten Moment ein Hacker Programm auf meinen Pc
      gespielt um an alle Passwörter ran zu kommen. So hat er sich wieder uneingeschränkten Internetzugang eingestellt.

      Als ich das heraus bekommen haben, nahm ich ihm seinen Pc weg.

      Er wurde sehr körperlich, so dass mein Freund dazwischen gehen musste.
      Nunja, was soll ich sagen. Es war ein ganz schlimmer Tag für mich.
      Er hat daraufhin seinen Vater angerufen, der dann auch vorbei kam.
      So ist es gekommen, das er jetzt 2 Jahre bei seinem Vater gelebt hat.
      Leider muss dort auch einiges Vorgefallen sein, denn die Polizei hat mir meinen Sohn
      vor ein paar Wochen wieder nach Hause gebracht.

      Ich habe ihn wieder aufgenommen. Nicht ohne nochmal klare Regeln zu formulieren.
      Kaum ist er wieder da, verschwindet mein Geld.

      Wenn man ihn zur Rede stellt, war er es natürlich nicht. Wird schnippig, das ich ihm das
      erstmal beweisen muss.

      Ich weiss nicht weiter. Mein Herz schreit ihm alles weg zu nehmen und so zu bestrafen.

      Mein Kopf weiss, das das nach hinten gehen würde.

      Steckt jemand auch in so einer Situation?

      Bin echt verzweifelt

      P.S. Falls die Frag aufkommt, ja, er bekommt Taschengeld.
      60 € hat er am Anfang es Monats bekommen

      • (2) 30.06.16 - 18:34

        Alles an Geld wegsperren, so dass er nicht mehr dran kommt. Wird ihn ja kaum stören, wenn er sich kein Geld ungefragt nimmt, oder? ;-)

        Was sagte die Polizei denn, warum sie Dir den Sohn wieder bringen? Wollte der Vater ihn auf die Weise rauswerfen oder wurde er aufgegriffen?

        • Wir leben in unserem Haushalt wegen genau diesem Problem bargeldlos... sie finden dennoch andere Wege um an Geld zu kommen.
          #aerger

          • Ja, aber er kann Dir Dein Geld nicht mehr wegnehmen. Ich finde das eine ziemlich heftige psychische Belastung, wenn einen das eigene Kind beklaut.

            Machen ja einige Kinder mal und wenn sie erwischt werden oft nie wieder. Aber als Dauerzustand ist das Wegschließen des Geldes doch besser, als diese ständigen Enttäuschungen.

            • Ja klar wir hatten die Spardosen auch weggeschlossen und dann hat er sich meinen Autoschlüssel an dem der Zimmerschlüssel war in dem die Spardosen sind und hat sich weiter bedient.
              Jetzt hat mein Mann ihn verwahrt.

              Unser Kind macht weder halt vor unseren Spardosen oder den Spardosen seiner Geschwister noch vor unseren Geldbörsen

              jetzt leben wir Bargeldfreí und wenn er Geld braucht muss er das mindestens einen Tag vorher anmelden, sonst gibt es nichts (außer seinem monatlichem Taschengeld natürlich).

              Bisher hat uns noch keiner helfen können herauszufinden, warum er es macht.
              In der Schule liegt kein Grund vor und es gibt auch keinen Unterschied zwischen Ferien und Schulzeit.

              Es ist zum Verzweifeln

                • (7) 30.06.16 - 20:59

                  Begleitung würde ich es nicht nennen, aber das Jugendamt hat sich eingeschaltet. Morgen habe ich meinen ersten Termin

                  • (8) 01.07.16 - 06:57

                    Das ist gut, aber wenn er gewalttätig wird, braucht es mehr als das Jugendamt.

                    Du solltest zusätzlich privat noch eine Erziehungsberatungsstelle kontaktieren (je nachdem wie Euer Jugendamt arbeitet werden sie das sowieso empfehlen) und Dich telefonisch bei der Polizei informieren lassen, wie Du vorgehen musst, wenn er Dich körperlich angreift.

                ja wir sind in einer Kinder - und Jugendpsychatrischen Praxis, die sehr angesehen ist hier.
                Leider sind wir noch keinen Schritt weiter.

                • Manchmal sitzen die Ursachen so tief, dass es lange dauert, bis auch nur an der Oberfläche gekratzt wird. Beispielsweise wenn es sich um einen Zwang handelt, der als Ventil dient.

                  Gibt es nicht vielleicht noch ein spezielles Forum für Angehörige mit "Problemkindern/-jugendlichen" für Dich? Oft kommen die besten Tipps ja aus solchen Ecken.

                  • Ich weiß nicht ob es ein Forum dafür gibt, aber es ist eine gute Idee.

                    Er ist nicht der Älteste. Er hat zwei bereits erwachsene Geschwister und da dachten wir wir hätten schon alles erlebt...
                    Aber genau betrachtet waren deren Pubertäten lediglich Neuland für uns und anstrengend für alle, aber an sich mit wenig Auffälligkeiten.
                    Als sein Bruder mit den Klamotten nicht mehr zufrieden war, hat er uns das zu Hause mitgeteilt. Er bekam das Geld für die Sachen und er kaufte selbstständig ein das entspannte uns alle.
                    Unser jetztiger pubertierender Sohn macht lautstark im Geschäft Äußerungen, dass er nicht mit diesen Billighosen in die Schule geht. ( die Hosen waren im H&M runtergesetzt, weil sie Einzelstücke waren.)
                    Seine Freundin und sein Freund tragen Kleidung aus verschiedenen Läden , darunter ist Kik, C&A, Takko usw.
                    Wobei das Klauen und seine chronische Unzufriedenheit unser größtes Problem mit ihm sind.
                    Das führt echt zu viel Ärger, weil nichts ihn zu erreichen scheint, dabei ist er so ein wundervoller Mensch. Er hat so schönen Humor...., kann so schön backen..., er kann so herrlich kreativ sein....#schmoll
                    Aber wenn das so weitergeht ...können wir uns ihn finanziell nicht mehr leisten.
                    Er ist ja schon das Kind für den wir finanziell am meisten Geld investieren, das für sich selber das meiste Geld zur Verfügung hat usw.
                    Na wir harren der Dinge die da kommen mögen und hoffen dass wir es mit ihm noch hinbekommen... wir haben ja zumindest was die Schule betrifft noch eine Idee ;-)

                    • Kann er mal einen Ferienjob machen, damit er sieht, wie das mit dem Geld so in der Praxis funktioniert? ;-)

                      • Er hat schon eine Weile mal mit seinem Bruder Zeitung austragen dürfen und hat dafür Geld bekommen.
                        Er kann hier auch in einigen Gärten für Geld arbeiten, aber dazu hat er leider selten Lust.

                        Er weiß also sehr wohl wie das funktioniert!

                        Mit 13 Jahren ist er leider für andere Jobs zu jung :-(

                        • Klar, da ist nix mit Firmenjob. Aber zumindest kennt er das Prinzip. Und mit 15 darf er dann ja mehr einsteigen. ;-)

                          Vielleicht braucht er auch einfach mal ein passendes Hobby, mit dem er sich ordentlich profilieren kann und was ihn total auslastet. Aber das wird Euch sicher der Therapeut auch schon geraten haben.

                          • Leider hat er keine Hobbys.
                            Er backt gerne und das darf er gerne (auch wenn es für mich heißt dass ich dann die Küche "renovieren" darf)
                            Karate hat er mal begonnen und fand es klasse. Als es regelmäßig wurde und er merkte dass es mit Anstrengung verbunden ist, wollte er es schmeißen. Wir haben uns auf verringerung des Trainings geeinigt.
                            Seine Geschwister trainieren 2x wöchentlich und nehmen Zusatztraining (wenn angeboten ist) an.

                            Er trainiert einaml wöchentlich.
                            Vorher hat er mal Fußball gemacht- das war auch nichts, In der Schule hat er Holzverarbeitung gehabt und Informatik was er gut fand , aber zu Hause leider nicht weiterführt. Informatik würde für ihn zu Hause lediglich auf das zocken minimiert werden (wir haben es ausprobiert)
                            Er weiß eigentlich nicht was er will(was ja in dem Alter nicht untypisch ist),
                            Erfahrungsgemäß will er schnell etwas, solange es von ihm nicht Regelmäßigkeit und Einsatz fordert.
                            Da seine "Wünsche" recht teuer sind, kann er sich eben nur eines aussuchen und muss sich nach einer Probezeit dann auch für eine gewisse Zeit durchziehen und da sind wir bei des Pudels Kern.
                            die gewisse Zeit durchziehen , würde für uns heißen dass wir neben dem stundenlangen Geschrei wegen Hausaufgaben auch noch stundenlanges Geschrei ertragen müßten , weil er seinem selbstgewähltem Hobby nachgehen soll.
                            Das halten wir als Familie nicht aus.
                            Dieser Stress hinterläßt schon Spuren auf körperlicher Ebene.

                            Im Moment sind Ferien und er darf halt seine Freundin besuchen, mit dem Fahrrad durch die Gegend fahren, an den See, kann lange schlafen, mit Freunden treffen usw

                            Generell klingt er wie ein ganz normaler Pubertäter, der aber offenbar eine gewisse innere Leere mit materiellen Dingen füllt und dafür eben bereit ist, auch Geld zu klauen.

                            Wenn aber die Schulzeit so stressig ist, weil schon alleine die Hausaufgaben bei ihm Terror verursachen und bei Euch bereits die Folgen davon körperlich spürbar sind, solltet Ihr langsam auch an Alternativen denken.
                            Eine Verwandte hat ihren Sohn in ein Internat gepackt, natürlich mit Wochenendheimfahrt. Das in Absprache mit den Therapeuten, Hintergrund war, den Schulstress aus dem Alltag zu nehmen. Fiel ihr freilich nicht leicht, aber witzigerweise war der Sohn der Erste, der sagte, dass das eine super Idee war. Er ist innerhalb eines halben Jahres ein ganz neuer Mensch geworden, ist regelrecht aufgeblüht, zeigte auf einmal wieder hervorragende Leistungen und wollte dann auch unbedingt bis zum Abschluss dort bleiben.
                            Hier im Forum gibt es eine Mutter, deren Kind eine Zeit lang im betreuten Wohnen des Jugendamtes verblieb, um die Situation zu entspannen. So einen Fall kenne ich privat auch über meine Tochter.

                            Manchmal hilft beiden Seiten wirklich eine Auszeit und bevor man sich komplett zerfleischt ist das zumindest einen Gedanken wert.

                            Ja , bei dem letzten gemeinsamen Termin wurden wir nochmal gefragt was für uns am wichtigsten sei.
                            Wir haben die Entspannung der familiären Lage genannt.
                            Man hat uns eine Adresse gegeben , an die man die Erledigung der Hausaufgaben auslagern kann.
                            Auf eine evt Alternative sind wir noch gekommen (allerdings erst mal nur eine Idee, weil uns noch Infos dazu fehlen)
                            Ihn umzuschulen in den Eliaszweig

                            Jetzt besucht er die IGS , seine Leistungen sind auf Hauptschulniveau erbracht und jenseits von gut. IQ allerdings bei ca 122. Also kognitiv wäre alles da.
                            Er kann einfach nicht auf seine Möglichkeiten zugreifen.
                            Er hat eine LRS (hochgrdig) bescheinigt bekommen die wir auf eigene Kosten seitdem therapieren lassen. Er hat eine AVWS die ihm bescheinigt wurde zu der uns nichts angeboten wurde. Wir haben mit einer AVWF Therapie begonnen der nächste Turnus müßte in Angriff genommen werden, aber das ist eben nicht ewig finanziell machbar.

                            So blöd das klingt , aber so eine temporäre Auslagerung der Probleme wäre eine lösung für uns alle.
                            Wir haben uns immer gesagt, wir haben es mit dem Großen wunderbar gemeistert.

                            (Er hatte als hochbegabtes Kind große soziale Probleme)
                            Schon nach 2 Jahren am Gymnasium sagten die Lehrer dass sie seine soziale Entwicklung enorm finden, und dass sie den Grund unter anderem in der guten Zusammenarbeit sehen. Sie waren erstaunt, dass wir selbst als er schon 17 Jahre war noch so viel von ihm und über ihn wußten, was ihnen zeigte, dass wir immer noch gut im Gespräch mit ihm waren und er uns den Zugang lies.
                            Und jetzt an einem Kind bei dem am Anfang alles normal schien sollen wir scheitern?
                            Das ist echt schwer das zu akzeptieren.

                            Also erst einmal scheitert ihr sicher nicht an Eurem Kind, sondern müsst nur den richtigen Weg zusammen finden. Ideen sind ja bereits da, das mit dem Auslagern der Hausaufgaben klingt doch echt passend. Insgesamt klingt es wirklich so, als ob die perfekte Beschulungsform noch nicht gefunden wurde. Deswegen quält er sich anscheinend mühevoll durch den Unterricht.

                            Vielleicht ist seine Konsumsucht (platt formuliert) ja nur ein Ausdruck dafür, dass er wenigstens da etwas positiv erlebt. Aber das klären sicher die Therapeuten noch intensiver.

                            Hat er selbst denn auch das Gefühl, woanders entspannter Hausaufgaben machen zu können? Habt ihr mal ausprobiert was passiert, wenn er bei/mit einem Klassenkameraden zusammen arbeitet? Motiviert ihn das vielleicht?

                            Laut seiner Aussage "sitzt " er seine Zeit in der Schule ab.
                            Klingt nach einer ehrlichen Antwort, denn sie deckt sich mit den Zensuren.
                            Er nutzt die Schulzeit für andere Dinge und stört damit den Rest der Klasse.

                            Mit Klassenkameraden Hausaufgaben machen scheitert aus, da seine Freunde entweder genauso ticken, oder die Eltern ihrem Kind die Zusammenarbeit mit unserem Sohn verboten haben. (Wir Eltern mögen uns, aber unsere Söhne machen echt nur Scheiss zusammen).
                            Bei uns gibt es einen Verein der die Hausaufgaben betreut auch für 13-16 jährige Schüler.

                            Die Kinder können da an einem Mittagessen teilnehmen.
                            Wir müssen jetzt nur mal abfragen wie es mit der Kommunikation , Schule-Eltern- Verein aussieht, sonst kommt mein Sohn ein Jahr lang da hin und hat nie Hausaufgaben auf.

                            Ich finde ihn schlecht motivierbar. Was allerdings kein Wunder ist wenn man wenig Interessen hat.
                            Nein beim nächsten Termin werden wir fragen ob eine andere Beschulung eine Lösung wäre und wenn ja welche.
                            Alternativen hat er in unserer Umgebung eben nicht.

                            Wir sind ja dankbar und froh dass die Kleinen dieses Theater so klaglos mitmachen.
                            Auch wenn sie das Geschrei nervt, so haben sie ihr "Ventil" gefunden, der Eine verschwindet nach draußen, der Andere geht mit oder geht hoch ins Zimmer und schnappt sich die Geige.

                            Allerdings lehren diese Kinder uns auch Dankbarkeit und davon nicht zu knapp und zwar für "kleine " Dinge.
                            Dankbarkeit für eine Std lesen wenn sie trainieren und ich auf sie warten muss, Dankbarkeit für eine Tasse Kaffee während der Musikstunde, Dankbarkeit für harmonische Momente in der Familie usw...
                            Also es ist ja nicht alles schlecht an der Situation...es ist nur mega anstrengend und frustrierend.

                            Ich drücke mal ganz fest die Daumen, dass die externe Hausaufgabenbetreuung funktioniert. Es muss ja auch für ihn ganz schlimm sein, wenn er die Schule nur erträgt und den Unmut der Lehrer und Klassenkameraden auf sich zieht. Und dazu noch ständig schlechte Noten einfährt.
                            Ich hoffe, das klappt alles so, wie ihr es euch wünscht. :-)

                        Hallo.

                        Wie alt ist denn nun dein Sohn, um den es hier geht. Ist er 17 oder 13. Stehe auf dem Schlauch.

                        Ich würde ihm nicht mehr geben an Bares, wie er Taschengeld bekommt.

    (24) 30.06.16 - 20:55

    Es ist wohl zu Gewalt gekommen. Deshalb hat die Polizei ihn mir wieder gebracht.ich denke es wird was ähnliches dort passiert sein.
    Mein Sohn nimmt sich das Recht alles zu durchwühlen um an das zu kommen, was er will.
    Wenn man das bei ihm macht, rastet er aus. Der Vater kann körperlich dagegen halten und so wird was passiert sein.

    Leider habe ich vom Vater gar nichts mehr gehört. Also sind das Mutmaßungen

Ich bin gespannt auf die Antworten, ich habe ein Kind dass sich ähnlich verhält, vor allem was das Klauen betrifft. Ihm ist NICHTS heilig und alles was wir bisher getan haben blieb ohne den erhofften Erfolg.
Vielleicht kann ich mir ja aus deinem Beitrag ein paar hilfreiche Tips "klauen" ;-)

LG
Karna

Top Diskussionen anzeigen