Jugendliche

Vor der Pubertät haben die meisten Eltern ordentlich Respekt. Was ist, wenn es wirklich richtig stressig wird? Hier sind sehr interessante Antworten mit eigenen Erfahrungen von Familien, die bereits eine harte Pubertät eines Kindes hinter sich haben.
Ein Tipp vom urbia Team

20.06.17 - 09:58

Tochter 12 will die Oberhand nehmen und rastet ständig aus

Hallo Ihr lieben,

ich stelle mich mal Kurz vor.

Ich bin 34 verheiratet und habe 2 Mädchen 12 und fast 9. (Mein Mann ist von meiner großen Tochter nicht der leibliche Vater)
Meine große Tochter 12 raubt uns den letzten Nerv.

Sie ist der Meinung immer alles haben und machen zu müssen was andere auch machen und haben. Darf sie es nicht dürfen andere es auch nicht.

Sie meint auch über uns Erwachsene und über die kleine Schwester zu bestimmen uns zu sagen was wir zu tun und zu lassen haben.
Das fängt morgens schon an.
Wenn sie keine Leggins oder ähnliches anziehen darf darf es kein anderer. (Ich muss dazu sagen eine Leggins oder Jogginhose zieht sie ständig an egal ob die Verschwitzt oder Schmutzig ist)
Zu mir als Mutter sagt sie:
Du ziehst genau wie ich eine Jeans an....
Wenn ich Ihr sagen mag das ich Zuhause bin und beim Haushalt immer eine Jogginhose etc an habe das ist ihr egal)

Im Haushalt meint sie nichts machen zu müssen. Wenn sie keine Hausaufgaben hat dann legt sie sich auf die Couch und fragt im Dauerton:
Kann ich Fernsehen
Kann ich Handy
Kann ich dies kann ich das.
Bittet man Sie erst mal Ihr Zimmer aufzuräumen, den Müll raus zu bringen oder aber mal die Wäsche aus dem Keller zu holen dann schreit sie wieder rum.
Alles muss sie machen, die kleine Schwester macht ja nie was. Anstatt dann das zu machen wo man sie drum bittet legt sie sich auf ihr Bett schreit und heult. 5 Min später fordert sie das nächste. (Gemacht hat sie bisher nichts)

Tägl will sie Geld haben. Tägl will sie was Kaufen und haben. Wenn man Ihr Geld gibt, gibt sie alles an 1 Tag aus und will dann wieder was.Meistens am nächten Tag. (Sie bearbeitet auch die kleine Schwester und diese Kauft der großen dann)
Wenn man Ihr nichts gibt schreit und Diskutiert sie wieder.
Selbst die kleine Schwester bekommt es ab.
(Sagt die kleine Nein kommt ein "Von mir brauchst du auch nichts mehr wollen" "Lass mich in Ruhe ")

Die große kann sich nicht alleine Beschäftigen. Immer muss die kleine mit. Wenn die kleine nicht kann oder mag, dann klappert sie die Nachbarschaft ab und wenn keiner kann na dann geht sie eben nicht raus.
Sie legt sich dann auf die Couch und wieder das Dauerhafte:
-Kann ich Fernsehen
-Mir ist Langweilig

Wenn ich Arbeiten bin geht nach der Schule mein Tel.
Wo bist du, wann kommst du, wie lange dauert das noch,kann ich Fernsehen.
Sage ich Ihr erst mal Hausaufgaben und Zimmer sauber machen sagt Sie ja.
10 Min später wenn ich nach Hause komme ist der Fernseher an. Hausaufgaben nicht gemacht und Zimmer auch nicht.
Das Geschrei ist dann wieder da, wenn man den Fernseher aus macht und Ihr sagt sie möchte bitte die anderen sachen erst mal Erledigen.
Sie will ständig wissen wo ich bin und was ich mache. (Sie schaut nach der Schule auch ins Festnetz)
Ständig hängt sie hinter mir

Mal alleine raus gehen oder so ist nicht. Sie bearbeitet die kleine bis diese Irgendwann nach Gibt obwohl sie das nicht mag

Sie steht und sitzt neber mir wenn ich Tel
Wenn ich mit meinem Mann was zu besprechen habe kommt sie ständig an.

Mittlerweile kann ich nirgendswo mehr alleine hin gehen denn in dem mom wo ich nicht da bin provoziert sie meinen Mann und die kleine so lange bis es Eskaliert.

Wir haben bald einen Termin bei einem Facharzt denn ich bin der meinung das das nicht mehr nur die Pupertät ist.

Solange wir das machen was Sie will oder alles nach ihrem Kopf geht ist alles super.

Sobald es aber darum geht das sie ein Nein bekommt oder wir eben nicht machen was sie sagt ist alles vorbei.
Sie ist dann wütend, schreit, heult, wirft mit Worten um sich und droht teilweise auch.
"Wehe ihr wollt noch mal was von mir"

Alle sind schuld nur sie nicht. Sie war nie was sie macht nie was.
(Petzen was andere gemacht haben tut sie sehr gerne)
Sie kann austeilen aber nicht einstecken

Mitlerweile bin ich mit den Nerven runter und ich habe keine Ahnung was sie hat.
Reden,das Gespräch suchen erklären bringt nix.

Sie schweift dann immer vom Thema ab und kommt mit anderen sachen
Ja aber du
aber der
aber die.

Einsehen das der Fehler bei Ihr lag in dem mom tut sie nicht.
Sie schreit mich an das das alles nicht Stimmt.

LG

22 direkte Antwort(en) auf den ausgewählten Beitrag:

20.06.17 - 10:19

Hallo,

hört sich erstmal ganz stark nach Pubertät an! Einiges kenne ich auch so, aber nicht ganz so extrem!

Ihr solltet zusammen Regeln aufstellen und du und dein Partner müsst strikt darauf achten, dass diese eingehalten werden.

Wenn nicht, müssen eurerseits Konsequenzen, die ihr zusammen mit der Tochter festlegt, folgen. Auch da auf strikte Einhaltung achten.

Hat sie denn Qualitätszeit mit dir alleine? Unternehmt 1x in der Woche etwas zusammen, nur ihr beide.

Was das Geld angeht, gibt es Taschengeld. Wenn weg, dann weg.

Hat sie noch Kontakt zum leiblichen Vater? Wie lange ist es her, dass ihr getrennt seid?

Fühlt sie sich vllt von euch nicht gesehen?

Aber der Weg zum Facharzt kann nicht schaden. Ist sie denn in der Schule auch so? Tolerieren ihre Freundinnen ein solches Verhalten?

Hat sie ein Hobby, Sport oder Musik, dem sie nachgeht?

VG

20.06.17 - 10:24

Puh, da bin ich aber froh, dass bei meiner Tochter die Pubertät ausfiel, das klingt ja schlimm.
Meine Enkelin ist 10 1/2 - aber diskutieren tut sie auch gerne. Nur - wenn sie bei mir ist, und ich bin mit etwas garnicht einverstanden, was sie will und sie versucht zu handeln, bekommt sie die ruhige Antwort, gehandelt wird auf dem türkischen Basar aber nicht mit mir. Ende. Und dann WEISS sie auch, dass Ende ist. NOCH schmollt sie nur kurz, ist dann aber friedlich.
Schon garnicht würde ich mit ihr diskutieren, welche Klamotten ICH anziehen darf, da kriegte sie garantiert weder eine Erklärung noch "Rechtfertigung".
Lass sie doch gehen, wie sie will, ich glaube, da würde ich nichts mehr sagen, und wenn die Klamotten vor Dreck stehen.
Ich würde ihr einmal ruhig sagen "die Spielregeln zwischen uns bestimmst DU, bist Du respektlos, wozu soll ich dann netter sein?"
TV nein, Handy nein, wenn sie nichts hilft - sie würde es merken. Jeden Tag Geld? Na sicher #klatsch
Dein Mann lässt sich auch provozieren? Schade, sie sollte schon mal an Grenzen stoßen.
Du rechtfertigst Dich, wo Du bist und was Du machst? Geht garnicht, ist ja schlimmer wie ein eifersüchtiger Ehemann. Aufsicht beim Telefonieren und Gespräch mit Deinem Mann? Das stelle ich schon bei jüngeren Kindern ab - nett, aber bestimmt.
Kann das sein, dass sie schon immer sehr viel "mitbestimmen" durfte und alles ausdiskutiert wurde? Man kann über vieles mit Kindern diskutieren, aber eben nicht über alles, sonst wissen sie nicht mehr, wo die Grenze ist. Kriege ich gerade hautnah auch bei Nachbarn mit, das Mädel ist 14 - und tituliert ihre Mutter lautstark mit Schimpfnamen aller Art. Offenbar machte sie das schon immer, aber die Mutter "nahm das nicht so ernst", wie sie zu mir sagte, als sich das Ganze mal abspielte, als wir alle draußen waren.

Du wirst sicher noch Ratschläge von betroffenen Müttern bekommen - bin da nicht so erfahren. Weiß nur eines, kreischen und heulen könnte sie bei mir stundenlang.......erreichen würde sie damit garnichts.
Wünsche Dir gute Nerven.
LG Moni

20.06.17 - 12:16

Hallo,

tja, vieles davon entspricht/entsprach meiner Tochter. Wobei manche Sachen nicht ganz so krass waren, also z.B. diese Klamottensache. Sie ist am Samstag 11 geworden.

Sie war bis vor einer guten Woche für 8 Wochen in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Wir wussten nicht mehr weiter und offenbar war die Symptomatik bereits so extre,. dass eine stationäre Aufnahme innerhalb einer Woche erfolgte. Bei ihr kam noch beginnende Schulverweigerung hinzu.

Seit sie aus der Klinik zurück ist, ist es um einiges besser.

Ja, was soll ich Dir raten? Mein Mann ist eigentlich schon immer sehr konsequent, ich habe mich auch dafür gehalten (so wurde es mir zumindest aus dem Umfeld, sogar von meiner eigenen Mutter zurück gemeldet). Wir haben aus der zurückliegenden Zeit mitgenommen, dass wir extremste Konsequenz an den Tag legen müssen. Die Regeln und die Konsequenzen in der Klinik waren echt hart. Da musste sogar mein Mann manchmal schlucken. Aber es hat offensichtlich "gefruchtet".

Es läuft alles nur auf Gegenseitigkeit: machst Du das, bekommst du Vergünstigung x. Meine Tochter hat sich anfangs in der Klinik gegen die Regeln gesträubt. Hat dann aber bald kapiert, dass sie mitziehen muss um z.B. Ausgang zu haben, Süßigkeiten zu bekommen, ein entspannteres Leben zu haben. Es geht also grundsätzlich vom Willen, von der Intelligenz her - sie hatte bloß einfach keinen "Bock".
Da müssen wir anknüpfen, auch wenn ich es eigentlich nicht mag in meiner eigenen Familie wie ein Feldwebel aufzutreten (hatte ich als Kind zu Hause schon).
Manche Kinder brauchen das aber eben.
Meine Tochter hatte sich schon vorher durch ihr Verhalten selbst ins Aus geschossen. "Lass mich in Ruhe" = okay, gehen wir halt alleine (mit dem Kleinen) raus/Eis essen was auch immer.

Der Kleine (7 Jahre) ist da ganz anders. Der fängt schon an zu weinen, wenn ich nur mal ein "lauteres" Wort an ihn richte. Er möchte mir immer helfen, kooperativ sein und nicht anecken.

Ich habe dem Kleinen klar gemacht, dass er alt genug ist, nein zu sagen. Lässt er sich von ihr ausnutzen, ist er selber schuld. Wenn sie ihn drangsaliert, soll er mir bescheid sagen und ich schreite ein.

Meine Tochter hat jetzt kapiert, dass ihr Verhalten unmittelbare Konsequenzen hat. Schreit sie rum oder beleidigt uns, redet keiner mit ihr. Macht sie nichts, mach ich auch nichts für sie. Isoliert sie sich, muss sie alleine klar kommen.

Wir sind gerade auf dem Weg, nachsorgende therapeutische Hilfe zu organisieren. Meine Tochter hat dazu eine LRS, sie braucht Lerntherapie, auch Psychotherapie, evtl. Ergo.

Ich würde euch empfehlen, euch auf die (Psycho)therapeutische Schiene zu begeben. Erste Anlaufstellen wären Erziehungsberatung und/oder Jugendamt , dann auch Kinder- und Jugendpsychiater. Vielleicht reicht das bei eurer Tochter schon, dass sie merkt ihr meint es ernst und sie kriegt sich ein. Wenn nicht, braucht ihr Unterstützung.

Gruß, S.

20.06.17 - 13:32

"Wir haben bald einen Termin bei einem Facharzt denn ich bin der meinung das das nicht mehr nur die Pupertät ist."

Gute Idee!

Es könnte so vieles sein.
Pubertät wäre ja das natürliche - vorübergehende

Facharzt wäre mein erster Rat gewesen.

Fragen sind mir eingefallen
- War sie früher auch schon so? Wie hat sich das entwickelt?
- Seit wann geht sie nicht mehr alleine raus? War sie früher alleine draußen?

- Wie redet ihr mit ihr, wenn ihr sie um etwas bittet?
(manches mal kopiert mein Kind meinen Tonfall oder den Tonfall / Wortlaut von anderen. Z.B. dieses "wenn ich das nicht darf, dürfen das andere auch nicht" - auf Nachfrage stellt sich dann heraus, woher sie das hat)

Allerdings kenne ich zwei Erwachsene Personen, die generell so sprechen, sich wie von dir beschrieben verhalten und da glaube ich nicht mehr an Pubertät, da sie da schon seit ca. 20 Jahren rausgewachsen sein sollten #schwitz
Nach (wenigen) unvermeidbaren Treffen wundert es mich dann nicht, wenn man Kind vorübergehend ähnliche Töne /Wortlaut an den Tag legt.

Daher mal mit einem Facharzt sprechen. Was ist noch Pubertät, was nicht. Wie könnt ihr wo ansetzen. Was könnt ihr selbst tun (oder was solltet ihr vermeiden)
Wie sehen die Regeln aus? Wie sollten die Regeln aussehen, damit sie hilfreich sind?

Steckt was anderes dahinter? Hat sie Angst? Wenn ja, wovor? Usw. Gibt noch viele Möglichkeiten mehr.

20.06.17 - 14:59

Hallo,

Sorry, aber das klingt für mich nicht nach Pubertät - das klingt einfach nur nach vergeigter Erziehung. Und schade, dass das Kind jetzt zum Psychiater geschleift wird - nur weil es euch an Konsequenz mangelt ...

LG

20.06.17 - 15:18

Hi :-)

so wie sich das liest befindet sich deine Tochter aktuell in einer schwierigen Lebensphase. Sie entwickelt sich gerade von einem Mädchen zu einer Frau. Das darf man bei Gesamtbetrachtung der Situation nicht vergessen.

Bei dem was du schilderst sehe ich keinen Grund für eine Vorstellung bei einem Facharzt.

Es ist absolut wichtig, dass du die "Oberhand" behältst und deine Tochter ERZIEHST. Das Erziehen ist hier das wichtige. Erziehung ist immer geplant und es gibt auch immer ein Ziel. So wie ich das lese, ist dein Ziel in diesem Fall: Deine Tochter soll sich angepasst verhalten.

Meiner Meinung nach kann der Plan nur sein, ihr auf dem Weg durch diese Lebensphase ganz enge Grenzen und Strukturen zu setzen.

Das heisst (jetzt nur Beispiele was du geschildert hast):

Der Fernseher läuft obwohl sie Hausaufgaben machen soll? Logische Konsequenz: kein fern sehen mehr für einen klar kommunizierten Zeitraum!

Das Zimmer ist nicht aufgeräumt? Logische Konsequenz: Sie bleibt solange im Zimmer bis aufgeräumt ist!

Sie will täglich Geld haben? Logische Konsequenz: Einmal im Monat Taschengeld ausgeben und wenn es leer ist, gibt es nichts mehr!

Sie heult um ihren Willen doch noch zu bekommen? Logische Konsequenz: Ihr Problem, soll sie heulen. Wenn sie immer bekommt was sie möchte lernt sie nie was!

Und eins ist ganz wichtig, Konsquenzen bedingungslos durchziehen. Egal wie herzzerreissend sie auch weint und drum bittet. Sonst hilft das alles nichts.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft.:-)

LG

20.06.17 - 16:06

Seid ihr mal bei einer Erziehungsberatung/Familientherapie gewesen?

Ich finde, eure Tochter klingt eher nach krasser Fehlerziehung ohne klare Grenzen und ohne Konsequenzen. Die gesamte Familie lässt sich von ihr gängeln. Und DAS ist oft das Problem. Nicht die Person, die quer schießt bringt man zum Therapeuten und hofft, der richtet es wieder, weil sie irgendwie krank ist und nur ein bisschen Handauflegen und ein paar Medikamente benötigt und schon läuft es wieder. IHR alle seid das Problem und macht fleißig mit und braucht mindestens genauso viel Hilfe.

Irgendwo hast du geschrieben, dass sie woanders nicht so auffällt. Also sieht man ja, dass sie sehr wohl anders kann. Nur bei euch lässt sie die Sau raus und benimmt sich übergriffig und asozial.

Wie eine Userin oben schon die Einrichtung beschrieb, die ihr Kind besuchte: Das war ein Bootcamp und klingt mehr nach Knastaufenthalt mit ganz klaren Regeln. Ein Geben und Nehmen..........Damit kriegt man manche wieder auf die richtige und sozialverträgliche Spur. Das fehlt ja bei euch komplett. Sie nimmt nur....... Schlimm für die kleinere Schwester, die dem Theater auch noch ausgesetzt ist.

20.06.17 - 16:39

https://www.youtube.com/watch?v=5kAIQhUSpAs

Chris Boettcher - In der Pubertät

20.06.17 - 17:18

Puh - SOWAS ist nicht mit "Pubertät" zu erklären - so würde definitiv niemand mit mir/uns umgehen. Da läuft gründlich etwas falsch bei euch.
Ich habe auch eine 12Jährige hier (dazu noch eine 10Jährige und einen 3Jährigen) - so ein Verhalten würde ich nicht einen einzigen Tag dulden.
Ich finde deine Idee mit winem unverbindlichen Gespräch beim Facharzt gut - es scheint, als würde es da kräftig brodeln in ihr.
LG & starke Nerven

20.06.17 - 17:23

Hallo mama3483,

mir kommt es vor das eure Tochter euch sehr gut erzogen hat ( nicht böse gemeint).

Sie weiß genau wie sie euch " bearbeiten" um zum zum Ziel zu kommen.

-Gebt klare Ansagen und lasst euch auf Diskussionen mit ihr nicht ein.

- Wenn sie Forderungen stellt, geht nur so weit mit wie es für euch okay ist egal wie lange sie nervt. I

-Wenn sie brüllt, lasst sie einfach brüllen und versucht ganz ruhig zu bleiben. Ich würde sogar noch mal ganz ruhig nachfragen was sie gesagt hat weil ich sie nicht verstanden habe.

-Wenn sie Türen knallt, dann hilft es die Tür auszuhängen.

- Wenn sie dir hinterher telefoniert würde ich auf ihre Anrufe 1 mal reagieren und auf weitere Anrufe gar nicht.

-Sollte sie ihre Aufgaben nicht erfüllen, erfülle du auch nicht deine gewohnten Aufgaben. Es kann ja mal sein das du kein " Bock" hast etwas für sie zu machen und dann bleibt es eben und sie kann es selbst machen.

-Versucht ihrer Schwester zu erklären das sie nicht ständig machen muss was sie von ihr verlangt.

-Wenn sie beim telefoniere unbedingt dabei sein muss, seid doch dann auch immer dabei wenn sie telefoniert.

Ganz wichtig ist das ihr euch nicht anmerken lasst wenn sie nervt, ansonsten weiß sie genau wo eure wunden Punkte sind.

freundliche Grüße und viel Kraft.

blaue-rose

-

20.06.17 - 18:41

Das klingt sehr anstrengend für Euch als Familie, aber auch als Zeichen tiefer Entmutigung der Tochter. Letztendlich sucht sie doch dauernd Bestätigung, in einem übersteigerten Maße. Möglicherweise liegt es daran, dass sie sich als fünftes Rad am Wagen fühlet, weil ihre Schwester beide Elternteile in der Familie hat. Vielleicht hat es auch andere Gründe.

Begegnen würde ich der Tochter mit Zuwendung und Festigkeit.

Schreibe dir jeden Abend mindestens drei Dinge auf, dir dich an ihr gefreut haben. (Gerne auch mehr.) Richtig in ein Heft. Schon das darauf achten, dass du am Abend was zu Schreiben hast wird deinen Blick auf sie ändern. Und worauf du die Aufmerksamkeit legst, das wird wichtig. (Loben braucht es gar nicht, Lob klingt gerade in angespannten Situationen oft wie ummantelte Kritik.)

Mach das eine Woche lang, und du wirst todsicher eine Veränderung (Verbesserung!) ihres Verhaltens bemerken. Probier' es, es lohnt sich! Denn wenn sie sich wahrgenommen fühlt werden die lästigen Verhaltensmuster automatisch unwichtiger und schwächer. Probier' es aus, der wirksamste Erziehungs-Tipp, den ich je in meinem Leben bekommen habe!

Dann würde ich schauen, dass es auch wirklich einzelne Dinge gibt, wo sie einen Vorteil hat, von ihrem Alter her, z.B. bei den FSK-Freigaben, dass sie mal einem Film mit euch sehen darf, für den die Schwester noch zu klein ist. Bei den anderen Dingen (Leggins, Fernsehen, Haushalt usw.) würde ich mich dagegen auf keine Diskussion einlassen. Was du nicht mit diskutierst kann sie auch nicht diskutieren :-) (das meine ich mit Festigkeit)

Mit diesen beiden Dingen kann man schon viel zum Besseren bewegen.
Alles Gute Euch allen!

20.06.17 - 19:05

Herrje, da kann man sich gut vorstellen, wie so ein Verhalten euer ganzes Familienleben beeinträchtigt!

Es klingt in der Tat so, als ob euch ein Blick von außen helfen würde! Dafür wünsche ich euch alles Gute.

Unabhängig davon, dass deine Tochter gerade mindestens im Umbruch ist und selbst nicht weiß, wer sie ist, ist mir euer Erziehungsstil nicht ganz klar geworden.

Eigene Erfahrungen mit solchem Verhalten habe ich GsD nicht. Aber trotzdem erzähle ich dir mal von einer Phase, als meine Große (9) ähnlich egoistische Züge (nicht so extrem) gepaart mit mangelnder Impulskontrolle an den Tag gelegt hat. Verbal war nichts zu gewinnen, also war handeln angesagt. Kurzversion: Wenn sie nicht aufräumen wollte, habe ich das erledigt - mit dem Müllsack! Nach einer Woche durfte sie sich, wenn sie sich sozialverträglich gegeben hat, wieder etwas aus dem Sack aussuchen. Tür geknallt? Schade, dass sie nicht achtsam mit dem Eigentum anderer umgehen kann - Tür wurde ausgehängt. Denn Sack habe ich dreimal genutzt, die Tür ein- oder zweimal ausgehängt. Dann hatte sie verstanden und der Verstand setzte wieder ein.

Und ganz ehrlich: wenn deine Tochter sich nicht an die Regeln hält und erst einmal den Fernseher anmacht, dann würde ich entweder das Gerät mit einem Pin sichern, sofern das geht, oder sonstwie etwas daran "drehen", dass sie es nicht anmachen kann, während du arbeitest. Zeitschaltuhr oder sonstwas. Da tanzt sie dir ja komplett auf der Nase herum.

Eine Freundin bändigt ihr Pubertier über seine Affinität zum Geld. Er bekommt zweimal im Monat sein TG, muss davon aber auch Klamotten kaufen. Wenn er unbedingt Schuhe haben muss für 150 Eur und sich keine neue Winterjacke leisten kann, dann!!!! lässt sie ihn frieren. Das hat er einmal gemacht, dann daraus gelernt. Vor kurzem hat er sich sogar bei ihr bedankt. Weil er vorher immer so unzufrieden war, und jetzt auch mal mit einfachen Dingen und no-name zufrieden sein kann. Weil er nur durch diese Erfahrung gelernt hat, wie der Wert des Geldes zu ermessen ist. Nicht weggeräumte Schmutzwäsche wird halt nicht gewaschen respektive teuer bezahlt (Betrag weiß ich nicht mehr) wenn das Zimmer nicht gesaugt ist, zahlt er ihre erbrachte Arbeit (5 Euro vom nächsten TG) etc. Also auch Kategorie Feldwebel, aber es funktioniert sehr gut. Am Anfang ist sie beinahe reich geworden. Nach kürzester Zeit fluppen nun all die Dinge, um die es vorher nur Stress gegeben hat. Die Idee dazu hat sie wohl aus der Verhaltenstherapie.

Viel Erfolg und starke Nerven beim Umlernen!

21.06.17 - 04:43

In der Pubertät fühlen sich Kinder meist unverstanden von den Eltern, so wie aber auch von sich selbst. Die hormonelle Umstellung bereitet bei manchen Kinder Chaos der Gefühle, wo Stimmungen Achterbahn fahren können.

Aber es klingt bei Euch das Rechte und Pflichten Erziehung nicht eingehalten wurden. Sie fordert ihre Rechte ein und bekommt sie oder nimmt sie sich einfach, verweigert Pflichten, wo sie anscheinend schon immer gut damit durchgekommen ist.
Diskutieren wodurch nur Streit entsteht, macht es nur noch schlimmer.
Rechte und Pflichten sollten gemeinsam in einer ruhigen Runde vereinbart werden, was bereits mit 12.Jahren , wo ihre Einsicht und der Respekt inzw. auf im niedrigen Bereich liegt schwieriger.

21.06.17 - 08:19

Herzlichen Glückwunsch, ihr habt ein kleines, verzogenes Prinzesschen zu Hause, welches niemals Konsequenzen erfahren musste und nach wie vor gebittet wird, Dinge zu tun, anstatt eine Ansage zu bekommen mit einer Aufforderung. Ob man da mit 12 Jahren noch was machen kann, fraglich, ist vielleicht ein wenig spät Eure Einsicht, daß es so nicht mehr gehen soll.

21.06.17 - 09:51

Hi,

meiner Meinung hat das nix mit Pubertät zu tun, sondern da lief von Anfang an in der Erziehung was falsch!
Sie war bestimmt schon immer bestimmend, etc. Bei vielen wird das mit "das ist eine Phase und geht vorüber" entschuldigt und schwups ist man in die Erziehungsfalle getappt.

Ich würde da mal hart durchgreifen und Madam die Grenzen zeigen.

LG
Lisa

21.06.17 - 12:48

#rofl #rofl #rofl

#sorry muss mal lachen.

Tipps hab ich leider keine.

Aber bei uns ist es ähnlich.
Meine Große ist 13 #augen#augen#augen#augen#augen#augen

...einfach beruhigend zu lesen, dass es auch woanders so ist.

#winke

21.06.17 - 14:42

Wenn ich das so durchlese, fehlt bei Euch jegliche Konsequenz und Strenge.

Dein Kind kann sich so benehmen, weil Du es zu lässt.

Sie will Geld? Warum gibst Du ihr welches? Einmal die Woche Taschengeld und fertig, wenn alle, dann alle.

Lass Dich nicht auf Diskussionen ein, eine Ansage hält sie sich nicht dran, dann Feierabend, egal wie sehr sie rummotzt. Und das muss man konsequent durchziehen, wenn ihr so weiter macht, könnte irgendwann der Punkt körperliche Gewalt ihrerseits dazukommen.

22.06.17 - 17:28

Also, wenn ich schon lese, "wenn sie keine Leggins anziehen *darf*"...wie kommt man eigentlich dazu, einer Zwölfjährigen Vorschriften zu machen, was sie anziehen *darf*? (Wenn ein Kleidungsstück verschwitzt oder schmutzig ist, kommt es bei mir halt in die Wäsche und kann nicht angezogen werden.)
Und dieses ganze Reglementieren von Hausarbeit, Hausaufgaben, Handy und Fernsehen...mich wundert das gar nicht, dass sie so rebelliert.

Was das Fragen nach Geld betrifft, ich nehme an, sie wird ein angemessenes Taschengeld bekommen, und wenn das ausgegeben ist, ist es halt weg bis zur nächsten Auszahlung, da würde ich gar nicht viel diskutieren.

Mir scheint da einiges ein unnötiger Machtkampf zu sein (vielleicht bringt es ja mehr, wenn eine Schulkameradin sagt, dass ihre Leggins nicht schön ist), und vielleicht kann sie ja auch erst mal beim Fernsehen abschalten und später Aufgaben machen. Ich würde einfach mal schauen, ob ich meine Ansprüche da etwas runterfahren kann, im Moment scheint sie sie ja pubertätsbedingt nicht richtig erfüllen zu können, und bei den Dingen, bei denen das nicht in Frage kommt, einfach hart bleiben und das Gejammer aushalten.

22.06.17 - 17:50

Hallo,

Du klingst sehr frustriert. Scheint ja schon recht festgefahren...oder wie lange läuft es schon so? War es "früher" anders?
Hast Du mit Deiner Tochter mal gesprochen, wie sie das empfindet und ihr geschildert, wie es Euch damit geht?- ach ja, hast Du ja geschrieben... In dem Alter kann man da schon gut drüber sprechen, allerdings nur in Momenten, wo die Stimmung mal gerade nicht am schwelen ist und es geht auch nicht darum, ihr Verhalten anzuprangern und ihr Vorhaltungen zu machen sondern vielmehr darum, zu ergründen, warum sie diese Dinge tut (oder andere eben nicht). Vielleicht wäre ein Gespräch ohne Vorwürfe sinnvoller als gleich mit dem Hammer draufzuhauen "immer machst Du das und das, nie tust Du das und das..." Da ist der Widerstand vorprogrammiert.

Grundsätzlich stimme ich den anderen zu - ihr solltet GEMEINSAM Regeln aufstellen, wie ihr vernünftig miteinander umgeht und diese dann auch regelmäßig überprüfen/auswerten.

Manche Dinge klingen für mich als Außenstehende allerdings, als könne sie Dich mit ihrem "Gebaren" auch öfter kriegen...da würde mehr Konsequenz sicher helfen.

Ich persönlich finde Grenzen wichtig - ich respektiere die meiner Kinder, sie müssen aber auch meine respektieren. Wenn ich telefoniere, wird nicht dazwischengequatscht, das tue ich bei ihnen auch nicht.
Was ich anziehe, ist meine Sache. Sie können ja auch mitentscheiden, was sie anziehen. Was allerdings in der Wäsche ist oder schmutzig, kann halt gerade nicht angezogen werden. Liegt oft auch daran, weil es nicht vernünftig in die Wäsche gepackt wird und "irgendwo" rumliegt - das ist dann Pech.
Punkto Taschengeld: Meine Kids wissen, wieviel sie haben, und was sie davon kaufen ist ihre Sache. Wenn es ausgegeben ist, dann ist das so. Es gibt sicher nicht täglich und ständig noch was dazu (ausgenommen für Schulsachen und andere Dinge des täglichen Bedarfs an Essen und Trinken oder eben Kleidung, die gerade nötig ist).
Wer seine Aufgaben im Haus nicht macht, bekommt auch keine entsprechenden Vergünstigungen - will sagen: keine Hausaufgaben - keine Medien (Handy, Laptop, Tablet...), Zimmer im Chaos - keine Freunde einladen; lügen geht gar nicht! - dann muss ich halt kontrollieren gehen und sie als jünger behandeln, als sie sind ...
An das Portemonnaie der Eltern zu gehen, finde ich eine akute Grenzüberschreitung und einen Vertrauensmissbrauch! Darüber solltet ihr dringend sprechen, wenn ihr das nicht schon habt. De facto ist das Diebstahl. Meine Kinder würden nie an unsere Portemonnaies gehen - wenn ich mal Geld aus dem Sparschwein borgen würde wollen, würde ich auch IMMER erst meine Kinder fragen...

Die Frage ist, was ist passiert, dass die Situation jetzt so ist? - Pubertät ist das eine...aber nicht alles. Was für einen Facharzt wollt ihr denn aufsuchen? Was erwartet ihr euch denn davon?

Ich bin gespannt, was Du schreibst.

LG

a79

23.06.17 - 23:14

Huhu,
ich finde das hört sich klar nach Pubertät an und nach Grenzen austesten. Ich habe mich beim Lesen allerdings gefragt, ob deine Tochter Ängste hat. Sie scheint ja ein Hohes Bedürfnis nach Kontrolle zu haben. Vielleicht hat sie auch soziale Ängste und zieht sich deswegen von anderen zurück und sucht Schutz innerhalb der Familie. Außerdem habe ich den Eindruck, dass sie sich nicht wirklich gesehen fühlt und vielleicht durch ihr Verhalten negative Aufmerksamkeit erhält, was das Verhalten aufrechterhält und verstärkt. Fehlender Kontakt zum Vater ist natürlich schwierig, egal warum es so ist. Sie wird sich massiv zurückgesetzt fühlen. Ich denke sie braucht vor allem Bestätigung und Zuwendung. Ich kann verstehen, dass das sehr anstrengend für dich ist. Allerdings klingt es sehr nach Außenseiterpositition. Ich würde dir eine Familienberatungsstelle empfehlen. Deine Tochter ist wahrscheinlich einfach der Symptomträger und zeigt dass etwas im System nicht stimmt und das ist wahrscheinlich nicht allein deine Tochter ;-)
Liebe Grüße

25.06.17 - 21:08

Das ist in dem alter ganz normal. Das einzigste was hilft ist sehr streng sein und konsequent.

Viel reden hilft da nicht. Im Gegenteil. Das verschlimmert nur noch.

Du musst da hart bleiben und fristen geben. Nur knappe erklärungen auf die frage 'warum" und nicht das unaufgeforderte zutexten. Das einführen eines festen Taschengeldes wäre da,sehr sehr praktisch da sie anscheinend weiß dass sie nur bitten muss damit sie Geld bekommt. Ist ihr taschengeld alle dann hat sie Pech gehabt. Mehr gibts nicht. Egal was sie tut. Es sei denn sie übernimmt im Haushalt mehr Arbeit. Dann arbeitet sie ja dafür und hat dann für die geleistete Arbeit etwas mehr verdient.

Bei Aufgaben bitte sie nur einmal. Nicht 10.000 mal mit erklärungen und gerede, sondern einmal um was mit bitte bitten. Tut sie das nicht, dann sag ihr, dass sie bis so und so viel ihr dafür Zeit hat. Hat sie das nicht getan, verlänger die Zeit und warne vor konsequenzen die du schon nennst. Und zieh es auch durch. Taschengeldentzug, Handyverbot für einen bestimmten Zeitraum, Hausarest oder sonst was. Wenn es nicht eingehaltet wird wird die Strafe verlängert. Da hilft kein bitten und flehen von ihr mehr.

Zeig deine harte Seite. Zeig dass man mit dir nicht alles machen kann. Stell regeln auf an die sie sich halten muss. Mach auch ein putzplan wo alle Mitglieder eingeplant werden und feste Aufgaben,bekommen. Bei larifari Aufgaben wo jeder das macht worauf Mama bittet, hilft ihr nicht. Sie braucht vorgaben uns feste Aufgaben und feste regeln.

Es wird am Anfang echt hart. Sie wird noch mehr austicken, da sie grenzen nicht kennt. Sie hat von dir gelernt dass sie sich nur ordentlich aufregen muss um dann das zu bekommen was sie möchte.

Wenn sie erstmal realisiert dass mit dir nicht gut Kirschen essen ist dann wird sich das auch bessern.

Weil reden haste anscheinend schon lang genug versucht und das braucht deine Tochter grad nicht. Ihre ausraster sind nur ein hilfeschrei für regeln, grenzen und Struktur, wo es für fehlverhalten konsequenzen gibt. Anscheinend hast du das noch nicht genug gegeben. Deswegen ist sie so aufmüpfig.

Rede da sehr viel mit deinem Mann damit er dich auch etwas auffängt.

08.08.17 - 11:00

Sorry wenn ich jetzt ein bisschen hart antworte! Aber ich würde einfach wenn du arbeiten bist das Stromkabel verstecken würde ihr komplettes Zimmer mit einem Handschlag auf den Boden werfen das sie aufräumen muss! Ich würde ihr keinen Cent mehr geben bis sie Respekt davor hat was ihr tagtäglich leistet! Ich würde sie nicht mehr raus lassen

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