Kindersicherung

    • (1) 31.08.17 - 22:02

      Hallo

      ich verwende bei meinem 14 jährigen Sohn noch eine Kindersicherung (von Salfeld) auf seinem Computer. Ich habe das Internet mit einem Filter gesichert und auch die Computerzeit begrenzt. Ich habe bei ihm unter anderem Webseiten über Sex&Pornographie, Gewalt&Waffen, Chat/Dating und auch Social Media gesperrt. Facebook ist bei ihm aber erlaubt.

      Mein Sohn kommt damit ganz gut klar. Er frägt mich z.B. ob ich ihm mal die Zeit verlängere oder ob ich ihm eine spezielle Webseite freischalte. Ich sehe auch anhand der Protokolle dass er nicht versucht die Kindersicherung zu umgehen.

      Auch sein Smartphone ist mit einer Kindersicherung geschützt.

      Ich habe jetzt öfters schon von anderen Müttern gehört dass bei einem 14 jährigen eine Kindersicherung übertrieben ist. Wie ist da eure Meinung dazu?

      Danke für eure Antworten

      • (2) 01.09.17 - 08:01

        >>Er frägt mich ...<<
        Sorry, da stellen sich sämtlich Haare bei mir auf #zitter
        Das lässt mich auch daran zweifeln, daß Du Ahnung haben könntest, wie Dein Sohn die Kindersicherung umgehen kann.

        LG

            • (5) 01.09.17 - 12:55

              Ich wollte damit nur sagen dass ich mit meinem Sohn über die Einstellungen der Kindersicherung unterhalte. Ich finde das auch sehr wichtig weil man damit die Wünsche der Kinder berücksichtigen kann. Es bringt ja nicht wenn eine harmlose Seite gesperrt ist und mein Sohn kann sie sich nicht ansehen weil ich nichts davon weis. Auch wenn er mal mehr Zeit haben möchte, z.B. wegen der Schule, dann kann ich das einstellen.

        (6) 01.09.17 - 16:16

        Du riechst doch sonst von weitem die Aufrührer - heute nicht? Ich habe gleich an "DieDerenNameNichtAusgesprochenWerdenDarf" gedacht...hm.
        LG

      • (7) 04.09.17 - 16:03

        Unsere Kinder hatten nie eine Kindersicherung. Und nur weil ein Kind fragt/Bescheid sagt, ist das doch nicht gleich unglaubwürdig oder eine Farce.

    (8) 01.09.17 - 08:11

    Guten Morgen,

    ich bin auch sehr vorsichtig und habe eher länger allws gesichert. Mit 14 hat er aber auch anderweitig die Möglichkeit Dinge zu sehen, die wir als ungeeignet ansehen.

    Ich würde ihm entgegenkommen und die Sicherung lockern, aber die Protokolle stichprobenartig kontrollieren.

    Naja, und wenn er mal nach einer nackten Frau schaut , wäre das für dieses Alter auch normal.

    Gruß Ornella

    (9) 02.09.17 - 20:59

    ''Webseiten über Sex&Pornographie, Gewalt&Waffen, Chat/Dating und auch Social Media gesperrt. Facebook ist bei ihm aber erlaubt. ''

    Auf Facebook hat er alles, was du gesperrt hast!

    Kindersicherung umgehen ist sooo einfach.. und im Protokoll kann man das löschen, was mama nicht sehen darf 😉

    Ich glaube nicht das es ein Nutzen hat... wenn er sich so etwas ansehen will, dann tut er das auch

    (10) 02.09.17 - 20:59

    ''Webseiten über Sex&Pornographie, Gewalt&Waffen, Chat/Dating und auch Social Media gesperrt. Facebook ist bei ihm aber erlaubt. ''

    Auf Facebook hat er alles, was du gesperrt hast!

    Kindersicherung umgehen ist sooo einfach.. und im Protokoll kann man das löschen, was mama nicht sehen darf 😉

    Ich glaube nicht das es ein Nutzen hat... wenn er sich so etwas ansehen will, dann tut er das auch

    (11) 03.09.17 - 08:02

    Hallo,

    er braucht doch mit dem Handy nur aus dem WLAN raus und kann alles nutzen.

    Bei unseren haben wir auch einiges gesperrt. Mein Mann ist aber Informatiker und unsere können um die Sperren nicht drum rum, sind aber auch jünger als deiner. Wichtiger als alles zu sichern, finde ich es, den Kindern genau die Gefahren des Internets aufzuzeigen. Soziale Netzwerke sind hier ebenfalls tabu. Außer WhatsApp. Und das war schon grenzwertig. Warum du ihm Facebook erlaubst und auf der anderen Seite alles sperrst, verstehe ich auch nicht. Da findet er alles was du gesperrt hast.

    LG
    Michaela

    Völliger Schwachsinn so eine Kindersicherung!

    (13) 05.09.17 - 15:03

    Hallo!
    Ich komme übrigens aus der Schweiz. Dein "frägt mich" stört mich nicht im Geringsten. Sowas, eine spannende Frage an einem Tippfehler aufzuhängen...

    Zur Antwort: Ich finde, du machst das bewusst und hast dich sicher viele Gedanken gemacht. Das ist vorbildlich.

    Nur ist das Leben aber meistens ja nicht ganz so berechenbar. Aus dem Grund habe ich mich entschieden, zur Zeit gar nichts bei meinen Kindern zu blocken. Mag daran liegen, dass mein Grosser mit 12 schlicht an fast gar nichts ausser Fussball Interesse hat. Aber ich denke mir halt, dass die Überwachung, Kontrolle und Schutz auch dazu verleiten, nicht ganz selber zu denken. Nicht Selbstständig abzuwägen.
    Ich halte mich einfach auf dem Laufenden, was er online macht. Ob er für seine Spiele Chats aufsucht etc. Und wir reden darüber, was es für "Fallen" im Internet gibt. Und dass man nicht alles sehen muss, nur weil man es googeln könnte. Dass man nie Echtnamen oder Ortschaften angibt...
    Ich möchte, dass er lernt, selber nachzudenken, was er abruft und dann ggf. sehen könnte. Wir reden auch oft darüber, dass man bei Suchbegriffen anderes zu sehen bekommt als gewünscht, dass er dann fragen soll, reden...
    Ich möchte die maximale Selbstverantwortund und die maximale Selbständigkeit und die maximale Kommunikation... .und ein Einhorn-Pegasus mit Regenbogenwolke... :-)

    Nein ernsthaft: Ich finde, wenn sie relativ klein sind, hat man ja noch gut im Griff, was sie suchen ansehen und ob sie chatten... und wenn sie grösser sind, müssen sie lernen, selber für sich zu entscheiden. UND am wichtigsten ist, dass sie lernen darüber zu reden, wenn was "falsches" passiert.Ohne Scham, ohne Angst vor Strafen.
    (immer vorausgesetzt, man hat im Griff oder im Blick was die Kinder online tun...)

    Mein Sohn hat beim Youtube gucken plötzlich eine nackte Frau gesehen (war in einem harmlosen Spielfilm, der ähnlich hiess wie sein gesuchtes Sportvideo) er kam lachen zu mir und zeigte mir das. Das fand ich gut. Wir konnten darüber reden.

    Ich kann mir vorstellen, mal was einzuschränken, wenn er öfters alleine online unterwegs sein sollte... Oder chats für sich entdeckt. Oder er nicht mehr mit Mama über alles plaudern will/kann. Aber ich werde ihm das dann auch erklären.

    Und ja, es stimmt: Was du machst ist verantwortungsvoll. Wenn es begleitet ist durch das Gespräch darüber, warum. Und es nicht nur Regeln sind.
    Ob die Grenze für das Aufheben des Schutzes nun bei 14 oder 15 oder 16 ist... ich denke, da er so bewusst damit umgeht und sich nicht daran stört. Lass es doch wie es ist. Du fühlst dich wohl, der Junge ist ja nicht eingeschränkt da er es akzeptiert und wenn der Zeitpunkt für ein ernstes Gespräch über Internet-Schurken stimmt, kannst du es ja dann gleich als Anlass nehmen, ihm die Verantwortung für sein Internet-Weg ganz zu übertragen.

    (14) 05.09.17 - 15:44

    Ja meine Tante und mein Onkel waren auch der Meinung dass ihre Kindersicherung total gut funktioniert und ihre drei Kinder brave Engel sind. Aber sobald die Kizi Tür zu war, wurde wie wild geschmuggeltes Material ausgetauscht. Mein Cousin hat sich sogar die Mühe gemacht irgendeinen blutigen Ego-Shooter auf eine CD zu brennen und mit einem Fuchsbild zu bedrucken. Er hat das Icon des Spiels in "Lernen mit dem Schlaufuchs" geändert auf diese Art jede Menge verbotene Games ins Kinderzimmer bekommen. Meine Cousine hat sich einfach durch uns und die besten Freunde über alles was es im Netz so gab mitversorgen lassen oder sie sind eben zu Freunden und haben dort alles getestet. Mittlerweile sind sie groß und Tante und Onkel glauben immer noch, dass die guten Noten/Karrieren was mit ihrer strengen Erziehung und der Kindersicherung zu tun haben. Wir belassen es einfach Mal dabei.

    Für meine eigenen Kinder, hab ich die www. Zeile in der Ansicht deaktiviert und stattdessen ne Kindersuchmaschine und ein Menu aus Kinderseiten eingestellt. Wenn sie schlau genug sind von alleine zu Google ins Erwachsenen www zu kommen, dann sind sie ohnehin alt genug um ohne Kindersicherung zu leben und diese auf jede andere Art auch zu umgehen. ;)

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