Aufräumen, das große Thema

    • (1) 11.09.17 - 20:20

      Hallo,

      meine Töchter (11 und 13) haben gerade neue Zimmer bekommen inkl. streichen, Möbel, wir haben viel Zeit investiert mit den Kids zusammen, um alles schön zu machen.

      Das Thema "Aufräumen" zermürbt mich. Jeden Tag fliegen schmutzige Klamotten auf den Boden, bleiben tagelang liegen, Dinge werden irgendwo abgestellt und bleiben dort tagelang stehen, Bonbonpapier fliegt massig auf den Boden, teure Geräte wie Tablet oder mp3 liegen dazwischen, drauftreten passiert leicht.

      Es gibt feste Plätze für alles, so ist das nicht, hatten wir gemeinsam überlegt.

      Ich halte die Mädchen jeden einzelnen Tag des Jahres zum Aufräumen an. Erst kommen alle Pflichten wie Schule, Lernen, ihr Zimmer aufräumen etc., DANN erst ist z.B. Tabletzeit. Wenn ich sie auffordere, aufzuräumen, klappt es auch. Aber immer, immer, immer muss ich erst etwas sagen, das nervt so (mich und sie!).

      Warum nicht gleich alles direkt an seinen Platz? Irgendwo sehe ich das auch als Teil der Erziehung an statt laissez-faire. Noch wohnen sie zu Hause und da gibt es ein paar Regeln, nicht viele.

      Wie handhabt ihr das? Ihr Zimmer, komplett ihre Sache? Tür zu und sch***egal?

      Wie ist das, darf Besuch der Kids kommen, auch wenn es wie S** aussieht?

      Es ärgert mich einfach, wenn ich durch's Haus gehe und 2 Zimmer sehen nur furchtbar aus. Wir haben uns den Allerwertesten aufgerissen, um dieses tolle Haus zu bekommen.

      Soll ich die Damen mal 1 Monat einfach machen lassen inkl. Gläser, Joghurtbecher? Tür zu und nach mir die Sintflut?

      Oder rigoros alles, was auf dem Boden rumfliegt unter die Bettdecke oder in einen Sack im Keller inkl. schmutziger Klamotten?

      Oder "Samstag ist Aufräumtag"? Ich muss richtiggehend kontrollieren, sonst wird alles auf den Schrank gestopft, unter das Sofa etc.

      Es ist nicht so, dass wir plötzlich an dem Thema dran sind. Die Älteste war immer ordentlich, die Kleine immer Typ Sammler ;-).

      Welche netten Ratschläge habt ihr?

      • Hallo,
        hier läuft es so: Wäsche wird nur gewaschen, wenn sie im Keller landet, gegessen wird nur am Esstisch ( das ist am schwierigsten und verwischt häufig am Nachmittagssnack mit Freunden, der wird dann doch im Zimmer gegessen.. ) Schulsachen nur auf dem Schreibtisch und es muss einen Gang vom Bett zur Tür geben. Einmal die Woche ist putzen angesagt, dafür muss aufgeräumt sein. Ist nicht aufgeräumt, werden gewisse Sachen gestrichen. Unsere Putzfrau hat früher auch die Kinderzimmer gemacht, das wurde wegen Unordnung gestrichen.
        Unser Kinderarzt sagte mal, solange keine Kakerlaken unter der Tür durchkriechen,.....#rofl!
        Vg Motzkuh

        • Finde ich gut - gerade das mit den Klamotten. Muss ich einführen.
          Aber da kontrolliere ich zumindest nach, ob das nasse Badezeug und die Regennassen Trainingklamotten irgendwo zum Trocknen aufgehängt wurden. Geht meist unter, weil abends nur noch "ESSEN" angesagt ist, wenn sie heimkommen. Oder es landet klatschnass im Wäschekorb...

      Hallo,

      für unseren Sohn (11 J.) gibt es wenige Regeln für sein Zimmer, die aber auch eingehalten werden müssen.

      - Essen und Trinken gibt es ausschließlich in der Küche oder im Esszimmer. Auch keine Ausnahme bei Besuch von Freunden.
      - Wäsche die nicht im Korb ist ,wird nicht gewaschen. Da habe ich mir irgendwann den Reflex abgewöhnt alles einzusammeln.
      - Handy und Tablet werden spätestens Abends wieder ins Wohnzimmer gelegt

      Das ist am Anfang vielleicht stressig, aber es wird zur Routine. Seit 2 x das Lieblingsshirt nicht gewaschen war, hat auch das Wäsche horten aufgehört.

      LG
      Tanja

    • ...ich würde da keinen Machtkampf draus machen. Der zermürbt mindestens genauso... aber laisse-faire ist auch nicht.

      Bei mir ists so: Ein Franken Zusatztaschengeld gibts nur (bei deiner Grossen wohl mehr) wenn aufgeräumt ist. Und zwar ohne dass ich was sage. Das heisst bei uns: Der Grosse räumt wirklich immer gut auf - der Kleinen ists egal :-).

      Ich denke, mehr als reden und vlt deine Ansprüche etwas runterschrauben (z.B. Tablet und Abfall gehört weg, aber Klamotten dürfen auch mal liegen bleiben...) geht kaum.

      Was bei mir hilft: Ich staubsauge nur saubere Zimmer. Wer also nicht aufräumt, saugt selber, wenn der Boden frei ist. Und das dauert dann lange. Somit räumt die Tochter immerhin zwei Mal pro Woche kurz auf...

      Das wird wohl immer ein Thema sein wo man entweder dauernd redet und erinnert - oder einen Kampf draus macht. Ausser eben du kannst wie ich beim Jungen ein Anreizsystem machen, über das man dann auch nicht lange reden muss. Der letze Franken Taschengeld, etc.

      Besuch können meine immer haben - aber ich sage meist, sie sollen kurz aufräumen. Das machen sie auch ohne maulen - aber selber auf die Idee kommen, täten sie nicht.

      • Das "Anreizsystem", das hier zieht, wäre "Handy/Tablet erst, wenn aufgeräumt". Das würde dann tägliche Kontrolle meinerseits bedürfen, damit nichts irgendwohin gestopft wird. Nervt mich jetzt schon beim Schreiben.
        Ich schwanke zwischen "Mir doch sch***egal, sollen sie im Chaos leben" und "Es gibt nur wenige Regeln, was ist so schwer daran, eben aufzuräumen? Dauert nur 10 min.!"
        Grrr!

        • Also nach zwei mal "irgendwo hin stopfen" könnten sich meine Kinder ihre Vergünstigungen in die Haare schmieren!

          Da bekomm ich auch beim Lesen einen Kotzkrampf!

          Ich würde eine (!) klare Ansage machen, dass ich das so nicht länger mitmache und meine Kinder von jetzt an (leider erst von jetzt an offenbar) folgende Regeln zu befolgen haben:

          Den Zettel bekämen die Kids von mir von innen an die Zimmertür geklebt.

          Werden die Regeln nicht befolgt, ist Pech mit Friede-Freude-Eierkuchen. Ich lebe doch nicht in einem Saustall mit dreckiger Wäsche und schimmligen Tellern - wir sind hier schließlich in einem Zuhause und nicht auf einer Müllkippe!

          Da muss dann anfangs nachkontrolliert werden, auch wenn Du das nicht willst - nennt sich Erziehung #aha.

          Ich weiß ja, dass Teenies schwierig sind, aber bei beginnendem Kotzreiz und Wut beim dran denken hätte ich mal einen Brüller losgelassen (und ich brülle sonst wirklich nie!).

          Mein Sohn ist auch 11 - aber befolgt ganz lieb alles, was er muss. Wirklich Konsequenzen musste ich auch nicht androhen. Räumt er nicht auf, rück ich keine Elektro-Geräte raus - ist ja nicht mein Pech. Das weiß er aber auch, da diskutiert er gar nicht erst.

          Und er hat es auch selbst gern sauber und aufgeräumt.

          LG

          PS: Saugen tue ich übrigens auch nur ein aufgeräumtes Zimmer mit.

          Und hier flogen auch schon Socken in den Müll, weil die immer auf links im Wäschekorb gelandet sind (und der ganze angesammelte Schmutz und Sand dann noch schön in der umgekrempelten Socke nach dem Waschen drin war und die Socke ganz eingeknüllt war).

          Mal ehrlich, es sind simple Handgriffe, die maximal 15 Minuten pro Tag INSGESAMT dauern - da kann mir kein Teenie erzählen, dass das nicht möglich ist, um zu einem sauberen Haushalt beizutragen.

    Jup Tür zu und Ende.
    Die Damen werden erwachsen - ihr Zimmer und ihr Chaos. Ende.
    Einzige Regel Geschirr etc. wird jeden Abend ausgräumt. Einmal besprechen, großer Zettel an jede Tür und fertig.

    • Und trotz Superchaos Besuch von Freunden, Handy-Tablet als Goody, Mama-Fahrdienste? Irgendwie fällt mir das schwer.....

      • Präg Dir folgenden Satz ein:

        "Sorry Kids, da euer Verhalten mich aufregt und mich Energie kostet, habe ich keine Energie mehr, euch dort und dort hin zu fahren. Selber schuld."

        Wären die Kids irgendwo in einem Sommercamp zum Beispiel, müsste aufgeräumt werden, um Vergünstigungen zu erhalten und an Veranstaltungen teilnehmen zu dürfen. Da wird auf Disziplin und Sauberkeit geachtet - also nicht in allen, aber die beiden, die ich besichtigt habe, da war das so.

        Und das funktioniert OHNE Probleme - denn die Kids wissen, die Erzieher machen ernst. Wer sich einen Kanu-Ausflug verbaut, weil er eine Müllhalde in seinem Zimmer errichtet, ist selber schuld.

        Und auch wenn es ihr eigenes Chaos ist - man lebt immerhin zusammen und ein Grundmaß an Anpassung muss vorhanden sein. Und das bedeutet auch, dass ich jedes Zimmer betreten können muss, ohne mich für meinen Nachwuchs schämen zu müssen.

        Teenager sind Mitbewohner und keine Parasiten, die einfach ein neues Zimmer verdrecken dürfen und überhaupt keine Wertschätzung für Materialien zeigen, die ICH von hart erarbeitetem Geld bezahlt habe.

        Da wäre eindeutig der Ofen aus. Den Mädels geht es zu gut. Das ist kein Zusammenleben.

    Und trotz Superchaos Besuch von Freunden, Handy-Tablet als Goody, Mama-Fahrdienste? Irgendwie fällt mir das schwer.....

    na es sind ihre Freunde die in dem Chaos sitzen und auch sonst seh ich da keinen Zsammenhang - warum machst Du Dir so einen Stress ?

(13) 12.09.17 - 10:58

Hi,

wo ist Dein Stressfaktor????

"Wenn ich sie auffordere, aufzuräumen, klappt es auch".
Das ist womöglich 3 x die Woche ein Satz, vielleicht auch mal täglich, auszusprechen?
Wenn sie dann aufräumen, passt es doch, oder?

Wenn meine Tochter mal wieder Hilfe braucht, mein Gott, dann nehme ich mir 10 Minuten die Zeit und wir räumen schnell zusammen auf, bevor ich womöglich schreiend durchs Haus laufe, weil es mir nicht passt.
Meine Sachen liegen auch oft im Wohnzimmer rum und keiner meckert, weil es ein Durcheinander ist.

Ich halte meine Kids (11) auch ständig an Zimmer aufzuräumen aber es ist ein Satz und es wird gemacht.
Schmutzwäsche wegzuräumen haben sie schon als Kleinkind gelernt und das nicht gegessen wird im Zimmer ebenfalls.
Wenn zu viele Flaschen im Zimmer stehen....1x die Woche fahren wir Getränke kaufen, spätestens dann werden die Flaschen eingesammelt.

Im Endeffekt hast DU ein Problem mit der Ordentlichkeit der ZImmer, weil womöglich alles super ordentlich im Haus ist. Na dann musst du halt auch da ran, wenn die Kids einen anderen Sinn für Ordentlichkeit haben.

LG
Lisa

Hi,

ich mache hier jeden Abend meine Runde durch die Zimmer und spule meine Leier runter--ganz stumpf ohne Aufregung. Der Große (14) ist am schlampigsten--leere Flaschen, Süßtüten, Klamotten liegt alles auf dem Boden verteilt trotz Wäschetonne und Mülleimer.
Letztens bekam er Besuch und kam mächtig in Fahrt und hat alles aufgeräumt und sogar gesaugt #sonne
Der Kleine ist der Ordentlichste, da brauche ich nicht viel zu sagen.

lg

Ich kümmere mich nicht um das Zimmer meines Sohnes (15) .
Ich mache nur mal die Tür auf um zu schauen, wie es drinnen aussieht und dann sofort wieder zu.
Leergut soll nach unten und leere Gläser auch. Der Rest juckt mich nicht!
Seine Wäsche macht er sowieso alleine, was mir auch mehr als entgegen kommt.

Wenn Sachen von ihm im Haus rumfliegen, lege ich sie irgendwo auf einen Haufen oder werfe sie in sein Zimmer. Tür auf, Zeug rein, Tür zu.

Sein Zimmer, sein Schweinestall. Ich muss darin nicht hausen, also ist es mir egal....

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