Sohn will trommeln

    • (1) 11.10.17 - 12:14

      Halli Hallo

      Unser Sohn (8) äußert schon länger den Wunsch, trommeln zu lernen. Bisher kein Instrument gelernt.
      Wir haben ja schon versucht, ihm ein anderes Instrument schmackhaft zu machen.
      Will er nicht. Das einzige was er will, ist trommeln. So weit so gut.

      Open house in der Musikschule.
      Sohn strahlt, sobald wir in den Keller gehen, der Ort mit den Trommeln und Schlagzeugen. Er ist total begeistert. Redet von nix anderem mehr.
      Sohn wird jetzt also ein Kellerkind :-D
      Anmeldung für den Herbst. Abwarten, ob wir einen Platz bekommen.

      Nun plagen mich doch ein paar Gedanken.
      Nachdem ich mich beim Musiklehrer ein bisschen schlau gemacht hab, dass es heute super Möglichkeiten gibt, das ganze auch leise zu üben (mit Kopfhörer bzw. auch mit so einer Gummiauflage, die den Ton dämmt - das ist für uns absolute Grundvoraussetzung).
      Aber macht das dann auf Dauer überhaupt Spaß? Ich mein, dass er zwar spielen kann, aber keinem kann er es wirklich vorspielen? (sollten wir es doch zulassen wollen: wir wohnen in einer Wohnung, unsere Nachbarn werden uns lieben #schwitz)

      Schatzl und ich sind uns einig: wir besorgen uns erst mal ein gebrauchtes Instrument zum Anfangen, sollte es mit der Anmeldung klappen.
      Würd mir aber doch wünschen, dass Sohn versucht, das ganze erst mal ein Semester durchzuziehen. Das ganze Kostet nämlich (Schulgeld).

      Also:
      gibts hier erfahrene Eltern, die mir sagen können, wie es bei euch abgelaufen ist? Ob es, nachdem es DER Wunsch des Kindes ist, nach einiger Zeit noch Freude gemacht hat?

      Ja ich weiß, keiner kann eine Garanie abgeben und er solls einfach mal probieren.
      Bin aber selber schon ein wenig aufgeregt deshalb (hatte selber nie SOLCHE Möglichkeiten, wenngleich sich meine Mutter immer um mich bemüht hat), und dementsprechend Neugierig, wie es wohl werden könnte....

      Viele Grüße

      • Hallo,
        unser Sohn schwankte damals zwischen Schlagzeug und Trompete. Gott sei Dank ist es die Trompete geworden. Ein Schlagzeug benötigt doch etwas mehr Platz, auch wenn nicht gespielt wird.
        Davon ab,
        wenn Euer Sohn Spaß daran hat, lasst es ihn ausprobieren. Und mit dem Üben zu hause....Eure Nachbarn sind ja bestimmt nicht andauernd im Haus und vielleicht kann man im Vorfeld mit den Nachbarn sprechen und ggf. auch Zeiten abmachen, in denen Euer Sohn laut spielen darf. Natürlich mit der Option, dass die Nachbarn auch dann mal ihr Veto einlegen dürfen (bei Krankheit, spontenem Besuch oder was auch immer).
        Dann würde ich an Eurer Stelle mal bei einem Musikladen vorbeifahren. Oft kann man Instrumente gegen eine monatliche Gebühr ausleihen. Sollte man sich dann später zum Kauf entscheiden, wird die bis dann bezahlte Miete mit dem Verkaufspreis verrechnet. Und sollte Euer Sohn doch schnell merken, dass das Schlagzeug nicht sein Ding ist, kann man das Schlagzeug auch schnell wieder zurückgeben.
        Wichtig ist nur üben, üben, üben....Eurem Sohn muss klar sein, dass er nicht nach ein paar Stunden ein perfekter Schlagzeuger ist, sondern das das schon ein paar Jahre dauert.
        Davon ab, gibt es evtl. die Möglichkeit, bei einem Musikverein Unterricht zu nehmen? Das ist hier im ländlichen Bereich durchaus üblich, dass die örtlichen Vereine günstigen, aber dennoch sehr guten Unterricht geben (durch profesionelle Kräfte) in der Hoffnung, dass die Kinder/Jugendlichen einmal eine feste Säule im Verein werden. Und die Kosten sind lächerlich im Vergleich zum Unterricht in der Musikschule. Wir bezahlen für 2 Kinder im Monat 50,00 €. Das beinhalte jeweils 30 Minuten Einzelunterricht pro Woche sowie jeweils wöchentlich eine Jugendorchesterprobe. Der Große ist allerdings auch schon im Hauptorchester aktiv und hat da auch noch einmal in der Woche Probe.
        Dazu sind wir Fördermitglied im Hauptverein geworden, der Spaß kostet 15,00 €/Jahr....dafür bekommen wir auch ein Ständchen zur Goldenen Hochzeit ;-)....
        Von den Kosten ist es daher kein Vergleich zur Musikschule, man hat aber dann, wenn man im Hauptorchester ist, auch entsprechend Verpflichtungen durch Auftritte.
        LG
        Elsa01
        P.S.: Schlagzeugunterricht ist in einem Musikverein auch oft umfangreicher als bei der Musikschule. Im Musikverein gehören z.B. auch Glockenspiel, Xylophon etc. zum Schlagzeugunterricht...aber erst etwas später.

        Mein mittlerer Sohn spielt seit 3 Jahren Schlagzeug. Er hatte schon immer wahnsinniges Interesse an Musik und Instrumenten und als er sich dann wieder zu Weihnachten eine Trommel gewünscht hat, haben mein Mann und ich ihm direkt ein Schlagzeug geschenkt für ca. 200 Euro. Es war ein Versuchsballon.
        Er setzte sich an das Schlagzeug und spielte direkt so, dass man ihn auch locker auf eine Bühne hätte setzen können #schock
        Naja, wir kauften ihm dann ein paar Bücher mit Noten und er brachte sich dann alles selbst bei und spielt einfach nur perfekt. Wir wohnen in einen EFH, aber die Nachbarschaft bekommt natürlich schon was mit, genießen aber eher die Musik. Wir haben hier recht strenge Regeln--an Sonn-und Feiertagen wird nicht gespielt, es wird erst ab 10 Uhr gespielt, in der Zeit von 12-15 Uhr nicht und auch nicht nach 20 Uhr. Beim Spielen werden Fenster und Türen geschlossen und er trägt einen Gehörschutz.
        Mein Sohn spielt in 2 Bands--einmal seine Schulband und die Band von der Feuerwehr. Er ist in beiden Fällen mit Abstand der Jüngste.
        Wenn es bei euch absolut nicht geht wegen dem Krach, dann gibt es auch noch ein elektrisches Schlagzeug, das läuft über Kopfhörer.

        Mein Sohn ist 10 und spielt seit 3 Jahren Schlagzeug.

        Normalerweise beginnen die Kids NUR mit einer Trommel (Snare-Drum), wobei im 1. Jahr hauptsächlich Takt- und Zählübungen gemacht werden (vor allem wenn er noch keinen Noten(längen) kennt). Ich würde mir im 1. Jahr mal eine Trommel von der Musikschule ausleihen, damit du mal siehst wie es ihm taugt.

        Junior ist es nach einem halben Jahr nur mit der Snare-Drum recht fad geworden und wir haben dann ein elektronisches Schlagzeug wie hier (https://e-schlagzeug.net/) gekauft. Mit dem kann man auch über Kopfhörer leise spielen, was in einer Wohnung sicher von Vorteil ist. Der Vorteil ist halt, dass der Musikschullehrer ganz andere Übungen aufgeben kann, wenn ein komplettes Schlagzeug vorhanden ist.

        Wir haben inzwischen zusätzlich zum elektrischen Schlagzeug noch eine Snare-Drum und ein Crash-Becken (normalerweise sollte diese zwei Dinge anfangs reichen), nur die sind halt schon laut und vor allem macht natürlich Trommeln schon mehr Spaß, wenn es so richtig "kracht" :D.

        Bei uns ist es auch so dass bei uns das Unterrichtsfach Schlagzeug, alle "Schlaginstrumente" enthält, sprich Junior lernt nicht nur Schlagzeug, sondern auch Xylophon, Glockenspiel, Pauke, usw. und mit dem Glockenspiel z.B. kann man recht schnell kleine Melodien spielen (wenn man die Noten kann).

      • mein 11jähriger hat in der 3. vs-klasse, also mit 8 1/2, angefangen schlagzeug zu lernen in der musikschule. er hat zuerst nur eine snare drum bekommen und ca 2 jahre nur diese daheim gehabt. wir haben die selber gekauft, bei unserer musikschule gab es keine zum ausleihen, und es gab grad auch keine übertragenen. hat damals glaub ich ca 120 euro gekostet.

        mein sohn hat nie sehr viel daheim geübt. ca 10 min am stück, vielleicht mal 15 oder max 20, und das bei weitem nicht jeden tag, vielleicht 4x die woche - das ist m.e.n. jedem nachbarn zuzumuten, zumal die snare drum allein nicht soo laut ist. kann natürlch umgekehrt sein, dass dein kind täglich 3x soviel übt..

        nach über 2 jahren hat er jetzt ein e-drumset bekommen - kostenpunkt 250 euro, das haben wir übertragen gekauft (wir sind die 3. besitzer und kennen beide vorbesitzer, ursprünglich hat das teil 800 gekostet - diese variante ist von der qualität her wesentlich besser als ein set zu nehmen, das neu nur ca 300 - 400 kostet.) natürlich sind die preise bei e-schlagzeug.com nach oben offen, aber wir haben ja keinen werdenden profi-musiker daheim, sondern einen burschen, der einfach bisschen spielt und ebenfalls, wie früher, etwa jeden 2. tag übt, reine übezeit auch wieder 10 min, ab und zu hängt er noch 10-15 min freies spielen dran (das aber dank der 2 jahre vorerfahrung schon echt gut klingt).

        wie schon wer geschrieben hat, die ersten ein, zwei jahre sind viele technik- und taktübungen. die richtige haltung der sticks muss mal erlernt werden, und die rhytmen etc. da sieht man schon gut, ob einem kind das taugt oder nicht -und wenn nicht hörts halt wieder auf, find ich jetzt auch nicht so schlimm.

        ach ja, unsere snare drum könnten wir übrigens jetzt weiterverkaufen, da ja beim set auch eine dabei war. ist uns grad nicht so wichtig, aber möglich wärs.

        Mein einer Sohn wollte auch unbedingtmit 6 Jahren Schlagzeug lernen. Damals waren wir in einer Mietwohnung. Wri haben dann im Wohnzimmer an der Wand zum Treppenhaus (weit weg von allen Schlafzimmern) erst eine große Holzplatte mit schalldämmendem Schaustoff unten drunter gelegt zum Entkoppeln. Dadurch hatte der Boden(Betonplatte) nicht den Schall geleitet. In die Trommeln hatten wir nochmals anderen schalldämmenden Schaumstoff gelegt. Dann konnte Sohnemann (mit Kopfhörern) trommeln. Heute ist er 16 und trommelt immer noch!

        • (7) 13.10.17 - 17:56

          Ach ja, das Kinderschlagzeug von damals steht bei uns noch herum und könnte abgegeben werden. Seit ein paar Jahren haben wir ein gutes Großes (billig ersteigert).

      Ich würde nach einem Unterricht gucken das auserhalb des hauses stattfindet :)

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