Brauche mal einen Rat bezüglich Ausbildung meines Sohnes...

    • (1) 20.10.17 - 10:32

      Hallo,
      also mein Sohn wird nächsten Sommer in die Lehre als Bäcker gehen.
      Dann ist er aber erst 15 Jahre alt.
      Er möchte es unbedingt, weil er keine Schule mehr möchte (außer Berufsschule), außerdem hat er zwei Lehrstellen-Angebote. Bei beiden Betrieben hat er schon ein Praktikum hinter sich und findet es super.

      Wir wohnen auf dem Land, täglich nur 3-4 Busse.
      Beide Stellen sind etwa 12km entfernt, eine auch auf einem Dorf, die andere in der nächsten Kleinstadt aber im Industriegebiet außerhalb.
      Jetzt kommt das große Problem:
      Wie kommt er da jeweils morgens um halb vier/fünf hin?

      Während der Praktika habe ich ihn morgens gefahren- das war jeweils für zwei Wochen machbar- aber doch nicht ein Jahr bis zum Roller-Führerschein.#gruebel Ich muß ja auch meinen Alltag schaffen und nicht auf meiner Arbeit einschlafen.

      Zukünftige Kollegen fahren früher, er als Azubi muss ja wegen Jugendschutz später anfangen.

      Taxidienst ist unbezahlbar, habe angerufen- das wären im Monat fast 300Euro.

      Fahrrad ist mir zu gefährlich, da es ohne Radweg an der Hauptstr. entlang geht (Laster-Weg zur Autobahn) oder durch den dunklen Wald.

      Der eine Chef möchte Zu-/Absage bis Ende des Monats. Aber ich kann ihn doch nicht unterschreiben lassen wenn wir noch keine Fahrlösung haben!
      Was würdet ihr machen?
      Danke schon mal und lg, Marti

      • Hallo,
        mit 15 J. darf er Mofa fahren (25 kmh), die "Mofa-Prüfbescheinigung" (also der Führerschein dafür) kann ab drei Monate vor dem 15. Geburtstag erworben werden. Klar ist er mit 25 kmh nicht der "Schnellste" - aber ich würde sagen: Besser als nix!
        Du musst bedenken, er hat ja dann auch Berufsschule, entweder als Block eine Woche lange oder eben an regelmäßigen Wochentagen. Also fällt durchschnittlich der Arbeitsweg wohl schon mal an einem Wochentag weg.
        Wenn dann wirklich fürchterliches Sauwetter ist oder es im Winter eben glatt, Schnee, Eiseskälte, dann kannst du ihn doch auch ein paar Wochen fahren.
        Ich würde sagen, das Ganze ist zeitlich absehbar - ein halbes Jahr ist dann auch relativ schnell vorüber.
        Mit 16 kann er den "kleinen" Mopedführerschein machen und darf dann 45 kmh fahren.
        Evtl. würde ich auch versuchen, sobald als möglich eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen, damit er die Strecke dann mit dem Auto zurücklegen kann.
        Also ich würde alles dafür tun, ihm diese Wunschausbildung zu ermöglichen. Ich würde ihn auch täglich fahren - weil es eben vorüber geht. Klar, ist das schon eine harte Zeit, aber man gewöhnt sich vlt. auch dran.
        Ich habe meinen Sohn drei Monate lang nachts um halb eins chauffiert (zwar nur im zwei-Wochen-Rhythmus) - das war ungefähr die selbe Entfernung. Klar, man ist dann eine Stunde aus dem Schlaf gerissen - anfangs konnte ich dann auch nicht gleich weiter schlafen, mit der Zeit gewöhnt sich der Körper aber dann um.
        Den Vertrag könnt ihr doch eigentlich unterschreiben - wenn alle Stricken reißen, kann man da wieder absagen.
        LG

        Hallo,
        ich sehe es anders als die anderen und halte ein dünn bereiftes Moped mit 25 km/h auf einer LKW-Strecke für nicht weniger gefährlich als ein Fahrrad, das gute 15 km fährt! Und dafür Geld für den Führerschein #kratz? Bei Regen, Schnee, starkem Wind fällt das Moped aus....! Oder er benutzt es und man lebt als Eltern ständig in Sorge? Nein, das würde ich nicht unterstützen (Führerschein/Moped selbst).
        In der Bäckerlehre verdient der junge Mann 470€ im ersten Lehrjahr, hat aber null Kosten, die er nicht auch als Schüler eines Gymnasiums hätte, lebt komplett zuhause! 150 dürfte er vom Gehalt für den Fahrdienst geben, die andere Hälfte würden wir als Eltern übernehmen. Das wäre mir vor allem die Sicherheit/Zuverlässigkeit und auch mein nächtlicher Schlaf definitiv wert!
        VG

        • Mofa Führerschein wird oft in der Schule als AG angeboten, 20 Euro Prüfbescheinigung, ansonsten wären die Nachbarskinder mit 100 Euro dabei.

          Ich bin 3 Jahre Mofa gefahren. Bei Wind und Wetter, Schnee usw. Da damals schon keine Busse gefahren sind.

          Auf dem Land ist das so.

          Die wenigsten Mofa Fahrer werden übersehen und verunfallen. Hier bei uns rechnet man aber auch mit denen.

          • Ich würde es auch auf dem Land nicht unterstützen. Und ein polnischer, tschechischer, rumänischer - oder auch deutscher LKW-Fahrer von weiter her rechnet ganz sicher bei einer Überlandfahrt morgens um 4 nicht mit einem kleinen Moped.
            "Die wenigsten" werden übersehen - wohl wahr. Mein Sohn wäre im Fall der TE ganz sicher nicht einer von denen, bei denen es eben doch der Fall war. Und verantwortungsvolle Eltern sind für mich etwas anderes, als seinen 15(!)Jährigen nachts bei Schneeregen auf der Landstraße entlanggurken zu lassen. Aber: Jeder, was er für richtig hält :-).
            VG

          (10) 22.10.17 - 15:55

          Gute Reflektoren an Rucksack bzw. Jacke und Helm machen einen Rollerfahrer gut sichtbar,. Mein Sohn hatte auch nie einen Unfall in 3 Jahren (fuhr vom 15.- 18.Geb. zur Schule) mit Roller.

      Genau so würde ich es auch sehen. Was für eine Irrwitzige Idee den Jungen mit nem Moped eine Lkw befahrene Strasse lang schicken zu wollen. Besonders im Winter, bei Regen usw.
      300€ für einen Monat Taxidienst ist doch absolut billig. Besser geht es doch gar nicht.
      Hälfte er den Rest ihr...das ist doch ein super Vorschlag.
      Überleg Mal...Moped kostet ebenso Benzin, dann die Tage wo er damit gar nicht fahren kann, die große Gefahr eines Unfalls mit so nem Teil weil jeder mit größeren Fahrzeugen ihn überholen wird....nee...sorry...niemals!

      Es gibt auch Winterreifen für Mofas, und Hauptstraßen werden normalerweise als erstes und recht früh gestreut

      @ TE:
      Ich frag mich auch, warum man sich überhaupt bei nem Betrieb bewirbt, den man nicht erreichen kann bzw.sich erst kurz vor der Zusage über den Fahrweg Gedanken macht.

      Wie fährt denn der erste Bus morgens, im Winter kann man sich ja auch mal früher (als nötig in nen Bus setzen und vor dem Betrieb warten. Falls es mal gar nicht geht mit dem Roller.

      Ich habe während meines Berufspraktikums z.B. im Winter öfter mal bei ner Kollegin übernachtet, wenn gefährliches Wetter war. (ich fuhr mit Rad) Es gibt also mehrere Alternativen zum Rollerfahren.

Ich würde definitiv den Vertrag unterschreiben, denn es ist ja nicht so, dass er überhaupt keine Möglichkeit hat, dorthin zu kommen. Falls sich keine andere Lösung findet, könntest du ihn ja immer noch fahren.

Bei uns machen viele junge Azubis ihren Mofaführerschein und nutzen das Mofa für den Weg zur Arbeit. Im Winter bei Glätte oder bei Sturm springen die Eltern ein (normaler Regen ist unproblematisch und damit man selbst nicht nass wird, gibt es entsprechende Schutzkleidung). Ihr könntet dann auch bereits einen Roller anschaffen, den er später mit 16 weiterfahren kann und der einstweilen auf die 25kmh gedrosselt wird - denn wenn ich es richtig verstanden habe, würde er mit 16 ohnehin den Rollerführerschein machen und so zur Arbeit fahren?

Eine Ausnahmegenehmigung für Fahren unter 18 für Fahrten zur Arbeit könnte auch eine Möglichkeit sein, da müsstet ihr euch aber rechtzeitig erkundigen, denke ich, da das recht aufwändig zu sein scheint. Eine Bekannte hat das gemacht und musste u.a. ein psychologisches Gutachten vorlegen.

Wann beginnst du denn zu Arbeiten? Und wann müsste er anfangen? Gerade im Winter würde ich da wohl meinen eigenen Rhythmus versuchen umzustellen und ihn zu fahren. Ich denke, ich könnte mich da schon darauf einstellen, morgens 2-2,5 Std. früher aufzustehen als jetzt und dafür abends früher Schluss zu machen. Müsste man ausprobieren. Und zur Not bliebe ja wirklich noch der Taxidienst, die 300€ finde ich jetzt gar nicht soooo dramatisch...

Gibt es vielleicht eine Ferienwohnung, wo er unter der Woche schlafen/wohnen kann? Ein Monteurszimmer in der Nähe? Dann könnte man vielleicht eine Mischung aus unter der Woche dort wohnen oder bei gutem Wetter von zu Hause mit dem Moped und bei schlechtem Wetter dort wohnen und ggf. auch mal von zu Hause von den Eltern bringen lassen versuchen.

LG

Du schreibst einerseits dein Sohn ist 15 Jahre bei Beginn der Ausbildung, dann schreibst du, er hat dann erst 1 Jahr nach Beginn einen Rollerführerschein hat. Den kann er doch schon mit 15 machen und dann könnte er mit Roller doch von Anfang an zur Ausbildung fahren. Mein Sohn ist auch, seit er mit 15 den Rollerführerschein machte, jeden Tag 12 km zur Schule gefahren.

Wieso also meinst du, mußt du dein Kind das 1. Jahr jeden Tag zur Schule bringen?

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