Angst, dass es unser Sohn nicht packt..

    • (1) 17.11.17 - 15:39

      Hallo Ihr Lieben ich benötige euren Rat.

      Mein Sohn ist 14 Jahre alt und geht in die 9. Klasse der Mittelschule.
      Unser Ziel war es, dass er nächstes Jahr den Quali macht und dann die 10. Klasse mit der Mittleren Reife beendet. Darauf haben wir uns eingestellt und geplant.
      Nun kommt alles anders und er sackt mit den Noten extrem ab, lernt - aber nicht intensiv genug oder dann das falsche oder nur die Hälfte. -> Ich hoffe ihr versteht was ich meine.
      Zuhause und in den Hausaufgaben kann er es, in den Proben hat er teilweise Blackouts, Konzentrationsstörungen oder hat einfach zu wenig Zeit um alle Aufgaben zu erledigen.
      Das hatte er zwar früher auch schon aber lange nicht in dieser Intensität.

      Er lernt jeden Tag und kommt von selbst um sich abfragen zu lassen und kann das gelernte dann auch.
      Was können wir tun damit er in den Proben konzentrierter ist, damit er keine Blackouts bekommt?
      So wie die Noten jetzt sind wird er die Prüfung nicht packen.

      Zu allem kommt noch seine absolut pubertäre Planlosigkeit!!
      Er vergisst alles von Schulaufgaben, über Fußballtraining, bis hin zum Bescheid geben, dass er bei seinem Freund angekommen ist.
      Termine habe ich ihm sogar schon an die Zimmertür geklebt, habe ihn per Whatsapp dran erinnert und vergisst es 2 Std wieder und verpasst ihn. :-(
      Das einspeichern von Terminen ins Handy vergisst er..

      Was sollen wir noch machen?

      • (2) 17.11.17 - 16:24

        Hallo,

        irgendwie widersprichst du Dir - einerseits kommt er jeden Tag, um sich abhören zu laßen - andererseits vergißt er seine Schulaufgaben - das verstehe ich nicht.

        Ich glaube nicht, dass dies mit der Pupertät zu tun hat, denn dann würden ja die meisten Jugendlichen in dem Alter, ihre Hausaufgaben vergessen.

        Ich weiß ja nicht, wie ihr das früher geübt habt - aber leider stimmt der Spruch "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr - oder zumindest nur sehr schwer.!

        Ich habe mit meinen Nachhilfeschülern gute Erfahrung mit regelmäßigen, einfachen Yogaübungen gemacht, um die Angst vor den Arbeiten abzubauen - oder auch mit Hilfe des sogenannten magischen inneren Bildes - (kannst Dich ja mal belesen).

        Liebe Grüße

        • Er lernt jeden Tag Hefteinträge. Wenn er jedoch eine Probe schreibt lernt er nicht spezifisch für dieses eine Fach bzw auf diese Probe hin da er ja vergessen hat, dass er eine schreibt.
          Aktueller Fall:
          Er schreibt eine 5 in Mathe. Er konnte also so gut wie keine Aufgabe lösen. Ich sage seit Jahren zu ihm er muss sagen, dass er etwas nicht kann - nur so kann man ihm auch helfen! Ob das wir Eltern sind, die Lehrer oder Schulfreunde das ist egal aber er muss sich sein Wissen holen wenn er es nicht kann! Nach diesem erneuten Rüffel habe ich die anderen Eltern zusammengetrommelt und so ziemlich alle hatten eine 5 #kratz
          Ich bin also zum Lehrer gegangen und nun wurde die Probe wiederholt (in Zwischenzeit habe ich Ihm gezeigt wie er die Aufgaben lösen muss) und siehe da er hat eine 1 mit voller Punktzahl nach Hause gebracht.
          Ich frage ihn natürlich warum er nicht gleich kommt aber er sagt er weiß es selbst nicht! Ich verzweifle..
          Nun hat er eine Deutsch Probe geschrieben, wieder ne 5 :-(
          Er hätte in dieser Probe wieder eine 2 geschafft aber er hat sich schlichtweg nicht konzentriert! Alles was er schrieb war richtig nur hat er eben nicht alles bearbeitet.

          Ich bin wirklich um jeden Rat dankbar!

          Und @Lumi: Yoga klingt sehr gut er hat sich nur leider beim Fußball vor einigen Wochen einen Knöchernen Ausriss an der Hüfte zugezogen und hat bis Februar absolutes Sportverbot. Gibt es Yoga Übungen die die Hüfte nicht verdrehen bzw beanspruchen? Sonst dreht er mir noch durch wenn er sich gar nicht mehr bewegen kann - du hast schon Recht, Sport ist auch wichtig für die Konzentration. Über das magische innere Bild muss ich mich jedoch heute nochmal schlau machen.

      Dein Sohn ist 14 Jahre und nicht 5. Er muß lernen für sich die Verantwortung zu übernehmen. NIcht du gehst zur Schule sondern dein Sohn .
      Die Anforderungen sind bei uns ind er 9 Klasse ziemlich gestiegen. Die Jugendlichen müssen ein großes Projekt machen, Praktikum mit umfangreichen Berichten und die Fächer werden schwerer. Bei uns in der Geminschaftschule habe einge diese Anforderungen nicht geschafft. Leider einge auch aus bekloppten Gründen, Projektbericht nicht abgegeben oder zu oft den Sportunterricht geschwänzt.Andere haben extra leere Blätter in den Prüfungen abgegeben , damit sie das Schuljahr wiederholen können.
      Die 10 Klasse ist noch einmal schwerer.

      Naja, denn wird das Schuljahr wiederholt . Macht dich nicht verrückt, dein Sohn ist mit 14 Jahren noch sehr Jung. Meine Söhne würden bei dauernder Kontrolle und nachfragen dicht machen.
      Weiß er denn schon was er nach der Schule machen will? Bei uns gibt es mehrer Möglichkeiten seinen Realschulabschluß auch Fachlich an einer Berufschule zumachen.

    • Hallo.

      Ich würde ihn schleunigst bei einem Nachhilfeinstitut anmelden (Schoolmate - sehr empfehlenswert) und ihm - unterstützend - Bachblüten o.ä. zur besseren Konzentration besorgen.:-D

      Alles Gute!

      Mein Sohn ist auch 14 und es geht ihm ähnlich. Er hat wirklich Probleme, sich zu konzentrieren und vorallem am Anfang dieses Schuljahres sind die Noten gesunken. Er hat das Zeug zu sehr guten Noten, aber er muss schon ein Minimum dafür leisten.
      Er hat schon lange entschieden, dass er später mal an die Uni will und Chemie, Phyik oder Mathematik studieren - aber ich glaube, er das erscheint ihm trotzdem noch recht weit weg (zeitlich) und er kann sich seine Zukunft noch nicht so richtig real vorstellen. Deshalb war er auch nicht wirklich motiviert, sich anzustrengen. Verschiedene Gespräche in der Familie und auch zwischen ihm und seiner Klassenlehrerin haben ihm anscheinend etwas die Augen geöffnet, und inzwischen sieht es wieder etwas besser aus. Die Noten sind gestiegen, er hat sogar in den Sprachfächern sehr gute Resultate geschrieben.

      Bei uns hat eine relativ engmaschige Ueberwachung geholfen d.h. Kontrolle, dass die Hausaufgaben gemacht wurden, Wochenplan fürs Lernen von Klassenarbeiten, Abfragen, Vorbereiten des Schulsachen am Vortag etc. Und voralle Gespräche über die Zukunft, Optionen der Berufs- und Ausbildungswahl und der Zusammenhang mit den Noten von heute......

    • Erst mal ein paar Fragen:

      war es euer Ziel, als Eltern?
      oder euer Ziel gemeinsam mit ihm?
      hat er es selbst geplant oder vor allem ihr als Eltern und er hat nur ja und amen dazu gesagt?

      "Darauf haben wir uns eingestellt und geplant."
      Ihr, er oder alle?

      Wenn ich selbst nicht das Ziel hatte, habe ich ähnlich reagiert wie dein Sohn.
      Wenn das Ziel von mir selbst aus kam, war ich schon mehr bereit was zu tun.
      Die Frage ist nur WIE?

      "Das hatte er zwar früher auch schon aber lange nicht in dieser Intensität."

      Wie habt ihr da reagiert?

      Das, was du beschreibst, kenne ich von mir früher. Heute weiß ich, dass es am ADHS liegt/lag.
      Da von mir erwartet wurde, dass ich das mache und früher auch ohne lernen damit durchkam, lernte ich nie damit umzugehen. Erst als es nicht mehr ging, kam die große Frage auf, wie geht es weiter?

      Daher: wie habt ihr früher reagiert?
      Könnt ihr daran anknüpfen?
      Wurde es dadurch besser?
      Welche Strategien haben ihm früher geholfen?

      Woher kommen die Black outs?

      Hat er unbewusst schon Angst schlecht abzuschneiden oder es im Test nicht zu können?
      Könnte eine Form von ADS dahinter liegen (weit mehr als nur nicht konzentrieren können. Auch Selbstorganisation, Lerneinteilen und vieles mehr sind weitere Symptome, können Symptome sein)

      Hat er schlicht keine Motivation?
      Er macht, weil er muss, aber weiß selbst noch nicht wieso?
      Schulabschluss kann für viele so abstrakt sein.

      Welche Interessen hat er?
      Könnte er vielleicht mal ein Praktikum in einem Beruf machen?
      Etwas, das ihm Spaß macht.
      Die Motivation DAS erreichen zu wollen, DA einen Lehrplatz zu bekommen, hilft manchmal.

      Wie sieht es mit Nachhilfe aus?
      Hat er ücken und tut sich deswegen schwer?
      Mit Lücken + das aktuelle zu lernen kann überfordern und auch zu blackouts führen.

      Nachhilfe kann auch deswegen helfen, weil es den Eltern-Schüler-Druck herausnimmt Jemand neutrales geht anders an die Sache heran und wenn sich dann noch jemand mit dem Fach auskennt, ist das doppelter Pluspunkt.
      Wenn er die Person mag, kann auch da noch mal Motivation entstehen.



      "Zu allem kommt noch seine absolut pubertäre Planlosigkeit!!
      Er vergisst alles von Schulaufgaben, über Fußballtraining, bis hin zum Bescheid geben, dass er bei seinem Freund angekommen ist.
      Termine habe ich ihm sogar schon an die Zimmertür geklebt, habe ihn per Whatsapp dran erinnert und vergisst es 2 Std wieder und verpasst ihn. :-( "

      war das früher auch schon so?
      wenn ja: 1. wie habt ihr reagiert
      2. Tendenz zu ADS denkbar?

      wenn es früher nicht so war, was ist jetzt anders?
      Kopf so voll?
      verliebt?
      Schilddrüse, Zuckerwerte, sonstige Blutwerte (Mineralien, Vitamine) etc. alles in Ordnung?

      Bei mir ist es ganz klar ADHS. ABER bei Eisenmangel oder anderen Dingen, hat es sich bei mir verschlimmert.

      Mal vergessen oder vieles im Alltag zu vergessen, ok, das kann vorkommen.
      Aber wenn er auch die IHM WICHTIGEN Dinge vergisst, würde ich aufhorchen. Selbst sehr verpeilte ADSler oder Vollpubertisten mit "selektiver Vergesslichkeit", vergessen zwar sehr viel, wie Hausaufgaben, Müll rausbringen, Zimmer aufräumen und all das, was ihnen nicht sooo wichtig erscheint.
      Aber das, was IHNEN SELBST wichtig ist, wird dann meist doch noch irgendwie erinnert. ;-)

      Wie ist es sonst so? Verlässt er sich darauf, dass ihr ALLES für ihn tut? Ihm alles sagt, meine ich. Termine und so?
      Bei uns läuft es so: was MIR wichtig ist, erinnere ich mein Kind daran bzw. bestehe darauf. Was IHR wichtig ist, aber es auch ohne geht, muss sie selbst daran denken (lernen). Einfach damit Stück für Stück die Eigenverantwortung zunimmt.
      Bei einem Klassenkamerad von früher war es so, dass er NICHTS gemacht oder gedacht hat. Wenn er draußen fror kam nur "Mama hat ja nicht gesagt, dass ich eine Jacke anziehen soll" #klatsch Allerdings war es da wirklich so, dass er von sich aus nichts denken musste, da Mama auch dem 15jährigen noch sagte, wann er was tun, lassen oder anziehen sollte und ihn auch wirklich an alles erinnerte.

      Daher meine Fragen, weil ich entsprechende (Extreme) schon kennengelernt habe.

      Je nach Ursachen, Folgen oder anderen Problemen
      ist die Herangehensweise an die Situation eine andere ;-)

    Hi,
    klingt wie eine ganz normale Pubertätsphase.
    Ich selbst halte nicht viel vom Sitzen Bleiben. Aber ich würde mit der Schulsozialarbeiterin/Schulpsychologin/Beratungslehrerin mich hinsetzen und einen Plan entwickeln, wie er die Prüfungen schaffen kann.
    Also, die Mindestanforderungen erfüllen.
    Wenn die Prüfungsnoten dann wirklich sehr schlecht sind, kann er freiwillig wiederholen oder in einer Berufsschule praxisorientiert seinen Realschulabschluss machen.
    Die Prüfungsvorgaben Hauptschule sind sehr einfach gehalten- man schafft sie auch mit nur Vierern und sogar mit ein bis zwei Fünfern, wenn man in Nebenfächern ausgleichen kann.
    Was ist schon schlimm daran, wenn nicht alles "nach Plan" läuft?
    Es gibt so viele Möglichkeiten, die man gar nicht auf Anhieb kennt für Schulabgänger.
    LG und viel Glück!
    smarti

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