Ey Alter, Du bist so sch...!

    • (1) 06.12.17 - 20:14
      Inaktiv

      Am Samstag besuchte ich eine Arbeitskollegin, sie hatte uns zum Adventskaffee eingeladen. Ihre 13-jährige Tochter war auch da und saß einfach auf dem Sofa und daddelte auf ihrem Handy herum. Vielleicht war vorher etwas vorgefallen, vielleicht auch nicht, ich kann es nicht sagen. Jedenfalls antwortete die Tochter jedesmal, wenn sie von ihrer Mutter (freundlich) angesprochen wurde „Ey Alter (sic!), Du bist so scheiße!“, und das mit einem sehr lauten und extrem agressiven Tonfall.
      Ich schwanke immer noch zwischen amüsiert und entsetzt, aber mich interessiert vor Allem (schon mal vorbeugend): wie geht man damit am besten um?
      Meine Arbeitskollegin hat die Provokation der Tochter komplett ignoriert, sie hat so getan, als hätte das Mädchen gar nichts gesagt. Mein erster Reflex wäre gewesen, die Tochter des Zimmers zu verweisen, aber nach etwas Nachdenken hätte ich es dann doch wohl auch eher ignoriert.

      Hatten eure Pubertiere auch schon mal solche „Ausfälle“ und wie ist eure Strategie?

      LG Felisha

      • (2) 06.12.17 - 21:06

        Wäre das meine Tochter, die hätte nach meiner Ansage unterm Teppich Fahrrad fahren können.

        Nie im Leben, hätte sich das mein Sohn (18) getraut, oder würde sich das je trauen.

        Ich habe jeglichen Respekt vor meinem Kind der ihm zusteht, aber MIR steht auch Respekt zu. Ich werde Eltern, die sich so von ihren Kindern behandeln lassen nie verstehen.

        Wenn die Göre (sry das ist noch das freundlichste was mir dazu einfällt) mit 13 bereits so mit ihrer Mutter redet, dann will ich nicht wissen wie die mit 16 am Rad dreht. #zitterAber in erster Linie gehört der Mutter der Kopf gewaschen. Sowas nenne ich Erziehungsversagen auf ganzer Linie.

        • Hier ist wäre es genauso. Ich spiegel meinen Kindern immer zurück, wenn sie einen unfreundlichen Umgangston haben auf Dauer. Mal Meckerei oder Rumpampen, wenn man grade genervt ist, ist ok, aber doch nicht solche Worte und das ständig.
          Das Mädel meint aber auch anscheinend, dass sie normal redet, kein Wunder, da Muttern nicht widerspricht oder anders darauf reagiert.

          • (4) 08.12.17 - 08:04

            Und noch was; meien beiden entschuldigen sich (genau wie ich), wenn sie mal sehr aggressiv redeten ,. Die wußten schon früh ihre Grenzen und wie man miteinander umgeht.

      Wenn mein Sohn angespannt ist und ich ihn nerve, krieg ich schon auch mal eine "Ey, Alter!" Ansage. Er ist 11 und es platzt ihm schon mal etwas unüberlegt raus.

      Ich reagiere immer authentisch darauf. Entweder bitte ich ruhig um einen anderen Tonfall oder ich explodiere auch und schicke ihn fünf Minuten aufs Zimmer, damit wir uns beruhigen können. Ich hab ihn aber auch schon nachgeäfft und genauso zurück angesprochen.

      Nie zu reagieren und das komplett zu ignorieren wird die Situation ja nicht ändern. Und so lange ich nicht das Gefühl habe, er ist absichtlich respektlos, wie das in Deinem Beispiel klingt, ist alles so weit im Lot.

        • Es kommt bei uns ja nicht häufig vor, eben nur, wenn er eh schon gestresst ist. Ich denke, in der Schule fällt das bei sämtlichen Kids noch häufiger, als daheim. ;-)

          Den Altar-Spruch merke ich mir aber definitiv auch mal. #rofl

    Ähm...also wir hatten hier durchaus auch "Ausfälle" - aber das hätte jedes meiner Kinder wohl nur einmal so gemacht bzw. gesagt....
    Ja klar, flogen hier auch mal Ausdrücke und manchmal hab ich das ein oder andere sicher auch einfach ignoriert. Aber das was diese Madam da gemacht hat...Nein das ist bei uns nicht vorgekommen. Ich hätte da allerdings auch ganz eindeutig reagiert drauf, da wäre es mir egal gewesen, ob Besuch da gewesen wäre oder nicht.
    Wahrscheinlich hätt ich sie aufgefordert, den Raum umgehend zu verlassen, evtl. Handy abgeknöpft oder ihr evtl. auch ne Arbeitsanweisung gegeben....
    Schwer zu sagen aus der Ferne - devinitiv aber hätte ich darauf reagiert.
    LG

    Ignorieren? Sicher nicht. Nur weil ich sie kenne, sie zufällig mein Kind ist und wir privat miteinander umgehen, bedeutet das nicht, dass ich irgendwas hinnehmen muss, was ich mir von keinem anderen Menschen auf der Welt so bieten lassen würde.

    Da muss man die Kinder ganz klar auflaufen lassen. So redet man nicht nur nicht mit seinen Eltern sondern generell nicht untereinander. Basta!

    (10) 07.12.17 - 07:03

    Ich habe 3 Kinder 25,21 und 17 und keine hat je einmal so ein Wort fallen lassen.
    Klar waren Sie mal angesäuert und es kam ein "Mann eh" aber auch da gab es schon einen kleinen anraunzer meinerseits.

    Ich kenne solche Teenies persönlich nicht nur aus dem TV wenn Omi ihre RTL Sendungen schaut und da war mal so ein Mädchen bei Frauentausch oder ähnliches. Mein Gedanke da war wenn das Kind so ist ist mit den Eltern auch nicht weit her.

    Schimpfwörter wurde von Anfang an bei uns nicht geduldet:Klar rutscht mal ein Scheiße raus aber da gibt es sofort ein Sorry hinterher und dann wird das vergessen.

    • (11) 07.12.17 - 08:10

      Leider verschätzt ;-), das Gegenteil ist der Fall und vermutlich auch die Ursache. Die Mutter ist hochbezahlte Managerin und sehr gebildet. Witzigerweise ist sie eine gefragte Führungskräfteberaterin. Im normalen Umgang ist sie sehr höflich, aber auch sehr herzlich und nett und extrem professionell.
      Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass das Mädchen sich im Alltag vernachlässigt fühlt (beide Eltern sind oft beruflich unterwegs) und deshalb so provoziert. Auch negative Aufmerksamkeit ist eben Aufmerksamkeit.

      Naja, ich weiß aber auch nicht, ob das Kind nicht auch eine Ansage bekommen hat, nachdem wir weg waren.

      Meine Kinder waren jedenfalls auch eher entsetzt, als ich ihnen davon erzählte, das werte ich erst einmal als gutes Zeichen. ;-)

      • Da kannst du ja echt stolz sein. Und weiter im Minijob arbeiten gell?

        • (13) 12.12.17 - 19:30

          ?

          Falls du damit meinst, dass zwei in Vollzeit berufstätige Eltern kein zwingender Grund für ein Eltern-Kind Problem sind, stimme ich Dir zu. In diesem Fall aber schon, zumindest hat es den Anschein. Es gibt auch einen Unterschied zwischen 40h pro Woche und 60h pro Woche Arbeit.
          Sicherlich ist es aber nicht das einzige Problem, was dort vorliegt. Ich wollte damit nur kundtun, dass das Umfeld ein „gehobenes“ ist und so ein Verhalten „in den besten Familien“ vorkommt, als Antwort auf die „Frauentausch“ Vermutung.

(14) 07.12.17 - 09:48

Ach, die Pubertiere.... Ich würde mich auf ihr Niveau herablassen und kontern: "So, junge Frau, jetzt zeig ich dir mal wie Scheiße deine Alte ist" und würde das Handy einkassieren. Das Pubertier könnte die so freigesetzte Zeit nutzen, zu überlegen, wie es so weit kommen konnte und sich überlegen, was angesagt wäre, um das Handy irgendwann ganz vielleicht wieder zu bekommen.

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