Sohn fährt Schule frontal gegen die Wand :-(

    • (1) 29.01.18 - 13:13

      Hallo zusammen, wie in der Überschrift schon steht, mein Sohn, 14 ½, fährt die Schule gegen die Wand. Er besucht jetzt die 8. Klasse einer Realschule, bis zum letzten Schuljahr lief es ganz gut, er war guter Durchschnitt, ich wusste, dass er in jedem Fach um mind. eine Note besser sein könnte, wäre er nicht so faul, aber die Leistungen waren okay.

      Seit diesem Schuljahr geht nichts mehr, eine schlechte Note nach der anderen. Ich hatte kürzlich ein Gespräch mit seiner Lehrerin, sie sagte, dass er sich im Unterricht überhaupt nicht beteiligt, er falle nicht negativ auf, aber eben auch nicht positiv, er sitzt im Unterricht, zerschneidet irgendwelches Papier und arbeitet nicht mit, wird er aufgerufen, hat er keine Ahnung, wo sie gerade sind. Wir haben dann die Vereinbarung getroffen, dass er sich pro Unterrichtsstunde dreimal melden muss, gestern Abend kam eine Mail der Lehrerin, es hat sich nichts geändert, er hat sich in der Zwischenzeit nicht ein einziges Mal gemeldet. Ich weiß mir keinen Rat mehr. Die logische Konsequenz wird sein, dass er das Schuljahr wiederholen muss, das weiß er auch, das möchte er auf keinen Fall, aber er ändert NICHTS.

      Was kann ich noch tun? Eine Freundin meinte, ich solle nichts mehr zu ihm sagen, das würde nur die Luft zwischen uns verpesten, ändern würde es nichts wie die Erfahrung gezeigt hat, er müsse ganz tief fallen, sprich, sitzen bleiben, um aufzuwachen. Ich selbst bezweifle das, befürchte eher, dass er dann noch mehr in die Verweigerung geht.

      Zu Hause läuft es übrigens völlig problemlos, ich bin alleinerziehend und arbeite voll, er ist sehr zuverlässig, ruft mich an wenn er weggeht und kommt zur vereinbarten Zeit nach Hause, wir haben generell wenig Reibungsfläche, außer, wenn es um schulische Angelegenheiten geht. Klar gibt es auch mal Streit, aber dafür, dass er mitten in der Pubertät steckt, hält sich das absolut in Grenzen.

      Habt Ihr mir noch einen Tipp? Ist ein solches Verhalten mit pubertärer „kein-Bock-Einstellung“ zu erklären? Ich bin wirklich ratlos und dankbar für jeden Hinweis.

      Liebe Grüße Daniela

      • Hallo leomama,
        Du könntest mich in der 8. Klasse beschrieben haben, das ist jetzt aber schon so lange her, dass es schon fast nicht mehr wahr ist.
        In meinem Fall bin ich sitzen geblieben, Mutter war auch allein erziehend, hat das ziemlich gelassen hingenommen.
        Für mich war es gut so. Das Interesse an der Schule kam im zweiten Durchgang 8.Klasse ganz von selbst. Ich wurde bis zum Ende der Schule besser, hatte keine Probleme mehr.
        Was hat es gekostet?
        Ein Jahr länger in der Schule, darin sehe ich bis heute keinen Nachteil, im Gegenteil. Was bei mir allerdings eine große Rolle spielte, waren die Lehrer. Mit den zarten Lehrerinnen konnte ich noch nie etwas anfangen, bei Lehrern lief es bei mir besser. Lag vielleicht auch am fehlenden männlichen Part zuhause.
        Ich will jetzt nicht sagen, alles wird gut, wenn Dein Sohn sitzen bleibt. Ein Beinbruch ist es aber auch nicht. Mit höherem Alter fällt Deinem Sohn vielleicht alles etwas leichter.

        Bei mir war, trotz sitzenbleibens, das Studium später kein Problem.

        Nimm alles etwas gelassener. Eventuell hilft das dem Verhältnis zwischen Deinem Sohn und Dir. Vielleicht auch nicht, sieh das aber nicht also Riesenproblem. Selbst wenn es in der Schule nicht so gut läuft, hat man, heute noch mehr als früher, viele Möglichkeiten auch später das Versäumte nach zu holen. Ist zwar schwieriger, geht aber.

        Gruß Bernd

        Er hat wohl irgendwann den Anschluss verpasst...hatte ich in Mathe ab der Oberstufe.
        War echt doof, der Lehrer hätte auch chinesisch sprechen können--also habe ich da nur noch meine Zeit abgesessen.
        Deinem Sohn geht es wohl in einigen Fächern so.
        Könnt ihr zusammen überlegen, wo es genau hapert, wann er den Anschluss verloren hat? Vielleicht sind das ja nur ein paar Sachen, die er mit Hilfe wieder hinkriegen könnte.
        Was sagt er denn dazu? Ist es ein Schreckgespenst für ihn, die Klasse wiederholen zu müssen (diese Angst war mein Antrieb! Ich hatte in der ganzen Mittelstufe immer blaue Briefe im 1. HJ und habe mich dann vor lauter Schreck wieder hoch gekämpft).

        • Hm, das könnte man meinen, aber es zieht sich ja durchgängig durch alle Fächer durch, er tut einfach NICHTS, nicht zu Hause, nicht im Unterricht, die Hausaufgaben hat er allerdings immer, da hätte ich sonst schon längst eine Info bekommen. Ihm geht irgendwie alles am Hintern vorbei, er ist körperlich anwesend, der Kopf ist sonst wo, die Lehrerin sagt, dass er ständig damit beschäftigt ist, an irgendwelchen Papieren rumzuschneiden, die Schere habe ich ihm jetzt weggenommen, hätte ich an Stelle der Lehrerin schon längst gemacht, aber wahrscheinlich fällt ihm dann was anderes ein, womit er sich beschäftigt, Hauptsache nicht mit dem Schulstoff.
          Nunja, wahrscheinlich muss er sich tatsächlich eine "blutige Nase" holen, in dem er das Jahr wiederholt, die Frage ist nur, ob seine Verweigerungshaltung damit besser wird.
          Und ich frage mich, ob das noch normales pubertäres Verhalten ist, das er offensichtlich nur im schulischen Kontext auslebt, aber da dann so richtig :-(
          LG Daniela

      Was sagt er denn zu seinem Verhalten?
      Wie geht es ihm in der Schule?

      Was sagen seine Lehrer?

      Für Lösungen orientiere ich mich gerne an der Ursache.

      Kann er nicht?
      Will er nicht?
      Sagt er, er will nicht, weil er eigentlich nicht kann? (ihm das peinlich ist, er glaubt er könnte)

      Wie war es früher?

      Hat sich in der Schule was verändert?
      Klasse? (Emotionen, eine Person)
      Andere Interessen?
      Macht er einen auf cool?

      Sitzen bleiben und auf laufen lassen, kann sehr viel bringen.
      Kann auch in die Hose gehen.

      Wie schätzen ihn seine Lehrer ein?

      Was würde ihn motivieren?

      Lernt er wirklich nichts?
      Wenn er Hausaufgaben immer macht, lernt er ja nebenbei!

      Hat er Angst vor den Prüfungen / Angst vor dem was danach kommt?
      Ohne, dass er es weiß?
      Klar, sitzen bleiben will er nicht (Freunde?), aber mit guten Noten weiterkommen, heißt auch ins Berufsleben starten (müssen).

      Ist er mit irgendwas überfordert?

      Pubertät kann in dem Alter immer sein.
      Auch als Kombi.

      Was sagt er denn selbst dazu?
      Nicht die Versprechen, wie es besser laufen kann! Sondern seine Emotionen, seine Einschätzung wie es ihm geht. Nur kein Bock oder doch was anderes?

      Sieht er schlechter?
      Eine Brille kann erst mal Angst machen (grade im coolen Alter und wenn die anderen einen ohne Brille kennen), aber ich kenne doch einige, die im Unterricht aufhörten mitzumachen, weil sie nicht mehr gut gesehen haben, an der Tafel nichts mehr richtig lesen konnten und dann auf cool machten und dauerhaft auf "stumm" stellten.

      Wenn er die Hausaufgaben hat, scheint es ihm ja nicht völlig egal zu sein.

      • Guten Morgen, ich versuche mal einen Teil Deiner Fragen zu beantworten :-)
        Thema Brille, da bin ich dran. Er saß bis vor 2 Wochen in der letzten Reihe, absolut kontra bei einem Kind, dass sich eh hinter den anderen versteckt, nun sitzt er in der ersten Reihe, Augenarzttermin haben wir am Freitag, weil das auch zu meinen Überlegungen gehört.
        Früher war es okay, er war noch nie ein "gern-in-die-Schule-Geher", aber er hat sich arrangiert, zumindest so viel gelernt, dass er einen Durchschnitt von 2-3 hatte.
        Leider gab es tatsächlich eine gravierende Veränderung. Er war in einer tollen Klasse, laut Lehrern die beste Klasse mit dem größten Zusammenhalt der ganzen Schule. Zum Schuljahresbeginn kamen 15 neue Kinder in die Stufe, Gymnasiumrückkehrer und Sitzenbleiber, sprich, aus 2 Klassen wurden 3 gemacht, seine Klasse wurde auseinander gerissen und die Jungs, mit denen er am meisten zu tun hatte, kamen in eine andere Klasse, mir ist nach wie vor unverständlich, wie die Konstellationen zustande gekommen sind. Auf mein Angebot hin, dass ich mit der Schulleitung spreche, dass er in eine andere Klasse kommt, meinte er, dass ich das nicht bräuchte, er käme klar und inzwischen fühlt er sich nach eigenen Angaben auch wohl, für mich persönlich besteht da aber ein klarer Zusammenhang.
        Angst hat er nicht, weder vor Arbeiten noch vor dem danach. Ich habe immer sehr ruhig reagiert, er bekommt keinen Ärger wegen den schlechten Noten, aber ich kommuniziere, was die Konsequenzen sind, rede immer wieder mit ihm, versuche zu ergründen, woran es liegt, er sieht es gelassen, sitzen bleiben will er nicht, aber irgendwie reagiert er wenig emotional. Es prallt regelrecht an ihm ab, auf Fragen reagiert er mit Schulterzucken.
        Ja, das wären wohl mal die wichtigsten Punkte. Ich überlege im Moment auch, einen Termin bei der schulpsychologischen Beratungsstelle zu machen, weil ich nach wie vor das Gefühl habe, da steckt mehr dahinter und ich komme da nicht ran.
        Liebe Grüße Daniela

        • "er käme klar und inzwischen fühlt er sich nach eigenen Angaben auch wohl, für mich persönlich besteht da aber ein klarer Zusammenhang. "

          das ist mir emotional aufgesprungen beim lesen und fühlen.

          klar kommen ist das eine (passt auch zu deiner aussage mit dem abprallen).
          wenn mein Kind sagt, sie kommt klar (ich übrigens auch), dann hat das was mit sich arrangiert haben zu tun. es geht nicht anders, also nehmen wir es hin.
          jede Anstrengung es zu verändern (zu verbessern) würde es schlimmer machen, also nehmen wir es hin. so ist es nicht sooo schlecht, also kommen wir klar (jeweils in der situation)

          sich wohl fühlen klingt schon besser.
          bei klar kommen und alles prallt ab, frage ich mich grade, was das für ein wohl fühlen ist. ein abprallendes, halt doch endlich die klappe, ich will nicht drüber nachdenken oder ein ernst gemeintes: Yau mir geht es gut, ich fühle mich wohl und es klappt ganz gut gefühl

          schwer zu beschreiben. meinem Kind sehe ich das meist (noch) an der Nasenspitze an.

          Schulpsychologin ist gar nicht mal sooo schlecht. Je nachdem wie er darauf reagiert und wie so so von der Chemie her passt. Wenn es gut läuft und sie gut mit ihm kann, kann das eine echte Hilfe sein. Entlastung zwischen ihm und dir
          (er will dir keine Sorgen machen, er will sich nicht damit befassen wie er sich wirklich fühlt, sonstiges!) und jemand der anders mit ihm sprechen kann, näher am Schulalltag ist, andere Ideen hat als Mama-peinliche #schein#sorry (Mama-Ideen sind wichtig, aber grade in der Konstellation Jugendliche-Jugendliche-Mama halt doch anders als Schulpsychologin na ja sie kennt sich in der Schule aus - Jugendlich - Jugendlich ;-)

          Einen Versuch ist es wert.

          Die Klasse zu wechseln geht nicht?
          Als Mutter wäre das mein erster Gedanke!
          Mein zweiter: au weia, was tue ich meinem Kind dann damit an? (Mama in der Schule, Mama kämpft für mich). was einerseits wichtig, notwendig und fürsorgevoll ist, kann gleichzeitig auch obermegapeinlich sein (wenn auch notwendig)

          schwierig
          (bei meiner beginnt das alter grade so) #schein

          ich kann dich verstehen, ich kann ihn verstehen, ich hab zwar ideen, von denen ich verstehe, dass sie grade deswegen nicht in Frage kommen ;-)

          Alles Gute euch!
          und dass ihr eine Lösung findet
          bzw. dein Sohn Gespräche, die ihm helfen damit umzugehen (und oder eine Lösung zu finden, die für ihn passt. jetzt und für die Zukunft unterstützend)

          • Hallo Zahnweh, auch wenn mir gerade nicht zum Lachen ist, musste ich das gerade beim Lesen Deiner Zeilen, nicht wegen dem Inhalt sondern der Art wie Du schreibst :-) Und Deinen Worten ist auch nichts hinzuzufügen. Ich werde versuchen mich pubertiermuttergerecht zu verhalten, trotzdem werde ich dran bleiben und hoffe, dass er die Kurve bekommt und sich da nichts manifestiert.
            Liebe Grüße Daniela

    Huhu, ich finde deinen Fall nicht ganz einfach. Ich denke nicht, dass es ihm egal ist. Das Schulterzucken und das nicht eingehen auf deine Sorgen würde ich eher als ein Zeichen von Hilflosigkeit sehen. Wenn es ihm ernsthaft egal wäre, würde er keine Hausaufhaben machen oder schwänzen. Ich vermute, dass er Sorgen hat, die er dir nicht erzählen mag. Das ist jetzt reine Spekulation, es könnte natürlich auch etwas anderes sein. Du solltest dich nochmal auf Ursachenforschung begeben, das kann alles bedeuten. Angefangen vom verpassten Anschluss, bis hin zur depressiven Verstimmung. Wir dürfen nicht vergessen, dass Jugendliche in diesem Alter zu Labilität, Selbstzweifeln und dem Gefühl keinen Ausweg zu finden neigen. Manchmal tut es gut, wenn sie sitzen bleiben, manchmal steckt aber ein Problem dahinter. Es gibt also keinen einfachen Rat auf diese Situation. Du kennst dein Kind am Besten und kannst so besser einschätzen, in welche Richtung man schauen sollte. Ihn einfach ins Messer rennen zu lassen, würde ich nicht einfach so raten, wenn es doch etwas anderes sein könnte. Liebe Grüße

    Zuerst einmal erkenne ich darin auch kein Schule frontal gegen die Wand fahren. Das habe ich andere machen sehen. Die haben besoffen und gekifft und sind irgendwann gar nicht mehr gekommen oder haben Verweis nach Verweis kassiert. Dein Sohn liest sich eher so, als sei er gerade mit irgendwas unzufrieden, hätte Sorgen oder wäre hilflos. Vielleicht ist es ein Leistungsproblem und er hat den Anschlusdverloren, vielleicht hat es was mit dem Klassenklima durch die ganzen Veränderungen zu tun.

    Ich würde nicht mit ihm weiter schimpfen, sondern versuchen ihn besser zu verstehen. Ein Kind wird nicht einfach so faul und Interessenlos. Sicher wird die Pubertät mit rein spielen, aber es wird auch andere Gründe haben und ich denke die solltet ihr euch beide zuerst bewusst machen. Nur dann ist es möglich etwas zu verändern.

    Ich persönlich glaube, dass 1x Sitzenbleiben tatsächlich für manche Kinder auch gut sein kann. Zum Einen können sie die Erfahrung machen, dass sie plötzlich wieder im Stoff besser mitkommen, weil sie es schon Mal gehört haben, und dann doch motivierter sind wieder zu lernen. Zum anderen kann ein neues Klassengefüge manchmal auch zu positiven Kontakten führen. Kann.... weiß man aber alles nicht. Empfindet er es nur als Scheitern und nicht als Chance kann der Schuss sicher auch nach hinten los gehen. Gerade deswegen ist es wichtig, dass ihr miteinander in Ruhe sprecht, was die Möglichkeiten sind um ihm zu helfen und was es eben auch für Chancen gibt, wenn er doch die Klasse wiederholt. Du kannst ganz maßgeblich eine positivere Einstellung unterstützen, auch wenn er es am Ende ist, der den Weg gehen muss.

    Versuche ihn also zu verstehen. Lass die Noten beiseite. Hör dir an, wie es ihm geht. Was ihm fehlt. Was er brauchen könnte, damit es wieder vorwärts geht. Vielleicht gibt es von ihm selber etwas, was er sich vorstellen könnte was ihm hilft. Vielleicht ist auch ein engagierter Nachhilfelehrer eine gute Idee für die schlimmsten Fächer, der ihn motiviert und Grundlagen aufbaut, damit er wieder besser mitkommen kann.

    (12) 30.01.18 - 09:06

    Er ist mitten in der Pubertät. Wenn er gerade nicht lernen will, kannst Du nichts machen, ohne die Beziehung von Dir zu ihm zu gefährden.
    Es ist nicht schlimm, ein Schuljahr zu wiederholen. Manche wachen dann auf und merken, dass sie es selber in der Hand haben.
    Ansonsten wünsche ich Dir starke Nerven.

    Hallo,

    hat er die Hausaufgaben oder macht er die Hausaufgaben? Das war schon zu meiner Schulzeit nicht das gleiche und heute im digitalen Zeitalter ist es noch bequemer, sich die Hausaufgaben zu organisieren. Siehst du eine Chance das herauszubekommen?
    Wenn der Lehrer ihn am Anfang der Stunde dran nimmt, also noch nichts gemacht wurde, kennt er sich dann im Thema aus? Weiß er worum es grundsätzlich geht und hat den Inhalt der Hausaufgaben so in etwas verstanden? Oder hat er sich schulisch komplett ausgeklinkt und kommt aus eigener Kraft nicht mehr hinterher? Im zweiten Fall würde ich nach Alternativen suchen. Gespräch mit Schüler und Klassen-/oder Beratungslehrer. Kann man den Stoff sinnvoll aufholen (mit Hilfe von den Fachlehrern/Nachhilfe), so dass es möglich ist zeitnah dem Unterricht wieder zu folgen? Oder sind die Lücken (über die Fächer verteilt) so groß, dass Wiederholen bzw freiwillig ein Jahr zurückgehen die einzige sinnvolle Möglichkeit ist?
    Wenn er die Hausaufgaben aber wirklich ohne Hilfe alleine anfertigt und sie überwiegend richtig sind, dann muss er "nur noch" verstehen, dass sein Arbeitsaufwand nach der Schule deutlich geringer wird, wenn er im Unterricht aufpasst.

    LG

    • Hallo, ich habe mit ihm gesprochen und er versichert, dass er die Hausaufgaben macht. An der Schule ist es so, dass die Eltern nach dreimal nicht gemachten Hausaufgaben informiert werden, da kam noch nie etwas. Aber wie Du sagst, natürlich kann er die auch abschreiben.
      Ich habe ihm schon mehrmals erklärt, dass das Aufpassen und Mitarbeiten im Unterricht die halbe Miete sind. Er nickt, zeigt sich verständig und am nächsten Tag sitzt er offensichtlich wieder nur da, ist körperlich anwesend und der Kopf ist in anderen Sphären unterwegs.
      Ich habe gestern die Info bekommen, dass auf dem Zeugnis definitiv stehen wird "Versetzung gefährdet", ihm wurde es heute mitgeteilt. Er kam nach Hause und war völlig normal, kein Wort, ich habe ihn eben angesprochen und es kommt einfach nichts. Eine normale Reaktion wäre doch, dass er niedergeschlagen ist, traurig, wütend, irgendetwas, aber nichts. Und das ist für mich eigentlich das größte Alarmzeichen, dass alles an ihm abprallt oder er das zumindest vermittelt.
      Nunja, machen kann ich im Moment nichts. Ich bleibe im engen Kontakt mit seiner Lehrerin und dann müssen wir schauen, wie es weitergeht. Ich hoffe, er fängt sich. Das Schuljahr zu wiederholen wäre nicht schlimm, für mich zumindest, aber er muss umdenken, denn sonst bringt auch das Wiederholen nichts.
      LG Dani

(15) 30.01.18 - 16:02

Ich fürchterlich da kannst du nicht viel machen, er muss selber wollen sonst wird es nichts. Meine Kollegin hatte mir ihrem Früchtchen das Problem, 9. Klasse an die Wand gefahren, wollte aber unbedingt auf dem Gymnasium bleiben, im zweiten Anlauf wieder verhauen, jetzt haben sie ihn auf die Wirtschaftsschule gesteckt weil weder Real noch Gymnasium ihn nehmen wollten und er ja keinen Abschluss hat. Jetzt ist er wach geworden,vorher hat man gegen die Wand geredet. Lass ihn seine Erfahrungen machen, das eine Jahr schule mehr ist doch auch nicht so schlimm.

LG
Visilo die auch so einen Faulpelz zu Hause hat 😎

Top Diskussionen anzeigen