Pubertier - komme nicht klar mit ihr

    • (1) 13.04.18 - 12:09

      Hallo zusammen,

      ich bin alleinerziehend mit einer 13-jährigen Tochter. Bis zur Pubertät ein liebes Mädchen. Das ist sie z.T. heute noch, aber es gibt schon gravierende Probleme.

      1. Zahnspange. Tat weh, wollte sie nicht mehr. Ihr Vater unterstütze das, indem er sagte, er laufe nun selbst bald 50 Jahre ohne Spange rum. Aber er hat eben nicht den gravierenden Überbiss. Töchterchen hat sich strikt geweigert, alle Argumente prallten an ihr ab, so dass ich die Behandlung mit dem Vermerk, sie müsse das dann später selbst bezahlen, abgebrochen habe.

      2. Gestern waren wir beim Augenarzt. Sie braucht mit den Werten -0,75/-1,0 eine Brille. Will sie nicht, Brillen stehen ihr nicht. Sie sagt, sie sieht alles, auch in der Schule.. Ich könne sie nicht zwingen, sie trägt auf keinen Fall eine Brille.

      Wie geht man mit so etwas um? Ich kann sie doch nicht machen lassen, obwohl sie die Dinge wirklich braucht.
      Wir waren dann aber tatsächlich beim Optiker, sie hat Gott ergeben ein paar Gestelle probiert, findet sie furchtbar. Nicht ein Gestell gefiel ihr.

      So, und nun?

      Danke schon mal für Tipps....

      LG
      bruchetta

      • (2) 13.04.18 - 12:21

        Hmmm, ich würde sagen, dass ist alles normales Tennie-Verhalten.
        Ich kenne (beide Punkte) von mir selbst.

        Meine Mutter hat sich früher auch den Mund fusselig geredet, was das Tragen der Zahnspange angeht. Irgendwann wurde es ihr zu viel und wir haben die Behandlung abgebrochen. Als 20-jähige hat es mich dann das erste mal gestört. Als 30 jährige hatte ich zufällig großes Glück, dass der rausstehende Zahn noch nicht behandelt worden war, weil sein Reinwachsen nun für eine direkt daneben neu aufgetretene Lücke gebraucht wurde. Schwein gehabt.

        Eine Brille zu tragen habe ich mich als Teenie auch ewig lange geweigert, bis ich wirklich an der Tafel nichts mehr lesen konnte. Da hatte ich dann schon - 1,75 ...
        Die Werte Deiner Tochter sind noch recht gering. Ich denke, sie meldet sich, wenn die Werte schlimmer werden oder spätestens dann, wenn sie durch den Sehtest der FS-Prüfung fällt...
        Kann sie in ihren jungen Jahren schon Kontaktlinsen tragen? Das wäre vielleicht eine Alternative, die sie nicht stören würde.

        • (3) 13.04.18 - 12:37

          Ja, darauf sind wir schon gekommen, Ich selbst bin stark weitsichtig und trage schon seit fast 40 Jahren Kontaktlinsen.
          Ich habe ihr gestern ein paar Probelinsen bestellt, aus eigener Erfahrung glaube ich aber nicht, dass sie damit zurecht kommt.
          Wir werden sehen.

          • (4) 14.04.18 - 15:49

            Ihr einfach so Linsen zu bestellen, ist auch das Schlechteste, was du tun kannst. Das würde ich als Erstverordnung - selbst wenn du schon jahrelang welche trägst - IMMER einem Fachmann, also hier Augenarzt, überlassen!
            Mal abgesehen davon, dass man nicht einfach die Werte der Brille auf Kontaktlinsenwerte übertragen kann (da die KL ja direkt auf der Hornhaut sitzen und eben nicht einen Abstand zum Auge haben = andere Brechung), gehört auch eine organische Augenuntersuchung dazu sowie eine Einführung in Pflege und Handhabung der Kontaktlinsen, das kann doch keiner "einfach so" und es ist ja auch eine gewisse Hemmschwelle dabei, sich selbst ans und ins Auge zu fassen. Da tun sich viele schwer mit am Anfang. Das Aus- und Einsetzen sollte erst sicher funktionieren, bevor sie zu Hause KL tragen darf - wer weiß, ob Du ihr die ein- und aussetzen kannst? Das ist bei sich selbst nämlich ganz anders als bei anderen, vor allem, wenn Deine Tochter sich mit dem Auge anfassen schwer tut und dann kneift....
            Außerdem sollte es IMMER eine Ersatzbrille geben, denn bei Bindehautentzündung und Co kann sie - wie du sicher weißt - keine Kontaktlinsen tragen und benötigt dann eine Alternative.
            Ebenso wichtig ist m.E. der Hinweis auf entsprechende Pflege - wer sich mit dem Hände waschen immer noch schwer tut und insgesamt nicht so von selbst auf Hygiene und Tragezeiten achtet, ist noch nicht alt genug für Kontaktlinsen. Wir haben in unserer Praxis ab 14 Jahren angepasst, in einem Fall auch mal früher.

            Vielleicht überlegst Du es Dir nochmal...

            LG

            a79

          • Du kannst doch nicht einer 13 jährigen einfach Linsen bestellen????????!!!!!!

            Beim Optiker wird das sorgfältig angepasst, alles ausgemessen und der (künftige) Linsenträger instruiert.

            Ich trage auch seit über 30 Jahren Kontaktlinsen, ich wäre aber ehrlich nie auf die Idee gekommen meiner damals 12 jährigen Tochter einfach Linsen zu bestellen.

      (6) 13.04.18 - 12:47

      Trägt sie Sonnenbrillen?
      Ich würde sie mal mit einer Freundin zum Optiker gehen lassen.
      Ich hatte weiche Kontaktlinsen mit 13/14 und das war gar kein Problem...
      Natürlich muss man sich ein paar Tage daran gewöhnen, wenn sie nach 5 min sagt, dass das nichts ist, dann bringt es euch nicht so richtig weiter.
      Seit ich 20 bin trage ich eine Brille und ich liebe mittlerweile Brillen heiß und innig.

      Bzgl Zahnspange hätte ich das nicht gemacht. Mich wundert das. Sie ist so eitel, dass sie keine Brille tragen möchte, aber einen Überbiss nimmt sie in Kauf?

      • (7) 13.04.18 - 12:50

        Na ja, Spange tat weh. Sie nimmt wohl immer den Weg der geringsten Widerstände...

        • (8) 13.04.18 - 12:59

          Ich kenne das durchaus. Alles Weicheier. :-p
          Ich kann durchaus verstehen, dass es fies ist, ich hatte meine Spange (aus verschiedenen medizinischen Gründen) erst mit 30. Wenn eine Spange durchgehend länger Schmerzen verursacht, dann stimmt aber auch etwas nicht. Meine tat immer 1-2 Tage lang nach dem Nachstellen weh, dann habe ich eigentlich nichts mehr bemerkt. Aber nun gut.

          Ich hätte da echt alle Register gezogen, denn es haben in dem Alter so viele Kinder/Jugendliche Zahnspangen, dass es zumindest kein ästhetisches Problem sein sollte. Man ist ja eher ausgegrenzt, wenn man keine hat.
          In diesem Fall hätte ich mit Belohnungen gearbeitet, bei uns zieht das meistens gut. Hat sie einen unerfüllten Wunsch?

          Tat sie tatsächlich weh? Das man eventuell mal da spürt ist bei kieferorthopädischer Behandlung ja normal. Aber dauerhafte Schmerzen? #gruebel Klingt eher nach keine Lust mit einer Begründung die wohl nicht ganz überprüfbar ist...
          Ich bin jedenfalls über die gleiche Stelle gestolpert. Eitel, sich aber an eine deutlichen Fehlstellung kein bisschen stören?
          Meine Tochter hat relativ spät mit der Behandlung begonnen. Die feste Spange gab es mit 14 und die Begeisterung war sowohl am Anfang, als auch am 17 Geburtstag, noch mit Zahnspangen als einzige in ihrem Umfeld, begrenzt. Auch während dieser Zeit war es mal unschön. Zb. als die ältere und rustikale Vertretung anordnete wie sie die Gummi Bänder tragen soll. Dass das dem Zahnfleisch nicht gut tat, und eine offene Stelle entstand auf der dieses Gummi schön rieb.
          Die Fehlstellung selbst war bei ihr nicht so offensichtlich. Dafür aber zwei Zähne die über den Milchzähnen gewachsen sind und auch nach dem diese draußen waren nicht ganz in die Lücke gerutscht sind. Da gab es schon Kommentare und auch sie hat es gestört. Der Ehrgeiz hat sie durchhalten lassen und heute ist sie extrem froh das sie da durch musste.
          Jetzt, erwachsen, hat sie dann auch Leute im Umfeld die sowas selbst zahlen und erwachsen da durch müssen. Nicht so toll.
          Unsere KFO ist aber auch ganz toll und hat sich viel Zeit genommen. Auch das hat geholfen. Sie sagt übrigens auch dass sie lieber mit älteren Kindern arbeitet (und dann auch lieber gleich mit einer festen Spange) weil sie verständiger sind und ans Ziel wollen.
          Der richtige Draht zum Arzt kann viel ausmachen. Wie war das denn bei euch?

          (10) 15.04.18 - 19:31

          Meine "Spangenkinder" sagten Bescheid wenn es weh tat (ein bisschen Ziehen und Druck ist ja normal nach dem Termin), dann konnten sie spätestens am nächsten Tag wieder zum Kieferorthopäden.
          Schmerzhaft soll die Behandlung ja nicht sein, wenn doch stimmt was nicht.

    Das Bocken kommt nicht auf Grund von der Pubertät, sondern wie oft sie schon erfolgreich mit Ausreden durchgekommen ist.
    Tut die Spange weh, lässt man es vom Kieferorthopäden checken und richten.....momentan sind ja eigentlich Spangen angesagt, solange es nicht das globige Gestell von der KK ist (zur unserer Jugendzeit wurde man noch ein Hänselopfer).
    Auch bei Brillen wird keiner mehr gehänselt , sofern sie von Ray Ban oder ähnliches sind.
    Mehr mal auf Rechte und Pflichten bestehen....Pflicht wäre vom Tragen, Rechte im Sinne, sie darf es selber raussuchen.

    • (13) 13.04.18 - 18:38

      “Das Bocken kommt nicht auf Grund von der Pubertät, sondern wie oft sie schon erfolgreich mit Ausreden durchgekommen ist.“

      Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieser Ansatz nur bedingt stimmt.

      Meine Kinde beide brauchen Brille und Zahnspange.
      Ein Kind kooperiert problemlos und ist super verständig und einsichtig, das andere weigert sich vehement gegen alles.
      Echt wahnsinnig anstrengend.
      Irgendwann ist man diese Kämpfe so leid.
      Bei Dingen, die uns wichtig waren, haben wir uns immer durchgesetzt, sie hat irgendwann dann aufgegeben......
      und neue Kräfte getankt.....
      für den nächsten Kampf!#schwitz

      Es gibt auch sowas, wie ein angeborenes Naturell und es gibt Menschen die aufgrund dessen, grundsätzlich
      gegen alles sind.

      Konsequenz ändert an diesem Verhalten kaum etwas.

      Wir waren mindestens einmal in der Woche, wenn nicht zweimal da, Spange wurde gerichtet, alles schick.
      Am nächsten Tag tat sie wieder unfassbar weh, ich wieder angerufen, neuen Termin, wieder gerichtet.....
      Selbst die Kieferorthopädin sagte, dass das so nichts bringt...

      • Es klingt danach, das sie es als Ausreden vorschiebt, um ihre Willen zu erreichen.
        Dann muss sie ihre Konsequenzen als Erwachsener tragen, endweder sie lebt damit oder bereut es und lässt sich aus Eitelkeit dann später mit Spange oder Schienen richten.

        Sowie auch mit der Brille, wenn sie nicht mehr alles real von der Tafel abschreiben kann und Fehler einschleichen (Fachbegriffe /Fremdwörter) zeigt es sich evtl. ihre Bockigkeit in der Leistung.

(16) 13.04.18 - 19:44

Huhu,

Du Arme, ich fühle mit dir!:-)

Ich habe hier auch eine 14jährige persönliche Haustyrannin, die immer alles ablehnt, was gerade unangenehm ist.
Bei ihrer Zahnklammer (allerdings nur eine lose, Kreuzbiss) haben wir massive Auseinandersetzungen mit ihr gehabt, waren aber, trotz ihrer Proteste, gnadenlos.
Nun ist sie diese seit ca 6Monaten los, aber eine neue Behandlung wegen zu wenig Platz für die Weißheitszähne wird vermutlich nötig.:-(
Mal sehen, wie das dann klappt.

Kurzsichtig ist Töchterchen auch, mit -0,5, -075 Dioptrien, allerdings hat sie eine zusätzliche Hornhautverkrümmung und sollte die Brille unbedingt überwiegend (vor allem in der Schule) tragen.

Tut sie aber nicht.
Sobald sie das Haus verlässt, ist die Brille ab.

Was soll man da tun?

An die Einsicht zu appellieren, funktionierte bei ihrem kleineren Bruder super.
Bei ihr nicht.

Ich warte nun einfach ab und hoffe, dass sie irgendwann doch noch einsichtig wird.
Druck bringt gar nichts.

lg
und dir viel Kraft!

(17) 14.04.18 - 13:29

Wie wäre es mit Kontaktlinsen? Bzgl. Zahnspange, das ist natürlich großer Mist, aber da kannst du wohl nichts machen. VG

Ganz ehrlich:

Ich kann beide Punkte verstehen!

Wenn der Überbiss bei deinem Kind keinen Leidensdruck erzeugt und das Tragen ernsthaft negative Konsequenzen hat, warum sollte sie es dann tun? Ich selbst bin da kompletter Gegner. Ich hatte eine solche Behandlung vor 20 Jahren. Das ginge heute sicher besser, aber damals war nicht viel zu machen. Trotzdem würde behandelt.

Ergebnis: Ein Jahr lang Druckschmerzen und bis heute eine Lücke zwischen den Zähnen, die mir Probleme macht. Heute könnte ich das behandeln lassen. Es gibt aber gar keinen Grund. Ich habe keinerlei Anlass, irgendwas zu behandeln.

Viele Eltern, die vor circa 10 Jahren Kieferorthopädisch behandeln ließen, würden das heute nie wieder zulassen. Eine Bekannte, deren Älteste 30 ist und die Jüngsten 15, lehnt das für die Jüngsten strikt ab. Denn die Älteren haben bis heute mit den Nachwirkungen der Behandlung zu kämpfen.

Deine Tochter scheint da also eine sehr realistische Einstellung zu ihrer eigenen Wahrnehmung zu haben!

Was die Brille anbelangt: Also DIESE Werte sind ja nun wirklich nicht der Rede wert! Sowohl ich als auch meine Große (fast 13) haben diese Werte. Wir beide tragen unsere Brillen ungefähr 2 Tage im Jahr. Ich habe meine sogar erst bekommen in der Fahrschulzeit. Gebraucht habe ich sie nur im Studium in großen Hörsälen. Heute hat sich die Lage bei mir verbessert.

Bei meiner Betriebsuntersuchung kam raus: Ja, Sehfehler. Aber Hirn gleicht das vollständig aus. Kein Handlungsbedarf.

Also: Lass sie. Sie hat ein gutes Gespür für sich selbst.

(19) 15.04.18 - 11:20

Mir wurde als Kind mit ähnlichen Werten eine Brille verordnet, die ich nie tragen wollte - zu Recht. Immer wenn ich sie tragen musste (in der Schule zu.B.), bekam ich unsägliche Kopfschmerzen. Nach mehreren Wochen hat ein anderer Augenarzt mir die Brille genommen und erklärt, das es gerade in Wachstumsphasen zu nicht behandlungsbedürftigen Fehlsichtigkeiten kommen kann. Erst mit 27, beim Sehtest für den Führerschein, wurde einen Brille notwendig - nur fürs Autofahren.
Heute bin ich 45 und so langsam kann mein Hirn nicht mehr alles ausgleichen und ich brauche für die Arbeit am PC eine Brille, im Alltag immer noch nicht. Wenn sie nicht mehr gut sieht oder Kopfweh bekommt, wird sie eine Brille tragen - freiwillig.
Wie stark und behandlungsbedürftig die Fehlstellung der Zähne ist, kann hier niemand beurteilen. Wenn sie aber tatsächlich so große und andauernde Probleme mit der Spange hat, ist die nicht korrekt angepasst. Da wäre ich mal zu einem anderen KFO gegangen, wenn der behandelnde es nicht hinbekommt. Unsere Tochter hat seit 6 Monaten eine lose Spange, die sie mind. 12h pro Tag (Nacht) tragen soll, und in der Zeit 2 mal Druckschmerzen und davon auch wunde Stellen, die mit etwas schleifen beim KFO sofort behoben werden konnten. Diskussionen zum Tragen oder nicht, würden wir nicht zulassen, allerdings hat unsere Tochter neben einem Kopfbiss auch noch einen sehr engen Kiefer, die Zähne schoben sich schon aufeinander und sie will selbst ein schönes Gebiss, bei dem Platz genug für alle Zähne ist.
Ich würde versuchen, gerade in der Pubertät keine "Kriegsschauplätze" zu eröffnen, wo sie nicht zwingend notwendig sind. Also wenn sie schlecht sieht, wird sie von selbst drauf kommen. Bei den Zähnen wäre ich konsequent, falls nötig, denn eine Fehlstellung der Zähne wirkt sich auf den gesamten Halteapparat aus.
Meines Wissens bist du auch noch nicht so lange Alleinerziehende (oder verwechsle ich dich da?). Kann es sein, dass sie auch noch mehr unter der Trennungssituation leidet, als sie zugeben will und sich das in Abwehrhaltung äussert? Vielleicht wird ihr das einfach alles zu viel, dann hilft wahrscheinlich nur konsequente Zuwendung und Zeit geben.

(20) 15.04.18 - 22:35

Hallo

war das keine festsitzende Spange ? ( Brackets )Schmerzen hatten meine auch immer nach dem KFO Besuch für ca. 4 Stunden, manchmal auch Druckstellen.Über die Behandlung gab es keine Diskussionen.Sie begann recht früh und wurde von beiden akzeptiert.
Na ja jetzt kannst du nur noch abwarten, Fehlstellungen kann man bis ins hohe Alter korrigieren.
Brille: vielleicht war ich in diesem Alter auch schon leicht kurzsichtig, gemerkt habe ich es erst beim Sehtest für den Führerschein und da bin ich durch richtiges Raten durchgekommen.Etwas später mit Anfang/Mitte 20 habe ich mir dann eine Brille machen lassen und war erstaunt was man alles so sehen kann.Jetzt habe ich Minus 1,5 und Minus 2............ich trage die Brille nur beim Auto fahren, Rad fahren, TV etc.
Ich kann mir also gut vorstellen, dass deine Tochter meint, auf eine Brille verzichten zu können.
Derzeit scheint sie sich sehr um ihre Autonomie zu bemühen.;-)
Ich würde abwägen, was jetzt wirklich unbedingt sein muss .
Grundsätzlich ist ja fast alles Verhandlungssache.
Bestimmt hast du doch oft die besseren Argumente!?!

L.G.

Hallo,

bin nicht alleinerziehend, wir haben ein 15-jähriges Pubertier und im Moment wirklich gravierende Probleme, weil unser Sohn in vielen Bereichen so eine Vermeidungsstrategie führt.

Das mit der Klammer hatten wir auch: Er hatte nur eine lose, und nach Anfangsgejammer tat sich dann aber auch was. Dann hörte ich immer nur von ihm, dass alles in Ordnung sei und die Kieferorthopädin zufrieden ist, bis ich von der einen Anruf bekam, dass mein Sohn die beiden Termine gar nicht wahrgenommen hatte - er hatte die Klammer letztlich nachts gar nicht mehr getragen ... Also alles auf Anfang, nochmal versucht, es tat ihm weh, nochmal hin - nach weiteren Monaten ohne nennenswerten Fortschritt nochmal gemeinsam mit der Kieferorthopädin gesprochen, drei Wochen ging es gut, dann ging wieder gar nichts. Wir haben es dann gelassen, genau mit dem Hinweis, dass aufgrund der Zahnfehlstellung die Anfälligkeit für Karies halt höher ist (einige Zähne sind leicht verdreht, so dass man schlecht putzen kann) und dass er eine spätere Behandlung halt selbst wird zahlen müssen.

Brille braucht er zum Glück keine, aber unser Sohn ist auch stur wie ein Esel. Er hatte jetzt eine Einladung zu einem Beratungstermin, weil es ein paar grundlegendere Probleme zwischen uns gibt: "Ich geh da nicht hin, Du kannst mich dazu zwingen". Stimmt, und obwohl es ihm damit auch nicht gut geht, Druck erzeugt bei ihm nur Gegendruck.

Mein Optiker hat mir auch von so einem Fall erzählt, in dem ein Junge partout keine Brille tragen wollte, uncool etc. Erst als er auf einer Party die supertolle Anlage mit der winzigen Fernbedienung nicht bedienen konnte, weil er nichts richtig lesen konnte, kam die Einsicht ...

LG

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