Führerschein Neuling

    • (1) 17.04.18 - 13:57

      Ich muss ech hier mal um meine Meinung bitten. Mein SOhn wird bald 18 und hat seit 9 Monaten den Führerschein, begleitetes Fahren. Nun hat er gefragt, ob er mein Auto oder das Auto vom Papa ausleihen kann im Sommer für 3 Tage, die Strecke ist 500 km lang, er wäre der einzige mit Führerschein und würde ein paar andere Jugendliche mitnehmen. Es geht um ein Festival, auf dem sie übernachten.
      Ich bin da sehr hin- und hergerissen, als Führerscheinneuling gleich so eine Strecke? Ohne sich abwechseln zu können?`Oder bin ich da jetzt etwas überängstlich? Möglicherweise schlafen sie wenig, wie das halt so ist im Zelt, dann würde er auch übermüdet wieder heimfahren - alles reine Vermutung, trotzdem. Mein Mann sieht das sehr locker, ich nicht so :-D
      Was würdet ihr machen?

      • Hey,

        kommt ja auch ein bisschen auf deinen Sohn an. Ist er verantwortungsvoll? Wenn er eher der Typ für durchzechte Nächte ist und öfter mal Unsinn macht, wäre ich auch dagegen. Sonst sehe ich da kein Problem.
        Ich hatte meinen Führerschein 2 Wochen und bin nach Berlin gefahren. Alleine, lange Strecke und dann auch noch Großstadt. Ging alles gut.

        LG MM

        • Er ist eigentlich sehr verantwortungsvoll, trinkt nichts, wenn er fahren muss.

          • (4) 18.04.18 - 09:20

            Dann lass ihn fahren. Mein Sohn trinkt auch nichts wenn er fahren muß und er ist schon früh alleine so weite Strecken gefahren. Dein Sohn fährt seit 9 Monaten, da hat er doch schon Erfahrung.und spätestens an seinem 18. Geburtstag musst du sowieso loslassen.

      (5) 17.04.18 - 16:18

      Strecke bei nur er mit Führerschein, aber Begleitung von einer ZUVERLÄSSIGEN Person, ok
      z.B. wenn die zweite Person selbst gerade den Führerschein macht. Sonst auch eher vernünftig ist. Verständnis für des Fahrers Bedürfnisse hat.
      Dann ja.

      Ein Haufen "wilder" Typen, die selbst noch keinen Führerschein haben, die selbst nicht an die Bedürfnisse des Fahrers denken (Ruhephasen, kein Anstacheln dass ein Gläschen oder Bierchen kein Problem sei, die während der Fahrt soweit vernünftig sind, dass sich der Fahrer konzentrieren kann)
      oder ähnliches
      DANN NEIN

      Wie ist dein Sohn selbst?
      Warum möchte er das?
      Traut er sich die Strecke zu?
      Soll er sie fahren, weil er den Führerschein hat?

      Wie alt sind die anderen?

      Ist er dann 18 und die anderen noch 17?
      Das würde mir auch bei anderen Punkten z.B. Aufsicht, Haftung etc. zu denken geben!

      Sind dann alle über 18?
      Warum hat dann nur er den Führerschein?
      Könnten sich die anderen in einen Fahrer hineindenken (z.B. machen selbst den Führerschein, aber haben ihn noch nicht)
      oder denken sie a la: kein Führerschein, keine Verantwortung und der Fahrer ist die Spaßbremse?

      Gruppendynamik würde ich nicht unterschätzen.

      Wie sieht es mit der Versicherung aus?
      Dürfte er dann mit deinem Auto fahren?
      Welche Bedinungen sind damit verknüpft?
      Was müsstet ihr damit beachten?

      • (6) 17.04.18 - 22:09

        Also die anderen sind tatsächlich erst 17. Er will das selber, das ist eine Art Konzert. Sind lauter Musiker, keine wilden Typen, aber ich sehe dennoch die Gefahr der langen Strecke, man muss halt mehrere Stunden hoch konzentriert sein. Das würde sogar mich anstrengen. Das Auto meines Mannes ist ein neuwagen und hat tatsächlich viele PS, noch schlimmer, richtig, das verleitet zum Rasen. Das wird aber nicht gehen, weil es eine sehr stauträchtige Strecke ist. Wenn, dann soll er mein älteres Auto nehmen

        • (7) 18.04.18 - 13:32

          Wenn die anderen wirklich noch 17 sind, würde ich mich über die Verantwortung informieren!

          Wir waren mal auf Klassenfahrt mit anschließender freiwilliger Übernachtung.
          Es hieß, dass alle, die schon Ü18 seien, dann auch die Mitverantwortung für die noch 17jährigen hätten. Das Einverständnis der Eltern musste natürlich schriftlich vorliegen. Aber da die Übernachtung nicht mehr zur offiziellen Schulveranstaltung gehörte, war es insgesamt schwieriger.

          Wie es tatsächlich ist, weiß ich nicht.
          Aber prüfen lassen würde ich es. 18 sein heißt noch nicht mit allen Siuationen klar kommen können. Von einer verträgt den Alkohol nicht, jemand wird krank oder sonstiges. Wer wäre dann in welchem Umfang in der Haftung.

          Was sagen denn die anderen Eltern dazu?

          18 sein heißt zwar (in vielem) verantwortlich zu sein, aber noch nicht automatisch der erworbenen Verwantwortung gewachsen zu sein.

          Das würde ich erst in Ruhe prüfen (gesetzliche Lage etc.)
          Dann in Ruhe mit deinem Sohn sprechen.
          Wenn er fahren darf, dann ihn vorher stark zu machen, damit er manchen Situationen a) gewachsen ist
          b) wen er um Hilfe bitten kann. Vor Ort, zu Hause etc.

          Wenn alles gut geht, prima. Aber einfach ihm ein Backup an Telefonnummern/Stellen mitgeben, falls er doch Hilfe braucht. Als einziger ü18 kann das durchaus nicht einfach sein. Bei mehreren Ü18 und einem 17jährigen würde es sich anders verteilen.
          Natürlich sind die 17jährigen auch für sich selbst in der Verantwortung! Aber trotzdem u.U. (falls es drauf ankäme) doch anders.

          • (8) 18.04.18 - 23:48

            Also wenn die Eltern so an mir zweifeln würden, dann würde ich mir wahrscheinlich ein Auto mieten. Nicht, dass mir Muttern noch nen Vorwurf macht, wenn noch eine Süßigkeiten- Verpackung im Auto liegt am nächsten Morgen..

            Interessant auch, wie wenig Verantwortung manche Eltern ihren Kindern zutrauen. Und deren Freunden alles zutrauen . . .

            • (9) 19.04.18 - 14:05

              Es gibt solche und solche.
              In meiner Pubertät hab ich einige erlebt, denen ich damals nicht vertraut hätte. Zumindest habe ich mitbekommen, wie sie mit Alkohol und co umgingen.

              Manchen hätte ich sofort vertraut, bzw. habe vertraut.

              Da ich weder die TE, noch deren Sohn, noch die mitreisenden Jugendlichen kenne, erwähne ich beide Fälle.
              Wenn sie vertraut und die Jugendlichen vernünftig sind. Prima.

              Wenn es (deutliche) Hinweise gibt, dass es nicht ungefährlich ist, wäre ich vorsichtig.

              Das gilt übrigens für alle Altersgruppen. Manche haben mit Mitte 30, MItte 40 noch sehr wenig an Verantwortungsbewusstsein. Nur haften diese dann komplett für sich selbst - und ich begebe mich bei diesen nicht mit ins Auto.

              Bei 17jährigen und einem 18jährigen kann es gesetzlich eben doch nicht ganz so eindeutig sein. Daher mein Hinweis.

              Und wie du auf Süßigkeitenpapiere kommst, verstehe ich nicht. Muss ich aber auch nicht. :-p

              (10) 21.04.18 - 23:28

              Das ist völliger Nonsens. Wie es im Auto innen aussieht, ist mir wirklich schnurzegal. Selbst Beulen im Auto sind mir völlig wurscht. Mir geht es ausschließlich um die Sicherheit und um die Tatsache, dass auch mich das Fahren von langen Strecken anstrengen würde und Führerschienneulinge eben nunmal noch keine Erfahrung haben - Fakt, kein Misstrauen.

      (11) 17.04.18 - 22:12

      Also die anderen sind tatsächlich erst 17 bzw 18 und noch am Führerschein dran. Er will das selber, das ist eine Art Konzert. Sind lauter Musiker, keine wilden Typen, aber ich sehe dennoch die Gefahr der langen Strecke, man muss halt mehrere Stunden hoch konzentriert sein. Das würde sogar mich anstrengen. Das Auto meines Mannes ist ein neuwagen und hat tatsächlich viele PS, noch schlimmer, richtig, das verleitet zum Rasen. Das wird aber nicht gehen, weil es eine sehr stauträchtige Strecke ist. Wenn, dann soll er mein älteres Auto nehmen und das ist versicherungsrechtlich geklärt

(12) 17.04.18 - 17:53

Hey als Fahranfänger muss man irgendwann die Erfahrung sammeln.
Nur falls ihr ein PS-starkes Auto habt wäre ich vorsichtig. Die offenen Autobahnen verleiten zum Rasen.
Auch würde ich ihm vorschlagen alle 200 KM eine Pause zu machen.

Hallo,

ich bin mit 18 und eigenem Auto zum ersten mal allein, also ohne Eltern und 3 Freunden an die See gefahren (600 km). Ging alles gut. Es kommt natürlich immer auf das Kind an, aber wenn es so passt und ich bin der Meinung, das begleitete Fahren macht auch viel aus, dann würde ich ihn fahren lassen.

LG

Mein Bruder ist letztes Jahr 3 Tage nach seinem 18. Geburtstag mit einem Freund 430 km zum Campen gefahren, allerdings mit eigenem Auto. Auch hier war er Alleinfahrer. Es hat alles gut geklappt.

Ich würde des tatsächlich vom Typ (Sohn und Begleiter) abhängig machen. Aber eigentlich spricht nichts dagegen.

(16) 19.04.18 - 15:06

Hi,

Du kennst deinen Sohn ja am besten.

Für mich wäre wichtig, dass ich mir folgender Sachen sicher bin:

-Er ist vernünftig genug, am Abend vorher keinen Alkohol zu trinken, egal was andere sagen
-Er fährt wie er es für richtig hält, egal was die anderen sagen.
-Er ist ehrlich genug zu sich selbst, sollte er feststellen, dass er zu müde ist, das er auch unter Protest der Mitfahrer auf einem Rastplatz anhält um ein Nickerchen zu machen bzw. im Notfall euch anruft.

Ich würde ihm hier auch klar sagen, dass er bei jeder Schwierigkeit anrufen kann und ihr ihm entgegenfahrt, auch wenn es 500 km sind.

Die Aufsichtspflicht für die Anderen würde ich auch klären.

Unter 18 Jahren ist das Übernachten ohne Aufsichtsperson nämlich nicht gestattet.

Dein Sohn müsste also für alle Kumpel die Aufsicht übernehmen und das schriftlich von den Eltern haben. Bei den Festivals gibt es dazu Vordrucke die man sich runterladen muss und ausgefüllt ständig mitzuführen sind. Ebenso ist der Perso dort Pflicht zur Altersfeststellung.

Das bedeutet, trinkt einer der Kumpels zuviel oder es passiert sonstwas und er muss ins KH können die Eltern des Kindes deinen Sohn dafür haftbar machen.
Auch dein Sohn muss natürlich in einem Zustand sein, der eine Aufsicht ermöglicht, sprich, Alkohol ist für ihn eigentlich Tabu.

Ist ihm und euch das klar?

Im Normalfall wird empfohlen für maximal 2 Personen die Aufsicht zu übernehmen, da man mehr nicht ständig unter Aufsicht halten kann. Klar, wird das mit 17 nicht mehr so streng gehandhabt, aber gerade beim Thema Alkohol trägt dein Sohn die alleinige Verantwortung, dass nix härteres als Bier konsumiert wird und auch das nur im gesunden Rahmen.

Redet da mit eurem Sohn drüber, ob er so wirklich ein Festival besuchen will.

Auf der Festival Seite findet ihr auch sicher alle Infos zum Jugendschutz, falls er es nicht glauben will.

Grundsätzlich: Ja.
Allerdings würde ich versuchen ihm den Zug schmackhafter zu machen: Man kann mit Start der Reise alle zusammen schon feierern, sonst trinken alle schon Bier und er muß aber noch 4-5h damit warten, dann wirds schwer an die anderen ran zu kommen. Mal ganz davon ab, dass er nach ca. 200km, wahrscheinlich jeden Parkplatz an der Autobahn kennenlernen wird, weil immer einer pinkeln muß. (Ich weiß wovon ich reden, ich kenne alle Rastplätze an der A1 von Bremen Richtung Köln.)

Zurück ist es nicht viel anders, entweder, er darf am letzten Tag nichts mehr trinken, um abends noch nach Hause fahren zu können, oder nur in Maßen (und das ist in dem Alter echt schwer) um am nächste Morgen nicht mit Restalkohol hinterm Steuer zu sitzen.
Und auch die Rückfahrt wird angefüllt sein mit Pinkelstops, oder mit Kumpels, die im Auto schlafen und nicht wirklich 500km lang für Unterhaltung sorgen.

Wird an diesem Wochenende weder von deinem Sohn noch von seinen Freunden Alkohol getrunken, sehe ich keinen Grund nicht den Wagen zu verleihen.

  • das mit dem Zug hatten wir gecheckt. Ist ein Kaff in Österrreich, blöde Verbindung, hoher Preis. 7 Stunden Fahrt, 5 mal umsteigen. Zu fünft ist das Auto da schon deutlich besser, auch preislich - leider.

(19) 21.04.18 - 23:22

Vielen Dank an alle und an all die Anregungen. Wir haben mit unserem Sohn gesprochen und es im erlaubt. Er trinkt tatsächlich ohnehin so gut wie nie (war noch niemals betrunken), es gehen, allerdings in anderen Autos, noch über 20-jährige mit, die die AUfsichtspflicht übernehmen. Er weiß, dass er Pause machen muss und die, die mitfahren, sind keine Draufgänger oder sowas und akzeptieren das.
Die Denkanstöße hier waren prima, naütrlich habe ich immer noch eine geisse Sorgen, aber ich will auch kein Spielverderber sein. Er bekommt allerdings nicht den PS-starken Leasing-Neuwagen meines Mannes, sondern meinen alten Polo :-´). Insofern wird das schon alles passen.

(20) 24.04.18 - 12:02

Stell dir doch einfach mal die Frage, was du machen würdest, wenn er eigenes Auto hätte. Richtig! Gar nichts, weil es nicht mehr in deiner Macht liegt.

Ich hatte mit 18 mein eigenes Auto und bin damit hingefahren, wo ich wollte und wann ich wollte. Einziges Hindernis war, ich hatte kein Benzin und kein Geld, welches zu kaufen.

Können die nicht mit dem Zug fahren?
Suchwerkzeug er noch so vernünftig ist, lassen sich 500km nicht wegdiskutieren. Müsste ich die alleine fahren, wäre ich echt müde.
Hin mag es ja vielleicht noch gehen, aber zurück? Die werden alle nicht viel schlafen in den Tagen und mit so vielen Leuten im Auto kann man sich mal schnell abgelenkt sein...
Also ich hätte Angst - auch vor der Verantwortung für die Beifahrer

(22) 28.04.18 - 22:49

Bis zum Sommer ist es ja noch eine Weile hin. Habt ihr nicht die Möglichkeit, euren Sohn öfters eine längere Strecke fahren zu lassen? Gerade Fahranfänger unterschätzen Sekundenschlaf, sowie die "Monotonie der Autobahn".

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