Schlecht in der Realschule

    • (1) 12.06.18 - 22:36

      Hallo hier schreibt keine Mutter und auch kein Vater sondern ich selber auf dem das Problem zutrifft. Also ich war früher in der Grundschule ein ganz durchnittlicher Schüler so wie auch meine Zwillingsschwester (2,3 Notendurchschnitt). Wir sind dann nach der 6. Klasse auf ein Gymnasium gewechselt, wo bei mir die Probleme anfingen. In der 7. Klasse wurde ich gemobbt. Ich wurde immer schlechter in der Schule, konnte mich nicht konzentrieren und habe die Schule vernachlässigt. Irgendwann endete das Mobbing, aber die Schulprobleme endeten nicht. Also war ich so schlecht am Ende der 8. Klasse, dass ich sitzen geblieben bin und die Klasse wiederholt habe. Anfang des Wiederholungsjahres verbesserten sich meine Noten nicht und ich wechselte auf eine Realschule. Ich hatte doch frischen Wind bekommen, alles war neu für mich. Die Lehrer haben mich gefragt warum ich so einen guten Sprachgebrauch habe und ich wurde allgemein gelobt. Ich war wieder sehr gut in der Schule doch ich fing irgendwann an wieder schlechter und schlechter zu werden bis jetzt zum Ende der 10. Klasse. Ich schätze ich schaffe den Msa nicht, dazu habe ich überall 4 und 5 auf dem Zeugnis. Ich habe keine Kraft mehr aber ich muss weitermachen. Meine Ausbildung werde ich ohne MSA nicht machen dürfen. Das Oberstufenzentrum nimmt mich auch nur mit Msa an. Die Klasse zu wiederholen möchte ich aufjeden Fall vermeiden. Ich bin auch kurz vor dem Heulen, wenn ich mir vorstelle dass meine Schwester und meine Freunde ihr Abitur machen und ich nichtmal die mittlere Reife hin bekomme. Ich habe übrigens gerade beim Schreiben Kopfschmerzen und entschuldige mich für Grammatik-/Rechtschreibfehler.

      Könnt ihr mich beraten was ich jetzt machen soll nach der 10. Klasse ? Habt ihr oder eure Kinder auch solche Probleme ?

      • Hallo zubis,
        tut mir leid, dass Du solche Probleme hast.
        Vielleicht solltest Du, trotz Deiner schlechten Noten, etwas lockerer an die Sache rangehen. Du tust, was Du kannst, mehr geht eben im Moment nicht.

        Es ist doch heute so, dass es diverse Möglichkeiten gibt, nach der normalen Schulzeit einiges nachzuholen. Teilweise läuft es viel besser, wenn die Schule mehr praxisbezogen ist, z.B. die Berufsschule.
        Sei sorgfältig bei der Berufswahl, lass Dich beraten, wähle einen Beruf, wo es noch Weiterbildungsmöglichkeiten gibt.

        Ich sehe an meinem Beispiel, dass nicht alles von der Regelschule abhängt.
        Ich war da grottenschlecht, auch viele 4er und auch 5er.
        Trotzdem habe ich ein Studium abgeschlossen, in dem sehr viel Mathematik und Naturwissenschaften gefordert wurde.
        Bei manchen platzt der Knoten eben später. Wichtig ist, den Weg, den man gewählt hat, bis zum Ende zu gehen.
        Aber selbst als Studienabbrecher hat man heute sehr gute Chancen, konnte ich gerade wieder feststellen.
        Wichtig ist, dass Du gibst, was Du kannst und nicht die Flinte ins Korn schmeisst. Dann hast Du schon vielen Kameraden etwas voraus.
        Nicht darauf schielen, was andere alles können, wollen, erreichen.

        Du musst DEINEN Weg gehen.

        Gruß Bernd

        Hallo,

        Ich war auch sehr schlecht in der Schule und in meiner MSA Mehrarbeit habe ich eine 4 gefeiert, wie eine 1+.

        Das einzige was hilft ist extremes lernen. Ich war Schulverweigerin und konnte nur durch ein Projekt meinen Anschluss machen. Dafür bin ich in meiner Freizeit 3x die Woche zur Nachhilfe gerannt.

        Es war eine extrem harte Zeit, aber ich habe es geschafft. Machte 2 Ausbildung und bin mit 22 Erzieherin geworden.

        Selbst solltest du den MSA nicht schaffen, kannst du entweder noch mal wiederholen (das ist keine Schande), oder die eine Ausbildung suchen, in der du auch den Msa erwerben kannst (im sozialen Bereich wäre das zum Beispiel der "Sozial Assistent"). Mit diesem kannst du dann weiter machen und deine Wunschausbildung beginnen.

        Bei einigen dauert es länger und das ist auch vollkommen ok.

        Deine Einsicht ist super, nun musst du nur noch an der Umsetzung arbeiten

        Hey, haben doch einige Erwachsene, die dann doch noch erfolgreich wurden, ebenfalls hinter sich. Die Idee mit der Berufsschule kam mir auch sofort. War das nicht früher so, dass man dann sogar Fachabi hatte....ist schon etwas her.....ich würde mich beraten lassen und ehrlich, ich kenne soviele Leute die einen Hauptschulabschluss und dann Realschulabschluss und dann noch Fachabi gemacht haben. Du bist jung und kannst noch einiges schaffen. Lass den Kopf nicht hängen.

        • Eine Berufsschule ist für den schulischen Teil eines Ausbildung verantwortlich, da muss man schon die mittlere Reife haben. Hier in Berlin ist das definitiv so und auf Wikipedia steht das auch so, deswegen gehe ich mal davon aus, dass das überall so ist. Bis zur mittleren Reife gibt meines Wissens nach keine Schulform, die auf einen Beruf ausgelegt ist. Meintest du mit Berufsschule Oberstufenzentrum, wo man sein Fachabi machen kann oder gibt es noch eine mir gänzlich unbekannte Schulform?

      Wenn du eine Ausbildung machen möchtest, solltest du alles daran setzen, die mittlere Reife zu bekommen. Gibt es bei euch BB oder eBB?
      Du sagst, du hast keine Kraft mehr? Besteht die Möglichkeit, dass du depressiv bist? Oder vielleicht sogar tatsächlich physisch krank, z.B. ausgeprägte Schilddrüsenproblematik oder Ähnliches hast. Geh einmal zum Arzt. Du musst dein Problem finden und beheben?
      Ist dein Problem kognitiv, also du verstehst die Unterrichtsinhalte nicht, dann lernst du und suchst dir dabei Hilfe.
      Ist dein Problem psychisch, dann machst du eine Therapie.
      Ist dein Problem körperlich, also dir fehlt tatsächlich die Kraft, dann lässt du dich vom Arzt behandeln.
      Wenn du dein Problem gelöst hast, dann machst du dein MSA nach.

    • Hey Zubis! :-D

      In welchem Bundesland lebst du denn? Du sprichst von Mittelschulabschluss. Du meinst die Mittlere Reife, oder?

      Nun, wie wäre es denn, wenn du auf eine Wirtschaftsschule wechseln würdest?? Bei uns hier in der Gegend haben diese einen sehr guten Ruf. Es sind Privatschulen, die aber echt nicht viel kosten mit kleinen Klassen. Die Lehrer sind bemüht, dass die Schüler den Stoff kapieren und die Mehrheit der Schüler schließt diese Schule mit sehr guten Noten ab.

      Dann hängst du halt noch 1 - 2 Jahre dran, hast dann aber einen guten Mittlere-Reife Abschluss, mit dem du sogar auf eine Fachoberschule übertreten kannst (sofern gewünscht).

      Hast du letztes Schuljahr (also in der 9. Klasse) den Quali mitgemacht? Oder war es da noch nicht absehbar, dass die Noten heuer so schlecht ausfallen?

      LG

      Such DIr Hilfe. Du hast ja schon erkannt, dass Du in einer Abwärtsspirale bist. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass die Schule nur eins deiner Problemfelder ist.
      Wende Dich zum Beispiel an eine Jugendberatungsstelle:
      http://www.diakonie-familienhilfe.de/startseite-jfs.html
      Hör auf Dich mit anderen zu vergleichen.

      Soweit ich es sehe , gibt es auch die Möglichkeit auf ein OSZ ohne Abschluss zu gehen. Infos findest Du hier.
      http://www.oberstufenzentrum.de/kein-abschluss

      Überleg mal ob Du nicht ein Soziales Jahr zum Beispiel machst um erstmal zur Ruhe zu kommen:http://www.bufdi.eu/j/bundesfreiwilligendienst/berlin/?all

      Und die gute Nachricht - niemand muss zur Schule gehen um einem Schulabschluss zu machen, wenn die Schulpflicht selbst erfüllt ist. Viele wissen es nicht aber alle Schulabschlüsse kann man als sogenannter Nichtschüler nachmachen.

      (9) 16.06.18 - 19:57

      Hallo zubis,

      zunächst mal: Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen. Deiner Schwester fällt das Lernen leichter, das ist schön für sie, aber es macht weder sie zu einem besseren noch dich zu einem schlechteren Menschen. Hast du denn eine Ahnung, was dir das Lernen so schwer macht? Hast du Ansprechpartner in der Schule, also z.B. einen Lehrer, dem du traust und mit dem du mal reden kannst? Wenn akut die Gefahr besteht, dass du den MSA nicht schaffst, dann hänge lieber noch ein Wiederholungsjahr dran - ist doch nicht schlimm! Die Zeit kannst du nutzen, um dich besser auf die Prüfungen vorzubereiten. Und evtl. nebenher schon mal schauen, wie es weiter geht. Ich kann dir nur aus Überzeugung zu einem Ausbildungsberuf raten. Was auch immer dich da interessiert, schau dich um. In fast allen Berufen (Handwerk, Industrie...) werden händeringend Azubis (als die späteren Fachkräfte) gesucht. Mein jüngster Sohn ist in deinem Alter, hat auch vom Gymi auf die OS gewechselt und nach zwei Praktika will er nächstes Jahr eine Ausbildung im Wasserwerk anfangen. Er hat noch drei ältere Schwestern, von denen die jüngste auch ein Handwerk gelernt hat, nämlich Konditorin - auch ein toller Beruf. Die Älteste hat eine abgeschlossene Ausbildung als Krankenschwester, hat danach noch ein Studium angefangen, aber damit wieder aufgehört und arbeitet in ihrem erlernten Beruf. Die mittlere studiert und studiert und studiert... Rate mal, wer sich eigene Wohnung, Auto, Hobbies und Urlaube leisten kann. Die ewigen Studenten eher nicht....
      Mein Rat: Gehe deinen eigenen Weg. Der muß niemandem Recht sein außer dir, für dich muß es passen und dann gelingt es auch.

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