Ich bin überfordert mit dem 13 Jährigen

    • (1) 21.06.18 - 18:07

      Hallo liebe Leser und Helfer,

      ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll, das letzte Jahr hat mich unglaublich viele nerven gekostet.
      Unser Sohn 12 fast 13 Jahre ist wirklich so unendlich schwierig, ich weiss nach all den Gesprächen nicht mehr weiter, nichts hilft.

      Unser Sohn lügt, tut nichts für die Schule ( aus Infos arbeiten die Kids sener Klasse manchmal 1 Std an den HA) meiner st nach 15 min fertig und das nicht ,weil er so unendlich clever ist , jeder Elternsprechtag ist eine Lawine der Anmerkungen ,dass er stört,andere ablenkt.
      Npten Realschule viele 4 ren auf dem Zeugnis.Er kann ,wenn er will vie mehr , hat aber durchweg kein Bock.
      Generell hat er keine ausdauer zu etwas. Auch wenn mein Mann ,was mit ihm werken wll oder bauen.. nach 20 Min ist der Junge einfach auf dem Zimmer verschunden oder macht was anderes nd bringt nichts zu Ende.
      Er prollt immer richtig rum vor Freunden. Er steht nie zu Fehlern.
      Er schwindelt wegen jeder Keinigjeit. ich kann ihm überhaupt nicht vertrauen.
      Hat eine Klappe am Kopf , gestern sagte mein Mann zu ihm, dass er möchte das um acht abends das Smartphone unten auf der Kommode liegt. Sagt mein Sohn : verschende dann nicht meine Zeit.
      Hallo, wie redet er mit uns?
      Glaubt bitte nicht ,dass wir je nachlässig waren. Ich war bis er 12 war Zuhause und habe mich um ihn gekümmert ,da auch sein kleiner Bruder zwischendurch geboren wurde.
      Wir haben viel familenzeit,Untrnehmungen, ich habe ihn bei Sport unterstützt und begleitet. ich war ihm immer eine verlässliche Mutter , die immer für ihn da war.
      Die Konsequenzen folgen lassen hat ,klare Regeln hatte und mit ihm immer im Gespräch war.
      Familien intern haben wir keine Sorgen, keine Probleme.. wir leben schon auf der Sonnenseite. Trotzdem sind die Kids nicht verwöhnen , haben nicht mit 12 ein Iphone am Kopf noch dürfen sie pausenlos Medien nutzen...
      Alles im Rahmen und sogar eher wenig.

      Das Handy ist auch ein Dauerthema..
      Er hat eins ,wir möchten aber nicht ,dass er stöädig dran ist und haben ihm das öfter schon abnhemen müssen. Nach Gesprächen versprach er oft, er würde es regulieren und nicht mehr pausenlos dranhängen.Diese versprechen haben haben nie was gebracht... jede Bitte Mama vertrau mir.... wurde ich immer enttaäuscht.
      Wenn er das Telefon zur Verfügung hat,dann nutzt er es vollkommen aus und macht
      NICHTS anderes mehr.
      Manchmal hat er gewartet bis wir schlafen und holte sich das wieder und dann die ganze nacht..
      Mitlerweile werde ich öfter von Lehren angerufen ,dass er stört, mit Kügelchen wirft..
      Ich rede auf ihn ein,versuche ihm das klar zu machen, nichts fruchtet.

      Tag später alles beim Alten.
      Ich bin so verzweifelt: Ich habe alles geben aber moentan kann ich nichts mehr positives wahrnehmen ,was uns verbindet. Ich fühle mich echt veräppelt, er gibt sich keine Mühe , er ignoriert wie wir uns fühlen.

      Alles in seinem Leben ist ihm völlig egal. Ich weiss nicht weiter. ich kann ihm in nichts vertrauen , nichts glauben ,wenn er was sagt.

      Mein Mann resigniert auch immer mehr ...
      Ich weiss Pübertät ist nicht eunfach ...aber mir scheint es als hätte er kein Gewissen...
      Er entgleitet mir ....trotz das ich konsequent bin.

      wieso lügt und betrügt er ständig, wieso bedeutet ihm seine perönliche schulische Leistung nichts. wieso helfen alle Gespräche nicht....

      Einfach laufen lassen kann ich nicht zu viel Angst, dass er abrutscht

      • Hallo,

        im Grunde legt dein Sohn ein normales Pubertätsverhalten an den Tag. Null Bock zu was, die Eltern nerven und Schule ist ätzend.
        Ich habe 2 Teenager, auch Jungs, Zuhause und kann in Punkto Faulheit sagen, dass es teilweise normal ist. Auch hier sind die Noten mit beginnender Pubertät bergab gegangen. Es ist nicht bei allen so, aber doch bei sehr vielen und bei Jungs noch mehr ausgeprägt als bei Mädchen. Ich mache mich wegen Noten nicht verrückt. Solange keine Lücken entstehen und sie im Grunde mitkommen, ist mir der Zeugnisdurchschnitt relativ Wurst. Hier stehen in Lernfächern auch Vieren. Nicht wegen Dummheit, sondern schlicht wegen Faulheit. Meine haben unbegrenzt Zugang zu Medien, aber spätestens um neun geht in der Etage der Kinder das WLAN aus. Ich muss aber auch dazu sagen, dass meine Teenager durch Sportverein, Feuerwehr und Freunde viel unterwegs sind. Stören im Unterricht kam hier auch schon vor. Aber da ziehen die Lehrer Konsequenzen. Meine haben ihre Aufgaben im Haushalt. Sie müssen ihre Etage mit Schlafzimmern, Bad und Wohnzimmer selbständig sauber halten. Ich gehe nur einmal wöchentlich durch zum wischen und Grundreinigung. Da es hier auch zeitweise eskaliert ist, dass gar nichts gemacht wurde und ich jedesmal ihr Reich putzen und aufräumen musste, habe ich angefangen Putzdienste in ihren Räumlichkeiten in Rechnung zu stellen. Ich war es irgendwann leid ihre Putzfrau zu spielen. Ebenso verhält es sich mit nicht erledigten anderen Aufgaben. Sie haben eine bestimmte Frist, ich kündige mehrfach an bis wann es erledigt sein muss und ist dies nicht geschehen, ziehe ich das konsequent im nächsten Monat vom Taschengeld ab. Seit dem läuft es. Was hier absolut nicht geduldet wird, ist ein respektloser Umgangston. Das habe ich meinen von Anfang an klar gemacht. Ebenso haben hier gewisse Regeln, die Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit etc. beinhalten, eingehalten zu werden. Halten sie sich nicht daran, werden die Zügel wieder straffer gehalten. Ansonsten haben meine eine lange Leine was sie dürfen. Zum Thema lügen kann ich nur sagen, dass es ein Zeichen von Selbstschutz ist. Er fürchtet die Konsequenzen für sein Handeln und lügt um diesen aus dem Weg zu gehen. Ich bestrafe meine Kinder grundsätzlich nicht. Klar, wenn sie Mist gebaut haben, kommt der obligatorische Anschiss und anschließend folgt die Beratschlagung wie man den Karren wieder aus dem Dreck holt. Überlege mal genau wann dein Sohn lügt. Analysiere die Situation und frage dich nach dem warum. Die Nutzung von Medien ist in dem Alter auch normal. Da würde ich eine Regelung finden, dass erst die Pflichten erfüllt werden, notfalls mit Kontrolle der Hausaufgaben und dann das Handy bis zur Bettgehzeit zur Verfügung steht. Gerade abends ist das meiste in den Klassenchats los. Und um acht Uhr das Teil abgeben finde ich übertrieben in dem Alter. Er geht ja sicher um acht noch nicht schlafen. Da wundert es mich nicht, dass er es nachts heimlich holt. Er muss ja schauen was er in der "Prime Time" alles verpasst hat. Bei meinen ist ab halb acht/acht das meiste in den Chats los. Dann sind bei den meisten die Hausaufgaben fertig, die Hobbies sind rum, Abendessen ist erledigt und fast jeder hat Zeit. Dann muss dein Sohn das Handy abgeben und ist somit nicht up to date. Lasst ihm das Teil bis wirklich Schlafenszeit ist. Dann läufst du nicht Gefahr, dass er warten muss bis ihr im Bett seid.

        LG
        Michaela

        • " Im Grunde legt dein Sohn ein normales Pubertätsverhalten an den Tag."

          Ich sehe es nicht so, nicht alle Probleme der Kinder ist stets einer Pubertät zuzuschreiben...inzw. schreiben Eltern in jeder Altersgruppe von irgendwelchen Pubertätsursachen , wenn ihre Kinder schwierig werden. Vorlschulpubertät(im KIGA) , Zahnlückenpubertät (1.+2Klasse) Vorpubertät (3+4.Klasse) ab der 5. Klasse die normale Pubertät der Entwicklungsphase.

          In der Pubertät herrscht Chaos der Gefühle bei den Kindern, keine Frage, sowie sich Interessen ändern und sich ausprobieren oder mal unverstanden fühlen und dadurch mal sensibler reagieren.
          Aber Pubertät ist kein Grund dafür, das Kinder lügen, den Unterricht mit Absicht stören, die Schule extrem vernachlässigen oder anderen stets die Schuld zuweisen. Im Enddefekt überschreiten Kinder soweit die Grenzen, soweit es die Eltern auch zulassen.

          "" Solange keine Lücken entstehen und sie im Grunde mitkommen, ist mir der Zeugnisdurchschnitt relativ Wurst. Hier stehen in Lernfächern auch Vieren."
          "Nicht wegen Dummheit, sondern schlicht wegen Faulheit. Meine haben unbegrenzt Zugang zu Medien"

          Im Enddefekt, liegen da schon die Probleme.....nur Rechte und kaum Pflichten. Das nützen natürlich die Kinder aus, wenn Eltern es in Übermaß zulassen.

          Bei Kinder sollten die Pflichten, wie Schule im Vordergrund stehen...erst HA und lernen/ vorbereiten und dann können sie ihre Rechte im Thema Freizeit altergemäß und frei nach ihren Sinne gestalten. Rechte und Pflichten, Geben und Nehmen. Wenn dies die Waage nicht hält und eines davon stark ignoriert /vernachlässigt wird , wird einer unzufrieden werden, entweder die Eltern oder die Kinder.

          Pubertätsphase artet nur aus, wenn gegenseitiger Respekt fehlt, die Rechte und Pflichten einzuhalten. Viel liegt an den Eltern, entweder zu nachlässig ( Kind macht was es will)oder zuviel Druck (Kind fühlt sich unverstanden und überfordert) .Kinder brauchen von klein auf eine klare Führung von den Eltern zum Wohle des Kindes, wo sie stets Wissen, wie sie dran sind , mit altermässigen Pflichten, sowie ihr Recht auf altermässigen Freiheiten. Lügen = kein Vertrauen, Stören im Unterricht= suchende, fehlende Aufmerksamkeit....anderen Schuld zu weisen = Angst von Konsquenzen oder ewiger Diskussion. Kinder brauchen in der Pubertät Eltern, die Zuhören können, mit gegenseitigen Verständnis und Einsicht und in manchen Sachen Kompromisse und Ausnahmenbereitschaft, wenn man ein ehrliches, einsichtiges und zufriedenes Kind erlangen möchte. Ignoration, Nachlässigkeit, Schreien und Strafen fördert nur eine schwere Familienzeit.

      Ich kann deine Resignation verstehen.
      Bei meinem habe ich auch Probleme, zu 90% will er jedoch mit uns zusammen arbeiten.
      In ruhigen zeiten sage ich ihm, warum er seinen laptop 1 woche nicht sieht und warum ich möchte, dass er in bestimmten fächern keinen defizit aufbaut etc.
      Eigentlich weiß er es, ich wiederhole es trotzdem. Ich möchte nicht gegen ihn arbeiten etc.

      Bei euch würde ich das handy tatsächlich konsequenter weglegen. Ich hatte Geräte durchaus auch schon bei der arbeit dabei.

      Zudem würde ich immer wieder das gespräch suchen, damit er es selbst reflektieren kann.

      Da ich die Eltern von gleichaltrigen kenne. Da herrscht manchmal ein umgangston, den ich selbst im keim ersticke. Hier bin ich absolut konsequent.

      Mit der Schule würde ivh zusammenarbeiten.

      LG

      Hallo Annabella,

      dein Text hätte 1:1 von mir sein können. Ich habe einen 13jährigen Sohn, der immer viel verspricht, nichts hält und mich so langsam verzweifelt lässt. Verzweifeln lassen mich aber auch die Ratschläge anderer, die ihre „schwierigen Jungs“ auf ihre einzig erfolgversprechende Art im Griff haben.

      Kein Kind ist wie das andere und es gibt so viele Stufen von „schwierige Jungs“, dass dir die Ratschläge wie „zu wenig Handyzeit oder gar keine Medien“ evtl. nicht weiterhelfen. So geht es zumindest mir! Mir tut es gut zu hören, dass mein Sohn kein Einzelfall ist und dass trotz dieser unüberschaubaren Chaoszeiten alles gut werden kann. Das Zeugnis meines Sohnes, das er gestern nach Hause gebracht hat, insbesondere die verbale Beurteilung der Lehrer, beschreibt das pubertierende Faultier, dass mich heute morgen schon wieder fix und fertig gemacht hat.

      Ich habe bereits einen Sohn, der jetzt 22 Jahre ist. Sitzt gerade an seiner Bachelorarbeit und fängt im Herbst mit seinem Masterstudiengang an. Er war anders in der Pupertät und es ist jetzt auch lange genug Zeit vergangen, um die Schrecken vergessen zu haben! Damals habe ich von Jan-Uwe Rogge „Pupertät - Loslassen und Haltgeben“ gelesen und es hat MIR gutgetan. Habe das Buch heute wieder rausgesucht und auf meinen Nachttisch gelegt. Heute Abend fange ich wieder an zu lesen. 😉

      Ich wünsche Dir und allen Müttern mit „hormonverwirrten“ Jugendlichen starke Nerven und Menschen im Umfeld, die Eich trösten, aufbauen und Euch mit Standardlösungen verschonen!

      Liebe Grüße - Duna 🙋🏻

      • (7) 29.06.18 - 15:03

        Dein Text hat mir gerade richtig gut getan. Danke.;-)
        Meine Söhne sind nämlich auch gerade richtig faul, so dass ich mich ausgenutzt fühle.
        Geteiltes Leid ist halbes Leid - sprich es tut einfach gut zu wissen bzw. relativiert und erleichtert, dass andere Familien in der gleichen Situation stecken.

    Hey, ich kann dir keinen konkreten Tipp zu deinem Sohn geben.
    ABER: Dein Text verrät ja auch einiges über dich. Und rauslesen kann ich, dass du felsenfest davon überzeugt bist, alles richtig gemacht zu haben. Die hättest ihn NIE vernachlässigt, hättest ihn IMMER unterstützt, du warst IMMER verlässlich.
    Ganz ehrlich - so "perfekt" ist niemand ;-) Vielleicht solltest du mal aufhören, die Verantwortung von dir zu schieben und deine ganze Erziehung als unantastbar "richtig" hinzustellen, sondern lieber einmal fragen, ob es vielleicht auch andere Wege gibt. Mal einen Schritt zurückgehen, deine Methoden anschauen und dich fragen, was denn da Alternativen wären. Wenn du das nicht machst, bringt eh kein Ratschlag was, denn alles, was nicht deinem Bild entspricht ist in deinen Augen "falsch".

    Auf der anderen Seite prollt dein Sohn IMMER herum und steht NIE zu seinen Fehlern, ALLES ist ihm egal und er tut NICHTS für die Schule (15min HA hast du geschrieben, das ist nicht nichts). Vielleicht solltest du mal genauer hinsehen? Ich bin mir sicher, er hat auch gute Charaktereigenschaften. Wenn du die nicht siehst und stattdessen bei seinen schlechten Eigenschaften maßlos übertreibst, hat das sicher auch Einfluss auf ihn.

    Ganz ehrlich, eigentlich klingt dein Text, als wäre er von einem Teenager geschrieben und das sollte dir zu denken geben.

    Klingt vielleicht hart - ich kenne dich nicht und vielleicht stimmt die Hälfte von dem was ich geschrieben habe nicht, das ist nur, was bei mir rüberkommt und soll dich zum Nachdenken anregen.

    Vielleicht solltest du dich erstmal allein bei einer Erziehungsberatung beraten lassen, die Vorkommnisse schildern, damit du nicht allein da stehst, wenn du mit dein Latain bereits am Ende bist. Umso älter sie werden, desto geringer wird der Einfluß der Eltern.

    Soviel ich weiß machen die psychlogische Teste um zu diagnostisieren , woher die Ursachen kommen.
    Ob Verdacht auf
    Klärung von ADS / ADHS
    Legasthenie
    Dyskalkulie
    Seelische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten
    Einzel- und Familietherapien

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, wenn nicht jetzt, wann dann? Es hängt nicht nur das unruhuge Familienleben daran, sondern auch seine Schullaufbahn.

    Meiner ist ebenfalls 12 und wird Ende des Sommers 13. Ich stelle fest, dass er manches Mal versucht, mich oder meinen Mann aus der Reserve zu locken. Mein Mann hat eine ganz andere Art, damit umzugehen. Er versucht kumpelhaft das Ganze zu lösen und oft ist es genau das, was meinen Sohn veranlaßt, weiter zu machen bis mein Mann einen bestimmten Tonfall bekommt.....dann hört er auf. Bei mir ist das anders. Ich unterbinde Provokationen sofort. Frage ihn direkt, was er damit bezweckt und erwarte Antworten. Das funktioniert besser. Unser Sohn erzählt recht viel und nicht immer habe ich eine Lösung auf seine Fragen aber ich höre ihm zu und habe den Eindruck die Offenheit zuzuhören, seine Meinung mit einzubringen oder aufzudiktieren führt zu einem guten Miteinander. Generell scheinen viele Jungs in der Altersgruppe die Schule schleifen zu lassen. Ich finde den Umgangston den einige Teenies ihren Eltern gegenüber an den Tag legen, auch sehr befremdlich. So etwas gibt es hier nicht. Ich glaube die Teenies fordern durchaus Regeln ein und halten einem einen Spiegel vor.

    Ich vergleiche das manchmal mit dem Hundetraining. Liebevolle Konsequenz mit Bindungsarbeit führt zu mehr Erfolg als Futterreingeschiebe....klar, erst einmal ist Ruhe.....aber dann....

    Herzlichen Willkommen in der Pubertät :-)

    Mein Sohn ist bereits aus dem gröbsten raus, gottseidank, aber dadurch kann man doch einiges vergleichen.

    Tja das mit dem Lügen ist so ne Sache, klar du möchtest das nicht haben, aber er versucht jetzt einfach sein Ding zu machen und da er mit dieser Situation überhaupt noch nicht umgehen kann und er wahrscheinlich so wenig Stress mit euch haben will, gibts dann eben ab und an mal auch eine kleine Unwahrheit zu hören. Das Problem was sich ihm darstelkt ist, dass er sich von euch abnabeln will, aber trotzdem euch immer noch braucht, ist so eine Art Zwickmühle aus der es kein entkommen gibt.

    Ich als Vater hab daraus gelernt, um so mehr Freiheiten (also keine unkontrollierten) und kein peinliches Elterngehabe wie kuscheln, küssen, klammern um so mehr Erfolg hatte ich bei der Erziehung und um so besser war der Umgang mit ihm. Soll jetzt aber nicht heißen dass er zum Duckmäuser herangewachsen ist (wie man das hier des öfteren lesen kann).

    Klar gibts auch heute noch Stress, vor allem wenn wir nicht der selben Meinung sind, dann wirds auch mal laut, aber wir kommen immer zu einem Ergebnis was uns beide zufrieden stellt. Reden miteinander ist Gold wert, aber auch nicht zu viel reden und bloß nicht über alles reden, nur wenn er Interesse zeigt. Wenn er davon genervt ist, ihn in Ruhe lassen, ihm kein Gespräch aufzwingen. Auch wenn du meinst es wäre notwendig und du unbedingt musst, dann ist der Krach bereits vorprogrammiert.

    Mit den Hausaufgaben, er braucht halt einfach nicht länger als 15 Minuten, nur weil die Anderen so "doof sind und ne Stunde davor sitzen ;-). Mein Sohn macht seine Hausis immer im Bus, damit er dann mehr Freizeit hat, und klappt hervorragend.

    Ich geb dir einen guten Tipp, einfach Loslassen und Dasein, wenn er es braucht. Wenn du diesen Tipp beherzigst, dann wirst du eine unkomplizierte Pubertät haben, nicht nur mit deinem ersten Sohn.

    Denn was viele, egtl fast alle, falsch machen ist, sie denken ihr Kind braucht Erziehung in der Pubertät, das ist aber falsch. Euer Kind wird in der Pubertät selbständig und versucht auf eigenen Beinen zu stehen, seinen Alltag alleine zu meistern (mit welchem Erfolg auch immer) und mit der Welt "als Erwachsener" klar zu kommen. Leider funktioniert das nicht, wenn Eltern ständig darauf hauen und die Selbständigkeit ihres Kindes unterdrücken zb mit Erziehung oder Vorschriften.

    Und natürlich gibts hier wieder zwei paar Stiefel, aber ich seh das so, um so ruhiger die Pubertät verläuft, um so größer war der Erziehungserfolg in den vorangegangen Jahren.

    Grüße Schubart

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