wieviel im Haushalt helfen? Frühstück für Schule selber machen?

    • (1) 19.10.18 - 08:28

      Hallo,

      meine Tochter ist gute 14 und sie ist grad recht unverschämt. Sie beschimpft ihren Bruder mit allen Ausdrücken, mir gegenüber nur am meckern, essen schmeckt nicht, wir haben ja nix im Kühlschrank und es gibt mittags nicht immer was zu essen. Morgen macht sie im ganzen Haus Krach.... nun habe ich es eingestellt, ihr die Brotzeit zu schmieren. Mit fast 15 kann man das ja wohl selbst oder wie handhabt ihr das? Ihr Zimmer ist tip top, aber ich muss jedes mal betteln, mal die Spülmaschine auszuräumen und und und....

      Wie läuft das bei Euch?

      Liebe Grüsse

      • Hallo,
        ja man hört schon ab und zu das Kinder in diesem Alter plötzlich anders ticken.
        Ob Euer Essen nicht schmeckt ist schwer zu beurteilen.
        Wenn nichts im Kühlschrank ist was sie mag finde ich dies seltsam. Man kauft doch für gewöhnlich Dinge ein, welche die verschiedenen Familienmitmenschen mögen.
        Wenn es nichts zum Mittagessen gibt, kann sie sich sicher selbst einfache Dinge zubereiten. Dafür ist natürlich ein gefüllter Kühlschrank nötig.
        Ein Pausenbrot fürs Kind zu schmieren hat bei uns nichts mit können zu tun sondern mit ein bissl Betuttelung und lieb haben.


        VG Anja

        • hi

          klar kaufe ich für gewöhnlich die Dinge ein, die die Familienmitglieder mögen - aber wenn Leberwurst letzte Woche noch in war - und jetzt grad nicht auf der (gedachten) Wunschliste steht - soll ich sie dann schlecht werden lassen? Wobei bei uns immer ein Einkaufszettel am Kühlschrank hängt (der aber auch nicht täglich abgearbeitet wird - das kann schon mal 2-3 Tage dauern) - aber wenn man sich etwas wirklich wünscht (zB eine bestimmte Wurst - oder Käsesorte), dann kann man es da gerne draufschreiben. Vergißt man das - naja - hellsehen kann ich leider nicht...

          Betuttelung? Hmmm bei anderen Sachen - aber beim Alltäglichen muss schon jeder mit anpacken. Dafür hab ich ja hinterher auch wieder mehr Zeit für nen Ausflug (an dem wir dann auch alle Spaß haben) oder ähnliches...

          LG
          Frauke

          Ich habe das bisher auch gerne gemacht und genauso gesehen wie Du .... ein bischen betutteln.... aber wenn es nur noch gemecker gibt und nicht mal ein guten morgen oder danke, dann finde ich das schade.

      Hi

      meine Kinder sind 10 und 11 - und bei der Großen pubertiert es auch so allmählich...

      Freiwillig hilft hier auch keiner - aber es gibt halt Dinge, die gemacht werden müssen - und ich bin nicht dazu da, allen alles hinterher zu tragen - ganz sicher nicht! Manchmal weise ich dann gerne daraufhin, dass ich natürlich auch die Spülmaschine ein- oder ausräumen kann - dann aber leider keine Zeit mehr habe, den Fahrdienst zu den Hobbys zu spielen. Da wir ziemlich ab vom Schuss wohnen, wäre das für die Kinder ziemlich blöd... Aber so ist das nun mal in einer Familie - eine Hand wäscht die andere - man hilft sich untereinander - das aber nicht als Einbahnstraße...

      Die Brote schmieren sich die Kinder aber schon länger selber - sie wissen ja durchaus mit einem Messer umzugehen... Wenn es mal knapp wird, mache ich das auch schon mal - aber nicht als Regel und schon gar nicht immer oder als Selbstverständlichkeit gegeben... Wir müssen auch schließlich im Normalfall alle aus dem Haus - ich muss auch los zur Arbeit - da muss dann auch jeder nach seinem Kram schauen...

      So zumindest die Regel - jetzt sind die Kinder gerade für ne Woche bei der Oma, da wird ihnen mit Sicherheit wieder der Hintern hinterhergetragen (was ja bei der Oma auch ok ist... ich glaube meine Mutter wäre zutiefst beleidigt, wenn sie die Kinder nicht verwöhnen dürfte...). Manchmal hakt es dann zu Hause in der ersten Zeit danach, weil die Kinder davon ausgehen (oder hoffen ;-)) dass es hier so weitergeht... Aber Hoffnungen können halt auch enttäuscht werden#schein

      However - mir war die Erziehung zur Selbständigkeit immer sehr wichtig. Ich erlebe auch sehr oft, dass meine Kinder recht selbständig im Vergleich zu Gleichaltrigen sind - aber dazu gehört halt nicht nur das DÜRFEN (ja - sie dürfen hier und da schon recht viel), sondern auch das MÜSSEN oder halt die Pflichten. Hotel Mama gibt es hier nicht - das was die Kinder altersgemäß können, sollen sie auch ruhig tun. Da werden sie langsam angeführt - und dann ist gut. Beispiel - obwohl ich durchaus noch die Familienwäsche komplett wasche, wissen die Kinder beide wie man die Waschmaschine bedient. Beim Kochen das Gleiche - natürlich kochen normalerweise mein Mann oder ich - aber so einfache Dinge können die Kinder sich auch durchaus selbst machen (Nudeln - Chicken Nuggets aus dem Backofen und ähnliches...). Es soll ja auch keiner verhungern, wenn ich mal nicht da bin... Also essen schmeckt nicht - freie Wahl - mach dir selbst was - oder iss das, was halt da ist. Ist nichts im Kühlschrank? (Normalerweise stimmt das ja nicht - vermutlich ist das bei euch ähnlich wie bei uns - der Kühlschrank ist nicht leer - es ist nur gerade nicht das Objekt der Begierde vorhanden... vielleicht auch nur die Wurst, die das Kind halt nicht so gerne mag, oder so) Da kommt dann schon mal die Ansage, dass das Kind gerne Einkaufsgeld haben kann - ja weiß, wo das Fahrrad steht (bei uns sind es bis zum Supermarkt 6 Kilometer) - und dann ja selbst einkaufen fahren kann...

      Meiner Meinung nach gehören zum "groß werden" halt nicht nur die Rechte, sondern auch die Pflichten...

      Was die Streitereien unter den Geschwistern angeht, ist das ein eigenes Thema - es gibt gewisse Ausdrücke, die will ich hier nicht hören (und ja - auch bei uns lerne ich noch neue Ausdrücke und die Liste wird länger) - da gibt es dann auch nen Freifahrtsschein ins Zimmer (das muss ich mir halt tatsächlich nicht anhören) - ansonsten vermeide ich es tunlichst, mich zwischen die Streitereien der Kinder zu werfen. Es ist quasi unmöglich, rauszufinden, wer angefangen hat. Ich schreite nur ein, wenn gewisse Grenzen überschritten werden (Mädchen-3-Kampf - kneifen, spucken, Haare ziehen oder so) - dann ist es mir aber auch egal, wer angefangen hat, dann bekommt derjenige einen auf den Deckel (Beispiel - gehauen und getreten wird halt nicht - völlig unabhängig davon, ob der andere einen vorher gezankt hat oder so)

      LG
      Frauke

      • Dankeschön, für die ausführlichd Antwort. So sehe ich das genauso.... also bin ich doch keine Rabenmutter, wenn ich für das fast 15 jährige Kind keine Brote mehr schmiere.

        Ich versuche sie nun auch beim kochen mit einzubeziehen, wenn sie Lust hat hilft sie mit. Uns fragt ja da keiner nach Lust.

        Bei streiteren halte ich mich auch raus, aber manchmal sind die Ausdrücke doch zu viel.

        Ja und im Kühlschrank ist immer was drin, geschweige vom großen Gefrierschrank. Letzendlich ist sie nur zu faul sich was warm zu machen und dafür muss ich nicht springen. Wir arbeiten beide auch sehr viel und wie gesagt, dass sehen wir auch so. Eine Hand wäscht die andere, nur wenn dann gar nix kommt und selbst die Spülmaschine zu viel ist, finde ich das echt anstrengend.... wir mussten früher spülen, abtrocknen und wegräumen.....

        Liebe Grüsse

        • ooooo ja - gerade an das Abtrocknen erinnere ich mich auch gut. Ich habe es gehasst - viel mehr als das Spülen und wegräumen... Hat mir aber auch nicht geholfen#schwitz#schwitz#schwitz#schwitz#schwitz

          Allerdings fand ich es sehr lustig, als meine Mutter mir eröffnete, dass sie ja gar nicht mehr abtrocknet, sondern die gespülten Sachen einfach so trocknen lässt und dann wegräumt. Kann es da vielleicht sein, dass meine Abneigung gegen das Abtrocknen nicht von ungefähr kommt? Am Ende ist das sogar noch erblich#huepf#huepf#huepf#huepf#huepf#huepf

          Wer zu faul ist, verhungert wohl vorm vollen Kühlschrank. Gilt für faule Ehemänner genauso wie für Pubis.;-)
          Ich hatte auch Kinder und hab Enkel, aber Ausdrücke gabs nicht, von klein auf nicht, genauso wie Mithilfe im Haushalt selbstverständlich war von klein auf.
          Ich verwöhne gerne jemand, der familiär und einigermaßen anständig ist, aber sicher niemanden, der sich benimmt wie die Axt im Walde. Alles nur ein Echo......
          LG Moni

    Hallo, meine Töchter sind 15 und 13. Auch sie legen ein stark pubertäres Verhalten an den Tag, das ich nur bedingt akzeptiere.
    Schlechte Laune ab und zu ist völlig, aber respektloses Verhalten ist nicht akzeptabel.
    Die Schulbrote habe ich bis vor kurzem geschmiert, das machen sie jetzt während unseres Frühstücks in meiner Gegenwart selber, ich bereite indessen die Obstdosen vor.
    Ihre Zimmer halten beide recht sauber, da muss ich aber ab und zu dran erinnern.
    Beide räumen im Wechsel die Spülmaschine aus, bespaßen bei Bedarf den kleinen Bruder oder kaufen Dinge ein, die ich beim Wocheneinkauf vergessen habe bzw. Kleinigkeiten, die fehlen.
    Wir nehmen mindestens eine Mahlzeit am Tag zu fünft ein. Es ist immer etwas dabei, was alle mögen. Gemeckert über das Essen gab es in jüngeren Jahren, aber das klappt prima.
    LG

    Hallo

    Hm...da hast Du ja gleich mehrere Baustellen mit deiner Tochter....
    Meine wird 18 ,Mein Sohn ist 13.... ich würde es mir nicht nehmen lassen Ihnen morgens ihr Dosen zu richten.... Mamas Verwöhnprogramm eben.... auch ich arbeite Vollzeit,und bin alleinerziehend...
    Ihre Zimmer machen beide selbst...bzw einmal wöchentlich haben wir den Luxus einer Putzfrau
    ansonsten helfen beide im Haushalt mit...klar wird da auch mal gemeckert oder die Schnute verzogen...und ? Ist doch nicht schlimm...ich habe ja auch nicht immer Lust ,aber was muss das muss eben.
    Zum Thema Kühlschrank... Tja...sind eben Pubis..da muss man durch...das was gestern noch lecker war muss morgen nicht mehr schmecken

    Das beschimpfen Ihres Bruders... meine streiten auch,aber es fallen keine Kraftausdrücke! Diese kommen nicht in mein Haus...denke hier musst Du erziehungstechnisch tätig werden.

    LG

Meine ist noch ein bisschen jünger.

Ich spüre dann nach, ob sie momentan mehr Nähe/Betüttelung braucht oder klare Grenzen.

Manchmal kann es wirklich hilfreich sein, wenn ich ihr morgens mehr helfe als sonst. Nach einer Phase will sie selbst wieder groß sein und das selbst kennen.
Und manchmal hilft es klare Grenzen zu ziehen und zu sagen "dann mach es selbst" mit Hinweisen, wie sie es selbst machen kann.

- nichts im Kühlschrank, obwohl genug da ist (auch das, was sie eigentlich mag):
dann geht selbst einkaufen!
Meistens findet sie dann etwas

Aber auch: es ist zwar etwas da, aber ihr Geschmack verändert sich total und es passt grade einfach nicht. Dann kann es helfen zu fragen: wonach ist dir denn?
Morgen/übermorgen gehe ich wieder einkaufen, was würde dir denn gerade schmecken?

Morgens hat sie ihr Frühstück auch schon selbst gemacht. Was ich mache, ist doof. Nach ein paar mal, fand sie es dann doch angenehmer, wenn wir wieder gemeinsam vorbereiten bzw. sie mit mir bespricht, was sie möchte.

naja, auch erwachsene Männer sehen nicht immer ( oder übersehen gerne ) das die Spülmaschine ausgeräumt werden muss, etc....
Daher schreibe ich meinen Kids einen Zettel was zu tun ist, was sie nach der Schule zu erledigen haben ...mal mehr mal weniger.
Ansonsten auch eher auf Zuruf.
Sie machen trotz Pubertätsalter noch alles ohne murren.

Brot schmiere ich ihnen noch, ...sie essen, ich schmiere...ist für mich stressfrei und irgendwie finde ich es albern, das irgendwie als Strafe zu sehen, es nicht mehr zu machen.

Naja, passiert es dir icht, das der Kühlschrank voll ist aber für dich nix dabei ist?
Ansonsten, wenn sie Mittags warm essen will, tau was auf, was sie sich selber erwärmen kann.

lg
lisa

Also ich schmiere für Vinni 14 auch noch die Schnitten, aber da ich sie sowieso früh für alle 3 Kinder schmieren muss macht es mir nichts aus. Auch wenn ich nicht immer ein danke bekomme, kriege ich immer ein lächeln und das ist es mir wert #verliebt

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