Mit was spielen eure Jugendlichen?

    • (1) 20.12.18 - 02:59
      Inaktiv

      Hi, mein Mann und ich haben über dieses Thema diskutiert, da doch auch unsere großen "Kinder" sich etwas von Lego zu Weihnachten gewünscht haben. Er denkt, dass Kinder unabhängig vom Alter mit Lego, Siku, Barbie und Co spielen. Ich sage das genau diese Spielsachen spätestens mit 12 auf die Seite gelegt werden und sich die Kinder nur noch für Playstation & Co., Handy oder Computer, Onlinegaming oder überhaupt für elektronische Medien interessieren.

      Bei uns ist es eher durchwachsen, die Jüngeren spielen noch sehr gerne auf dem Boden, mit Fahrgeräuschen und Verfolgungen, gibt noch Teepartys und die älteren müssen auch mal als Schminkobjekt herhalten. Bei den älteren steht eher das Handy im Vordergrund, PS4 und PC. Allerdings halt auch noch etwas Lego, aber dann eher Technik oder Creator.

      Wir finden das spielen mit Fantasie reizvoller und vermissen es doch ein wenig bei den älteren.

      Wie ist das in euren Kinder/Jugendzimmern, spielen eure Jugendlichen noch mit konventionellen Spielsachen und tauchen in ihre eigene Fantasiewelt ein oder ist es einfach nur trisst, da sie regungslos vor einem Bildschirm kauern?

      Herzlichen Dank für eure Antworten

      • (2) 20.12.18 - 09:43

        Guten Morgen,

        wie alt sind denn eure „großen“ Kinder?

        Gerade LEGO ist doch vollkommen unabhängig vom Alter zu spielen bzw zu bauen, siehe LEGO Master auf RTL.

        Ansonsten muss ist gestehen, dass ich Jugendliche, die ab 14 aufwärts noch mit „Geräuschen“ spielen eher befremdlich finde. Es sei denn, sie spielen mit jüngeren Geschwistern, so wie wir Eltern es tun, wenn die Kinder jünger sind und wir mit Ihnen spielen.

        Bei meinem älteren Kind (14) war Barbie und Co schon mit 10 uninteressant, wobei Barbie nie interessant war.

        Unser jugendliches Kind spielt in dem Sinne nicht mehr mit Spielzeug. Die Interseen lügen im kreativen Bereich, z.B. Handlattering. Handy und Co ist auch interessant und wird genutzt.
        Ansonsten spielt das „Kind“ gerne Gesellschaftsspiele und es wird viel gelesen.

        Das jüngere Kind (8) ist ein sehr technikaffines Kind und da müssen wir aufpassen, dass es nicht überhand nimmt. Es wird viel mit Lego gebaut, mit Freunden Nerf gespielt und der Ball hat einen hohen Stellenwert, auch im Haus.

        Unsere Kinder haben nie die typischen Rolkenspiele mit Geräuschen gespielt oder sind in Fantasiewelten abgetaucht. Das habe ich aber auch nie gemacht.

        Also ich denke es kommt auf das Kibd an. Unsere sind eher im kreativen Bereich, malen, basteln, Holzarbeiten unterwegs und Gesellschaftsspiele stehen immer hoch im Kurs.

        Für ältere eignen sich sehr gut Darts, mögen wir alle gerne, oder Kicker etc.

        VG

        (3) 20.12.18 - 10:09

        Bei uns war das Thema Playmobil (wir hatten kein einziges 'Lego-Kind'), Barbie und sowas mit etwa zwölf abgehakt, da bin ich ganz bei dir. Sobald die Kinder in diesem Alter sind, wollen sie in Rollenspielen nicht mehr Mama, Papa oder sonstwem nacheifern oder ein Leben spielen, sie wollen sich selbst und ihr Leben entdecken. Dazu gehört bei den meisten heute einfach das Handy. Das kann man nun verteufeln oder als gegeben hinnehmen, unsere Kinder wachsen nunmal in einer digitalen Welt auf.

        Ich finde auch nicht, dass die Fantasie dabei zwangsweise verloren geht. Unser Mittlerer spielt gerne Minecraft und baut da irgendwas, ist ja ähnlich wie Lego, nur halt am der Konsole.
        Ähnlich unsere Elfjährige. Sie spielt gerne Sims und könnte - wenn ich sie denn ließe - stundenlang irgendwelche Häuser einrichten. Wenn sie ein Buch einer Reihe fertig gelesen hat, spinnt sie die Geschichte weiter, was passieren könnte.
        All das braucht schon auch alles ein gewisses Maß an Phantasie. Die beiden tauchen halt in andere Fantasiewelten ein, dafür brauchen Kinder und Jugendliche nicht zwingend irgendwelche Spielsachen. Ist doch super!
        Unsere älteste Tochter schreibt gerade an ihrem ersten Roman, mir schwant Böses ... aber das kann sich ja wieder geben. #rofl

        Fantasie hat keine Grenzen, daher würde ich das ganz entspannt sehen. Die geht nicht verloren und nimmt nur andere Formen an.

        (4) 20.12.18 - 10:14

        Hallo,

        ja, das Alter in dem das Spielzeug aus dem Kinderzimmer verschwindet, kommt immer früher, leider.

        Wir können uns zu den Glücklichen zählen bei denen es nicht so ist. Unser Sohn ist 12,5 Jahre alt und hat auch ein Handy und eine Konsole.
        ABER er ist ein Lego-Freak durch und durch, hat sich zum Geburtstag im Mai eine digitale Carrera Bahn gewünscht. Diese wird bald in einem frei gewordenen Zimmer aufgebaut. Dazu gibt es an Weihnachten noch Zubehör. Außerdem spielt er Fußball im Verein und ist auch sonst eher ein Draußen-Kind.
        Er hat viele Freunde die gar kein Spielzeug in dem Sinne mehr haben und oft vor dem Bildschirm hängen. Aber bei uns hocken sie dann doch auf dem Boden und bauen die tollsten Lego Sachen.
        Spielen "mit Geräuschen" tun sie dann aber doch nicht mehr ;-)

        LG
        Tanja

      • (5) 20.12.18 - 11:38

        Hallo,
        unser Großer ist 14,5 Jahre alt. Meist spielt er tatsächlich an der PS, sitzt vor dem Laptop oder Handy. Er mag aber auch Lego Technik, da baut er gerne. Das fertige Stück wandert dann aber als Deko ins Regal, damit es ja nicht kaputt geht. Er hat zwar noch etwas Playmobil in seinem Zimmer und einen ganzen Teil der gesammelten Bruder-Fahrzeuge, aber damit spielt er eigentlich nur noch, wenn unser Kleiner (10) lange genug quengelt. Dann gibt es tatsächlich auch noch "spielen mit Geräusch" beim Großen und unsere Räumlichkeiten wie Wohn- und Esszimmer und Küche werden in Maisfelder u.ä. verwandelt. Aber das meiste an Playmobil ist so vor 3 - 4 Jahren ins Nachbarzimmer gewandert.
        Da unser Großer aber auch noch ein zeitintensives Hobby hat, finde ich es nicht schlimm, dass er den Rest seiner Freizeit dann vor dem Computer oder sonstwo vorsitzt. Er ist mindestens an 3 Nachmittagen und 1 Abend wegen seinem Hobby unterwegs, dazu dann noch Hausaufgaben und Lernen....da bleibt nicht mehr viel Zeit.
        Aber auch der Kleine (10) fängt an, seinen Playmobil-Kram auszusortieren. Eine Serie hat er jetzt verkauft und er überlegt, was er als nächstes weg tun möchte. Aber da, genau wie beim Großen: Die Bruder-Fahrzeuge sind auch ihm "heilig" und werden nicht aussortiert.
        "Draußen"-Spielkinder waren beide nie....sie mögen es aber beide von klein auf, draußen zu arbeiten, Rasen mähen, Holz zu spalten, "richtig" Trecker fahren....das ist ihr Ding. Und sind dann dadurch draußen aktiv.
        Die Zeiten haben sich halt geändert. Aber ich weiß selbst von mir, dass ich mit 12,13 auch nicht mehr gespielt habe. Da waren andere Dinge interesanter.
        LG
        Elsa01

        (6) 20.12.18 - 14:32

        "Er denkt, dass Kinder unabhängig vom Alter mit Lego, Siku, Barbie und Co spielen. Ich sage das genau diese Spielsachen spätestens mit 12 auf die Seite gelegt werden und sich die Kinder nur noch für Playstation & Co., Handy oder Computer, Onlinegaming oder überhaupt für elektronische Medien interessieren."

        Zwischen Schwarz und Weiß gibt es ja noch viele Grautöne - zum Glück :-).

      • (7) 20.12.18 - 17:46

        "da doch auch unsere großen "Kinder" sich etwas von Lego zu Weihnachten gewünscht haben. Er denkt, dass Kinder unabhängig vom Alter mit Lego, Siku, Barbie und Co spielen. Ich sage das genau diese Spielsachen spätestens mit 12 auf die Seite gelegt werden"

        probiert es aus.

        Manche Männer spielen noch/wieder mit der Carrera Bahn, manche nicht.

        Eure Kinder werden euch schon sagen, wenn sie nicht mehr damit spielen. Dann könnt ihr es wieder verkaufen.

        Ihr könnt es auch so machen, dass ihr es nicht schenkt und warten, bis sie von selbst auf Technik umsteigen und es gar nicht erst probiert haben.

        Zwischenlösung: Legokiste kann im Jugendzimmer so getarnt werden, dass es die coolen Freunde nicht sehen und damit gespielt werden, wenn keiner da ist. Alternativ: "das gehört nicht mir, das gehört meinen kleinen Geschwistern und muss aus Platzgründen hier stehen". :-p

        Meine Tochter ist 13,5 Jahre, spielt eigentlich mit gar keinen Spielzeug mehr, sie hat jetzt im Herbst sogar ihr komplettes Playmobilsortiment verkauft.
        Außer etliche Gesellschaftsspiele, ist sie inzw. Spielzeuglos. Spielkonsolen hat sie keine, außer einen Nintendo, den sie sehr, sehr selten mal nutzt.
        Wenn HA und Lernen erledigt ist, ist sie viel und aktiv draußen, Inliner, Reiten und mit Freundinnen/Freunde Schwimmbad, Kino und co., abends mal nee Std.TV oder Handy Insta und co....bei ihr ist inzw. Freizeit nur noch Sport, Freunde treffen oder "mit Handy oder TV chillen"#gruebel

        (9) 21.12.18 - 02:06

        "Die größte Eigenschaft der Kreativität ist die Fantasie"

        Mein Sohn (17) spielt hauptsächlich mit PC oder Konsole, Handy eher weniger bis gar nicht. Heißt jetzt nicht, dass er nicht mehr mit Lego spielt, das machen wir sogar noch gemeinsam und dann auch mit Geräuschen, denn lautlos spielen ist total langweilig. Geräusche gehören einfach dazu, peinlich ist das nicht, eher lustig. Letztens hatten wir einen Laserschwertkampf, die Schwerter waren ein Regenschirm und ein Wanderstock, die Lichtgeräusche haben wir selbst produziert, gibt nichts schöneres. Wenn Freunde von ihm da sind gehts richtig zur Sache, komisch ist nur, dass das bis jetzt noch niemand "uncool" fand.

        Ich frage mich eher, wenn man hier liest, was die armen Kinder für eine Kindheit haben, wenn sogar die Mütter es für befremdlich halten, wenn ihr Kind mit 14 (oder X Jahren) mit selbstgemachten Geräuschen spielen. Ist halt Urbia, Realität ist was ganz anderes ;-).

        Grüße Schubart

        • (10) 22.12.18 - 12:35

          Herzlichen Dank für deinen positiven Beitrag, ist also doch nicht alles verloren und es gibt noch Menschen die es nicht peinlich empfinden mit ihrer Fantasie zu spielen.

          Ich war erst gestern bei einer Freundin und durfte miterleben wie ihre Sohn und dessen Freund (beide 14) mit Lego auf dem Zimmerboden mit Geräuschen (Martinshorn, Verbrennungsmotor, Hubschrauber, usw), wir mussten so lachen und auch meine Freundin meinte, ich solle nicht so viel Wert auf Aussagen eines Forums legen.

          • (11) 26.12.18 - 11:07

            Ich hab meunem Sohn so als Gimmick eine kleine Autorennbahn mit Batteriebetrieb geschenkt, damit haben wir beide gestern auf dem Boden liegend gespielt, natürlich mit vielen selbstgemachten Geräuschen. War schön und lustig, ich will solche Situationen nicht missen.

      Das hat sich stark verändert. Die Kids müssen in der Schule kleine Erwachsene sein und mein Sohn würde nicht im Leben mehr darauf kommen, mit Playmobil oder Lego zu spielen. Auch die Techniksachen interessieren ihn wenig. Lesen, Musik hören und Sport sowie chillen und ps4 das ist aktuell. Ich meine....er ist in der 8. Klasse zwar Gym trotzdem....wäre er auf der Hauptschule wäre er in einem Jahr fertig....also bei uns war das Thema mit 10 erledigt

      (13) 22.12.18 - 09:53

      Lego geht auch als Erwachsener. Hab auch mit über 20 mal ein Lego Technik Fahrzeug bekommen und mich wirklich gefreut. Hab immernoch Spaß daran mit den Kindern zu bauen.
      Siku kaufen sich auch viele Erwachsene als Sammlerstücke.

      Barbie...keine Ahnung. Ich hab in dem Alter nicht mehr damit gespielt.

      Aber auf dem Boden Lego oder mit Siku Autos spielen, mit Geräuschen etc. fände ich in dem Alter schon eigenartig.

      (14) 22.12.18 - 16:04

      Ich habe früher mit 12 auch nicht mehr mit Spielzeug gespielt. Der Unterschied ist nur, dass es keine/wenige Ablenkungsmöglichkeiten durch Internet&Co. gab.

      (15) 26.12.18 - 07:45

      Hallo, mein Sohn ist LARP-Fan, mag Gesellschaftsspiele und natürlich das unvermeidliche Handygedaddel. Dazu liest er oder hört Hörbücher. Mit dem Hund geht er mindestens einmal täglich. Er wird bald 13. LG

      (16) 27.12.18 - 05:54

      Schon ewig nicht mehr. Ich meide klassisches Spielzeug schon seit sie 8/9 Jahre alt sind, weil es nur rum liegt und sie sich mit anderen Sachen beschäftigen. Dafür steigt das Interesse an schöner / cooler Kleidung, - ja - elektronischen Medien, Büchern, Musik-Künstlern, Hobbys wie Vereinssport, Tanz. Sie freuen sich jetzt eher über so Sachen, die eher auch schon für Erwachsene interessant sind. Z.b. meine Mädchen ....ne schöne Handtasche....der schöne Schal ....oder Kopfhörer oder neue Handyhülle. Oder der Fortsetzungsband von der Lieblings Fantasyreihe. Sowas eher. Klar würden die sich im ersten Moment über Lego freuen, es vielleicht auch aufbauen....aber dann Kiste....und es wäre nie wieder gesehen. Und dafür ist mir mein Geld zu schade.

      (17) 27.12.18 - 10:18

      Hallo,

      " spielen eure Jugendlichen noch mit konventionellen Spielsachen und tauchen in ihre eigene Fantasiewelt ein oder ist es einfach nur trisst, da sie regungslos vor einem Bildschirm kauern?"

      Das ist aber eine ziemliche Schwarz-Weiß-Betrachtung...

      Meine Tochter (14) musiziert viel, malt gerne, probiert sich aktuell an "Hand Lettering". Kreativ ist sie also schon, ohne jetzt richtig zu spielen.

      Mein gleichaltriger Neffe baut viel mit Fischertechnik und Lego Technik, manchmal auch Revell-Bausätze. Er interessiert sich für's Programmieren (Lego Mindstorms). Außerdem spielt er nach wie vor viel Fußball, gekickert wird auch gern. Außerdem interessiert er sich für ferngesteuerte Autos, Hubschrauber, etc.

      Meine ältere Nichte beschäftigt sich gern mit Basteln und Handarbeiten ("Upcycling").

      Klar benutzen sie aber auch Handy, Tablet, Laptop, Konsole... Alles in Maßen, wie wir Erwachsenen auch.

      Ach ja, Gesellschaftsspiele spielen zumindest die Mädchen auch noch gern. Mein Neffe hat da schon immer etwas weniger Interesse gezeigt.

      Viele Grüße
      H.

      • (18) 27.12.18 - 11:09

        Sehe ich genauso. Das Rollenspiel mit Spielsachen ist bei uns einfach ausgestorben. Ich würde sagen sie nutzen jetzt eher die Kompetenzen aus der Schulzeit. Lesen, Planen, Ideen, Zeichnen, Konstruieren, Fähigkeiten verbessern z.b. im Sport. Und sie interessieren sich für Dinge, die Zugänge zur Welt außerhalb eröffnen. Medien, Social Media. Da kann die Barbie und das Matchbox Auto irgendwann nicht mehr mithalten.

        Wenn ich hier eine Gruppe von Kindern ab 8 aufwärts habe und sehe womit, die sich beschäftigen, dann sind das häufig ganz simple blanko Zettel und Stifte und Zeug draußen, mit dem man selber irgendwas macht, wo es aber keine klare Vorgaben gibt, was und wie man damit etwas machen soll. Und die Mädels denken sich ganz häufig Tanz Choreos aus. Da wird einfach die Alexa angeschlossen und los improvisiert.

    (19) 29.12.18 - 15:15

    Meine Nichte ist 12 Jahre alt und spielt noch ab und zu mit ihren Puppen und Kuscheltieren. Freundinen von ihr haben selbst keine Puppen mehr wenn sie aber bei ihr sind spielen sie auch noch gerne mit ihr. Elektronisches Spielzeug mag sie nicht.

    (20) 07.01.19 - 01:56

    Hey bei mein großen gibt es zur Zeit nur ein Thema fortnite nichts anders mehr. Er ist bald 11

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