Vom Ausbildungsgehalt was zur Haushaltskasse abgeben

    • (1) 08.01.19 - 11:22

      Hi
      Bitte steinigt mich nicht!!!
      Ich bin heute zufällig auf einen Beitrag gestoßen in dem es hieß, dass einige Eltern Geld von Ihren Kindern erhalten wenn diese noch im elterlichen Haushalt leben und eine Ausbildung machen.
      Also einen Teil Ihres Ausbildungsgehaltes zur Haushaltskasse beisteuern.

      Unsere Tochter ist im 2 Ausbildungsjahr und ich bin eigentlich gar nicht auf die Idee gekommen überhaupt was von ihr zu verlangen!!!
      Und wir werden es auch weiterhin nicht.
      Es ist nur in den letzten Monaten etwas ansträngend mit ihr.
      Sie ist bereits 19 und möchte als Erwachsene behandelt werden. Allerdings benimmt sie sich noch wie ein kleines Kind! Jedes Wochenende geht es zum Freund oder zur Freundin. Geld wurde im ersten Ausbildungsjahr zum Fenster raus geschmissen. Jetzt läuft es besser. Da sie im 3 und 4 Ausbildungsjahr nichts verdienen wird muss sie jetzt sparen. Sie hat an ihrem 18 Geburtstag Geld von Oma und Co. bekommen (insgesamt ca. 4.000,00 €). Dies plus ihr Ausbildungsgehalt von einem Jahr waren nach 12 Monaten aufgebraucht obwohl sie wusste, dass im 3 und 4 Jahr nichts verdient!!!
      Jetzt klappt es besser!
      Nur sieht sie unseren Haushalt nur als Hotel
      Kommt eigentlich nur um ihre Wäsche abzuladen und frische Wäsche mitzunehmen.
      Ihre kleine Schwester (17 Jahre) wird ausgenutzt.
      Wenn sie zur Schule oder Ausbildung muss wird eines unserer Auto genutzt. Aber als dank mal das Auto saugen oder so wird nicht gemacht. Sie muss ja nicht mal Sprit zahlen. Wenn es mal heißt, dass sie das Auto nicht bekommt. Kommt oft der Satz: ich bin doch euere Tochter

      Im August haben wir uns 3 Katzen in Haus geholt. Sie wollte unbedingt diese 3. Hat gesagt sie würde auf sie aufpassen, spielen füttern und so weiter!
      Jetzt ist sie nie da und gibt alles an ihre kleine Schwester ab!
      Um Weihnachten herum gab es ordentlich Stress.
      Wir haben schon über Auszug gesprochen. Dies kann sie sich natürlich nicht leisten. Würde dann zu ihrem Freund ziehen. Er wohnt noch bei seinen Eltern. Und will das auch noch nicht so früh.
      Wie handhabt ihr das???
      Es tut mir sehr leid, dass der Text so wirr ist!!! Und voller Fehler!
      Ganz lieben Dank

      • Hallo,

        ihr bekommt doch weiterhin Kindergeld, zahlt ihr das eurer Tochter aus ?

        Meine Eltern haben das damals während meiner Ausbildung (als ich 18 wurde) weiter einbehalten, quasi als Haushaltsgeld. Musste nichts von meinem Ausbildungsgeld abgeben.
        Allerdings habe ich normal im Haushalt mitgeholfen. Wäsche gewaschen, Essen gekocht usw., was halt so anfällt. Meine Eltern waren damals ja auch noch berufstätig.

        Warum lasst ihr euch so behandeln ?? Wäsche würde ich konsequent ignorieren, Autoschlüssel wegschließen, die Katzen abgeben oder von ihr Geld für die Pflege verlangen (bzw. sollte das Geld die Schwester bekommen)
        Sie scheint "Hotel Mama" ja nicht anders zu kennen.

        LG
        Tanja

        • Hi
          Nein, das Kindergeld behält mein Mann.
          Das wird gespart.
          Mein Mann hat leider überhaupt keinen Kontakt mehr zu seinem Vater und hat Angst, dass das gleiche mit seiner Tochter passiert. Deswegen vermeidet er jeden Streit.
          Er bekommt aber leider auch viel zu Hause nicht mit weil er viel arbeitet.

          • Dann ist es jetzt eben mit dem Sparen vorbei und das Kindergeld fließt in die Haushaltskasse, fertig.

            Die anderen Dinge würde ich schnellstens ändern, Streit hin oder her. Den könnt ihr nicht mehr umgehen. Sorgt dafür das eure Tochter (und auch die Schwester) selbstständiger wird und nicht ewig denkt Mama und Papa richten das schon.

      Oh je....sie will ALLES, gibt aber NICHTS! Warum habt ihr es soweit kommen lassen? Ich hätte sie dazu angehalten, im 1. und 2. Ausbildungsjahr zu sparen, damit sie im 3. und 4. Ausbildungsjahr Geld hat. Ich finde es sowieso nicht gut, einem Kind zum 18. eine größere Summe zu schenken, man sieht ja, wie unreif eure Tochter noch ist. Dann lieber für den Führerschein oder eine Kleinigkeit zum WG-Zimmer beisteuern.
      Jobbt sie nebenher? Oder bekommt sie sogar noch Taschengeld von euch?
      Es klingt nicht so, als würdet ihr etwas ändern wollen, was genau möchtest du jetzt also hören? Ich denke nicht, dass sie bisher gelernt hat, mit Geld umzugehen. Meine 13Jährige bekommt z.B. 32€/Monat. Die Hälfte davon tut sie selbstständig auf ihr Sparkonto, was sie so gut wie nie antastet. Sie weiß, dass Geld nicht auf Bäumen wächst.
      Eure Tochter ist erwachsen. Rechne ihr Kosten für Kost/Logis/Auto..... vor. Und wenn es nur ein symbolischer Beitrag ist, meine Tochter hätte was abgeben müssen vom Ausbildungsgehalt (das ich dann heimlich wahrscheinlich für sie gespart hätte), immerhin verdient sie und um es schön zu haben, muss JEDER einen Beitrag leisten. Nicht-Verdienende mit Mithilfe im Haushalt (selbst unser 5Jähriger hat kleine Aufgaben).
      Keine Ahnung, wie ihr das jetzt noch gerade biegen wollt, was 2 Jahrzehnte versäumt wurde. Setzt euch zusammen und überlegt gemeinsam, wie es weitergehen könnte. Benimmt sie sich wie ein Kleinkind, wird sie auch so behandelt.
      Toi toi!

      • Hi
        Wir haben ihr damals gesagt, dass sie ihr Geld sparen soll. Nur sind wir davon ausgegangen, dass wir sie dabei kontrollieren müssen. Wir haben ihr vertraut. Ich will was ändern. Nur hat mein Mann da das letzte Wort. Ich bin nicht ihre leibliche Mutter.
        Ich war damals auch dagegen, dass sie das ganze Geld bekommt.
        Und ich bin auch andauernd diejenige die was sagt. Nur weiss ich nicht mehr weiter.
        Ich werde dann einfach als böse Stiefmutter abgestempelt.
        Besonders schlimm ist es erst, seit sie mobil ist und einen Freund hat. Er kann nichts dafür ist ein total lieber. Sie will halt immer zu ihm und zu Hause ist es langweilig. Er versucht auch schon auf sie einzureden. Aber da lässt sie sich nichts sagen

        • Ihr kennt doch eure Tochter/die Tochter deines Mannes nicht erst seit gestern. Geld verpufft (4000€ #schock), tja, Hosentasche leer, kann man halt nichts mehr ausgeben. Sie bekommt Essen zuhause, wohnt umsonst - für alles weitere darf sie sich einen 450€-Job suchen für den Abend oder auch das Wochenende. Ich hätte ihr da schon längst in den Allerwertesten duweißtschon ;-). Klar, dass dein Mann da allererster Ansprechpartner ist. Wie sieht er denn das ganze? Ich hätte schon vor 15 Jahren Familienregeln eingeführt, jeder hilft mit, das ist doch normal in einer Familie! Der Geld- und Privilegien-Hahn wäre hier ab sofort endgültig zu. Wenn sie zu ihrem Freund zieht, ohne Auto natürlich, das steht ja in eurer Garage, werden ihr seine Eltern vorrechnen, was das Leben als Untermieter kostet. Wovon will sie das bezahlen? Ich denke, es wird Zeit, dass das verwöhnte Prinzesschen im Leben ankommt ;-). Hut ab, dass du nicht schon lange explodiert bist!!

          • Es ist nicht so, dass es bei uns keine klaren Aufgaben gibt. Und es hat auch lange geklappt. Nur besonders die letzten Monate wurde es immer schlimmer.
            Ich denke ich muss mal ein klares Wort mit meinem Mann reden und dann wir zusammen mit ihr. Evt ihren Freund mit einbeziehen. Und schauen was möglich ist.
            Ich war in ihrem Alter anders. Mein Mann und ich haben klein angefangen und die ersten Jahre wirklich jeden Cent umdrehen müssen. Nun ist er selbständig und uns geht es finanziell gut. Wir dachten sie hätte das alles mitbekommen und wüsste das Geld nicht auf Bäumen wächst.

    (9) 08.01.19 - 12:02

    Ich hab in meiner ersten Ausbildung zur Hotelfachfrau, begonnen mit 19, so wenig Vergütung gehabt, dass nach Abzug meiner Fahrtkosten (Fahrkarte + Zusatzkarte da die Berufsschule in Lübeck war) fast nichts mehr übrig war. Da geben meine Eltern noch was dazu gegeben. Allerdings haben sie mein Kindergeld behalten, dafür habe ich dort ja voll mitgelebt. Allerdings hatte ich meine Aufgaben im Haushalt.
    Mit 20 bin ich dann ausgezogen und hatte Unterstützung durch meine Eltern und Wohngeld. Als ich vorher neben der Schule und 450€-Basis jobbte, habe ich zuhause was abgegeben. Meine Schwester hatte in ihrer Ausbildung mehr Vergütung und musste zuhause was abgeben. Da war sie 22.
    wir finden es beide gut, dass wir so erzogen wurden. Denn wir wussten, als wir unsere eigenen Haushalte gründeten, wie man mit dem Geld haushaltet.

    • War bei mir und meiner Schwester nicht anders.
      Als ich 18 Jahre alt war ist mein Papa gestorben. Ich war in der Ausbildung, meine Schwester noch in der Schule.
      Meine Mama war Hausfrau.
      Wir haben uns zusammen gesetzt und überlegt, wie wir das Haus halten können. Es war der Lebenstraum meines Vaters.
      Ich bin ein Jahr später ausgezogen. Erst dann wurde endlich die Lebensversicherung ausgezahlt. Und obwohl es meinem Mann und mir damals finanziell nicht gut ging hat meine Mama alles davon fürs Haus bekommen.
      Und ich bereue es nicht.

(15) 08.01.19 - 13:10

Unser Großer macht eine Ausbildung zum Koch und gibt die Hälfte an uns ab. Das Geld fließt in die HHKasse.

Das käme auf verschiedene Faktoren an.

Wie hoch ist das Azubigehalt. Was muss sie selbst davon bezahlen? Wie sind die Lebensumstände?

Bsp. bei sehr niedrigem Gehalt und hohen Arbeitszeiten, würde ich mein Kind entlasten.
Notwendiges würde weiterhin ich bezahlen, Luxus müsste mein Kind selbst bezahlen. Handybasistarif ich, wenn es wichtig ist, höhere Tarife sie selbst. Grundnahrung zu Hause: ich, essen gehen sie selbst.

Bei höherem Azubigehalt und/oder wenn es die Arbeitszeiten erlauben:
Mithilfe im Haushalt oder zumindest eigene Wäsche waschen
Anteiliger Beitrag für Kost und Logis zu Hause (da ich nicht darauf angewiesen bin, würde ich das Geld für mein Kind sparen). Es ginge hier eher darum, dass das erwachsen werdende Kind lernt, dass Geld bekommen nicht gleich Geld für alles da ist, sondern spürbar zunächst den Abzug hat. Statt Miete oder ähnliches. Daran bereichern wollen würde ich mich nicht.

Entsprechendes Verhalten wie Schwester ausnutzen oder Hotel Mama, gibt es auch jetzt schon nicht.
Ich mache vieles mit wie Wäsche waschen und co. Jedoch ist mir wichtig, dass mein Kind lernt/kann, wie man grundlegende Dinge kann.

1. als Lerneffekt für später
2. als Fähigkeit
3. wenn ich mal keine Zeit habe (noch geht es auf Grund des Alter des Kindes, aber auch ich baue mir mein eigenes Leben wieder mehr auf)
4. wenn Kind etwas wünscht und ich nicht sofort springe. Dann gibt es zwei Möglichkeiten (entsprechendes des Alters und bisher gelernten): entweder warten, bis es mir in den Zeitplan passt oder selbst machen!

Kochen, Wäsche waschen, Lieblings-T-Shirt muss SOFORT sein (kam noch nicht vor) aber bitte dies und jenes waschen bis .... wenn es zumutbar war, zeigte ich ihr wie es geht.

Hotel Mama Kinder mit Elternbutler, die kostenlos dienen, kenne ich von anderen Erwachsenen Kindern, die auch mit über 40 Jahren es noch praktisch finden und mit über 20 anfingen zu rebellieren, warum sie ausgelernt denn etwas bezahlen sollen müssten. Bisher sei es doch auch so gegangen. Vom Azubigehalt hätten sie ja auch nichts abgezogen bekommen. Warum stellen Mama-Papa-Butler jetzt ihre Dienste ein? Danke .... kein Interesse.

Ich bin weiterhin für mein Kind da, auch in Notfällen oder unterstütze, wenn es gerade machbar ist auch ohne Zeitplan oder so. Aber ausnutzen lasse ich mich nicht.


Beim Taschengeld gibt es klare Regelungen.
Je höher es steigt, desto weniger Zuschüsse gibt es zwischendurch.

Bsp. Grundschulalter: Kino zahle ich, essen gehen auch.
Weiterführende Schule, es gibt noch Zuschüsse, wenn sie ins Kino oder mit Freunden etwas essen gehen möchte.
Möchte sie dann nicht mehr fragen müssen, wird das Taschengeld erhöht werden. Dann zur freien Verfügung. Aber wenn es dann weg ist, ist es weg. Essen kann sie zu Hause oder wenn noch Geld übrig ist mit Freunden beim Imbiss.

Aus eigener Erfahrung kann ich das nicht sagen, aber meine Mutter hat (freiwillig) den biblischen Zehnten an ihre Eltern gezahlt.
Das würde ich allerdings auch vom Kindergeld abhängig machen. Sie wird ja noch berechtigt sein. Wenn ihr das behaltet, dann muss sie m. E. auch nicht zahlen. Wenn ihr es auszahlt, dann würde ich sie zahlen lassen.

Spritgeld mussten wir übrigens anteilig zahlen (wir hatten ein Fahrtenbuch im Auto, haben die Pendlerpauschale genommen).
Und wenn sie im Haushalt so gar nichts macht, dann würde ich ihr auch die Wäsche nicht waschen, sondern ihr erklären, wie die Maschine funktioniert und dann warten, bis ihr die Klamotten ausgehen;-)

Hallo,

alle, die im Haushalt leben und älter als 2 Jahre sind, beteiligen sich an der Hausarbeit.
Das sehe ich als selbstverständlich.

Vom Ausbildungsgehalt würde ich nichts nehmen. Es kommt aber natürlich auch auf Euer Familieneinkommen an.

Allerdings würde ich ihr im 3./4. Ausbildungsjahr kein Taschengeld o.ä. zahlen.
Für das Auto würde ich schnellstens Regeln einführen und es max. für die Fahrten von/zur Arbeit und Berufsschule zur Verfügung stellen.

Katzen hätte ich erst gar nicht angeschafft. In den nächsten paar Jahren müsst Ihr doch eh damit rechnen, dass die Tochter auszieht, ist doch unsicher, ob sie die Tiere dann mitnehmen kann/will.

Viele Grüße
H.

(19) 10.01.19 - 11:05

Hallo!

Ich würde das verzogene Prinzesschen schnellstens von ihrem Thron schubsen.#schock

Das sind nämlich später die Erwachsenen die jedes Maß für Geld verloren haben, es wurde ja immer was nachgeschossen von Mama und/oder Papa.

Und ja - ich würde von ihrem Ausbildungsgehalt einen symbolischen Betrag verlangen.

Haben meine Eltern auch gemacht. Was ich nicht wusste war, dass sie diesen Betrag gespart haben. Und als ich dann auszog war ein nettes Sümmchen zusammengekommen was mir für den Möbelkauf gegeben wurde.
Ich habe mich sehr gefreut damals.

Was ich jetzt tun würde?

Mich mit dem Mädel hinsetzen und Buchführung machen.
Sie soll mal aufschreiben, welche monatlichen Kosten denn so zu bezahlen sind. Angefangen von Miete, Nebenkosten, Wasser usw.
Da wird ihr sicherlich ein Großteil von gar nicht bewußt sein.

Dann würde ich sämtliche dieser Kosten durch alle Familienmitglieder teilen und ihr aufzeigen, "was sie so kostet im Monat".
Denn das ist mit dem Kindergeld wirklich nicht abgedeckt.

Sämtliche Dienstleistungen sofort einstellen. Waschen kann sie ihre Plörren selbst. Auto gibts nicht mehr auf Zuruf. Spritgeld ist von ihr zu bezahlen, nach gefahrenen Kilometern.

Und da sie ja in den nächsten Jahren kein Geld verdient in der Ausbildung - umschauen nach einem 450 € Job.

Das Leben ist kein Ponyhof. Leider ist die Schule keine wirkliche Vorbereitung aufs Leben. Man lernt jede Menge unnützen Kram, aber nichts was einem im Alltag hilft.
Zieht die Notbremse bei eurem Kind! Noch könnt ihr vielleicht was bewirken.

Gruß

misses_b

(20) 10.01.19 - 12:41

Wir behalten komplett Vergütung ein und zahlen weiterhin Taschengeld pro Woche. Seine Vergütung wir zahlen auf Sparkonto ein, wenn er fertig mit Ausbildung dann bekommen er Geld ausbezahlt. Er sein mein Kind und deswegen er nichts für Haushalt geben muss.

  • (21) 10.01.19 - 13:40

    und wie er mit Geld umgeht lernt dein Sohn wann ???? Ist er schon volljährig ?
    Sorry, nur vom Taschengeld zu leben ist mit einem eigenen Einkommen lächerlich.

    (22) 10.01.19 - 15:02

    Ist er mit 25/35 auch noch "dein KIND, das nichts abgeben und nichts im Haushalt tun muss"? Willst du ihn dann auch noch mit Taschengeld abspeisen?

Das Problem hier ist doch aber vor allem, dass der Papa Madame alles Recht machen will und nicht, dass euch keine besseren Lösungen einfallen.
Ob das Kind Geld abgeben muss oder nicht, hinge bei mir vom Gehalt ab. Sprit würde ich aber, denke ich, generell mitzahlen lassen. Man hat ein Gehalt, bekommt, Kost, Logis und Auto für lau und muss noch nicht einmal Miete zahlen oder die eigene Wäsche waschen. Darf ich eigentlich bei euch einziehen?

Hallo,

ich würde sie auch schnell von ihrem hohen Ross herunterholen.

Ich würde mich mit ihr zusammensetzen und gewisse Punkte festmachen.

Alleine schon der Satz "Ich bin doch Eure Tochter" ist ziemlich frech.

Sie ist 19 und genießt gewisse Benefits wie:
- bei Euch wohnen
- Verpflegung
- Strom/Wasser/Heizung/Gas(?)
- die Nutzung des Autos inklusive Sprit und sämtlicher anfallenden Kosten
- WLAN/Internet/Telefon
- Haustiere (deren Kosten bleiben ja auch an Euch hängen).

Und wie sagte die Meerhexe zu Arielle: "Für nichts gibt's auch nichts, das weißt Du ja!"

Gib ihr Aufgaben, die sie zu erledigen hat.

- dass sie sich um die Wäsche selber kümmert
- Du erwartest, dass sie 1x pro Woche das Auto saugt. Wenn sie sich nicht daran hält, darf sie gerne das Fahrrad oder die Bahn nehmen.
- gib ihr auch To-Dos im Haushalt. Mal durchsaugen oder das Bad wischen.
- ihr Zimmer wäre sowieso ihr Bier

Das Leben ist kein Ponyhof und sie muss lernen, dass man auch neben der Arbeit gewisse Pflichten hat. Das wird nicht besser sondern steigt mit der Zeit.

Genauso ist es mit dem Geld.
Zwar läuft es besser, aber sie hat scheinbar das Gefühl, dass Ihr Eltern das schon irgendwie wieder hinbiegt.
Rechne ihr vor, was Miete, Strom, Wasser etc kosten.

Meine Eltern haben mich auf diesen Pott gesetzt, als ich auch 19 war.
Sie gaben mir exakt den Kindergeldbetrag für die Miete in der WG, das kam zusammen mit Strom, Wasser und Gas auch genau hin.

Und den Rest musste ich mir neben dem Studium durchs Jobben dazuverdienen und das war manchmal ganz schön stramm.

Es waren ca. 600DM, die ich verdient habe.
Aber mit Schulmaterial (das kostete in meinem Studiengang leider ordentlich!), Monatskarte, Essen, Handy etc ist das schnell weg.
Und ein Monat ist lang.

Da überlegt man dann schon, ob man jetzt zum Edeka oder in den Discounter geht, ob man sich jeden Tag morgens was beim Bäcker und mittags was zu Essen kauft oder auch mal selber ein paar Brote und Obst mitnimmt.
Ob es jetzt dieser oder jene Nagellack sein muss, und und und.

Ich empfand es manchmal auch als frustig, da z.B. eine Mitbewohnerinnen mir sowohl die Miete als auch monatlich 1000 DM überwiesen bekam.
Und ich eben nicht dauernd mitkommen konnte, wenn sie hier ins Kino, dort zum Essen und dann noch in einen Club wollte. Oder sie mal wieder mit einer Tüte von kookai oder Miss Sixty nach Hause kam und mir das eine oder andere hübsche Teilchen zeigte, was sie sich gekauft hat. (Während ich gerne auch mal auf die Sales lauerte!)

Aber es hat geprägt.


Und Wäsche nach Hause bringen kam für meine Mutter nicht in Frage. Sie sagte damals bei meinem Umzug in die Stadt knallhart: "Da vorne an der Straße ist ein Waschsalon! Da kannst Du Deine Wäsche hinbringen, ein einzelnes Pullöverchen kannst Du auch mal im Waschbecken zuhause durchwaschen. Und dann kaufst Dir halt ein Bügeleisen und ein Brett und machst alles selber!"


Deine Tochter muss diese Selbstständigkeit lernen, fang am besten gleich damit an.

Und mit den Katzen - ich bin gegen das Prinzip "Tier ins Haus holen - klappt nicht - Tier wieder abgeben".
Mache ihr klar, dass sie die Tiere wollte und nun auch eine Verantwortung dafür mitträgt.
Du erwartest eben auch, dass sie die Katzenklos reinigt, sich mit den Tieren beschäftigt und sie pflegt, füttert und täglich nach den Tieren sieht.

LG

Hallo
Solange das Kindergeld noch fließt muss hier niemand was bezahlen.
Unsere große Tochter ist 2020 mit der Ausbildung fertig und wenn sie weiterhin zuhause wohnen möchte muss sie dann was abgeben. In welchem Rahmen das dann sein wird besprechen wir dann wenn es soweit ist.
Es gehört eben auch mit dazu das Wohnraum Geld kostet und wenn man dann verdient kann man auch was abgeben.
Das habe ich allerdings auch schon früh ausgesprochen und meine beiden großen Kinder finden das völlig in Ordnung

LG

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