Fast 13 jährige fühlt sich hässlich, zieht sich immer mehr zurück

    • (1) 16.06.19 - 21:43

      Hallo,
      wie oben schon geschrieben, unsere Tochter findet sich hässlich und zieht sich immer mehr zurück. Sie hat ein paar Pickel, okay. Sie turnt, hat eine sehr gute sportliche Figur, sie wäre aber gerne richtig dünn mit ganz dünnen Oberschenkeln. Ihr BMI liegt im unteren Normalbereich, den haben wir mit ihr zusammen ausgerechnet, da sie meint, wir würden sie nicht objektiv sehen, da wir ihre Eltern sind. Nach der Schule sitzt sie sehr oft in ihrem Zimmer, mag nicht weggehen. Ich darf keine Fotos von ihr machen.
      Sagt mir, ist das noch normal? Haben eure Teenagermädchen auch solche Phasen? Wir wollen, dass sie sich therapeutisch helfen lässt, aber sie will nicht

      • Nein, das finde ich nicht mehr normal und würde da auch etwas unternehmen! Dass man mal einen schlechten Tag hat, okay. Aber sich zurückziehen und sich mit normaler Figur selber so runtermachen....ich hätte da Angst, dasd sie geradewegs in eine Essstörung stolpert. Wende dich erstmsl an den Kinderarzt. Alles Gute!

        Hmm schwer zu sagen, ich hatte auch so eine Phase und bin nicht in eine Essstörung geraten. Es gibt auch von einer gewissen Zeitspanne keine Fotos von mir. Du kannst da noch so sehr gut zureden wollen, sie wird nicht auf dich hören. Dann frag sie, was sie denn tun möchte um dünnere Oberschenkel zu haben? Je nachdem was für ein Sport sie macht hat sie einfach sehr muskulöse Beine. Wäre sie denn bereit, den aufzugeben für eine andere Figur? Isst sie gerne Süsskram und Fast Food? Wäre sie bereit sich gesünder zu ernähren?

        Für Pickel gibt es Medikamente, also für wirklich starke Akne, falls sie das hat. Da hilft kein Clerasil oder so.

        Hallo!

        Ich kenne das ähnlich von meiner Tochter (15). Nur zieht sie sich deswegen nicht komplett zurück.
        Meine Tochter hält sich auch für Hässlich und ich muss ja sagen das sie Hübsch ist und nicht zu dick, weil ich ja ihre Mutter bin....sie glaubt mir also gar nicht.
        Meiner Tochter geht es etwas besser, seitdem ich ihr ein Umstyling vorgeschlagen habe. Also neue Frisur, neue, andere Klamotten.
        Ich habe meine Tochter auch gefragt, was sie an sich nicht schön findet und ihr gesagt, das man vieles mit Klamotten, Schminke usw. ändern kann. Pickel hat meine Tochter auch und dafür auch einige Cremes usw. Das man also gegen viele Dinge etwas tun kann.

        Ich kann dir nur raten ehrlich zu deiner Tochter zu sein und ihr offen zu sagen, das du dir Sorgen machst und das du nicht weißt, wie du ihr helfen kannst. Das es auch nicht gut ist, sich so dermaßen zurückzuziehen und sie damit auch nichts ändern wird. Das du ihr helfen wirst, egal was sie machen möchte um ihren Zustand zu ändern. Mach ihr den Styling Vorschlag.
        Ich würde sie auch fragen ob andere Mitschüler da was gesagt haben. Vielleicht liegt da ein Problem vor. Bei meiner Tochter war das nicht der Fall, sie fand sich trotzdem hässlich. Sie redete sich das einfach ein, hat auch noch immer wenig Selbstwertgefühl.
        Therapeutisch behandeln...... Wenn sie das nicht will, wird das auch nichts bringen. Zwingen kann man sie nicht dazu, obwohl ihr das wohl auch helfen könnte.
        Fakt ist einfach, wenn es ihr schlechter geht, müsst ihr handeln. Dann wird eine Klinik die letzte Möglichkeit sein. So würde ich das wohl auch klar sagen. So habe ich das auch meiner Tochter gesagt. Denn ihr ging es eine ganze Weile wirklich schlecht und eine Therapie wollte sie nicht mehr machen (sie war damals schon wegen andere Dingen in Therapie).

        Ich sage immer zu ihr, das sie das selber in der Hand hat. Nur sie kann daran etwas ändern und ich würde ihr dabei helfen. Aus dem Quark muss sie selber kommen.
        Meine Erfahrung mit meiner Tochter hat gezeigt, das ich sie auch hin und wieder zu ihrem Glück zwingen muss. So wie Shoppen gehen, was sie sehr ungern macht. Doch wenn sie dann mal neue Kleidungstücke hat, dann freut sie sich doch ein wenig und findet das es ihr gut steht....sie würde das nieeee zugeben, aber es geht ihr dann besser.

        LG Sonja

      • Das scheint mir nicht mehr normal zu sein. Ich hatte auch eine Phase, in der ich mich hässlich und zu dick fand. Aber ich habe mich nicht dermaßen zurückgezogen.

        Den Styling Vorschlag finde ich gut. Du solltest mit ihr offen über deine Sorgen sprechen und ihr auch anbieten sie unterstützen, wenn es um kleinere Äußerlichkeiten geht. Schlage ihr doch einen Friseurbesuch vor und gegen die Pickelchen einen Besuch im Kosmetikstudio.

        Auch ein Wellness Wochenende könnte das körpergefühl positiv beeinflussen.

        Ich kann mich an damals erinnern...ich habe von meinen eltern schreckliche sachen zum anziehen bekommen, dann fettige haare wie sonst was und ich durfte nicht täglich meine haare waschen (ich weiß ist nicht gut aber wer will mit schrecklichebmn Haaren zur Schule?), schminken um meine pickel zu überdecken durfte ich auch nicht und Ohrlöcher durfte ich auch nicht machen lassen. Ich habe mich so hässlich gefühlt gegenüber den abdern mädels aus meiner klasse

        Irgendwann als ich dann glaube 14 oder 15 war...haben sie endlich mal eingesehen, dass es wichtig ist sich wohl zu fühlen...ich bekam neue schöne sachen (ZUSAMMEN geshoppt), Frisör etc siehe oben. Und siehe da...seitdem gehts mir blendend und ich wurde selbstbewusst

      • Eine Therapie finde ich da im Moment noch etwas vorschnell. Ich weiß noch, dass ich mich in dem Alter auch sehr hässlich gefühlt habe. Was mir echt geholfen hätte, wäre mehr Zuspruch von meinen Eltern gewesen. Stattdessen hat meine Mutter mir immer noch erzählt, wie hässlich ich bin. Aber ne Essstörung in dem Sinne hab ich trotzdem nicht bekommen. #schwitz Aber leider ein sehr gestörtes Selbstwertgefühl, das ich später übel ausbaden musste.

        Ich hab zwei Mädchen, die auch schon in dem Altern waren bzw. sind. Diese Phase hatten/haben die auch! Ich glaube, das gehört zur Pubertät dazu.

        Wichtig ist, dass sie vollen Rückhalt von den Eltern bzw. der Familie spüren. Und keine Lügen. Aber Aufmunterung. Mit meiner jüngeren Tochter habe ich auch mal mit der Kinderärztin über dieses Problem geredet, weil ich auch Angst hatte, dass sie magersüchtig ist. Sie hat mich aber beruhigt und gemeint, körperlich ist sie es noch nicht, und das psychische kann man in den Griff kriegen mit Gelassenheit. Gefährlich wird es, wenn sie merken, das wird ein Thema, womit man die Eltern erpressen kann. So geschehen bei einer Freundin von mir. Ich hab damals einige Prospekte zu dem Thema bekommen und die Tips beherzigt.

        Ich würde mir mal genauer anschauen, woher sie diese Einstellung hat. Oft sind irgendwelche Freundinnen oder Klassenkameradinnen der Auslöser. Meine Tochter erzählt mir immer, welche Gruppierungen es gerade in der Klasse gibt und welche Prioritäten die haben. Solche Magersuchts-Grüppchen gibt es wahrscheinlich an jeder Schule. Sie war auch mal in einem Turnverein, in dem mehrere Mädchen Bulimie hatten. Das wurde da richtig zur Mode. Zum Glück war meine Tochter damals noch zu jung, um das richtig zu verstehen.

        Mein Tip, beobachte sie, rede mit ihr über ihre Gedanken und Gefühle, gib ihr immer ein positives Selbstwertgefühl. Vielleicht normalisiert sich das von selbst wieder. Wenn nicht, rede mit dem Kinderarzt. Der weiß dann weiter.

        Gruß Franka

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