Taschengeld für 18 Jährige Tochter

    • (1) 23.06.19 - 10:32

      Meine Tochter, 18 Jahre geht zur FOS um ihr Abitur zu machen. Mit ihrem 18. Geburtstag haben wir uns drauf geeinigt, das sie ihr Kindergeld bekommt. Was mir aber jetzt im Nachhinein nicht mehr gefällt. Ihre erste Amtshandlung als 18 jährige war Handyvertrag, tätowieren und Piercing. Es war ausgemacht, sie muss Schulsachen, Freizeitgestaltung und Klamotten alles von diesem Geld bezahlen.
      Ich habe mir das jetzt ein paar Monate angesehen, das einzige was sie mit diesem Geld macht, ist rauchen und Freizeit. Sie braucht jetzt plötzlich keine Schuhe, Jacke und sonstiges mehr. Sie hat das Geld nur zum rausschmeißen bisher genommen und wenn es nicht reicht, was es keinen Monat macht, nimmt sie das Geld von ihrem Sparbuch, das sie von ihren Großeltern für den Führerschein bekam. Den macht sie nicht, laut ihrer Aussage braucht sie ihn nicht 🤔.
      Meine Überlegung war es, das ich ihr das Kindergeld minimiere, was aber wahrscheinlich zu einem riesen Streit führen wird.
      Habt ihr vielleicht Tipps für mich, was ich machen könnte?
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag 😊

      "Das Kindergeld sichert die Grundversorgung des Kindes" und steht daher DIR zu, da eure Tochter bei euch lebt und versorgt wird.

      Die TG-Empfehlung des Jugendamtes sieht 61-76€ Taschengeld für 18+ vor, genau dabei (eher untere Grenze, um Steigerungsmöglichkeiten zu haben) würde ich es auch belassen, weil eure Tochter anscheinend überhaupt nicht mit Geld umgehen kann. Von ihrem TG kann sie ihre Qualmerei, Tattoos, Kino, Ausgehen, Mäcces unterwegs usw. bezahlen, falls sie mehr braucht, kann sie sich einen Job suchen für den Abend oder das Wochenende!

      In ihrem Fall würde ich ihr gezielt einzelnes Geld für Shirt/Hose/Jacke/Schuhe geben, wenn benötigt.

      Was ist denn die letzten 8-10 Jahre schief gelaufen mit der Erziehung zum Umgang mit Geld? Das meine ich jetzt gar nicht böse.....aber selbst meine frisch 14Jährige erhält Kleidergeld, Geld für Schulmaterialien, Körperpflege, Geschenke und Taschengeld und verwaltet das komplett selbst. Sie jobbt neben der Schule und hat so zusätzlich 80€ im Monat, wovon sie auch noch etwas spart.

      Das Geld für den Führerschein würde ich die Großeltern vorerst zurücknehmen lassen und sie kann es dann verwenden, wenn sie tatsächlich mal FS macht.

      Ich denke, 18 oder nicht, sie brnötigt noch eine ganze Weile Unterstützung von euch, um den Umgang mit Geld zu erlernen.

      LG

      • Sie ist ein sehr schwieriges Kind, wenn ich das so salopp sagen darf. Sie konnte nie mit Geld umgehen, hat sich wenn das Taschengeld weg war, einfach was genommen von uns. Irgendwann haben wir dann resigniert. Ich weiß es ist nicht richtig gewesen, aber irgendwann hat man dazu keine Kraft mehr.
        Mein Sohn ist jetzt 13 Jahre und ganz anders im Umgang mit Geld. Er kommt mit seinem Geld aus und sucht sich jetzt einen Job zum Zeitungsaustragen.

        • Okay, also kein neues Problem. Ihr wisst darum, das ist der erste Schritt "zur Besserung" sozusagen ;-). Überlegt euch, wie ihr jetzt verfahren wollt...sie machen lassen (dann aber mit nicht soviel Geld, warum sollte sie fast 200€/Monat von euch bekommen?) oder anfangen mit Erziehung im Geldumgang.
          Wer jetzt sagt, es sei zu spät dafür - nein. In einer privaten Insolvenz lernen zumeist deutlich ältere Leute das erste Mal den Umgang mit Geld.
          Alles Gute für euch!

          Und diesem schwierigen Kind gibst Du das ganze Kindergeld?

          >>>Sie konnte nie mit Geld umgehen,<<<

          Dann ist es mir unverständlich, warum ihr euch auf diese Regelung überhaupt eingelassen habt. Das Desaster war doch abzusehen.

    Sie wohnt bei euch, isst bei euch und wäscht ihre Wäsche bei euch usw. - richtig?
    Wenn sie das Geld nur rauswirft, würde ich es ihr garantiert nicht geben - oder nur einen Bruchteil.
    Einen gesetzlichen Anspruch darauf hat sie nicht, nur wenn sie eine eigene Wohnung hätte, dann muss sie esmuch sebst beantragen. Weiss ich zufällig genau, weil ich in meiner erweiterten Familie so einen Fall habe. Tochter in Ausbildung noch zuhause lebend und hält nur die Hand auf und hilft keinen Streich. Papa hat das nicht lange mitgemacht, beim Handywahn war Schluss, sie durfte ihr Ausbildungsgeld behalten, das Kindergeld nicht.
    Töchterchen darf sich nun nach Abschluss ihrer Ausbildung auf eigene Beine stellen.
    Volljährig sein ist die eine Seite, Unverschämtheit die andere... Auf den Krach würde ich es ankommen lassen. An Stelle der Großeltern hätte ich ihr nicht mal das Sparbuch ausgehändigt, aber gut, wenn das Geld futsch ist, hat sie eben Pech gehabt. Soll sie laufen......
    LG Moni
    Aus dem Netz:
    "Das Kindergeld soll Eltern dabei unterstützen, den Lebensunterhalt ihrer Kinder sicherzustellen. Solange die Kinder zu Hause leben, leisten die Eltern sogenannten Naturalunterhalt: Sie geben dem Kind unter anderem Wohnung, Kleidung und Essen. Nur ein relativ kleiner Teil der Ausgaben dafür wird durch das Kindergeld bzw. die steuerlichen Kinderfreibeträge abgedeckt....." Also kein Wort davon, dass man es dem Kind auszuhändigen hat.

    (11) 24.06.19 - 13:48

    Bei mir ist das jetzt noch nicht so lange her, deshalb sage ich mal, wie meine Eltern das bei meinen Geschwistern und mir gehandhabt haben:

    Taschengeld gab es bis zum bis zum Ende der Schulzeit - das war bei uns allen gleichlang, nämlich, bis wir 18 waren. Danach sind wir alle ausgezogen, um zu studieren und deshalb haben wir dann das Kindergeld (aufgerundet) überwiesen bekommen. Wir mussten in den Ferien dann zu Hause nicht zusätzlich zahlen, das war dann halt unser "Urlaub" und viel Zeit hatten wir meistens eh nicht. Wir mussten unsere Lebenshaltungskosten selbst zahlen, deshalb haben wir das Geld bekommen. Hätte sich jemand entschieden, zur nächsten Unistadt zu pendeln, oder vor Ort eine Ausbildung zu machen, hätten meine Eltern das Kindergeld wohl einbehalten.

    Macht sie eine Ausbildung oder hat sie einen Job?
    Wenn sie das Kindergeld bekommt, obwohl sie zu Hause lebt, dann sollte sie m. E. auch Miete und einen Teil der Lebenshaltungskosten tragen. Und wenn es nur der symbolische 10. Teil ist.

    Ansonsten: Sie ist erwachsen. Das Geld wird nicht ewig reichen, und dann wird sie sich ordentlich umgucken müssen.
    Einfach abwarten.

    (12) 24.06.19 - 17:48

    Hi,

    ihr seid vom Gesetz her unterhaltspflichtig, bis das Kind seine Ausbidung beendet hat.

    Meine Große (Studentin,18) wohnt noch zu Hause bekommt auch das Kindergeld, davon muss sie alles bezahlen was sie zusätzlich benötigt: Kram fürs Studium, Klamotten, Handy, Fahrkarte.

    Lass deine Tochter machen, spätestens wenn sie das ganze Geld verprasst hat wird sie die Realität einholen, dann musst du aber auch wirklich konsequent sein und ihr nichts zusätzlich bezahlen, nur dann lernt sie mit ihrem Geld zu haushalten.

    Manchmal muss lernen "weh" tun.

    VG

    Tattel 18,17,14,12

    • (13) 24.06.19 - 20:16

      Unterhalt ist aber bereits gegeben durch Kost & Logis, Bezahlen von der Grundausstattung Klamotten, Schulmaterialien, notwendige Körperpflegeprodukte usw.! Taschengeld ist eine rein freiwillige Angelegenheit und kein Muss.
      Ich würde keine 200€ jeden Monat zum Fenster rauswerfen, dann lieber ihr das Notwendige bezahlen, sie umsonst mitwohnen und -essen lassen und den guten Rest für sie zur Seite legen für irgendwann mal, wenn die Tochter auch emotional erwachsen ist.

(14) 27.06.19 - 17:04

Ich würde das Kindergeld behalten und ihr 50 Euro Taschengeld jeden Monat geben.
Das Restgeld vom Kindergeld kannst du ja - ohne ihr Wissen ! - auf einem extra Konto sparen.
Vielleicht wird sie mal vernünftig, dann kann sie es haben. Nachdem sie den Puffer von den Großeltern sinnlos ausgibt, wird sie irgendwann froh sein wenn doch mal Geld für den Führerschein auftaucht.

  • (15) 27.06.19 - 18:15

    Ich würde eben kein Geld heimlich für ein erwachsenes Kind sparen.
    Sie hat sich bislang darauf verlassen, dass ihr ausgeholfen wird, wenn das Geld knapp wird, dann wird sie das auch den Rest ihres Lebens, wenn sie nicht mal merkt, dass sie selbst verantwortlich ist.
    Dann muss sie halt arbeiten gehen, wenn sie einen Führerschein machen will.
    Da würde ich jetzt konsequent bleiben.

Hui erst mal das Sparbuch weg nehmen. Deine Tochter kann mit Geld nicht umgehen. Frechheit von ihr das Ersparte so zum Fenster hinaus zu werfen. Da sie 18 ist kann sie arbeiten gehen. Würde den Geld Hahn zu drehen.

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