unfaire Note E1

Hallo,
bei mir geht es um die Chemienote (Nebenfach) meiner Tochter (E1 Hessen).
In diesem Jahr hatte die Klasse meiner Tochter kaum Chemieunterricht. Die eigentliche Lehrerin fehlte andauernd und würde dann im Oktober während eines 4 wöchigen Auslandsaufenthaltes meiner Tochter (Mitte Oktober bis Mitte November) durch einen neuen Lehrer ersetzt. durch Konferenzen, Krankheiten seitens des Lehrers etc hatte meine Tochter bisher nur 2 Doppelstunden Unterricht bei ihm. statt einer Klausur fragte er sie dann am Montag (abgesprochen) etwa 5 bis 10 Minuten über den Unterricht ab, was nicht gerade erfolgreich ausfiel. heute war dann die Notenbesprechung und sie wird 2 Punkte im Zeugnis bekommen, die Note der Abfrage. eine mündliche Note der Lehrerin der ersten 3 Monate fließt nicht mit ein und sei angeblich auch nicht vorhanden. nun ja...
meine Tochter ist jetzt ziemlich sauer, da sie sich bei der Lehrerin sehr wohl mündlich beteiligt hatte und bei ihrer Halbjahresnote nun insgesamt nur 2 Doppelstunden gewertet werden und ich bin es, um ehrlich zu sein, auch.
Hat jmd Tipps, was wir jetzt machen könnten?

LG

Hallo,

ja: Deine Tochter kann nochmal mit dem Lehrer sprechen und sagen, dass sie es unfair findet wie er benotet und ob er nicht doch fairer, also bitteschön bessere Noten geben kann.

M.W. ist es so, dass Deine Tochter in der E in Chemie eine Schulaufgaben geschrieben haben muss. Sollte sie bei der unentschuldigt (hier ohne Attest) gefehlt haben, hat sie automatisch 0 Pkte. darin und die ist mit 50% bei der Gesamtnote dabei. Bei entschuldigter Abwesenheit entscheidet der Lehrer über Nachschreiben der Schulaufgabe.
Die anderen 50% der Bewertung bestehen aus der kontinuierlichen Mitarbeit im Unterricht. Seine Fehlzeiten kann der Lehrer Deiner Tochter nicht aufbrummen, aber Deine Tochter sitzt auch nicht alleine in diesem Chemie-Kurs, also ist die Bewertungsgrundlage der anderen Schüler dieselbe - Haben die alle 2 Pkte?

Du kannst natürlich noch einen Termin mit dem Lehrer machen und Dir erläutern lassen, warum es zu den 2 Pkten. im Zeugnis kommt. ICH halte das nur für sinnvoll im Hinblick auf zukünftige Noten, nicht aber für die Note in diesem HJ.

LG, I.

Hallo,

aus eigener und gerade gemachter Erfahrung kann ich dir nur empfehlen, tätig zu werden.
Es geht ja nicht darum zu meckern, weil man auf hohem Niveau sein Kind besser sieht.
Eine Frage stellt sich mir jedoch, der Auslandsaufenthalt war freiwillig. Wir bekommen dann hier die Information, dass die Unterrichtsinhalte vollumfänglich nachgeholt werden müssen und das sich jeder Schüler selbst darum kümmern muss. Insofern sehe ich eine "Teilschuld" für evtl. nicht erbrachter Leistung.
Trotz allem stellt sich mir dann jedoch die Frage, wieso die Leistung vor Lehrerwechsel nicht dokumentiert wurde. Eine Transparenz würde ich hier als Mutter erbitten. Ich würde mir wohl die Mühe machen und schauen, wieviele Stunden tatsächlich Unterricht erfolgte - einfach um sachlich vorbereitet zu sein. Übrigens ist es hier so, wenn man mit dem eigentlichen Lehrer keinen Konsenz findet, geht man zum Physikobmann/Frau und bittet, um einen Termin. Kommt sehr selten vor.
Letztlich ist die mündliche Abfrage nicht gut gelaufen. HIer würde mündlich 60% und schriftlich 40% zählen. Evtl. erhält man ja noch wenigstens 5 Punkte, wenn ein Referat ect. anbietet. Ich frage mich auch, warum das alles so knapp erfolgt. Zeugniskonferenzen stehen jetzt an und der Lehrer hätte deine Tochter doch schon Anfang Dezember prüfen können....

Ich empfehle dir sehr dich über die gesetzliche Lage in eurem Bundesland zu informieren. Also genau in die Vorschriften für die Benotung etc. einzulesen.

In Berlin gibt (bzw. gab, ich weiß nicht ob sich da was geändert hat) es die Vorschrift dass, eine bestimmte Anzahl an Wochen hintereinander Unterricht stattfinden muss, um eine Note vergeben zu können. Ist das nicht erfolgt, steht das Fach als nicht benotet auf dem Zeugnis. Diese Regel galt auch, wenn der Schüler diese Anzahl an Unterrichtswochen durch Fehlen nicht erreichte. Ich weiß allerdings nicht wie das bei Lehrerwechsel geregelt ist.

Ich kenne aber auch einen Fall bei dem ein Lehrer innerhalb des Semesters ausgetauscht wurde. Die Prüfungen, die (nach Plan des alten Lehrers) die Noten ausmachten, waren schon alle durchgeführt und die Noten standen, eigentlich. Der neue Lehrer meinte, er hätte keine Informationen und Noten vom alten Lehrer erhalten. So wurden die endgültigen Noten auch nur auf Basis der letzten paar Wochen gesetzt.

Ich würde aber auf jeden Fall aktiv werden! Das die Note auf Basis von 2 Doppestunden gesetzt werden darf, kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Wünsche euch viel Glück!

Die Note ist nicht auf Basis von 2 Doppelstunden gesetzt wurden. Das Kind hatte nur während die anderen Kinder fleißig Chemie hatten, einen 4-wöchigen Auslandsaufenthalt. Das sind schon mal 6 Doppelstunden...und darüber kann man eine Klausur schreiben.
Ein Fach als „nicht benotet“ auf dem Abizeugnis ist eine ganz schlechte Idee. Solche Späße können das Abitur unmöglich machen. Dann lieber nur einen Punkt.

Sie konnte aber nur an 2 Doppelstunden teilnehmen und somit nur für diese Stunden eine mündliche Note erhalten. Die mündliche Note der anderen Lehrerin liegt ja anscheinend nicht vor.
Die TE schreibt zwar, dass keine mündliche Note einfließt, ob das gesetzlich möglich ist, bezweifle ich sehr. Um eine Note auf Basis des Unterrichts vom neuen Lehrer zu stellen, fand nicht genug Unterricht (jedenfalls für die Tochter der TE) statt.

Wie gesagt, ich weiß nicht wie das gesetzlich geregelt ist. Es kommt mir allerdings alles sehr komisch vor, deshalb empfehle ich sich da in die Vorschriften einzulesen.

Ein unbenotetes Fach auf dem Zeugnis ist kein Späßchen, sondern in machen Fällen nunmal angebracht. Fand nicht genug Unterricht statt, gibt’s auch keine Note dafür. Es stimmt zwar, dass das auch einen Nachteil haben kann, aber als so große Tragödie sehe ich das nicht.
Ich weiß zwar nicht wie das in Hessen ist, in Berlin kann man aber -je nach Schiene- auch einfach eine andere Naturwissenschaft einfließen lassen. Das unbenotete Fach hätte somit keinen Einfluss auf den Abischnitt.
Das geht bei einer schlechten Note natürlich ebenso, aber einen Ausfall auf dem Zeignis stehen zu haben finde ich jedenfalls schlechter als ein unbenotetes Fach (was ja durch einen Auslandsaufenthalt gut begründbar ist)

Es kann ja nur abgefragt werden, was auch im Unterricht behandelt wurde.
Meine Kinder sind noch nicht so weit, dass sie Punkte bekommen, aber nach meiner Information ist eine schriftliche Note pro Halbjahr Pflicht. So steht es auch immer im Schriebs vom hessischen Kultus. Umgehen kann man das nur in Ausnahmefällen (gebrochener Arm,...). Ich würde also fragen, warum das Kind nicht zu einem offiziellen Nachschreibetermin (bei uns sind die immer für die gesamte Schule am Samstag Vormittag) die Klausur nachschreiben durfte. Wollte dein Kind das nicht? Bevor ich hier beim Lehrer streike, würde ich erstmal beim Kind genau durchleuchten, was tatsächlich passiert ist im Vorfeld. Lehrer müssen alles dokumentieren. Es ist mehr als peinlich, wenn der Lehrer Dir dann zeigt, dass du Unrecht hast.