Beiden gerecht werden- bin manchmal traurig

    • (1) 01.03.19 - 19:20

      Hallo, heute hatte ich ein Treffen mit zwei Freundinnen, die jeweils ein Baby haben. Da wurde mir nochmal sehr deutlich, wie sehr sie sich auf ihr Baby konzentrieren, auf es eingehen und mit ihm spielen und es gezielt fördern können.

      Ich liebe meine beiden, aber oft kommt einer zu kurz, bzw die Bedürfnisse des anderen sind grade (scheinbar) akuter und ich muss ein Spiel oder Kuscheln abbrechen, es ist alles oft so unruhig. Mir tut das so leid, das ist gewiss kein neues Thema, aber mich würde interessieren wie es euch damit geht und ob ihr Tipps habt, wie man beiden besser gerecht werden kann. Danke!

      • Hi, ich versuche gar nicht unbedingt immer beiden gleich gerecht zu werden. Somit habe ich auch kein schlechtes Gewissen . Es ist tagesform abhängig wer mal mehr Aufmerksamkeit braucht und wer sich auch mal selber beschäftigt, um seine neu erlernten Dinge umzusetzen. Ich mache jeden Abend das gleiche Ritual und Beschäftige mich mit beiden gleichzeitig.
        Vielleicht konnte ich dir helfen 😊 liebe Grüße

        (3) 01.03.19 - 23:05

        Ich nehme an deine zwei sind noch recht klein?

        Im Laufe der Jahre wirst du merken: es gibt Zeiten da braucht das eine viel Aufmerksamkeit und ein paar Monate später ist es das andere. Du kannst dich nicht zweiteilen und das musst du auch gar nicht. Ich finde das gerade toll an Zwillingen, dass sie von Anfang an lernen zu teilen und nicht erst nach ein paar Jahren entthront werden.
        Manchmal reichen wenige intensive Minuten am Tag um einem der beiden ausreichend gerecht zu werden, solange ich die dann gebe braucht mir da nur sehr selten etwas leid zu tun.
        Und ob ein Baby jetzt eine Stunde am Tag mehr oder weniger alleine bespielt und „gefördert“ wird macht wahrscheinlich wenig Unterschied.

        Hallo,
        Du hast recht- es ist ein gigantischer Unterschied! Babyschwimmen, Tragen... auch Dinge, die mit Zwillingen und Mama nicht möglich sind!

        Aber: warte ab- ab spät. 2 Jahren wirst Du beneidet. Deine Kinder sind nie allein, beste Freunde und spielen viel zusammen. DAS entgeht den Einlingen ;-)
        Da Deine Kinder das nicht anders kennen, fehlt ihnen auch nichts.

        Lg von einer Zwillingsmama mit noch 2 Einlingen...

      • (5) 02.03.19 - 19:06

        Danke für eure Antworten! Die beiden sind drei Monate alt. Eigentlich möchten sie fast ununterbrochen kuscheln, gestillt oder getragen werden.. Allein das strapaziert ja schon ganz schön Nerven & Kräfte, da tut es gut, von anderen Zwillingseltern mal wieder etwas beruhigt zu werden.
        Vielleicht wird es besser, wenn die beiden sich gegenseitig mehr entdecken. Momentan ist meist der eine am Geschwisterchen interessiert, wenn der andere grad nur auf mich fixiert ist, und umgekehrt... Wann ging das bei euch so los? Ich hoffe ja, meine stellen keine Ausnahme darin dar sich so gut zu verstehen..
        Grade wollen sie mich auch am liebsten ganz für sich haben und nicht gemeinsam kuscheln. Mich würde ja sehr interessieren, wie eure Rituale aussehen! :-)

        • So traurig es ist- die Zwillinge sind Kind 3&4- ich habe keine Zeit mehr für abendliche Rituale... gekuschelt wurde in dem Alter viel auf dem Stillkissen. Ich hatte eins für Zwillinge und konnte sie mir so beide unheimlich gut hinlegen. Beine nach hinten an meinem Körper vorbei... so haben wir gestillt und tws. Auch einfach nur gelegen und beruhigt, wenn beide geweint haben.

        • (7) 06.03.19 - 14:01

          Mir hat’s immer geholfen wenn er weinte, weil ich sie wickelte oder so...einen in die Baby Björn Balance zu machen, das haben sie geliebt
          Kuscheln mit beiden auf dem Biden, wir haben den Wohnzimmerteppich gegen die Eco Krabbelmatte eingetauscht (kann ich sehr empfehlen)
          Uns war wichtig: synchronisieren (schlafen, essen) so schrien sie zwar meist dann gleichzeitig(wenn siemhunger hatten, aber dafür gehts dann auch schneller wenn man beide gleichzeitig füttert)
          Entdeckt haben sie sich recht früh, sie kreischten dann immer nacheinander, als,ob sie sich unterhalten
          Sie lieben es bis heute (sind fast 14 Monate) zusammen im Bett zu schlafen, obwohl wir ein Pärchen haben(Mädchen/Junge) brauchen sie sich sehr, „spielen“ jetzt schon schön zusammen(er kippt Spielzeigkiste aus, sie klatscht dazu.,,zuckersüß )

          Rituale:
          Abends Bad ich beide (früher nacheinander, in Babywannem der andere war solang in Wippe) mittlerweile in normaler Badewanne (im Babysitz, bzw jetzt auch einfach so, oft Sitz großer Bruder -5- noch in der Mitte mit drin)
          Dann frische Windelm Schlafanzug, Schlafsack, im Wohnzimmer auf Boden dann jeder seine Abendflasche( Brei/Abendessen gibts um 18 Uhr, dann Baden, und um 19.30 Fläschchen); mittlerweile halten und trinken sie die ja selber, dann ins Bett, jeder hat nen Schnuller und ein Kuscheltuch(unser großer hat das kuscheltuch auch bis heut noch)
          Spieluhr an(die hat nen Timer und nen Sternenhimmel, das läuft 10 min.) wir haben sie von Anfang an wach ins Bett gelegt, klappt nach wie vor super und sie schlafen dann...
          Hab Babyphone mit Kamera, da schau ich bei Bedarf dann nach...

      (8) 04.03.19 - 10:09

      Meine Mädels sind jetzt 7 Monate alt. Es gibt immer Situationen wo beide gleichzeitig weinen, aber eher selten. So dass meistens die jenige die grad am meisten Zuspruch brauch ihn auch bekommt. Es wechselt sich eigentlich immer ab. Wenn beide gleichzeitig weinen, nehme ich eine auf den Arm, sitze dabei auf dem Boden und leg die andere ganz nah an meine Beine dran und versuche sie dann durch streicheln auch zu trösten. Meistens klappt es ganz gut. Du darfst nicht zu große Ansprüche an dich selbst stellen, meistens ist es nur dein eigener Eindruck dass du beiden nicht gerecht wirst.
      Die Mädels nehmen sich seut sie ca 5 Monate alt gegenseitig war, schauen immer wieder zu was die andere macht aber bewzsst interagieren tun sie noch nicht miteinander.
      Wir haben einen relativ geregelten Tafesablauf, das brauchen beide auch. Wir haben abends virm Schlafengehen ein Ritual. Sie werden nach dem Abendbrei ausgezogen und strampeln ca 15min nackig, dann werden sie mit Waschlappen gewaschen (Katzenwäsche), kriegen Schlafanzug und Schlafsack an und dann gegts ins Bett. Sobst haben wir keine Rituale.

      • (9) 06.03.19 - 02:47

        Danke euch!
        An manchen Tagen klappt es schon ganz gut, aber noch weinen beide oft gleichzeitg, und dann find ich es wirklich schlimm...
        Mit den Ansprüchen habt ihr sicher recht, am Anfang hab ich es gar nicht ausgehalten wenn sie geweint haben, das hat mich aber schnell handlungsunfähig gemacht.
        Zum Glück klappt das Stillen jetzt einigermaßen, das mache ich auch im Tandem...
        Und euer Nackt- Strampel- Ritual gefällt mir gut, vielleicht guck ich mir das ab :-)

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