Mangelfall- aber Titel wird vom OLG nicht geändert

Guten Abend!

Ich hab jetzt mal eine grundsätzliche Frage.

Mein Lebensgefährte hat drei Kinder (15,13 und 7) mit zwei Frauen.
Er hat früher mal gut verdient bei der Bundeswehr und der Unterhalt dann dementsprechend tituliert.
Er hat immer pünktlich gezahlt, auch noch nach Ausscheiden aus der Bundeswehr mit dem "Übergangsgeld" den vollen Unterhalt weiter gezahlt.

Bessere Jobs, also höher bezahlte hat er nicht gefunden, obwohl er sich wirklich sehr bemüht hat.

Jedenfalls wurde dann bei den Großen der Unterhalt neu berechnet über das Jugendamt. Das gab auch keine Probleme.

Bei der Jüngeren hat die Mutter rein gar nicht mit sich reden lassen. Dazu muß ich einfach sagen, daß sie neu verheiratet ist, ein Haus hat, nicht arbeiten muß, also der Kleinen fehlt es nicht an Versorgung. Die Kleine hat auch den Namen des neuen Mann angenommen, da hat mein Freund zugestimmt.

Er hat weiterhin gezahlt bis zu einem Selbstbehalt von 1000.-€
Jedenfalls hat sie dann nach zwei!!! Jahren (die sie offensichtlich ohne Probleme finanziell klar kam) eine Lohnpfändung machen lassen und jetzt hat er noch einen Selbstbehalt von 800.-€.

Es ging vors AG, abgewiesen.
Es ging vors OLG, abgewiesen. Die Begründung die Gleiche: Er HÄTTE damals was auch immer machen müssen, um besser zu verdienen. Dass er jetzt es nicht hat, interessiert keinen. Es wurde mit vollkommen fiktiven Zahlen um sich geworfen.

Ich habe den gleichen Beruf und kann über die Zahlen nur lachen. Würde man so gut verdienen können, wäre mein Leben leichter.

Naja, jedenfalls verstehe ich zwar beide Seiten, denn mein Ex zahlt seit 3,5 Jahren seit der Trennung nicht vernünftig, obwohl er wirklich richtig im Geld schwimmt.
Das Gericht kekst sich seitdem einfach nur aus.

ABER: Wie kann er Geld zahlen, was er schlicht und ergreifend nicht hat? Mag ja sein, daß er damals etwas blauäugig war und EVENTUELL irgendwas anders beruflich machen können. Aber was soll er jetzt denn machen?Mit so einer Pfändung noch ewig rumlaufen ist ja nun auch nicht das Wahre.

Wer geht denn für 800 Euro noch arbeiten? Er überlegt schon, ob er noch einen Nebenjob annehmen soll, aber auch dann bekommt er das nicht gestopft.

Ich frage mich, wieso das bei anderen so einfach ist? Die arbeiten einfach nicht und zahlen nicht und werden in Ruhe gelassen. Oder machen eine Scheinselbstständigkeit und lassen sich auf Null setzen.

Ich weiß auch nicht so genau, was ich jetzt fragen will, aber wie geht das bei so vielen so "einfach" mit einer Mangelfallberechnung?

LG Cinna

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Dein LG sollte sich mal bei www.vatersein.de melden. Das ist für solche speziellen Fälle die bessere Plattform als urbia.

LG