Vater hält sich nicht an Absprache

Hoffe die Kategorie ist richtig. Bin gerade total gefrustet und weiß nicht wie ich reagieren soll.

Mein noch Mann und ich hatten eine vorläufige Regelung des Umgangs. Meine Tochter reagierte mit einnässen, nicht mehr in ihrem Bett schlafen wollen, Mama nicht mehr weg lassen wollen und noch einiges mehr auf die Besuche mit Papa. Wir einigten uns darauf die Stunden zu reduzieren. Morgens und abends 1 Std weniger.. also 9.00-17.00 uhr. Er meinte dann Abends 17.00 uhr damit sie ihren Ritmus beibehalten kann. Sprich ankommen kann und um 18.00 uhr Abendbrot. Damit war ich einverstanden.

Vorgestern rief er an und sagte er holt sie erst um 10.00 uhr. Keine frage keine Absprache.

Heute kam er dann bereits 9.45 uhr und sagte da er ja erst um 10.00 uhr kam kommt er auch erst 18.00 uhr. Ich meinte so geht das nicht. Wir haben was abgesprochen und dann bleibt das auch so. Nein, haben wir uns missverstanden. Außerdem sind es doch 2 Std weniger und ging dann.

Ich habe ihm jetzt noch mal geschrieben was und vor allem warum wir das so abgesprochen haben und meinte nur weil er beschließt er holt sie später kann er sie nicht später bringen und meinte das wir bei 17.00 Uhr bleiben.

Ich weiß nun genau das er erst 18.00 uhr kommen wird. Und das nur um mir eins rein zu drücken und wieder das durchzusetzen was ER will. Vielleicht haben einige ja meine Beiträge in letzter zeit gelesen. Ist zu lang hier alles zu erklären. Aber zur kurzen Info um vielleicht bessere Ratschläge zu bekommen: Er ist Psychisch Krank. Er hat Borderline.

Hab ihr jetzt vielleicht irgend einen Rat was ich jetzt machen soll?

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Hi,

ich glaube nicht, dass die Probleme Deiner Tochter sich damit regulieren, dass der Umgang um zwei Stunden gekürzt und auf eine bestimmte Zeitspanne bestimmt wird. Wenn es um das Abendbrotessen geht, dann esst ihr eben einfach um 19 Uhr und gut ist.

Ich glaube, Du musst aufpassen, dass Du Dich nicht in Machtkämpfen verstrickst, die Du bei einem Ex wie Deinem nur verlieren kannst. Er hat seine eigene Logik und der kommst Du nicht bei, wenn Du Deinen Willen durchdrücken willst und keinerlei Möglichkeit hast, das auch umzusetzen.

Wenn er um 18 Uhr kommt, kommt er um 18 Uhr (dann ist der Tisch eben gedeckt und die Kleine setzt sich mit euch hin). Was willst Du denn tun? Er zeigt Dir doch, dass er was das betrifft, am längeren Hebel sitzt.

Selbst wenn ihr eine Umgangsvereinbarung trefft, ist eben die Gefahr, dass sich ein Beteiligter nur daran hält, wenn er / sie Lust dazu hat.

LG

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Das Jugendamt ist dafür das sich der Umgang ausschleicht. Um das zu beschleunigen legten sie mir einen Ortswesel nahe und meinten, eigentlich müsste ich das alleinige Sorgerecht beantragen. Denn er ist eine Kindeswohl Gefährdung. Handeln dürfen sie nicht. Das muss ich tun. Eigentlich muss ich begleiteten umgang einklagen. Aber ich mochte eigentlich erst mal die eine klage noch abschließen

Ich weiß das diese machtspielchen sinnlos sind. Ich war aber immer noch auf frieden aus. Auch wenn ich diesen wohl nicht erreichen werde (hat mir die vom Jugendamt und die Verfahrensbeiständin gesagt). Aber nachdem er mir heute erklärte, er müsse kein handy bei haben ich soll mit seinen Eltern reden (er meinte sie hassen mich jetzt. Was man leider auch merkt) war ich einfach nicht mehr gewillt alles nach seiner nase zu machen. Zumal meinte Tochter heute gar nicht mit wollte. Sie wollte lieber mit zum schulfest der großen.

Umziehen kommt wegen der Kinder nicht in frage. Sie haben hier ihre sozialen kontakte.

um 19.00 uhr essen ist schlecht. Da macht sie sich bettfertig.

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Mensch, dann macht sie sich mal um 19.30 Uhr bettfertig, sei doch mal nicht so "typisch deutsch".

Möglicherweise hat Dein Ex in ein paar Wochen keine Lust auf Umgang. Ein paar Monate später kommt er dann wieder wie Kai aus der Kiste geploppt und will welchen. Der Mann ist psychisch krank und wird nicht nach normalen Maßstäben handeln.
Wenn Du keinen begleiteten Umgang beantragst, signalisierst Du, dass der unbegleitete Umgang gefahrlos ist. Dann wirst Du Dich in einem halben Jahr fragen lassen müssen, warum Du "jetzt plötzlich" begleiteten Umgang willst.

Du hast schon die Erfahrung gemacht, dass Dir Eigenmächtigkeiten auf die Füße gefallen sind. Die JA-Tante hat auch einen an der Waffel. Schaffst Du die Entfernung (selbst bei ASR) musst Du die daraus resultierenden Umgangsmehrkosten tagen. Bescheuerte Idee von der Dame.

Ihr braucht einen Umgangsbetreuer, der euch aus der Schusslinie nimmt. Wenn bspw. Umgang Mittwoch von 15-18 Uhr angesagt ist, dann bringst Du das Kind dahin und holst es da ab und dazwischen ist es nicht Deine Aufgabe, das ob / wie etc. zu bewerten. Ich würde daher darauf drängen, dass es geregelt wird. Ggf. wird ein Gutachten fällig. Der Weg ist lang.

Wenn er nicht von selbst hinschmeißt, wird das nicht lustig für Dich. Aber dazu brauchst Du kompetente, fachliche Unterstützung.

LG

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"Ich weiß nun genau das er erst 18.00 uhr kommen wird. Und das nur um mir eins rein zu drücken und wieder das durchzusetzen was ER will. "
dann versuche es deiner tochter zu liebe easy zu nehmen. vielleicht kommt der stress deiner tochter ja auch davon, dass sie merkt, wie angespannt die situation zwischen euch ist. sei stinkfreundlich und nett und lade ihn zu einem kaffee ein. oder verabschiede ihn höflich, wenn er wieder geht, ohne sauer zu werden oder das vermeintliche zu spät kommen zu erwähnen. antizyklisches handeln ist hier angesagt. dein "druckmachen" bewirkt ja nur, dass er nochmehr bockt. versuchs mal mit freundlicher annäherung (zumindest vordergründig, was du denkst muss ja keiner wissen), vielleicht kommt ja dabei was gutes raus… bei mir hat es funktioniert, wir sind jetzt sogar wieder sowas wie "locker befreundet".
grüsse, ks

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Danke für die Antwort.

Ich hatte leider recht. Er kam nicht 17.00 uhr. Und brachte mal einfach seine Mutter mit die mich (für mich verständlich )bei meiner Tochter in meinem bei sein schlecht machte.
Ich blieb nett und freundlich und begrüßte meine Tochter und kümmerte mich um sie.

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Hallo,

wenn das JA Dir geraten hat, das alleinige Sorgerecht einzuklagen, verstehe ich nicht weshalb Du es nicht tust.
Einerseits beklagst Du Dich über das Verhalten des KV und die Auswirkungen auf Deine Tochter und bleibst ausser zu jammern dann....untätig???

Geht es Dir um Deine Tochter oder nicht?

LG

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Der Rat vom JA ist bescheuert, sorry. Hier liegen keinerlei Gründe vor, ein ASR auszusprechen. Der KV ist krank. Das ist Mist, aber kein Grund, ihm das SR abzuerkennen. Die Büchse der Pandora würde ich definitiv geschlossen lassen.

LG

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Weil sie mir das erst am Donnerstag gesagt hat und ich Dienstag erst ins Gericht kann.

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Hallo.

Ich glaube auch eher, dass sich die Stundenverkürzung nicht auf das Wohlbefinden der Kleinen auswirkt. Eher würde ich empfehlen, dass ihr beide nicht immer gegeneinander spielt. Findet eine Basis, die für alle gut ist. Die Kleine wird euch beide gleich lieben und sie wird es bestimmt schlimm finden, wenn ich euch jedes Mal "angeht" und diskutiert. Sie hat hat zu große Verlustängste, dass sie euch beide verliert, so wie ihr euch benehmt. Deshalb würde ich das auch auf das Einnässen, nicht alleine schlafen wollen etc. tippen. Regelt euer Problem außerhalb der Nähe der Kleinen. Sie kann für eure Trennung nichts und für sie seid ihr ihre Eltern. Also benehmt euch auch so.

Alles Gute.

LG

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Hallo.
Warst du dasnicht auch, die sich darüber aufgeregt hat, dass die Tochter die neue Freundin des Papa auf die Wange geküsst hat?
Ganz ehrlich, und bitte nicht krumm nehmen, ich hab den Eindruck, dass sich deine Gedanken den ganzen Tag um deinen Ex drehen. Schnapp dir deine Kids, fahr mal n paar Tage weg und atme tief durch. Ich wette, wenn du entspannter mit allem umgehen könntest (allein schon dass man Absprachen trifft, wann und unter welchen Umständen ein Kind wen auf die Wange küsst, würde mir nie in den Sinn kommen, es sei denn mein Kind würde dazu gezwungen) hört er auch auf, Sinn darin zu sehen, dich mit verspäteten Abhol- oder Bringzeiten zu piesacken.
Auch finde ich diese ganzen Gerichtsgeschichten bedenklich. Du willst das und das einklagen - aber nee, erstmal muss die eine Klage durch sein...sorry, aber aus beruflichem Kontext weiß ich:
1. Wenn dein Ex so krank ist wie du sagst, gäbs längst begleiteten Umgang - weil ich das nie riskieren würde und sofort eine Beratungsstelle für Jugend- und Familienhilfe aufgesucht hätte, wenn das Jugendamt nix tut.
2. Eines kann nicht so sein, wie du es schilderst. Wenn das JA eine Kindeswohlgefährdung ausspricht, sind die MA VERPFLICHTET, einzuschreiten. Es gibt hierzu in jedem JA einen Verfahrensstandard (Vorgehensweise nach §8a SGB VIII), nach dem gehandelt wird. Ich kann mir nicht vorstellen dass da noch einer sagt "Wir sehen eine Kindeswohlgefährdung, ziehen Sie bitte um.".

Ich möchte dich nicht angreifen, nur zum Nachdenken anregen.
Dein Kind weiß ganz genau, wie unentspannt du bist, unterschätze das nicht. Halte Augen und Ohren offen, aber reagiere mit Bedacht - und an deiner Stelle würde ichmir wirklich überlegen, an welchen Stellen du dich konfrontieren musst. Nicht alles muss immer sofort und emotional diskutiert werden.

Alles Gute!#winke
Maja

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Ja das war ich. Das sollte aber nicht als aufregen rüber kommen. Hatte da auch nichts weiter gesagt sondern es runtergeschluckt.

Ich würde mich gerne mit was anderem beschaftigen. Aber er kontaktoert mich mehrmals täglich und kommt mit dem nächsten mist.

Tja, es ist leider Tatsache mit seiner krabkheit und leider auch das das JA sagt kindeswohl gefärdung und das wars. Deswegen bin ich ja so verzweifelt.

Das die Dinge vor gericht gegangen sind war der rat vom JA. wollte meinen antrag zurück ziehen. Aber das JA meinte dann stellen sie eiben Antrag.

Paar tage weg fahren ist leider nicht. Hab meine Kinder nur noch an 2 Tagen in der woche alle zusammen.

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Hey, schön, dass du mir meinen Beitrag nicht übel nimmst, er war auch nicht als Angriff gemeint.
Finde ich ungeheuerlich, normalerweise wird bei Kindeswohlgefährdung (vorausgesetzt natürlich es liegen objektive Gründe dafür vor, wovon ich aber ausgehen muss, wenn solche Äußerungen getätigt werden) ein Apparat in Bewegung gesetzt, bei dem dann nicht nur der jeweilige MA entscheidet, was getan oder gelassen wird. Wenn ein MA einen Verdacht auf Kindeswohlgefährdung nicht entsprechend weiterleitet, dies aber den Klienten gegenüber äußert, hätte er oder sie mit empfindlichen Konsequenzen zu rechnen.

Die Kontaktversuche deines Exwürde ich ab sofort konsequent blocken. Wenn was wegen der Absprachen mit den Kindern ist, soll er das schriftlich machen. Nutzt doch heutzutage jeder SMS, Fatzebook & Co., und es hat den Vorteil der Nachweisbarkeit.

Warum sind deine Kinder so unterschiedlich weg? Fänd ich wegen der Kinder nicht so gut. Familie braucht meiner Meinung nach gemeinsamen Alltag, eine gemeinsame "Normalität", die den Kindern Sicherheit gibt, gerade wenn die Umgänge mit dem Vater schwierig sind.
Mal davon abgesehen wird dir kein JA oder Familiengericht der Welt untersagen, mit deinen Kindern ein paar Tage wegzufahren, wenn du das Sorgerecht hast. Umgänge fallen überall mal aus.

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