Aufteilung Lebenshaltungskosten

Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren, wie ihr die Kosten hinsichtlich Miete und Lebensmittel etc. unter euch aufteilt?

Meine Partnerin, ihre 13- jährige Tochter und ich wohnen in der Wohnung meiner Partnerin. Die Tochter hat ihr eigenes Zimmer und ist abwechselnd eine Woche bei uns und eine Woche bei ihrem Vater. Ich persönlich arbeite von zuhause aus, habe jedoch kein separates Arbeitszimmer.

Nun würde mich mal interessieren, wie eine Kostenaufteilung von Miete, Lebensmittel etc. fair und gerecht aussehen würde/ sollte?

Auf eure Meinung und Ratschläge freue ich mich und bedanke mich im Voraus.

Hallo, wir machen das im Verhältnis unseres Einkommens. Ich habe auch ein Kind mit in die Ehe gebracht. LG

Hallo hobooker. Soetwas ist immer sehr schwierig zu bewerten wie ich finde. Viele werden dir sagen das nur gemeinsame Kasse fair wäre, man liebt sich ja, da kommt man gerne für den anderen mit auf. Andere werden sagen du solltest lediglich 1/3 der anfallenden Kosten tragen, was ich für vollkommen unrealistisch halte.
Beim Kinderzuschlag z.B. wird so kalkuliert dass mit einem Kind dieses ca. 18% der Miete trägt und die Erwachsenen den Rest.Dir wurde auch vorgeschlagen das jeder Einkommensabhängig zahlen sollte, das macht bei sehr unterschielichen Einkommen schon Sinn, wenn einer ein hohes Einkommen hat und eine entsprechend große teure Wohnung, kann der Geringverdiener logischerweise nicht die Hälfte davon zahlen.
Gleichzeitig solltest du natürlich nicht für ein "fremdes" Kind aufkommen müssen.
Ich denke also das Ganze hängt von mehreren Faktoren ab.
Wir haben bis zur Geburt unseres gemeinsamen Sohnes auch getrennt gerechnet, weil ich als Vollzeitarbeitende Mutter eines Kleinkindes nicht für meinen Unterhaltspflichtigen Lebensgefährten aufkommen wollte.

Am Ende ist es aber doch blödsinnig, weil man doch alles alleine für alle bezahlt wenn der andere einfach nichts hat (Wohnungseinrichtungen, Waschmaschine etc. Und letztlich auch den Urlaub, den er sonst nie gemacht hätte.)
Da kann man sie das Rechnen sparen und gleich alles zusammenwerfen.

Alle Einnahmen kommen bei uns in einen Topf , Lohn. Kindergeld, ggf Unterhalt.
Davon wird alles an Ausgaben bestritten.

Allerdings weiß ich, dass es einige Leute gibt, die aus verschiedenen Gründen solch eine Aufteilung der Kosten nicht wollen.

In eurer Konstellation kann man sich z.B auch vorstellen,
du trägst die Kosten für Lebensmittel , Miete, Nebenkosten zu 1/3 und trägst die Kosten für persönliche Hygieneartikel, persönliche Versicherungen, persönliche Sonderwünsche, Hobbys ect selber.
Bei Anschaffungen in der Wohnraumaustattung, Reinigungsgeräten ect müßte man auch eine Lösung finden. Freunde von mir tragen diese Kosten hälftig.

LG
Karna

Miete, Lebensmittel und Co. halbe/halbe.

Ich finde es immer einfacher einen Rat zu geben, wenn ich die Positionen und Argumente der einzelnen Parteien kenne.

Wir persönlich halten und hielten es so mit dem gemeinsamen Topf aus dem alles gezahlt wird.

Am Anfang unserer Beziehung war das dann für alle halbe/halbe, weil wir etwa gleich verdient haben. Mittlerweile trägt einer halt mehr Kosten als der andere, weil er mehr verdient.

Andere teilen das lieber nach Personenzahl und Raumbedarf auf, empfinden das als fairer.

Es bringt nicht viel, wenn man dir sein eigenes Modell vorstellt, dazu sind Patchworkkonstellationen und auch Partnerschaften zu individuell.

Wieviel verdienst du, wieviel deine Partnerin? Erhält Sie Unterhalt für ihre Tochter - wieviel?

Welchen Anteil am Einkommen macht die Miete jeweils aus? Wie viel bleiben jeden von euch nach Abzug aller laufenden Kosten für den persönlichen Bedarf? Entsprichen die Ausstattung und die mitkommen der Wohnung dem Standard, den man sich auch als Single geleistet hätte?

Wie lange seid ihr ein Paar? Wie habt ihr die "Familienarbeit" (Wäsche, Putzen, Einkaufen, Kochen, Reparaturen, Papierkram) unter euch aufgeteilt? Wer Arbeit wie viele Stunden für sein Einkommen? Wie viel Freizeit hat jeder von euch?

Ideal wäre es, wenn jeder der Partner in etwa den selben Lebensstandard und in etwa das gleiche Arbeitsaufkommen (Beruflich und Privat) hat - ansonsten wird sich auf die Dauer einer der Partner benachteiligt fühlen.

Hallo,

ich gehöre zu den Liebhabern der getrennten Kassen. Wir sind 4 Personen (mein Mann und ich, unser 6-jähriger Sohn und sein 19-jähriger Sohn aus 1. Ehe).

Wir haben zusammen ein Nettoeinkommen von zurzeit ca. 6800 Euro und arbeiten beide Vollzeit (ok, ich nicht mehr, bin im Mutterschutz, da Anfang September unser 2. Kind zur Welt kommt). Unsere monatlichen Kosten tragen wir relativ gemeinsam. Ist der eine knapp bei Kasse, springt der andere ein. Fairerweise muss ich sagen, dass eher bei mir Ebbe in der Kasse ist ;-) (mein Mann verdient auch mehr als ich).
Wozu die getrennten Konten?

Ganz einfach: Mein Mann zahlt seiner Ex-Frau noch immer monatlichen Unterhalt (früher auch Kindesunterhalt, jetzt nicht mehr, da sein Sohn bei uns wohnt) und die Kosten seiner Altlasten wollte ich nicht mittragen. Des Weiteren muss ein Mann ja nicht wissen, wieviel meine Friseurbesuche bei Münchens Promi-Friseur oder die Kosmetikerin kosten ;-)).

Hätte ich ein Kind mit in die Ehe gebracht, so wäre es selbstverständlich für mich für dieses auch aufzukommen, ohne den neuen Partner zu belasten.

In euerem Fall würde ich (sofern ihr relativ gleich viel verdient) halbe/halbe bei getrennten Konten machen...Extra-Ausgaben fürs Kind sollen die Mutter und der KV alleine tragen, Hausarbeit gerecht aufteilen (Kind miteinbezogen, sofern es alt genug ist).

LG,
incredible mit Räuber (6) und Zwergi 36. SSW (35+2)

Wir waren in derselben Konstellation.

Wir haben es bei unserem Zusammenzug so gehandhabt, dass jeder sein eigenes Konto hatte auf welches das eigene Gehalt geht, bei mir zusätzlich das Kindergeld. Dann haben wir uns gemeinschaftlich ein Konto angelegt wo die laufenden gemeinsamen Kosten abgehen wie Miete, Strom etc. und auch Lebensmittel bezahlt werden. Auf dieses Konto hat jeder einen gleichen Betrag x überwiesen. Meinen Partner hat es dabei auch nicht gestört, dass mein Kind "einen Raum in der Wohnung belegt". Die sonstigen Kosten für mein Kind wie Kita und Kleidung etc. habe ich selber bestritten, da ich Kindergeld und Unterhalt auf mein Konto erhalte.

Andersherum gebe ich aber seinen Kindern auch gern mal etwas. So hält sich das die Waage.

Wir würden uns gegenseitig nie auf den Cent aufrechnen wer was für wen usw. bezahlt und trotzdem finde ich dieses Modell nicht schlecht, zumindest besser wie eine Kasse zusammen. Finde auch er muss nicht immer über meine neuen Schuhe Bescheid wissen#schein

LG

Hallo.

Ich würde mal grundsätzlich sagen: Halbe/Halbe
Wie habt ihr es denn bisher so geregelt??

Deine Partnerin wird wohl auch berufstätig sein, oder? Nach dem Alter der Tochter zu schließen, wahrscheinlich sogar ganztags. Somit kann man sämtliche Kosten wie Miete, Nebenkosten, Lebensmittel ja halbieren.

Wenn du auf das eigene Zimmer der Tochter anspielst. Ja - eine Dreizehnjährige sollte durchaus ein eigenes Zimmer haben. ;-) Solltest du ein eigenes Büro dringend benötigen, dann müsstet ihr euch halt eine größere Wohnung suchen.

LG

Kommt auf die Höhe des Einkommens an würde ich sagen und wie du zur Tochter deiner Lebensgefährtin stehst. Gleiches Einkommen dann halbe halbe ansonsten eben anders.

Ich habe zwei Kinder (jetzt 11 und 9) mit in die Beziehung gebracht.

Miete und Nebenkosten (+ Hausratversicherung) zahlen wir halbe / halbe. Lebensmittel zahle ich wohl etwas mehr, aber nur unwesentlich.

Sonst zahlt jeder sein. Heißt: er zahlt alles, was seins ist, ich zahl alles, was für mich und die Kinder ist.
Urlaub machen wir 1/3 (er) / 2/3 (ich).

Hätte er darauf bestanden, dass wir 1/4, 3/4 zahlen, hätte ich mir den Lebensstandart, den er gerne hat, nicht leisten können...

Bisher fahren wir so ganz gut. Sollte irgendwann doch noch ein gemeinsames Kind dazukommen, müssten wir neu schauen.

LG

Wir wirtschaften gemeinsam.

Vielen lieben Dank an alle für eure umfangreichen Ausführungen und Meinungen, die sich größtenteils mit meiner Auffassung gedeckt haben.