Umgang Stiefkind

Hallo
Ich habe ein Problem, bitte sagt mir einer was nun richtig ist.
- 5jähriger Stiefsohn aller 14 Tage von Freitag bis Sonntag bei uns
- eigener 11jähriger Sohn der medikamentenbedingt gerade extrem mit Pubertät zu tun hat
- 5jähriger ist ganze Zeit über beim 11jährigen (außer nachts), dem Vater scheint es angenehm
- der Große hat sein Zimmer, der Kleine schläft mit im Schlafzimmer da er unruhig schläft und früh wach wird
- in 4 Wochen bekomme ich unser erstes gemeinsames Kind, welches dann ebenfalls mit ins Schlafzimmer muss
- der Mittlere scheint das Hin und Her seiner Eltern nicht gut zu verkraften, sie können nicht normal miteinander umgehen. Er ist gerne bei uns, weint wenn er zurück zur Mutter muss. Diese ständigen Abschiede... Er weint allgemein sehr schnell.

- der Mittlere muss außer bei uns ständig woanders schlafen, mal zu Hause, mal beim neuen Freund der Mutter. Jede Woche muss er wenigstens durch 3 Haushalte. In den Kiga zu seinen Freunden kommt er dadurch kaum noch. Nirgends hat er einen Rückzugsort, er hat kein eigenes Zimmer.

- wenn sein Vater am We eigentlich keine Zeit hat, erzählt die KM dem Jungen das er ihn nur nicht sehen will. Sie betrachtet den Jungen wohl auch als Partner, denn der 5jährige soll sich mit uns allen über seine Erziehung unterhalten.
Ich komme als Stiefmama mit alledem schlecht klar und möchte solch Umgang am liebsten nicht mehr. Mir tut vor allem der Junge leid. Wäre es in solch einem Fall nicht manchmal besser, den Umgang erstmal abzubrechen? Ich denke der Kleine hat es dann auch ruhiger. Wir würden ihn auch zu uns nehmen, aber das ist nicht ganz leicht. Mich regt das alles sehr auf, habe ich als Stiefmama vielleicht doch auch das Recht etwas zu sagen? Ich möchte am Ende der Schwangerschaft etwas Ruhe und vor allem auch nach der Entbindung. Oder muss ich den Zustand so stillschweigend hinnehmen? Alle sind unzufrieden

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Der Junge braucht keinen Umgangsausschluss sondern die Eltern eins auf die Glocke.

Es sollte eine Elternberatung, Mediation gemacht werden, damit die Eltern lernen ihre Probleme als Expaar nicht auf dem Rücken des Kindes auszuüben.

Ich finde es echt schlimm, dass die Eltern nicht in der Lage dazu sind, dafür zu sorgen, dass es ihrem gemeinsamen Kind gut geht, aber beide schon munter mit neuen Partnern weitere Kinder in die Welt setzen.

Wenn du das Kind wirklich nicht nur loswerden willst, motiviere deinen Partner, sich Hilfe zu holen, damit dem Kind die Last genommen wird und es unbefangen Umgang haben kann.

LG

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Habe ich alles gemacht. Habe selber schon auf dem Amt angerufen, aber ich bin nur Stiefmama und habe da wohl nichts zu melden.

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Nee, der Vater muss da selbst aktiv werden. Ich würde ihn fragen, ob euer gemeinsames Kind ihm später auch so am Hintern vorbei geht, falls das mit euch mal scheitern sollte. Und dass diese Art und Weise viel über sein Vaterdasein aussagt.

Er kann nur sein Verhalten optimieren, nicht das seiner Ex. Da kann höchstens ein vermittelnder Dritter helfen.

LG

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Hallo

Ich kann mir nicht vorstellen das er es besser hätte wen ihr den umgang zeitweise einstellt. eher das Gegenteil.

tja wen du/ihr das gefühl habt es sei zu unruhig für ihn, müsst ihr euch überlegen ob ihr den jungen bei euch haben wollte. wen ja mit der mutter darüber reden, wen es halt zu schwierig sein sollte halt mit einem Vermittler wie Jugendamt zu 3 besprechen.
wen die mutter zustimmt, eine Wohnung suchen welche gross genug ist, so hat jeder sein zimmer.

ich will nicht böse sein, aber mir kommt es eher so vor, das dich das Stiefkind nervt und du frohwärst er wäre wenigstens eine zeit lang weg, damit du dich um deine beiden kinder kümmern kannst ohne den kleinen "Nervensäge" sorry.

und ruhe kannst du ja in den 14 tagen haben in der der junge nicht bei euch ist. als mehr als genügend zeit sich auf die Geburt ein zustellen und auch mit dem Baby hast du genügend zeit ohne den kleinen.

zumal der kleine auch ein recht hat sein Halbgeschwister kennen und lieben zu lernen.
gibt dem kleinen eine Chance ein lieber grosser bruder zu sein.

die kinder von meiner Nachbarin müssen auch jede Woche durch mehrere haushälte. bei der tagesmama, bei mir, beim vater und bei der mutter. und das jede Woche. manchmal müssen sie noch zur Oma. und wen der papa überswochen ende zu seinen getrenntlebenden Eltern fährt, dann noch 2 haushalte mehr.
es ist zwar nicht die regel aber immer wider kommt es vor das die kinder bei der tagesmutter oder bei mir schlafen müssen.

der grosse 8 geht in die schule, die mittlere 5 in die vorschule, und die kleine ist 4 ist zuhause (in der schweiz gibt's so Kindergarten wie in Deutschland nicht) und alle 3 geht es gut.

lg nana

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Dem 5jährigen geht es ja aber nicht gut. Sonst würde er doch nicht ständig weinen und nachts schlecht schlafen. Er hat kein richtiges Zuhause. Den neuen Partner seiner Mama kennt er auch noch nicht wirklich, sie sind noch nicht lange zusammen und er ist Montagearbeiter. Wenn er da ist, ist das Kind ja bei uns und am anderen We hat der neue Partner wiederum sein leibliches Kind da. Und die Mama des 5jährigen ist nun auch noch schwanger. Die Erziehung und Entwicklung des Jungen bleibt irgendwie völlig auf der Strecke, eben weil er überall hingegeben wird.

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dann setzt euch alle 3 zusammen und suchet eine lösung, und wen die mutter sich spert wie du ja in der Richtung was gesagt hast, dann halt über eine 3 stelle wie Jugendamt oder was ihr sonst noch für stellen habt.

eine mutter die ihr Kind liebt wird ganz bestimmt wollen das dem Kind geholfen wird

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Als Außenstehende ohne Patchworkerfahrung würde ich sagen:

- Umgang auf gar keinen Fall abbrechen! Wie das bei einem Kind ankommt, muss ja hoffentlich nicht näher erläutert werden.
- Könnt Ihr evtl. Eure Wohnsituation ändern, damit der 5Jährige ein eigenes Zimmer bekommen kann? Es wäre ja scheinbar auch ok, wenn er ganz zu Euch zieht, spätestens dann bräuchte er ja auch eins. Es kann ja, wenn es nicht von ihm genutzt wird, auch als Gästezimmer o.ä. genutzt werden.
- Der Vater / Dein Partner hat am Wochenende keine Zeit: Ist das an den Wochenenden, an denen er den Sohn eigentlich hat oder wird der Umgang spontan geregelt und dann klappt es halt manchmal wegen anderer Termine nicht? Falls es an den festen Wochenenden ist: Kann Dein Partner das nicht anders regeln, so dass sein Sohn keine Absage bekommt? Scheinbar ist so eine Absage ein Problem sowohl für den Sohn als auch für die Mutter und wenn Euch an einem guten Umgang liegt, solltet Ihr versuchen, möglichst nicht für Konfliktpotential zu sorgen.
- Habt Ihr das Problem mit den drei verschiedenen Haushalten mal bei der Mutter angesprochen? Ich finde das auch nicht ideal für so ein kleines Kind, vor allem, wenn er dann nur so unregelmäßig zum KiGa kann und nichts hat, auf das er sich verlassen kann. Aus meiner Sicht wäre die Lösung doch dafür ganz einfach: Der Partner der Mutter kommt zu ihr anstatt dass sie zu ihm gehen. Spätestens, wenn der Junge in die Schule kommt, kann er die ja auch nicht alle 2 Tage sausen lassen.
- Du muss Deinem Partner klar machen, dass er sich an seinen Wochenenden um seinen Sohn kümmern muss, dass ein 5Jähriger die ganze Zeit bei einem 11Jährigen rumhängt, finde ich auch nicht gut.

Alles in allem müsst Ihr da halt durch. Einfach ist das bestimmt nicht, aber Du wusstest ja, dass Dein Partner ein Kind hat und dass das regelmäßig ein Teil Eurer Familie sein wird. Ihn jetzt, wo es anstrengend wird wegen eines gemeinsamen Kindes, abzuschieben, finde ich überhaupt nicht ok. Das sollte Dir bitte auch klar sein. Ist natürlich blöd, wenn die Kindsmutter so quer schießt, aber das könnt Ihr nur schwer beeinflussen. Gerade wenn es so ist, solltet Ihr Mittel und Wege finden, es dem Jungen so einfach wie möglich zu machen.

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Ich möchte den Jungen um Gottes Willen nicht abschieben. Aber ich sehe wie er alle 14 Tage leidet, da die Eltern vor ihm anfangen zu streiten. Was ich allerdings möchte ist, dass ich nach der Entbindung wenigstens ein zwei Tage Zeit habe, mit dem Baby anzukommen. Geht aber nicht, weil die Mutter des 5jährigen auf diese 14 Tage Umgangsrecht pocht, egal was bei uns los ist. Egal ob einer krank ist, wir arbeiten müssten oder ich eben frisch aus dem KKH komme.

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Ich verstehe zwar Dein Bedürfnis nach Ruhe nach der Geburt, ABER der Junge gehört auch zu Eurer Familie. Wenn die Geburt nun zufällig auf eines seiner Wochenenden fällt, dann ist es halt so. Er ist dann zweieinhalb Tage da und danach hättest Du Deine Ruhe wieder. Vielleicht kommt Dein Baby aber genau an einem Montag nach seinem Wochenende auf die Welt und Du hast nicht nur 2 Tage, sondern 2 Wochen Ruhe.

Und dass er leidet, weil die Situation für ihn beschissen ist - gut, verstehe ich. Dass er aber weniger leidet, wenn Ihr entscheidet, dass er nicht mehr kommen darf oder nur noch dann, wenn es Euch als neuer Familie gerade in den Kram passt, ist wohl eher Wunschdenken.

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Ich habe keine Patchwork-Erfahrung. Aber wenn ich deine Beiträge lese, habe ich das Gefühl, du suchst nur nach Begründungen, warum der Umgang ausgesetzt werden sollte. Der Junge ist gern bei euch und fühlt sich wohl bei euch - warum zum Teufel sollte es dann in seinem Interesse sein, ihm das zu nehmen? Das würde ihn noch total verletzten; mit fünf ist einem das Argument "dann kommst du besser zur Ruhe" vermutlich ziemlich egal.

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Die Eltern sind zu verstritten und verletzt. Die KM macht den KV immer schlecht vorm Kind. Erzählt ihm wie traurig sie ist wenn er vom We zurück kommt und er ihr sagt, dass er lieber hiergeblieben wäre, also bei uns. Dann fragt sie ihn ob er sie denn gar nicht lieb habe. Im Gegenzug erzählt sie ihm, sein Papa habe ihn nicht richtig lieb, erstrecht nicht mehr wenn das Baby dann da ist. Solchen Dingen darf ich ein Kind nicht aussetzen. Und wenn KM und KV erstma Abstand hätten und sich beruhigt hätten, würde alles mit Sicherheit friedlicher ablaufen.

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Daher auch mein Vorschlag das wir versuchen den Jungen ganz zu uns zu holen. Jetzt fühlt sie sich bedroht.

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