Ehrliche Gefühle als Stiefmutter

    • (1) 28.08.16 - 22:22

      Hallo Ihr, was habt IHR für Gefühle Euren Stiefkindern gegenüber? Ich habe zwei "Stiefkindee", welche ich alle zwei We sehe. "Sehe". Machen auch sehr gern oft etwas alleine ohne die "Alten". ;-)

      Ich mag die kleinere Tochter gern. Die große Tochter mag mich laut ihrer Aussage gar nicht. Die Mutter meinte, es wäre so eine Art Eifersucht, da sie vor der Trennung immer ein Papa- Kind war. Die beiden sind 12 und 15 Jahre alt.

      Hier hört man oft nur zwei Ansichten: die große Liebe zu den Stiefkindern und totale Antipathie. Wie geht es Euch? Vielen Dank für Eure Erfahrungen

      • (2) 29.08.16 - 09:45

        Ich liebe es, wenn mein Stiefsohn da ist, aber ich gebe auch zu, dass ich mich selbst immer etwas einschränke, ihm diese Zuneigung auch zu zeigen, weil die Mutter des Kindes nicht ganz einfach ist /war und damit nicht klar kam, dass es außer ihr, dem Vater (mittlerweile mein Mann) und dem Stiefvater (ihr Mann) irgendwann noch jemanden gab, der dieses Kind einfach richtig gern hat.

        Muss aber fairerweise dazu sagen, dass der Junge eine Minikopie meines Mannes ist, in Aussehen und Charakter, dadurch macht er es mir sehr leicht, ihn einfach lieb zu haben.

        Ich glaube aber auch, dass es tatsächlich auch auf das Kind, bzw. die Kinder ankommt, auf ihre Art auf einen zuzugehen etc. Es sind eben doch nicht die eigenen Kinder, die man bedingungslos liebt.

        (3) 29.08.16 - 10:49

        Mein neuer Partner hat 3 Kinder, 2 kenne ich und mag sie auch sehr gerne, es sind tolle Kinder.

        Der Mittlere ist jedes WE da und steht total auf mich, wir verstehen uns super und machen viel zusammen.

        Die Große ist nur in den Ferien da, wir verstehen uns wie gesagt gut, aber sie ist gerade in der Pubertät und daher mehr für sich als das sie was mit uns macht.

        (4) 29.08.16 - 11:34

        Ich gehöre auch zu der Fraktion, die ihr Stiefkind liebt. Ich freu mich immer, wenn er kommt. (Außer die Mutter wirft mal wieder lang geplante Aktivitäten um, weil sie ihn "loswerden" muss. Klingt bös, ist aber nicht so gemeint. Sie und ihr Partner arbeiten beide Schichtdienst, und sie ist derzeit gesundheitlich ziemlich angeschlagen, da geht es eben manchmal nicht anders.)

        Ich bin der Meinung, dass viele Probleme von Nexten mit den Stiefkindern wenig mit dem Kind zu tun haben, sondern vor allem mit den Eltern. Als Mensch projeziert man das dann eben gerne auf die Kinder, obwohl der Partner eigentlich das richtige Ziel für diese negativen Gefühle wäre.

        Als Beispiel dafür mag der klassische Wochenend-Verwöhnprogramm-Papa mit schlechtem Gewissen dienen, dessen neue Freundin verständlicherweise Probleme damit hat, dass die Kinder sich bei Papa wie verwöhnte Prinzen/Prinzessinnen verhalten und ihm (und der Next) auf dem Kopf rumtanzen. Klar, man fängt an, die Kinder nicht zu mögen. Die sind aber nicht schuld daran, die verhalten sich nur einfach wie Kinder. Dumm nur, dass man den "Schuldigen" schon liebt ;)

        Ich vermute, viel Konfliktpotential wird bei uns dadurch vermieden, dass mein Freund und seine Ex erziehungsmäßig auf einer Linie liegen, die im großen und ganzen auch meine Linie wäre, wenn ich eigene Kinder hätte (oder mal haben werde).
        Auch dass das Kind mich nach der ersten Stunde bedingungslos akzeptiert und nach wenigen Tagen ebenso bedingungslos geliebt hat, erleichtert die Sache natürlich enorm.

      • (5) 29.08.16 - 12:11

        Mein Stiefsohn wird Ende des Jahres 12. Ich kenne ihn seit er 5 ist.

        Große Liebe vergleichbar mit meiner Tochter? Nein das ist es in keinem Fall.

        Absolute Antipathie? Auch nicht.

        Meine emotionale Beziehung zu ihm ist eher wie bei meinen Neffen, die auch schon älter waren, als mein Mann und ich uns kennenlernten.

        Wir haben eine vertrauensvolle Ebene und können über fast alles reden. Ich bin gleichzeitig Respekts- und Erziehungsperson, wenn er da ist.

        Wir freuen uns wenn er kommt und es gibt Wochenenden, da bin ich auch froh, wenn es wieder Sonntag ist. Aber es gibt auch bei meiner Tochter Tage an denen ich mir um 16 Uhr schon wünsche, es sei Bettzeit.

        Also alles ganz normal. Ich denke es kommt immer darauf an, wie alt die Kinder sind, wenn man sie kennenlernt. Von klein auf, hat man halt direkt die Basis eine Beziehung autzubauen und nicht gleich ein fertiges Kind vor sich.

        (6) 29.08.16 - 13:54

        Hallo, ich gebe Euch allen Recht. Die Kleine war sechs, die große fast zehn. Und ja, so kleiner die Kinder desto größer wohl zumindest oft die Akzeptanz. Bei uns ist es so, dass ich noch nie etwas gesagt habe, wenn ich genervt war, dadurch habe ich recht viel in mich reingefressen bzw. Nur mit meinem Partner besprochen. Der wiederum hat aber meist auch nixk5 das Gespräch gesucht. Beide handeln wir wohl eher so, aus Angst, dass die Kinder nicht mehr kommen wollen. Gut ist das sicher nicht. Ich bin wirklich alles andere als ein Patchwork- Fan. Leider. Das bedauere ich manchmal sehr. Ich mag die Kleine gern, die große hat mich schon so viele Tränen gekostet...Ich kümmere mich um sie und bin freundlich- es sind schließlich die Kinder meines Freundes- aber innerlich geht es mir manchmal echt nicht mich manchmal so verbiegen zu müssen.:(

        • (7) 29.08.16 - 14:20

          Dieser Zwispalt ist ganz normal.

          Akzeptiere einfach, dass du sie nicht wie eine Mama liebst. Musst du auch gar nicht.

          Was aber aus meiner Sicht gar nicht geht: Den Kindern nicht klar sagen, wenn ihr Verhalten nicht erwünscht ist, aus Angst sie würden nicht mehr kommen....

          Ganz ehrlich? Ganz am Anfang habe ich versucht mich rauszuhalten und Herrn Sohn nix zu sagen. Bin ja schließlich nicht die Mama.

          Das führte dazu, dass er gedacht hat: "Klasse die Neue von Papa und ich sind auf einer Ebene."

          Das hatte zur Folge, dass er mir auf der Nase rumtanzen wollte.

          Zweimal hat er versucht nicht auf mich zu hören. Zweimal habe ich die angedrohte Konsequenz strikt durchgezogen.

          Danach war ich ebenfalls Respekt- und Erziehungsperson am Wochenende.

          Und weil meine Grenzen schneller erreicht sind als die meines Mannes. War ich ab da "die strenge Stiefmutter".

          Mochte er mich deshalb weniger? I-wo! Haupt-Kuschelperson war ich dadurch neuerdings. Ich wurde ernst genommen und angenommen. Kinder wollen und brauchen Grenzen.

          • (8) 29.08.16 - 14:38

            Hallo, ja, Grenzen sind wichtig. Nur mein Partner ist auch eher einer, der sehr viel Toleranz hat, ihn stört deutlich weniger als mich. Und ich wäre dann auch die strenge Stiefmutter. Und glaube mir- bei seinen Kindern würde ich da ganz sicher nicht zur Hauptkuschelperson werden. #zitter

            • (9) 29.08.16 - 14:55

              Das ist sehr tragisch! - Aber mach deinem Mann klar, dass du das so nicht kannst!

              Den Wochenend-Eiscreme-Papa zu spielen macht die Kinder nicht glücklich! Ein festes Umfeld mit festen Regeln schon.

              Vielleicht wird es besser wenn sie älter werden.

              Gerade in diesem Pubertätsalter haben Mädchen oft schwer an der Trennung zu knabbern.

              Im Familienkreis hat die große (bei der Trennung 10) gegen die neuen Partner intrigiert wo es nur ging. Seit 2 Jahren ist ihr Papa neu verheiratet, was sie damals schrecklich fand, jetzt ist sie 14 und versteht sich mit ihrer Stiefmutter gut.

              Man darf immer nicht vergessen: Wenn einer der Eltern noch Single ist und der andere einen neuen Partner hat, dann zerstört der neue Partner die Vorstellung davon, dass die Eltern wieder zusammenkommen könnten.

              Herr Sohn sagte an unserer kirlichen Trauung (nur die zählte für ihn in seiner kindlichen Vorstellung, das seine Mutter zu dem Zeitpunkt standesamtlich mit seinem Stiefvater verheiratet war zählte für ihn nicht) zu seiner Mama, dass er sich wünscht, dass Mama und Papa auch mal so eine schöne Hochzeit hätten. Da war er 8,5. Und mein Mann und seine Ex seit über 7,5 Jahren kein Paar mehr.

              Noch im Herbst des Jahres trennten sich seine Mutter und sein Stiefvater, da hatte er noch nicht verstanden, dass die beiden verheiratet waren.

          (10) 29.08.16 - 15:02

          Das kann ich genau so unterschreiben, Felisia.

          Bei mir und meinem inzwischen 7-jährigen Stiefkind hat es 2x ordentlich gekracht. Nach dem ersten Mal kam das erste "Ich liebe dich, nunuel." Nach dem zweiten Mal begann es, mir regelmäßig Küsschen zu geben, und versteckte in der ganzen Wohnung allerliebste selbstgemalte Bildchen, damit ich sie finde, wenn es wieder weg ist.

          Wenn man weich und nachgiebig bleibt, wenn man seine eigenen Grenzen nicht beachtet, nicht kommuniziert und nicht durchsetzt, bleibt man doch für das Kind irgendwas weiches, gestaltloses. Ein Mensch, der so weich ist, kann keinen Halt bieten. Jemandem, der keinen Halt bietet, könnte ich nicht vertrauen. Und einen Menschen, der so charakterlos bleibt, kann man meiner Meinung nach nur schwer lieben.

          Es geht nicht um ein striktes Regiment. Und es geht auch nicht darum, dass man das Kind grundlegend erzieht. Es geht darum, die eigenen Grenzen zu erkennen und sie zu verteidigen.

          • (11) 29.08.16 - 15:21

            Also charakterlich würde ich mich nun wirklich nicht bezeichnen und das ist nun wirklich schwer übertrieben..Aber ja, ich erziehe kein Stück, da ich es nicht aushalten könnte, wenn die Kinder wegen mir nicht mehr kommen würden.

            • (12) 29.08.16 - 15:38

              Ich meinte nicht, dass du charakterlos BIST. Entschuldige, falls das so rüberkam. Ich meinte mehr, dass man so rüberkommt, wenn man alles mit sich machen lässt. Für diese eine Person, die das mit einem macht, nicht für den Rest der Welt.

              Stell dir doch mal vor, eine Freundin würde zu allem, was du willst, zu allem, was du vorschlägst, immer nur "Ja" sagen. Du könntest quasi mit ihr machen, was du willst. Auch nach jahrelanger Freundschaft wüsstest du vermutlich immer noch nicht, was genau sie nun eigentlich mag, was ihr Spaß macht, wer genau sie überhaupt ist. Ihr macht ja immer nur, was du willst, selbst wenn ihr das gar nicht passt.
              Das meine ich mit "charakterlos rüberkommen." "Blass" wäre vielleicht ein besseres Wort gewesen.

              Der Vater hat dich vermutlich mit dieser Angst angesteckt. Du kommst da nicht raus, solange der Vater drin gefangen ist. Das ist großer Mist, für alle Beteiligten, in erster Linie für die Kinder.

              • (13) 29.08.16 - 20:42

                Hallo, nein so einfach ist es nicht. :-) Es ist eher so, dass sie wissen, dass ich mir nicht die Butter vom Brot nehmen lasse. Das ich NUR bei ihnen so "zahm" bin, da ich Angst habe, sie würden sonst nicht mehr kommen usw. Das habe ich ihnen bereits im Gespräch, an dem auch die Mutter teilgenommen hat, gesagt.

                Nein, mein Freund hat mich eher bestärkt etwas zu sagen, wenn mir etwas nicht passt. Aber es fühlt sich komisch an, wenn die einzige im Haus, die etwas sagt, die Stiefmutter ist.
                UND leider gab es auch zwei kleine Erlebnisse, die mich noch mehr besorgt haben.

                Vor ein paar Jahren sollte die Kleine sich für etwas bei mir entschuldigen. (Laut Vater, nicht von mir!) Ich war super lieb, habe gesagt, dass das gar nichts macht, dass das jedem mal passiert usw. Ja.....danach wollte sie nicht mehr zu uns kommen. Die Mutter musste sie zu uns zwingen. Und warum? "Weil Papa geschimpft hat." (Schimpfen bedeutet bei meinem Partner zart nachhaken, ob da jetzt nicht mal ne Entschuldigung gut wäre....)
                Und das zweite Beispiel. Da habe ich das erste und einzige Mal etwas gesagt. Die Große wollte von heut auf morgen eine Singstarschlafabend- Party im Wohnzimmer veranstalten. Alles kein Problem. Aber ich war frischschwanger, wollte einfach nur meinen Freitagabend, war hundemüde zu der Zeit und wollte nicht irgendwo anders hin abhauen, Kino o,a., damit sie ihre Schlafparty veranstalten kann. Ich habe das eigene Zimmer vorgeschlagen. Oder alternativ einfach einen anderen Termin, damit wir uns besser darauf einstellen können. Am nächsten Tag ist sie gleich zu ihrer Mutter und wollte nicht mehr bei uns sein. :-(

                Es ist toll, dass Ihr das anders hinbekommen habt!!!

            (14) 29.08.16 - 15:45

            Ich möchte dich nicht persönlich anfeinden oder angreifen, aber meiner Meinung nach, kann das auf Dauer nicht gut gehen!

            Du steckst dich und deine Persönlichkeit und deine Bedürfnisse zurück.

            Das Fass wird irgendwann überlaufen und ich bezweifle, dass eine Beziehung dann noch bestehen kann...

            Vielleicht setzt ihr Euch (Du, dein Partner und beide Töchter) alle mal an einen Tisch und klärt was ihr von den Umgangswochenenden erwartet. Welche Regeln gelten sollten und was ihr gerne machen wollt.

            Ein Großes Blatt und jeder sagt 3 Dinge die ihm an den Wochenenden gut gefallen und 3 Dinge die nicht gefallen. Als "Ich-Botschaften", also

            "An unseren Wochenenden mag ich besonders..."
            "Ich mag es überhaupt nicht, wenn...."

            Dann spricht man drüber.

            Und danach:

            Ein großes Stück Pappe oder ein Din A3 Blatt und gemeinsam Regeln festlegen hilft, wenn es bislang keine festen Regeln gab.

            In Urlauben mit vielen Kindern und unterschiedlich strengen Elternhäuserns haben wir mit den Regeln viel Erfolg gehabt.

            Die positiv-negativ Runden machen wir seit ca. 3 Jahren mit dem Herrn Sohn. Und manchmal kommen dabei Dinge raus die man sich vorher nicht ausmalen konnte.

            Beispiele wären derzeit bei mir:
            Positiv:
            Ich finde es super, dass zu den Mahlzeiten alle zusammen essen und man sich auch mal unterhalten kann.
            Ich finde es toll wie selbstverständlich Herr Sohn sich auch um Frau Tochter kümmert, wenn ich mal kurz was erledigen muss.
            Ich finde es gut, dass Herr Sohn und Herr Mann bereitwillig den Tisch abräumen, wenn ich gekocht habe.

            Negativ:
            Es stört mich, wenn mir beim Tischdecken keiner hilft.
            Ich fände es schön, wenn wir abends den Fernseher mal auslassen könnten und statt dessen etwas zusammen spielen.
            Es stört mich, wenn Herr Sohn sich komplett zurückzieht und das Wochenende nur lesen möchte, da ich gerne auch Zeit mit ihm aktiv verbringen möchte.

            • (15) 29.08.16 - 21:12

              Hallo, vielen Dank für Deinen Ratschlag. Wir haben, wenn wir das Gefühl hatten, es stimmte etwas nicht, natürlich gesprochen. Aber meist kam nur "Alles gut". (Was aber nicht der Wahrheit entsprach.)

              Die Mutter meint, ich könnte mich bei der Großen bemühen ohne Ende- das wird grade nichts.
              Und außer die große Shopping- allesgehtaufmich-Tour würde tatsächlich nichts helfen (und das werde ich nicht tun).
              Die Tochter weiß nicht, warum sie so genervt von mir ist. Aber Fakt ist, dass sie es ist. Wenn ich hier anfange, wenn sie denn schon kommt, noch etwas zu sagen- dann mache ich meinem Freund etwas sehr, sehr wichtiges in seinem Leben kaputt. Ich muss aber hier an dieser Stelle sagen, dass sie inzwischen absolut die "Höflichkeit" wahrt- keine flapsigen Antworten oder sonstiges. Und wenn es dann ums Hinterherräumen geht- ja, das mache ich dann einfach mal, ohne sie darauf anzusprechen.

              Ja, die jüngere Tochter kommt gern. Aber auch hier habe ich oft ein komisches Gefühl ehrlich gesagt. Beide sind glaube ich sehr der Mutter "zugesprochen".
              (Sie lieben meinen Freund über alles. Daher ja auch die Eifersucht und alles. Aber was den Alltag angeht, halten sie ihn sehr raus. Die Mutter weiß zum Beispiel alles über mich und uns. Das sagt sie selbst. Ihr wird alles sofort berichtet. Finde ich persönlich auch nicht sehr schön. Naja. Wir erfahren grade mal so auf Nachfrage etwas.)

              Vielleicht ist es so, dass Kinder sich einfach automatisch auf eine Seite schlagen und das ist wohl oft der Elternteil, bei dem sie leben.

              Ich glaube es liegt ein bißchen daran, dass ich am Anfang weniger hier war. Wenn sie am WE kamen, haben wir meist einen Tag etwas zusammen unternommen und ansonsten habe ich den anderen Tag etwas mit meiner Familie oder mit Freunden unternommen. I

              (16) 29.08.16 - 21:17

              Geht noch weiter. ;-)

              Mit der Zeit war ich natürlich immer öfter zuhause. Die Exclusivzeit mit dem Papa war selbstverständlich noch vorhanden, aber es wurde weniger, da ich eben auch einfach öfter dabei war. Ich glaube da wurde es zumindest der Großen zuviel. Das kurze WE was sie hatten auch noch mit der Freundin zu verbringen.

              (17) 30.08.16 - 11:55

              Bei uns ist es auch so. Ich bin seit fast 8 Jahren Stiefmutter. Sie war 4 als wir uns kennenlernten. Ich mochte sie eigentlich immer sehr gern, sie ist ein kleiner Teufel, ein Wildfang. Leider hat sie es nicht einfach. Die Mutter ist unsäglich, aber sie liebt ihr Mama. Das muss man auch akzeptieren.

              Mit der Zeit und vor allem mit dem Alter wurde sie immer schwieriger, dazu kommen die schwierigen Umstände mit der Mutter. Ihr Charakter ist kompliziert, sie ist extrem stur und bockig. Sie steht sich oft so sehr im Weg, man will ihr dann helfen aber das lässt sie aus Sturheit nicht zu. Das ist echt schwierig.
              Wir sind uns auch recht ähnlich, diskutieren gerne, haben das letzte Wort und wissen eigentlich alles besser. #rofl

              Deswegen war ich mit meinem Mann auch mal bei der Erziehungsberatung, die Beraterin meinte zu meinem Mann (der war halt mega genervt weil seine Tochter und ich uns immer zanken): Herr Schm..., die beiden sind sich da so ähnlich. Die würden sich auch immer streiten wenn sie Mutter und Tochter wären #rofl. Also alles gut und alles normal. Das Kind steht kurz vor der Pubertät.

              Also ich mag meine "Stieftochter" wirklich gerne. Ich finde das Wort Stieftochter und auch Stiefmutter so blöd. Aber ich habe halt auch den Luxus, ich muss sie nicht lieben und ich muss sie auch nicht immer um mich haben. Da ich nur die Stiefmutter bin, mein Mann und die Mutter MÜSSEN sich damit auseinandersetzen.
              Ich liebe sie nicht wie meinen Sohn, das weiß mein Mann und er kann es verstehen und für ihn ist es auch vollkommen in Ordnung.

              Sie kommt aber immer gerne zu uns und ist auch sehr viel bei uns. Macht auch gerne was mit mir alleine, fragt mich jetzt auch viel was Pubertät angeht und so.

              Ich glaub grad bei Mädchen ist es wichtig nicht einen auf Ersatzmama zu machen. Die kann man eh nicht ersetzen (auch wenn sie noch so beknackt ist). Wir sind Freundinnen, das ist eine gute Basis für uns.

Hallo Anna040,

ein Zwischending. Lieben? Nein. Sehr gerne haben? Ja! Ich liebe meine Eltern und meinen Partner.

Die Kinder sind nicht meine, das ist Fakt und das spüre ich auch in jeder Fase meines Körpers, sie ticken anders, sie sehen anders aus (nämlich ein bisschen wie die Mutter, komisch, nicht? :P) und sie leben anders als ich es mir für sie vorstellen würde.

Daher hab ich gemischte Gefühle. Ich will/wünsche, dass es ihnen gut geht, das mal vorweg. Aber wenn mich in meinem Haus etwas stört, sag ich es ihnen direkt. Ich bin schon wesentlich toleranter wie am Anfang geworden, aber ich lasse mir quasi auch nicht die Butter vom Brot nehmen.

Sie wissen mittlerweile, dass es bei uns anders läuft als bei der Mutter zu Hause und das ist gut so. Es wird akzeptiert. Es wird sogar teilweise positiv aufgenommen (wenn Papa mit ihnen einen Ausflug macht ist es nicht so chaotisch wie bei Mama).

Ich denke, wir haben alle eine freundliche respektvolle, aber dennoch etwas distanzierte Beziehung zueinander... :)

Liebe Grüße
Bärbel

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