Wie handhabt Ihr das? Geht ums Geld bzw. Eigentum

    • (1) 05.09.16 - 07:20

      Hallo Ihr Lieben.

      Folgende Situation.

      Ich lebe seit März diesen Jahren mit meinen beiden Kindern bei meinem Partner. Er hat extra dafür, dass wir zusammen ziehen können, einen Teil seines Hauses umgebaut, damit wir alle Platz haben. (er selber hat auch 2 Kinder, die zwar nur 3-4x im Jahr hier sind, allerdings natürlich trotzdem Ihr eigenes Reich haben).

      Ich bin berufstätig, zwar "nur" 65% angestellt. Habe aber ein recht gutes Einkommen für dieses Ausmass an Stunden. Mein LG verdient überdurchschnittlich gut.

      Dazu kommt, dass ich selber auch ein Haus besitze. Dieses ist noch nicht ganz abbezahlt und somit habe ich immer noch mtl. den Kredit zu zahlen.

      Das Haus ist zwar vermietet, allerdings decken die Mieteinnnahmen nicht zur Gänze meine Ausgaben.

      Im Moment ist es so, dass ich den Großteil der Dinge bezahle, die meine Kids betreffen. (Sommercamps, Klamotten, Schule, Vereine usw....) außerdem meine "persönlichen" Dinge wie Klamotten, Schuhe, Auto usw.
      Außerdem wie gesagt die Ausgaben fürs Haus.

      Zudem wird im Durchschnitt jeder 2. Großeinkauf (Lebensmittel, Waschmittel, Getränke usw.) von mir bezahlt.

      Ich kaufe auch oft allgemeine Dinge die das Haus betreffen aus meinem Sack. (Gartengestaltung, Deko im Haus, mal ne neue Bettwäsche usw...)
      Aber den Großteil der Dinge zahlt natürlich er. (Urlaub, Essen gehen, Kino, Ausflüge mit den Kids usw.) Das wär für mich finanziell gar nicht machbar.

      Nun hat mein LG gestern gemeint, dass ich mich an den "großen" Umbauten ja auch beteiligen könnte.

      Er bzw. wir haben grad ne neue Küche bestellt. Er möchte den Garten umgestalten, mit Gartenhaus, Pool usw.

      Da stell ich mich ehrlich gesagt jetzt aber ein bisschen quer.

      Vielleicht sehe ich das nicht ganz richtig, aber mir "gehört" davon ja absolut nichts. Sprich, wenn meinem LG heute was passiert muss ich raus.

      Natürlich auch dann, wenn er es sich "anders überlegt" und sich von mir trennt.

      Er investiert sein Geld ja in Sachen die ein Leben lang ihm gehören werden.

      Ich investiere mein Geld dann in Sachen, von denen ich nicht weiß, wie lange ich sie "nutzen kann".

      Ist meine Denkweise nachvollziehbar??

      Ist jemand von Euch in derselben Situation und kann mir sagen wie das bei Euch ist.

      Ich würde gerne "mithelfen". In dem Rahmen, in dem es mir möglich ist! Aber da bleibt einfach dieser Hintergedanke.

      Lg
      Sabrina

      • Hallo Sabrina,

        also ich kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Mir geht es ähnlich.

        Ich lebe auch mit meinen zwei Kindern (5,10) in dem Haus meines Partners. Auch wir haben angebaut, da das Haus sonst zu klein gewesen wäre.

        Damals für den Anbau haben wir "uns" 10.000 Euro von meinem Vater geliehen, den ich monatlich abbezahle mit 100 Euro. Die Gedanken, dass das evtl mal "futsch" sein könnte, wenn ich mit den Kindern wieder ausziehen müsste, habe ich natürlich auch. Es war damals absolut nicht anders möglich. Ich schätze meinen Partner so ein, dass er sich an den Schulden dann beteidigen würde, sollte es zur einer Trennung kommen, dass man sich die Schulden sozusagen teilt.

        Ich zahle keine Miete, ich übernehme den kompletten Einkauf für 5 Personen (seine Tochter lebt auch bei uns). Da kommen auch an die 500-600 Euro zusammen. Dann übernehme ich natürlich noch die KOsten für alles was meine Kinder betrifft. Ab und an mal etwas fürs Haus kaufe ich auch, Deko etc.

        Das neue Bad, das neue Bett etc. zahlt alles komplett mein Partner.

        Man denkt einfach etwas anders.. als wenn man in seinem "eigenem" Heim lebt. Denn im Falle einer Trennung wäre ja ganz klar, dass ich diejenige bin, die im Fall der Fälle mit den Kindern einen Neuanfang machen müsste.

        Lieben Gruß

        Wie wäre es denn, wenn Du an ihn Miete zahlst?

        Hallo,
        ich finde das ist immer eine schwierige Situation.

        Bei uns ist es genau anders herum. Hier wohnt mein LG mit in meinem Haus.
        Wir streiten auch sehr oft über Geld denn er ist der Meinung nichts investieren zu wollen, sich nicht an Reparaturen zu beteiligen oder Anschaffungen mit zu tragen.
        Er hat auch die Argumente das es ja nicht sein Haus sei.
        Ich bin aber der Meinung das man nicht nur die Vorzüge eines eigenen Hauses nutzen kann und sich sonst für nichts verantwortlich fühlt.
        Zumal mein LG deutlich mehr verdient und ich nur mein Erziehungsgeld und die Hinterbliebenenrente habe.
        Bei uns kommt es in Streitereien sogar soweit das ich immer wieder über Trennung nachdenke.

        • Genauso sehe ich das auch! Es sollte zumindest eine Kostenbeteiligung erfolgen. Ist mir auch schleierhaft, warum einer alle Kosten tragen soll und der Andere nur nutzt.

          Man muss sich ja nicht am Marmorfußboden beteiligen, aber normale Schönheitsreparaturen und laufende Verbrauchskosten sollte der Andere mittragen.

          Grüße Küstenkönigin

      (6) 05.09.16 - 20:21

      Hmm, das ist in der Tat schwierig, da dein Lebensgefährte ja auch Dinge bezahlt, die dir und deinen Kindern zu Gute kommen! Da bleibt natürlich ein komisches Gefühl, wenn man Ausflüge und Urlaube bezahlt bekommt, also Nutznießer ist, aber sich auf der anderen Seite nicht an Anschaffungen beteiligen will, wo der andere Nutznießer sein könnte.
      Dekosachen und Bettwäsche zählen für mich nicht, denn die würdest du auch kaufen, wenn du in deinem Haus wohnen würdest. Auch die Ausgaben für dein Haus gehen ausschließlich in deine Tasche, denn dieses Haus wird irgendwann DIR gehören. Wenn du so willst, beteiligt sich dein Freund durchaus indirekt an deinem Haus. Er bezahlt dir ja Dinge, die du dir nicht leisten könntest. So macht er es dir doch viel leichter, deine Immobile abzuzahlen und trotzdem ein gutes Leben zu führen, oder? :-)

      Ich denke, da hilft nur ein offenes Gespräch. Es sollte niemand das Gefühl haben, ausgenutzt zu werden. Du schreibst hier nur von Ausgaben, die du genauso hättest, wenn du alleine mit den Kindern wohnen würdest. Dein Freund scheint ein Ungleichgewicht zu sehen.

      Grüße
      Matea

    • Ich verstehe deine Gedanken, aber dann wiederum: ich zahle ja für meine Wohnung auch Geld und die wirst sicher nie mir gehören.
      Ich denke, da hilft nur ein Gespräch. Guckt was geht.

      Hallo.

      Also hier kam ja schon weiter unten eine Antwort, die ich so teilen würde. Du zahlst noch an "Deinem" Haus einen Kredit, wovon dein Partner nichts haben wird. Dazu bekommst du noch die Mieteinnahmen. Also wäre diese Sache ja schon "Fast" bereinigt. Das ist dein Ding und das geht nur dir was an. Er bezahlt Urlaube, Essen gehe, Kino, Eis etc. für dich und deine Kinder, da du dir das nicht leisten kannst. Warum? Weil du das Geld in die Gestaltung "seines" Hauses mit reinsteckst. Also sehe ich da auch sowas wie ein Ausgleich. Auch was die Einkäufe angeht. Du bezahlst jeden 2. Großeinkauf. Er bezahlt auch die Hälft vom Großeinkauf, wobei er das ja nicht müsste. Wo ist da jetzt das Problem. Du hast Kinder, die du versorgen musst. Auch beziehst du doch hoffentlich Unterhalt vom Kindsvater. Den hast du nirgends erwähnt.

      <<<Er investiert sein Geld ja in Sachen die ein Leben lang ihm gehören werden.

      Ich investiere mein Geld dann in Sachen, von denen ich nicht weiß, wie lange ich sie "nutzen kann".>>>

      Dir geht es nur um das Materielle. Er gibt Geld für Urlaube etc. für dich und deine Kinder aus. Wo hat er dann ein Leben lang was davon. Deko, Bettwäsche etc. kannst du im Falle einer Trennung mitnehmen. Die Küche, die angeschafft wird von EUCH, die nutzt du auch.

      Ich verstehe ehrlich gesagt nicht dein Problem.

      LG

      • Hallo Hermina.

        Das stimmt so nicht ganz. Er bezahlt natürlich nicht den gesamten Urlaub und alle Kino-Besuche und jedes Essen-gehen.

        Im Rahmen meiner Möglichkeiten bezahlte ich immer mit bzw. übernehme teileweise auch mal den ganzen Abend.

        Genauso beteilige ich mich an Anschaffungen die für seine Kids sind und an Dingen am und im Haus, die ich nicht "mitnehmen" könnte.

        Also es ist nicht so, dass ich mir mein Leben von Ihm finanzieren lasse!

        lg
        Sabrina

    Ich bin auch zu meinem Partner ins Haus gezogen. ich sehe das genauso wie Nele... ich habe vorher Miete gezahlt und in der Mietwohnung gehörte am Ende auch nicht die Wohnung mir.

    So zahle ich meinem Partner einen "mietanteil", damit sind alle Kosten gedeckt wie Telefon, Strom, Wasser, Versicherungen, GEZ etc. Außerdem gehört ihm das Haus und alles feste am Haus zahlt er.

    Ansonsten haben wir eine gemeinsame Kasse für gemeinsames Leben, daraus gehen Lebensmitteleinkäufe, deko etc. keiner von uns fühlt sich ausgenutzt oder übervorteilt.

    Also dass Du alles für Dich und Deine Kinder zahlst finde ich logisch. Dass Du Dich an "Hausdingen" beteiligen sollst finde ich nicht logisch. Andererseits wohnst Du bei ihm auch kostenlos, wenn ich das verstanden habe, das käme für mich auch nicht in Frage #kratz

    Lichtchen

    Das liest sich für mich folgendermassen:

    Du bezahlst keine Miete
    Er bezahlt viel mehr für die Einkäufe als er sollte
    Er übernimmt einen Großteil der Freizeitkosten

    Fair wäre wenn du bei ihm Miete bezahlst und ihr ein Pot für die Lebenshaltungskosten einrichtet.

    K

    • Hallo Kulka.

      Danke für Deinen Kommentar.

      1. Ja, ich bezahle keine Miete. Er will das nicht.

      2. Wir haben einen gemeinseamen Pot, von dem weg werden Lebensmittel, Getränke, Waschmittel usw. bezahlt.

      Ihr habt eh alle recht. Er bezahlt wirklich sehr viel. Aber es ist nicht so, dass ich mein Geld schön auf die Seite scheffel und Ihn meinen Lebensunterhalt bezahlen lasse.

      Alles was mir finanziell zur Verfügung steht stecke ich genauso in "unsere" Familie.

      Ich verdient nur eben als Teilzeitkraft nicht so viel. Habe Ausgaben für mein Haus, obwohl ich nicht darin wohne, musste ein neues Auto kaufen, da er viel weiter weg von meinem Arbeitsplatz wohnt wie ich vorher und der Weg, grad im Winter, mit einer "alten Rostlaube" nicht zumutbar gewesen wäre.

      Außerdem habe ich schon, die Zeit, bevor wir zusammen gewohnt haben, sehr viel Geld in "sein" Haus investiert. Er hingegen hat sich zu der Zeit nicht bei mir beteiligt.

      Ich bin trotzdem der Meinung, dass Ihr recht habt. Am besten wäre es, wenn ich eine Miete bezahle!!
      Werde nochmal mit Ihm darüber reden!

      lg
      Sabrina

Hallo Sabrina,

*lach* jaaaa, kommt mir bekannt vor.

Mein Partner und ich haben einen "Trennungsvereinbarungsvertrag" oder auch "Partnerschaftsvertrag" abgeschlossen mit Hilfe eines Rechtsanwalts.

Klingt jetzt vielleicht totaaaaaal unromantisch, aber es ist MEINE Absicherung für diese Umbauten. Es geht doch um Kosten über 10.000 Euro, die ich hier investiere... von meinem hart erarbeiteten Geld. Und wie bei dir, er bleibt, ich würde gehen.

Eben - was, wenn wir uns trennen zB, und ich zieh dann logischerweise aus dem Haus, das ja meinem LG gehört, aus. Was passiert mit den Investitionen? Hier wurde gerichtlich und notariell festgelegt, dass ich meine Investitionen bei einer Trennung von ihm 1:1 zurück bekomme. Ich hebe mir die Rechnungen bei diesem Umbau auf und im worst case lege ich diese gerichtlich vor und habe Anspruch auf das Geld, kann somit auch gleich wieder finanziell in ein neues Leben starten und fange nicht von Null an.

Versteh mich nicht falsch, ich bin auch nicht darauf aus oder ähnliches, liebe meinen Partner und möchte mit ihm alt werden (wir planen auch grad ein Baby), ABER - es ist wie eine KFZ Versicherung. Man hat eine, obwohl man nicht vor hat, das Auto zu schrotten. Oder man hat auch eine Hausversicherung, aber man hat nicht vor, das Haus abzufackeln. Ist einfach eine Absicherung. Auch für ihn, es ist geregelt dass ich innerhalb 60 Tagen ausziehen muss, zB. ...

Kosten allerdings sind für RA und Notar ca. 800 Euro.... damit das Ganze Hand und Fuß hat.

liebe Grüße

Bärbel

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