Als Stiefmutter Mama werden

    • (1) 16.09.16 - 11:10

      Hallo liebes Urbia-Forum,

      mein LG und ich planen bereits unser erstes Kind gemeinsam. Jedoch hat mein LG aus erster Ehe schon drei Kinder im Alter von 14 (Zwillinge) und 16 Jahren. Sehen tu ich sie im klassischen Scheidungsverhältnis (alle 14 Tage und in den Weihnachts- sowie Sommerferien je 2 Wochen durchgehend). Das Verhältnis zwischen meinem LG und seiner Ex-Frau ist durchwachsen (mal gut mal schlecht), das Verhältnis zu seinen Kinder ist gut und was mich betrifft auch oberflächlich gut. Ich hab die Kids schon relartiv groß kennengelernt ( mit 12 und 10 Jahren) - mit meinem Lebensgefährten bin ich nun 4 Jahre zusammen.

      Habt ihr Erfahrungsberichte? Wie ist es bei euch gelaufen? Gabs Akzeptanzprobleme? Wie reagierte die Ex? (seine Ex-Frau ist leider immer wieder ausfallen und gerade im alkoholisierten Zustand unter der Gürtellinie).

      Wäre über ein paar Geschichten dankbar.

      liebe Grüße
      Bärbel

      Hallo,

      nein wir hatten gar keine Probleme.

      Die Tochter meines Mannes war 8 als unser gemeinsamer Sohn kam und sie hat sich total gefreut. Ich glaub es liegt aber auch daran dass ihre Mutter noch einen Sohn mit einem anderen Mann bekommen hat als sie 5 war.

      Und jetzt bekommt sie bei uns nochmal ne Schwester ;-) Sie freut sich jetzt endlich auf weibliche Unterstützung.

      Allerdings legen wir wirklich den Fokus darauf das alle Kinder gleich behandelt werden. Also ist mein Sohn böse und frech oder zankt sie dann bekommt er auch seine Strafe. Natürlich sind die Strafen altersgerecht da sie ja älter ist und von ihr auch schon mal mehr verlangt wird.

      Da meckert sie schon mal, aber das ist halt das Pech der Älteren. Hatte ich auch. Aber alles in allem findet sie sich total fair behandelt. Was bei ihrer Mutter leider nicht so ist. Ihr Bruder dort ist der Prinz während sie nur das lästige Anhängsel vom Ex ist, aber dafür kassieren wir gerne noch Unterhalt.

    Mein Stiefsohn war 5 als wir uns kennengelernt haben (alle 14 Tage am WE da) und fast 11 als unsere gemeinsame Tochter letztes Jahr geboren wurde.

    Seine Mutter hat eine Tochter von jetzt 4,5 die beiden haben also circa 7 Jahre Altersunterschied.

    Während er seine Schwester zu Hause sehr viel ärgerte in der Anfangszeit und auch jetzt noch häufig zofft mit ihr, ist er gegenüber Emily der absolute große Bruder, der am liebsten mit ihr rumalbert, aber auch super auf sie aufpasst.

    Während der Schwangerschaft hatte er gerade eine mittelgradige präpubertäre Episode und ich war nicht gut auf ihn zu sprechen, da er in dieser Zeit keinerlei Entlastung war im Sinne von "pack bitte mal mit an", sondern unaustehlich und Ich-fixiert.

    Dabei war er aber gleichzeitig abends sehr anhänglich und wollte (wie sonst auch) gerne seine Fernseh-Kuschel-Einheiten. Dabei fand er natürlich auch meinen wachsenden Bauch interessant.

    Kurzum: Mir war es sehr unangenehm, wenn er meinen Bauch angefasst hat und Körperkontakt wollte ich auch nicht. Hatte in der Schwangerschaft auch Angst, dass sich diese negativen Gefühle ihm gegenüber fortsetzen würden.

    Habe mich dann absichtlich in den Sessel gesetzt oder sehr offensichtlich meinem Mann gesagt, dass sein Sohn gerne kuscheln möchte...

    Nach der Geburt waren aber alle negativen Gedanken weg und jetzt bin ich froh, dass meine Tochter so nen super großen Bruder hat, der auch mal ne Stunde mit ihr spielt, während ich was anderes erledige.

    • (9) 21.09.16 - 14:05

      Achso: Er liebt seine kleinste Schwester abgöttisch.

      Seine Mutter und wir haben derzeit wieder ein sehr gutes Verhältnis, da sie ebenfals anderweitig ein Kind hat, mit meinem Mann nie verheiratet war und wir nun auch schon so lange zusammen sind, gab's da ebenfalls keinerlei Probleme.

      Ich muss auch sagen, dass ich kein Problem hab wenn sie den Großen abholt, wenn sie mit der Maus spricht oder spielt. Das war umgekehrt aber auch bei ihrer Tochter nie ein Problem für sie.

      • Hallo felisia,

        Danke für deine Antwort.

        Kuscheln oder so tu ich mit den Kindern ja auch bei Gott nicht. Hab ich auch nie, bin ich nicht so der Typ, das spar ich mir für mein eigenes Kind auf.

        Dass es gut funktioniert freut mich für dich, auch dass der Junge das Kleinste Geschwisterchen akzeptiert hat. Und auch die Ex!

        Bzgl. Ex-Frau habt ihr eine gute Ausgangsposition, da sie auch wieder ein Kind bekommen hat. Das fehlt bei uns, die waren 20 Jahre vorher zusammen und verheiratet. Von dem her erwarte ich mir fast ein Drama, wenn mein LG nochmal eine Familie gründet. Wenn der Ex etwas nicht passt oder gefällt, schwingt sie gerne mal die Moralkeule und wird beleidigend. Aber da muss er durch, ich kann ihn nur auffangen wenn es ihm nicht gut geht.

        Das mit dem Bauch anfassen, etc. kann ich JETZT schon nachvollziehen. Ich möchte auch nicht wirklich von dem Sohn meines Partner angefasst werden, da er es mit der Hygiene nicht so dicke hat. Teilweise (wenn er schon 2 oder mehr Tage nicht duschen war) stinkt er schon, da graust mir dann doch etwas vor ihm, wenn er schwarze Nägel hat und aus dem Mund stinkt.... aber das ist Erziehungssache - da verbrenne ich mir nur die Finger.

        Natürlich werde ich auch versuchen die Kindern einzubeziehen, WENN sie denn wollen, aufzwingen tu ich ihnen nix....

        Liebe Grüße
        Bärbel

Hallo

ich kann dir folgendes erzählen:
Meine Stieftocher war 9 Jahre als unser gemeinsamer Sohn geboren wurde.Wir haben uns zuvor genug gedanke gemacht und auch eine große Wohnung gesucht, dass die große ihr eigenes Zimmer hat wenn sie kommt. Daher gab es auch nie eine Eifersucht weil sie zimmer hätte räumen müssen etc. Heute ist sie 14 Jahre alt. Die Altersentfernung ist natürlich so das wir nie alle wünsche unter einen Hut bekommen. Die große will in Kinofilm wo der Kleine nicht rein kann oder in den Kletterpark etc. Der kleine will in den Märchenpark was die große doof findet. Denke da muss dann jeder mal zurückstecken. Wir verstehen uns aber schon immer sehr gut. Die Meinung der Ex war mir/uns allerdings egal . Mir war wichtig das wir uns als Familie und Patchwork wohl fühlen.

Mittlerweile ist sie neu verheirat und hat auch noch 2 Kinder bekommen.

Denke das die Einstellung von euch eine große Rolle spielen wird. Einfach schauen das es dir gut geht aber auch deinen Stiefkindern.

LG Hexe12-17

  • Hallo Hexe 12- 17,

    Danke für deine Erfahrungen. Mir ist die Ex ja auch egal, ich muss ja nicht mit ihr auskommen, da kein Kontakt besteht, ich hoffe nur, dass mein LG nicht einen Shitstorm vom Feinsten abkriegt... aber da muss er leider auch durch. Seine Ex ist auch wieder verheiratet, Gott sei Dank ;-)

    Das mit den gemeinsamen Unternehmungen kann ich mir gut vorstellen, dass da Welten aufeinanderprallen, aber da wir die Kids eh nur jedes 2. Wochenende haben, kann man sich das ja gut aufteilen :)

    Liebe Grüße
    Bärbel

Hallo

Also mein Mann hat 2 Töchter 12 und 16 und ich zwei Jungs 10 und 12 Jahre alt. Das Verhältnis zu seiner 12 jährigen Tochter ist sehr gut und normal. Zu der großen schon immer schwieriger da sie merkte dass papa nicht mehr sofort springt wenn sie was will. Als sie hörte dass wir heiraten werden wurde es schlimmer. Sie kam nicht zur Hochzeit zog auch die kleine damit rein. Seitdem ist kein Kontakt mehr zwischen der großen und uns. Die kleine kommt regelmäßig. Ich finde das Verhalten der großen sehr respektlos uns gegenüber und ich bin auch richtig wütend.

Hello

Mein Partner und ich haben jeweils 1 Kind mit in die Beziehung gebracht: ( zwei Mädels, damals beide 3 Jahre )

Beide haben ihren fast 2 Jährigen Halbbruder und lieben ihn abgöttisch !
Meine Tochter lebt mit uns unter einem Dach , die Große von meinem LG ist in den Ferien bei uns..
Anfangs war seine Tochter ein wenig eifersüchtig und hat ab und an geweint :-(

" Du liebst das Baby mehr als mich etc"
Sie war wirklich traurig zu sehen, dass wir zusammen leben und sie fast nie dabei ist.
Aber nach einiger Zeit und viel Zeit mit Papa alleine hat sich das erledigt und sie liebt ihn wie die andere Schwester auch:-)

  • Hallo Schnubbi83,

    Danke für deine Erfahrung. Klar ist es für das "Besucherkind", extra schwer, wenn ihr eine heile, kleine Familie seit und sie fühlt sich womöglich als Außenseiter, auch wenn es keinen Grund dazu gibt.

    Schön, dass es jetzt gut funktioniert, weiterhin alles Gute!

    liebe Grüße
    Bärbel

Ich bin auch Stiefmutter und Mama. Meine Tochter ist 3 Monate und meine Stieftochter wird im April 3 Jahre alt. Bei mir ist die ganze Situation durch meine Tochter schwieriger geworden. Wir haben seine Tochter zumindestens 1 mal im Monat für 10 Tage manchmal auch öfters. Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Tochter. Ich hab sie mit 1,5 Jahren kennengelernt. Mein Mann hat sich von der Mutter getrennt als sie 1 Jahr alt war. Wir sind seit 1 Jahr verheiratet und ich wurde relativ schnell danach schwanger. Ungeplant. Mein Mann war anfangs auf Grund unserer finanziellen Lage nicht gerade glücklich darüber. Hat sich zum Ende der Schwangerschaft dann aber sehr gefreut. Seine Tochter war seit der Geburt unserer Tochter 3 mal hier und sie akzeptiert ihre Schwester auch recht gut. Das letzte mal bin ich allerdings sehr mit meinem Mann aneinander geraten da er anfing mich und das Baby mehr oder weniger zu ignorieren. Morgens bevor er zur Arbeit ging hat er sich nur von seiner Tochter verabschiedet und auch nur sie begrüßt wenn er nach Hause kam. Er hat es mit schuldgefühlen ihr gegenüber entschuldigt, da er nicht ein Teil ihres Alltäglichen lebens wäre. Ich habe das Gefühl er bevorzugt seine Tochter und das stört mein Verhältnis zu ihr erheblich. Ich hab mich immer gefreut wenn sie hier war nun wünschte ich manchmal wie gemein das auch klingen mag, das er sie nicht hätte. Sie kommt heute für 10 Tage und ich freue mich auf der einen Seite auf der anderen aber auch nicht. Ich finde auch er lässt sie zuviel machen was sie will. Und verhetschelt sie ganz schön. Sie ist immernoch nicht trocken. Kann sich nicht ohne Hilfe anziehen, ißt mit den Händen, Räumt nicht auf. Meine Nichte im selben Alter kann das alles. Er nennt sie immer noch Baby wenn er von ihr spricht. Springt sofort auf wenn sie mal jammert, erzählt mir aber ich solle Unsere Tochter ruhig mal weinen lassen. Ich kümmere mich von morgens bis abends und auch in der Nacht um sie, da ich zurzeit nicht arbeite. Wenn es mir aber mal zuviel wird, sagt er nur was glaubst du wie andere Mütter mit zwei Kindern das machen? Er ist ein guter Vater für beide Kinder aber sobald es ihm zuviel wird zieht er sich zurück und schickt seine Tochter zu mir. Auch ist der komplette Alltag meiner Tochter gestört wenn seine Tochter da ist. Der Fernseher läuft die ganze Zeit sobald er nach Hause kommt, weil es einfacher ist sie Cartoons gucken zu lassen als ihr bei zubringen es ist schlafenszeit. Die Mutter des Kindes handhabt das genau so und sobald ich versuche das zu ändern und sie heult, heißt es nur lass sie doch. Unsere Tochter hat dadurch aber erhebliche einschlafe Probleme. Wir haben nur eine zwei Zimmer Wohnung und es wird ohne Rücksicht auf unsere Tochter in beiden räumen getobt und gespielt. Sich dann aber beschwert wenn unsere Tochter völlig übermüdet ist und wie am Spieß schreit. Dann heißt es seine Tochter hätte ja nicht soviel geweint. Dabei kreierte er ja erst dieses Problem. Die kindesmutter und ich sind auf einem "okay " Level. Da herrscht viel Eifersucht auf beiden Seiten. Sie wusste bis vor ein paar Monaten nicht mal das wir verheiratet sind, da er meinte sie würde das nicht verkraften.ein facebook post meiner Schwiegermutter hat es dann quasi verraten. Er zahlt kein Unterhalt für seine Tochter da beide kein Gericht involviert haben wollten. Ich lebe in den USA muss ich dazu sagen. Er zahlt allerdings jeden Monat 250 Dollar für ein Auto ab, was er ihr zu Verfügung stellt. Trotzdem fordert sie oft das er doch Windeln und Kleidung kauft. Er gibt nicht annähernd soviel Geld für unsere Tochter aus

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