Mein Partner und meine Tochter -leider Problematisch

Hallo,
ich wende mich heute an euch, weil ich mich total hilflos fühle und mich einfach mal interessieren würde, was ihr zu meiner (leider unschönen) Situstion zu sagen habt. Bis jetzt konnte ich immer etwas aus euren Kommentaren mitnehmen, vielleicht ja auch hier :-)
Ich sage schonmal vorweg, dass es länger wird, freue mich aber wenn es jemand bis unten schafft ;-)
Also es geht um meinen Partner und meine Tochter, 5,5 Jahre.
Er ist nicht ihr Vater, wir kennen uns seit sie zwei ist, haben aber bis Anfang diesen Jahres eine Fernbeziehung gefuhrt. Jetzt leben wir zusammen, in meiner Heimat. Meine Tochter kam immer sehr gut mit meinem Partner zurecht, freute sich wenn er wochenends kam und vermisste ihn auch, wenn er nicht kommen konnte. Das passte von anfang an! Er hat sie auch ins Herz geschlossen, hatte dennoch von beginn an immer wieder mit gewissen “bockigkeiten“ ihrer Seits zu kämpfen. Manche Gewohnheiten (nicht allein einschlafen, Flasche, schnuller, TV am Morgen...u.ä.) störten/stören ihn und er hat das auch immer kund getan. Irgendwie kann er sich oft nicht in mich hineinversetzen, wenn ich ihm klar machen möchte, warum ich die Dinge mache, oder wie sich manches einfach ergeben hat. Ich akzeptiere gewisse Gewohnheiten meiner Tochter, auch wenn ich sie nicht optimal finde... Z.B. Fernseh in der früh war für mich, als Alleinerziehende einfach ein leichter weg. Ich konnte mich und sie und alles was man morgens vor der Arbeit erledigen muss so gut stemmen...klar, nicht optimal, aber zumindest friedlich und entspannt. Das ist mir einfach morgens wichtiger, als pädagigisch Wertvolle beschäftigung...und das sage ich als Erzieherin ;-) Mein Partner versteht das nicht und stört sich daran. Ich war bereit, den Morgen um zu struckturieren als wir zusammen gezogen sind, leider war er mir keine Hilfe, da er die Verärgerung meiner Tochter und das gemotze nicht ertragen konnte. Er hat dann auch direkt schlechte Laune und gibt nur blöde, sinnlose Kommentare, was die allgemeine Stimmung erst recht mies werden lässt... Also hab ichs sein lassen und der TV läuft immernoch in der früh. Alles klappt für mich so super, sie zieht sich beim fernsehn an und ich kann in ruhe ins Bad. Er nörgelt dennnoch ständig.
Weiteres Beispiel ist das schlafen. Da hab ich SEHR viel durch mit meiner Tochter. Zeitweise wollte sie garnicht ins Bett und hat gebrüllt wie bekloppt. In unserer alten Wohnung hatten wir auch nur ein Schlafzimmer, sie war meine Nähe gewohnt, hat von Geburt an bis ca. 1,5 komplett in meinem Bett geschlafen. Dann hab ich es irgendwie geschafft sie ins eigene Bett zu bekommen, aber immer mit einschlafhilfe. Also lesen, hand halten oder dazu legen, bis sie geschlafen hat. Nachts wurde sie oft wach und kam in mein Bett... Heute schläft sie in ihrem Zimmer, ich halte die Hand immernoch bis sie schläft. Nachts läuft es mal so, mal so. Anfangs hat sie jede Nacht gerufen, irgendwann kam sie dann selbst rüber zu uns. Das war auf Dauer nichts, sah auch ich so, das Bett ist für drei Leute zu klein. Dennoch, ich war und bin in solche. Dingen einfach wesentlich gelassener. Mein Partner war total genervt, hat es als unzumutbar empfunden jede nacht das kind im bett zu haben...er wollte dass sie SOFORT in ihrem Bett schläft... auch hier wieder so, dass er dann mies drauf ist, dumme Kommentare ablässt, meine Tochter hinstellt als tue sie das um und zu ärgern, oder “weil sies kann“, sprich, weil ich es zulasse... er war dafür, ihr es zu verbieten! Da hab ich nicht mitgemacht. Habe dann eine andere (liebevolle) Methode gewählt und es auch erfolgreich geschafft. Nach und nach schlief sie immer öfter in ihrem Bett durch! Das ging lange zeit gut, dann wieder ein Einbruch... bis heute ist es wechselhaft, gerade kommt sie wieder jede nacht. Und was ist, mein Partner ist total mieslaunig...
Dann ist er aktuell schwer gekränkt, ja sogar beleidigt, weil meine Tochter nicht mit ihm alleine bleiben will. Manchmal, klappt es, dass sie mit ihm kurz daheim bleibt wenn ich schnell einkaufen fahre. Aber alles andere ist ihr nix... vom Kiga abholen zum Beispiel. Sie freut sich total wenn er mit kommt wenn ich sie hole, aber dass nur er kommt...keine chance... wenn abends mal was ist und ich weg bin kommt meine Mutter. Sie ist eh die einzige bei der sie mal übernachtet oder die sie hinlegen kann. Auch bei ihrem Vater (der Kontakt ist regelmäßig) möchte sie nicht übernachten. Einmal sollte sie das gegen ihren Willen, weil ich mit meinem Team von der Arbeit essen gegangen bin, das war ne Katastrophe. Schließlich hab ich sie abends un 10uhr völlig fertig wieder abgeholt, da sie einfach nur geschrien hat...da war sie drei.
Ich will damit nur klar machen, dass sie da einfach generell ihre Probleme hat. Ich akzeptiere das bislang und zwinge sie nicht... das mein Partner darüber traurig ist kann ich verstehen, aber er ist ja auch noch total beleidigt und nimmt ihr das total krumm. Seit einer Woche (!) (Da hat meine mutter sie abends heim gebracht und ich war noch nicht da. Sie hat sich an die oma geklammert und geweint, dass sie nicht bei ihm bleiben mag. Oma hat dann die paar Minuten gewartet bis ich kam). Seitdem ist er echt doof zu ihr. Er erwähnt immer wieder, dies und jenes nicht zu machen, weil sie ihn ja eh blöd findet...(ein spiel mitspielen oder so) ich hab ihm gesagt wie doof ich das finde. Es ist kindisch und bringt ja wohl garnichts. Im Gegenteil, es führt doch bloß dazu, dass es schlechter wird. So wird sie nie mit ihm allein bleiben...Ich vermute nämlich, dass dieses “nicht allein mit ihm bleiben“ eine Reaktion auf sein oft unangemessenes verhalten ist. Manchmal macht er so tolle sachen mit ihr, denkt sich was aus womit er sie begeistern kann, macht quatsch, singt, bastelt mit ihr... dann wiederrum kpmmen diese unzähligen, unangemessenen Reaktionen von ihm. Auch so im Alltag...Er kritisiert sie so viel. Er stellt auch immer so Fragen wie “ du hast ketzt nicht den Popel da dran geschmiert oder?“ (klar hat sie, er hats doch gesehn) versteht ihr was ich meine? Er stellt sie irgendwie so bloß... mir missfällt das total und ich sehe ihren Blick, der so hilflos aussieht, das ich sie irgendwie in schutz nehme, indem ich seine Botschaft halt netter formuliere...“nimm dir noch bitte ein taschentuch und schmier den Popel nirgends hin“ im Grunde find ich es ja gut, dass er da aufpasst und ihr manieren und solche Dinge nahebringen will, aber ich finde die Art und Weise so “unkindlich“. Oft denke ich, er sieht in ihr eine kleine Erwachsene. Er erkennt nicht, wenn seine Botschaften nicht ankommen, spricht oft sehr streng, motzt viel an ihr rum, wo ich denke “lass das kind doch einfach mal in ruhe“.... es sind so banale Dinge, die bei Kindern nunmal so sind. Ich finde es wichtig, nicht immer so kritisch zu sein, auch mal fünfe gerade lassen zu können und auch mal über “Fehler“ hinweg zu sehen. Wenn ich überlege was sie schon alles gelernt und geschafft hat, sehe wie klug sie ist und wie lernfähig... da bekomm ich manchmal echt Wut, dass er das alles als selbstverständlich sieht und nur an dem rumnörgelt was nicht so optimal ist.. könnt ihr ungefähr nachvollziehen wie ich das meine?

Mein großes Problem ist einfach, dass ich keinen Weg finde, ihm das begreiflich zu machen. Vor allem, ohne ihn nur zu tadeln... er fühlt sich immer angegriffen und argumentiert, dass ich mal konsequenter sein sollte und dass manches einfach nicht sein muss (mit 2,5 Jahren den schnuller und ein Einschlaffläschchen z.b. das fand er auch so bescheuert und konnte nicht verstehen wieso ich ihr das nicht wegnehme. Damals war es aber letzendlich immer meine Sache. Er sagte seine meinung einmal und dann war gut).
Ich weiß nicht...Irgendwie seh ich gerade total schwarz. Ich hab die letzten Tage erstmal garnichtrs mehr gesagt, weil ich einfach nicht weiß was...bzw WIE... Vor der Kleinen will ich auch nicht diskutieren oder streiten, abends bin ich oft auch einfach zu kraftlos...
Ein riesen Chaos was icj da jetzt aufgeschrieben hab, hoffe es blickt jemand durch und macht sich die muhe es zu lesen. Vielleicht hat ja jemand ähnliches erlebt und kann mir Ratschläge geben damit angemessen umzugehen... oder meint ihr da ist Hopfen und Malz schon verloren? Ich finde es so schade, wir haben so glücklich und positiv in die gemeinsame Zukunft geblickt...und nun so ein Haufen an Probleme...
Naja, ich komme mal zum Schluss, es tat gut mal alles nieder zu schreiben was mir so auf dem Herzen liegt!
Grüße lissimama

Hi Du!

Schade, dass ihr euch da gerade so verfahren habt. ????

Ich bin auch eine Mama mit 3 Kindern und mein Partner ist dazu gezogen.
Er beteiligt sich aktiv in der Erziehung der Kinder, was ich gut finde. Das heißt aber auch, dass ich andere Wege akzeptiere. Meine Kinder lieben ihn heiß und innig.

Wenn ich deinen Beitrag lese, fällt mir Eins sehr auf.
Ich finde, dass du ihn ausgrenzt in der Erziehung deiner Tochter. Er darf Dinge anmerken, aber es liegt in deiner Entscheidung ob und wie du Dinge umsetzt. An der Stelle deines Partners würde ich mich damit ausgegrenzt und hilflos fühlen. Er reagiert kindlich darauf, das stimmt. Das finde ich auch nicht gut, daran sollte er arbeiten, aber dir sollte bewusst sein, dass du das provozierst.

Mir ging es ähnlich. Mein Partner hat mich auch mit Dingen konfrontiert, die ich besser machen kann. Er hat auch Dinge benannt, die ihn stören. Auch er wollte nicht nachts von meinem Jüngsten geweckt werden. Er ist das nicht gewöhnt und freut sich nicht über nur einmal wecken, wie ich. Für mich war das aber bequem. Da ich meinen Partner verstehe und Ernst nehme, habe ich mit viel Engagement, Liebe und Konsequenz meinen Zwerg ans Alleine (durch) schlafen gewöhnt. Natürlich hatte ich meine Gründe, warum ich gewisse Dinge so tu, wie ich sie tu. Ich hab den Anspruch meine Kinder besser zu kennen und genau zu wissen was sie brauchen....jaaaaa, aber ganz ehrlich, das ist zumindest refelexionswürdig.????

Ich will dir nur sagen, dass du deinen Partner hilflos machst. Er kann nicht mitentscheiden, mitwirken. Gib ihm Raum. Er hat ja Recht. Überlegt, wie ihr Dinge gemeinsam verändert. Bezieh ihn ein. Das ist der Deal. Er darf mitreden und muss dafür auch die Konsequenz ertragen (zum Beispiel morgens der Lütten ein Buch vorlesen, während du im Bad bist).

Liebe Grüße!

Danke für deine Antwort, das hast du toll geschrieben! Vielleicht stimmt es auch, dass ich ihn in gewisser Hinsicht dazu bringe...ich fühle mich oft einfach in der Pflicht meine Tochter zu schützen. Hört sich vielleicht komisch an, aber ich empfinde es so oft als ungerecht wie er mit ihr umgeht...sie hat ja garkeine chance es ihm recht zu machen. Machmal schaut sie ihn schon erwartend an, wenn ohr was vom Brot fällt...da kpmmt halt meist auch ein Spruch, oder ein Schaufer oder sowas...

Ich gebe dir völlig recht indem du schreibst, er kann Dinge einbringen, sollte dann aber auch mit der Konsequenz umgehen. Da lorgt bislang leider das problem. Er wird nicht aktiv! Er bemengelt etwas, ich bin auch bereit darauf einzugehen, aber er erwartet dann das es auf anhieb funktioniert. Ich bleib mal beim beispiel Buch statt Fernseh. Würde er ihr das anbieten, wäre sich wenig begeistert und würde weiterhin lieber Fernseh (weil tief ritualisiert ;-)) Damit wäre ihm dss schon wieder “zu blöd“ und es hätte sich erledigt. Aber der Ansatz gefällt mir trotzdem, ich werde es vorschlagen und ihn bitten nicht gleich aufzugeben!

Zum Thema schlafen. Wie hast du es denn geschafft dass dein kleiner DAUERHAFT im eigenen Bett durchschläft? Ich habe es ja auch schon versucht, war zeitweise erfolgreich, aber wie geschrieben kommen immer wieder Rückfälle... und sie wegschicken kommt für mich einfach nicht on Frage, da bin ich tatsächlich nicht bereit mich auf seinen Vorschlag einzulassen!

Schön, dass du mit meinem Beitrag etwas anfangen kannst.

Ich hab zuerst mit dem Kleinen geredet und ihn gebeten in seinem Bett zu bleiben. Da war er 3 und durchaus verständig.
Dann hab ich ihn jede Nacht rüber getragen, in der er doch kam. Dann hab ich ihn geschickt. Irgendwann blieb er von allein weg. Das hat gedauert, aber mein Partner hat schon allein jeden Schritt gefeiert, weil er sich ernst genommen gefühlt hat.
Ich finde eine Fünfjährige im Bett auch sehr liebestötend, ich verstehe deinen Partner echt.
Ich denke, sie ist auch wirklich alt genug das zu schaffen. Trau es ihr zu. Du weißt, Kinder brauchen Wurzeln und Flügel. :)

Deine Tochter und dein Partner geben sich den Machtkampf um Dich. Das ist nicht gut.
Bei uns gilt, dass die Erwachsenen erziehen dürfen.

Natürlich willst du deine Tochter schützen, meine Kinder haben auch immer meine oberste Priorität, aber trotzdem muss dein Partner sich ernst genommen und wert geschätzt fühlen.

Das ist unerlässlich.

Du bist der Schlüssel. Erklär deiner Tochter, dass dein Partner sie erziehen darf und deinem Partner, dass er wichtig ist und mitgestalten darf. Wir gesagt, das bedeutet dann auch aktive Mitarbeit.:-)

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Dein Partner ist in meinen Augen ein Arsch. Er darf sich wie ein bockiges Kleinkind benehmen und seine schlechte Laune raushängen lassen, aber deine Tochter soll sich wie eine Erwachsene benehmen und sich ihre Bedürfnisse gefälligst sonst wo hinklemmen.

Deine Tochter spürt es, dass dein Partner sie im Grunde nicht leiden kann und sie ablehnt und will wahrscheinlich deswegen nicht mit ihm alleine sein. Bei mir als Mütter würden da alle Alarmglocken schrillen.

Da ich auch so einen Arsch als Stiefvater hatte würde ich dir um deiner Tochter willen zur Trennung raten. Es wird nicht besser und wenn dann vielleicht noch ein leibliches Kind dazu kommt, dann könnte es sogar noch schlimmer für deine Tochter werden.

Würdest du gerne so groß werden müssen, wie deine Tochter? Immer wenn sie in seinen Augen was falsch macht, dumme Kommentare und schlechte Laune. Als Erwachsene wird sie sich immer falsch fühlen, weil es ihr so von deinem Partner vermittelt wird. Kein schönes Gefühl, das kann ich dir sagen.

Hm. Gut, das ist auch eine Meining! Das tut mir leid wie es dir ergangen ist und ich glsube auch, das eine Kinderseele da sehr empfindlich ist, keine Frage! Dennnoch finde ich es nicht richtig ihm auf der stelle zu verlassen, weil es gerade nicht so richtig klappen will... sicher, wenn ich merke dass er sich nicht ändern kann ist das ein Schritt den ich tun muss! Das was du beschreibst sind sich meine Ängste und sollten sie sich bestätigen ist das sicher das AUS für uns!
Dank dir

Tja ich habs überlebt und das wird deine Tochter auch. Kommt halt drauf an, wie lange du seine Launen ertragen kannst.

Hallo lissimama,

ich lebe auch in einer Patchworkfamilie und wir hatten zu Beginn ähnliche Probleme. Wir waren dann bei der Erziehungsberatungsstelle und als Ergebnis habe ich dann noch ein paar Jahre die Erziehung komplett übernommen und mein Mann hat sich rausgehalten.

Er kümmert sich da inzwischen auch drum, aber es ist ist nach wie vor mein Kind. Mein Sohn hat einen Vater, bei dem er viel ist.

Allerdings bin ich angesichts eurer Streitpunkte auf der Seite deines Freundes. Wenn bei uns morgens Kindersendungen aus dem Fernseher plärren und kreischen würden, könnte ich für nichts garantieren, sowas könnte ich morgens nicht brauchen.

Kind im Bett nervt mich auch, warum stellt ihr nicht einfach eine Klappliege ins Schlafzimmer, dann hat jeder seine Ruhe. Füße von Kindern, die nicht die eigenen sind, nachts im Gesicht, ist nicht jedermanns Sache.

Flasche und Schnuller habt ihr aber nicht mehr, oder?

Das Einschlafen ist schwierig, das kenne ich auch. Allerdings würde ich mal übers Wochenende weg fahren und außer Reichweite sein, wenn sie beim Vater ist. Dass ihr nie ein Wochenende für euch habt, ist doch doof, gerade das ist doch das einzig tolle an einer Scheidung mit Kind.

Wie er seine Kritik an deiner Tochter formuliert, musst du ihm überlassen. Wobei wir da auch immer noch kämpfen, ich weiß, was du meinst.

Die Erziehungsberatungsstelle ist meistens echt gar nicht so doof, das würde ich auf jeden Fall probieren, bevor ihr das Handtuch werft.

LG

Hallo, danke auch dir für deine Antwort!
Die Erziehungsberatung finde ich eine gute Möglichkeit, hab ich auch schon im Kopf!

Ich verstehe gut, dass man sich am morgendlichen Kinderprogramm stört, das will ich garnicht schön reden und würde es toll finden, da einen Weg zu finden dass es ohne geht. Für mich war es einfach goldwert in der Zeit sölein mit meiner Tochter. Ich hatte morgens eine Stunde in der einfach alles “nach Plan“ funktionieren musste. Mit Kleinkind in der Trotzphase habe och damals so MEINEN besten Weg gefunden un pünkloch und nicht schon schweißgebadet das haus zu verlassen. Ich würde es gerne ändern, aber dazu brsuche ich unterstützung von meinem Partner und nicht noch mehr Stress durch unnötige Kommentare oder Beschwerden, dass meiner Tochter das nicht passt.... natürlich passt ihr das nicht, da muss ich mit umgehen können, er aber auch! Solange seine zündschnur so kurz ist wird das nix...

Die Idee mit dem Klapp Bett (bzw Matratze) hatte ich auch, leider war auch da mein Partner alles andere als begeistert. Er will das nicht. Sie soll in ihr bett, in ihrem Zimmer.

Nein, schnuller und Flasche hat sie schon lange nicht mehr. Flasche hat sich kurz vorm dritten Geburtstag erledigt, weil der sauger kaputt war. Problemlos! Schnuller dauerte noch ein knappes Jahr länger, war schwieriger und tränenreicher. Aber auch da war es so, dass er einfach irgendwann kaputt war und es keinen neuen gab. Ich finde solche Dinge ergeben sich. Und jetzt im nachhinein denke ich mir, was haben wir uns (oder eher er mir) einen stress gemacht... Ich bin der Ansicht, dass man kindern Zeit geben muss...klar, irgendwann ist alles mal “an der zeit“, aber ich muss doch nicht auf teufel komm raus dinge von meinem Kind erwarten, die sich mit etwas Mühe und Geduld auch entspannter lösen lassen. Mir hat es einfach widerstrebt meinem Kind den schnuller (sie hatte ihn auch nur in der nacht, seit sie 1,5jahre war) zu nehmen...Dinge die ihr lieb gewonnen waren, die ihr Schutz und Geborgenheit gegeben haben. Bei sowas bin ich einfach auch mal “stur“, weil ich es für richtig halte!

Ich glaube nicht dass Hopfen und Malz verloren sind :)

Bei euch mögen sich ja anscheinend erstmal alle und das sind ziemlich gute Voraussetzungen :)

Ich finde auch, die Art und Weise deines Freundes klingt falsch, aber in seinen Ansichten sind ja ganz nachvollziehbare Punkte zu finden, so dass du bestimmt auf ihn eingehen kannst. Er hat nicht wie du über 5 Jahre Erziehungserfahrung, sondern muss den Umgang mit Kind erst lernen.

Meine Mann hat auch schon einen Sohn und wir verfallen beim streiten auch mal auf das Niveau von zwei Kindergarten Kindern. Nicht so, wie du es von deinem Freund schilderst, sondern harmloser. Das passiert mir manchmal, weil ich auf Augenhöhe streiten möchte (z.b. Wenn er immer das Rennauto hat und ich den Traktor nehmen muss ;)

Nein aber im Ernst, es dauert ein bisschen, bis man seine Rolle gefunden hat, in der man mit erzieht und entscheidet und trotzdem nicht versucht die Eltern zu ersetzen...

Unser Weg (und mein Mann und ich finden es klappt gut) ist ganz viel abends wenn die Kinder schlafen reden. Gemeinsame Erziehungsziele festlegen, sich gemeinsam überlegen wie es klappt, dem anderen spiegeln was man doof findet. In Ruhe und unter 4 Augen.

Nehmt euch die Zeit, sie ist gut investiert. Damit schützt du deine Tochter und gibst die Beziehung nicht gleich auf.

Ich kann deinen Partner verstehen, aber bin auf der Seite des Kindes ;-)
Ihr habt euer Leben gelebt und auf einmal ist der "Spaßwochendstiefpapa" da und will mitmischen. Das ist auch sein gutes Recht, aber er sollte ne Stufe zurück gehen.
Setzt euch zusammen und stellt Familienregeln auf. Zu allererst sollte er aber erwachsen reagieren.

Möchte er kein Kind im Schlafzimmer, dann schlafe bei ihr wenn sie dich braucht.
Morgendliches Fernsehen - dann sucht etwas anderes was das ersetzt.
Zum Popelbeispiel, wenn er da nölt dann ist das so, da hättest du dich nicht reinhängen dürfen.
Ich glaube, dass dein Kind gerade verunsichert ist und das sich einiges ändert, wenn ihr euch klarer seid. Auch würde ich die Baustellen nach und nach angehen und das Kind langsam an die neue Situation gewöhnen.
Gib deinem Partner das Gefühl ein Teil der Familie zu sein, aber deiner Tochter auch weiterhin die Sicherheit die sie braucht....

Hallo.

Ich habe auch einen neuen Partner, der es sozusagen mit vier Weibern aufgenommen hat. Es ist jetzt fast zehn Jahre her und ich muss sagen, es hat eine Weile gedauert, bis wir unseren Weg gefunden haben. Es gab auch Höhen und Tiefen und viele Meinungsverschiedenheiten. Aber wir hatten/haben Geduld miteinander. Es braucht Zeit, damit sich jeder auf die neue Situation einstellen kann. Auch sollte man die Meinung des anderen akzeptieren und auch mal Änderungen vornehmen, auch wenn es schwer fällt. Setzt euch zusammen und jeder sollte mal seine Vorstellung schildern. Jeder hat auch eine andere Sichtweise. Vielleicht kann man ja Punkte finden, wo man aufeinander zugehen kann. Wie weit soll der neue Partner mit in die Erziehung gehen können/dürfen. Wie weit würdest du ihm entgegenkommen. Eure Strategie ist wichtig, das Kind stellt sich darauf ein, auch wenn es erst mal ein Kampf ist.

Alles Gute.

LG

Du hast nach Meinungen gefragt, also schildere ich mal, wie das Ganze auf mich wirkt, auch wenn es dir nicht gefallen wird:

Ich habe den Eindruck, dass du deinem Kind keine Grenzen setzt und es regelrecht verziehst. Wenn dein Partner versucht, zu erziehen, sind dir seine Methoden nicht recht und überhaupt siehst du keinen Bedarf dafür. An seiner Stelle wäre ich auch gefrustet. Du wirkst wie eine Mutter, die sich in jedem Fall wie eine Löwin vor ihr Kind stellt und es verteidigt, und das auch, wenn eigentlich Kritik angesagt wäre. Diese Kritik würde ich dann Erziehung nennen.

Wie ihr mit euren unterschiedlichen Ansichten und Methoden umgehen könnt? Indem ihr darüber redet und Kompromisse findet. Zum Wohl des Kindes.

Hallo,
ich kann nicht sagen dass mir dein Beitrag nicht gefällt ;-) Aber dass ich keine Grenzen setzte stimmt nicht. Das tue ich definitiv, es gibt viele Dinge die mir wichtig sind und an die sich meine Tochter zu halten hat. Ich bin Konsequent und äußere klar und deutlich was geht und was eben nicht. Dennoch bin ich der Meinung, dass nicht ständig ALLES betadelt werden muss. Das heißt ja nicht automatisch, dass sie nicht das ich es geswegen gut heiße und sie machen lasse was sie will. Ich sehe einfach bei meinem Partner, dass er immer kleinlicher wird und permanent etwas an ihrem verhalten auszusetzen hat, was ich nicht in Ordnung finde. Oft ist es auch eindach die Art und Weise, wie er was äußert. Grundsätzlich bin ich dabei oft noch nichtmal anderer Meinung! (Beispiel Popel. Ich mache ihr auch klar, dass man die nirgends ran schmiert, das ist für mich auch nicht ok! Ich zeige ihr dabei aber lieber auf, wie sie es besser machen kann und äußer klar meinen Wunsch. Wenn ich merke, dass sie das nicht ändert werd ich auch sauer...)
Ich weiß micht, es ist vielleicht schwer zu verstehen... Mir fehlt einfach grundsätzlich etwas Gelassenheit bei ihm. Ein Kind sollte meiner Meinung nach nicht STÄNDIG kritisch beäugt werden... Klar, wenns angebracht ist, kann ich auch echt sauer werden, das kommt garnicht mal so selten vor ;-)

Aber wo ihr alle Recht habt ist sicher, dass ich da mitlerweile sehr sensibel bin und auch nicht angemessen reagiere. Für mich ist es einfach auch noch ungewohnt, nicht mehr allein für die Erziehung verantwortlich zu sein. Manche Dinge soll er auch einfach akzeptieren, das geb ich zu, finde es aber auch in ordnung das von ihm zu verlangen. Viele andere Dinge bin ich gern bereit zu verändern und/oder Kompromisse zu finden. Also kurz um, wir sollten beide an und arbeiten! Ich werde mich nochmal in ruhe mit ihm zusammen setzen,dass wir beide äußern können was uns wichtig ist, wa nicht und wo wir einen Mittelweg finden können! Ich danke euch, liebe grüße

Hallo,

dein Partner sollte einsehen das deine Tochter allgemein ein Problem hat andere Menschen irgendwie allein an sich ranzu lassen.....Das er dann wie ein Kleinkind beleidigt ist bringt nix und ändert nix, doch es wird vielleicht noch schlimmer.....

Zu dem Pobel woran schmieren, gut meine Stieftochter hat im Auto auch die komplette seite vollgeschmiert, beim ersten mal hab ich ihr gesagt ich will das nimmer haben sie hat ein Taschentuch, beim 2. mal musste sie es wegmachen, er sollte sie nicht bloßstellen sondern wenn er sieht das sie das tut sagen sie soll es wegmachen und in Zukunft ein Taschentuch nehmen.....

Du musst es so sehen, du kannst über manche Dinge wegsehen, wo vielleicht auch Ihr Papa wegsehen würde weil es ist einfach euer Kind, dein Partner hat nicht die Gefühle wie ihr für sie, er mag sie sicher, aber ich habe früher auch oft einfach gespürt das es nicht so intensiv ist wie sie zu ihrem Papa sind, ich kam mir da oft doof vor irgendwie aussen vor......

Nehmt euch mal einen Abend für euch, und redet darüber, versuch das die beiden ab und an mal was tolles regelmässig machen, baden, wandern, basteln usw.

Hallo liebe Lissimama,

wir haben hier keine Patchworksituation, aber auch einen Papa, der gerne mal "motzt". Ich muss dazu sagen, dass er durchaus konsequenter ist als ich, aber jedes Mal, wenn er Stress macht und schlechte Laune verbreitet, weil er x oder y einfordert, weiß ich wieder, warum ich lieber etwas entspannter durch das Leben mit Kindern gehe!

Wir beiden sind uns wahrscheinlich von unserer Art zu "verziehen" ;-) recht ähnlich. Es gibt bestimmte Dinge, die sind mir wichtig, darauf bestehe ich bei allen meinen Kindern. Allem voran ein guter Umgangston und ein freundliches Auftreten - gut, jetzt bei meinen beiden Pubertierenden bin ich froh, wenn das Auftreten zumindest neutral ist... :-D Ich mach aber kein Fass auf, wenn zum 3 Millionsten Mal die Jacke nicht ordnungsgemäß aufgehangen wurde oder die Schuhe nicht wie die Zinnsoldaten im Flur stehen. Das sind so Sachen, worüber sich mein Mann furchtbar ärgern kann... Ich lass ihn da auch maulen, denn er hat ja nicht ganz unrecht. Was ich aber nicht zulasse, ist, dass die Stimmung hier ständig schlecht ist. Dagegen bin ich allergisch! Spätestens nach 20min motzen, muss ich intervenieren a la "Ist jetzt gut!", zumal die Kinder ja aufstehen und die eingeforderten Sachen erledigen. Aber dann kommt gerne noch x und y und z dazu...und da schreite ich ein! Ich würde es nicht einmal beim leiblichen Vater zulassen, dass an einem unserer Kinder ständig rumkritisiert wird. Das habe ich bei uns zu Hause erlebt. Mein Vater hat meinen ältesten Bruder NUR gegängelt, das fing schon morgens beim Frühstück an. "Wie schmierst du dir dir schon wieder dein Brot?" Ätzend! Ich fand das als Schwester furchtbar, vor allem auch diese miese Atmosphäre, die mit dem Schimpfen einhergeht. Und an meinem Bruder ist es natürlich auch nicht spurlos vorbeigegangen...

Tut mir leid, für so eine Art von Dauerstress ist mir meine Lebenszeit zu schade.

Was deine Tochter angeht, kann ich nur sagen, dass jedes meiner drei Kinder total unterschiedlich ist. Mein Ältester ist ein ganz anderes Kaliber, als mein Jüngster. Der Große schlief schon bald alleine, auch problemlos bei Oma und Opa. Mit dem Kleinen war es ganz anders. Er ist unglaublich sensibel und feinfühlig und hat sich bis vor Kurzem schlichtweg nicht getraut, im eigenen Zimmer zu schlafen. Mir war das sowas von egal. Er hatte in unserem Bett am äußeren Rand sein Plätzchen, wo er niemanden gestört hat. (Eingeschlafen ist er jeden Abend friedlich, auf dem Sofa im Wohnzimmer!) An seinem 7. Geburtstag entschied er dann, dass er nun alt genug für ein eigenes Bett wäre. Auch gut. Warum sollte ich da ein Drama machen? Gott sei Dank hatte mein Mann damit auch keine Probleme und wenn er welche gehabt hätte, wäre es für uns alle schlimm gewesen. Ich spürte ja deutlich, wie sehr mein Jüngster nachts seine Ängste hatte. Warum sollte ich ihn da in sein Bett schicken? Wäre mir nicht im Traum eingefallen, da etwas über das Knie zu brechen.

Weißt du, ich bin ja keine Patchworkerin, daher darf ich hier eigentlich gar nicht antworten. :-D Was ich mir aber beim Lesen deines posts gedacht habe, war Folgendes: In keiner Familie läuft alles nur friedlich und reibungslos ab - keine Frage. Wenn ich mich aber von meinem Mann trennen würde, dann würde ich lieber bis ans Ende meiner Tage Single bleiben, als mit einem neuen Partner zusammen zu leben, bei dem ich mich wieder tagein tagaus ärgern und über Erziehungsfragen streiten müsste. So schlimm kann Alleinsein gar nicht sein, als dass ich das mir - und vor allem meinen Kindern - zumuten würde. Man kann nämlich auch Dinge ansprechen, ohne ins Motzen und Dauernörgeln zu verfallen! Ich schreite bei meinem Mann ein, vor einem "Zugeschmeckten" würde ich meine Kinder noch viel stärker in Schutz nehmen. Aber ich verstehe, dass das nicht immer so war, sondern sich mit der Zeit ungünstig entwickelt hat.

Ich stelle also zwei Sachen fest: Zum einen verstehe ich dich total. Ich wäre auch auf der Seite meiner Tochter. Zum anderen bin ich für Patchwork wohl vollkommen ungeeignet. :-)

Grüße
Matea

Hallo Lissimama,

ich weiß nicht, ob dein Thread noch aktuell ist, ob sich alles inzwischen in Wohlgefallen aufgelöst hat.

Ich will dir von uns erzählen, wir sind zwar keine Patchworkfamilie aber schau selbst.

Mein Sohn ist jetzt 6,5 Jahre. Bis letztes Jahr haben er und ich für uns im Haus meiner Eltern gelebt. Sein Vater kam am Wochenende, wir hatten das also ganz ähnlich wie du...Ich habe das Kind gehabt, ich habe es erzogen, wie ich es für richtig hielt. Sein Vater durfte eine andere Meinung haben, aber ich habe es geregelt. Ich hatte das Kind ja auch außerhalb des Wochenendes.

Vor einem Jahr sind wir dann zusammen gezogen. Plöztlich wollte der Vater auch miterziehen, auch etwas zu sagen haben.... das hat unweigerlich zu stressigen Situationen und Konflikten geführt. Mir war schon klar, dass er das durfte und wollte, schließlich war und ist er ja der Vater unseres Sohnes und trotzdem.... es war nicht einfach zu akzeptieren, dass er das darf und will, manchmal fällt es mir noch immer schwer.

Unser Sohn wollte anfänglich auch nicht mit seinem Papa alleine bleiben (nachdem wir zusammen gezogen waren). Ich weiß nicht, warum. Im Grunde ist er ein liebevoller Vater, mit oftmals mehr Verständnis als ich, aber ich kannte auch solche Situationen, wo es mir (und vermutlich unserem Sohn) nicht gefallen hat, was sein Papa da wie sagte.... Irgendwann bin ich dann aber eben doch für mich mal los gezogen und habe ihn bei seinem Vater gelassen, inzwischen ist das regelmäßig und die beiden haben dann eben Männerabend und genießen es. Es hat eine Weile gedauert.... Aber man muss es dann eben einfach tun.

Etwas ist aber anders bei uns... Mein Sohn hat immer allein in seinem Zimmer geschlafen von klein auf, er kam auch nachts nicht zu mir, auch an den Wochenenden nicht, wenn sein Vater da war. Seit wir aber zusammen wohnen kommt er schon manchmal nachts.... mal mehr mal weniger. Ich weiß nicht, wovon es abhängt. Manchmal schläft er wochenlang allein in seinem Bett, manchmal kommt er jede Nacht zu uns. Es ist weniger anstrengend, wenn er seine Decke mitbringt, so ist das eben das einzige Kriterium, was wir aufgestellt haben. Bring deine Decke mit....

Es wird wieder nachlassen, es wird sicher auch irgendwann ganz aufhören.... Ich hörte bisher von keinem Mann, der noch zwischen seinen Eltern schläft ;-)

Er sagt er fürchtet sich, na gut dann ist es so.... Wir haben ihm gesagt, dass wir immer für ihn da sind, also darf er nachts halt kommen. Aber wir vereinbaren auch manchmal eine Zeit und dann muss er eben wieder gehen, was er auch tut.

Ich glaube nicht, dass ihr euch trennen solltet/müsst. Ihr müsst manche Situationen eben einfach aushalten und herausfinden wie ihr alle damit leben könnt. Manchen Sitautionen müssen eben einfach gewagt werden. Vielleicht das mit dem Fernsehen am Morgen (ich würde verrückt). Vielleicht kann deine Tochter ja einfach ein bisschen länger schlafen... das würde ich mir für meinen Sohn wünschen, n bisschen mehr Schlaf tut ja vielen gut...

Lass dich nicht unterkriegen, viele Dinge regeln sich von allein (denk an den Schnuller, den wir übrigens auch auf eure Art entsorgt haben, mit vorherigen Versuchen und vielen Tränen.... Aber als er dann löchrig und zerlutscht war, ging es halt nicht mehr. Eine Woche weinen inklusive, aber dann ging das Einschlafen auch ohne.)

Liebe Grüße
Skuld

Ich möchte dir auch mal was schreiben, vielleicht magst du dich ja nochmal äußern, wie es euch inzwischen geht?

Mich hat das beschriebene Verhalten deines Partners auch sofort an meinen Stiefvater erinnert. Gar nicht so sehr, was du über ihn schreibst, aber dass deine Tochter schon zu ihm schaut und einen Kommentar erwartet, wenn ihr was vom Brot fällt, finde ich alarmierend.

Mein Stiefvater war der König der kindischen und herabwürdigen Erziehungsmethoden. Einmal habe ich mir die Nägel geschnitten und er hat jeden abgeschnittenen Nagelrest, den ich auf dem Waschbecken liegengelassen hatte, mit Lippenstift eingekreist und zu mir gesagt: "Ich habe dir im Bad deinen Müll gekennzeichnet." Eigentlich witzig so im Nachhinein, aber eben so typisch für ihn. Er konnte nicht gut seine eigenen Wünsche benennen und liebevoll um Zusammenarbeit bitten. Er konnte nur wütend werden und lächerlich machen. Und dabei kannte er keine Verhältnismäßigkeit. Schließlich musste jetzt jemand noch zusätzlich die Lippenstiftspuren beseitigen und das war das allererste Mal überhaupt, dass mich jemand auf Nagelreste angesprochen hatte. Seine Maßnahme wirkt aber eher wie eine Verzweiflungstat, wenn nichts anderes gefruchtet hat.

Wenn ich so einen Mann hätte, würde ich ihm ganz deutlich machen, dass ich das so nicht akzeptieren kann. Er dürfte an sich arbeiten, gerne auch mit Hilfe von mir oder von außen, aber wenn ich dazu keine Bereitschaft sehen würde, müsste er gehen. Von mir aus könnte die Beziehung Bestand haben, die Wohngemeinschaft mit meiner Tochter jedoch nicht.